Lymphdrüsenkrebs Symptome

Synonyme im weiteren Sinne

Morbus Hodgkin, (malignes) Lymphom, Lymphogranulomatose, Lymphosarkom

Englisch: lymph node cancer, lymph gland cancer, lymphoma

Lesen Sie auch:

Symptome

Die Symptome beim Lymphdrüsenkrebs sind sehr unterschiedlich und beginnen bei beiden Formen häufig schleichend. Initial findet man in der Regel eine schmerzlose Schwellung der Lymphknoten, vornehmlich im Hals- und Nackenbereich, wobei auch Lymphknoten in versteckteren Gebieten, wie zum Beispiel in der Achselhöhle, der Leiste, der Bauchhöhle oder dem Brustkorb als erstes anschwellen können. Darüber hinaus klagen viele Patienten über grippeartige Beschwerden und Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Leistungsschwäche. Häufig findet man auch nächtliche Schweißausbrüche (die ohne eine bekannte Infektion auftreten), Fieberschübe und einen drastischen Gewichtsverlust (der ab einer Abnahme von über 10% des Körpergewichts innerhalb eines halben Jahres als signifikant gilt). Diese drei Symptome werden auch als B-Symptomatik bezeichnet und sind ein Indikator für Krebserkrankungen (Lymphdrüsenkrebs) im Allgemeinen. Sie können darüber Auskunft geben, in welchem Stadium sich der Krebs befindet.

Beim Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) entstehen zusätzlich manchmal Appetitlosigkeit, ein Juckreiz, der den ganzen Körper betreffen kann, Husten, der zum Teil über 14 Tage andauert und selten auch Schmerzen an den Lymphknoten, die vor allem nach dem Genuss vom Alkohol auffallen. Beim Non-Hodgkin-Lymphom zeigen sich neben den oben genannten Beschwerden auch Hautblässe und Blutarmut (Anämie), die entsteht, wenn das Knochenmark vom Krebs befallen ist, Kopfschmerzen- und Knochenschmerzen (am häufigsten an Rücken und Beinen) und eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte jeglicher Art.

Wenn sich der Lymphdrüsenkrebs bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium befindet, kann er auch andere Organsysteme erreichen, wobei vor allem Leber und Milz oft betroffen sind. Als Folge kann es zu einer extremen Vergrößerung dieser Organe kommen, was man als Hepatosplenomegalie bezeichnet.

Diagnose

Es passiert nicht selten, dass der Lymphdrüsenkrebs zufällig während einer Routineuntersuchung entdeckt wird. Die Diagnosestellung beginnt mit einer ausführlichen körperlichen Untersuchung. Im Anschluss wird eine Gewebeprobe (Biopsie) des geschwollenen Lymphknotens entnommen und mikroskopisch untersucht. Mithilfe der histologischen Untersuchung des entnommenen Gewebes ist es dem Arzt in vielen Fällen möglich, eine genaue Aussage über die Art und die Klassifizierung des Lymphdrüsenkrebses zu treffen. Sternberg-Reed-Riesenzellen und Hodgkin-Zellen gelten zum Beispiel als eindeutige Beweise für den Morbus Hodgkin. Auch Leber und Knochenmark sind Gewebe, die für die Entnahme einer Biopsie in Frage kommen.

Um die Ausbreitung vom Krebs genauer abschätzen zu können, kann es sinnvoll sein, bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT), eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT), eine Skelett-Szintigraphie, eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET; hier wird die Stoffwechselaktivität von einem Gewebe dargestellt, was nützlich ist, da Krebszellen einen sehr hohen Stoffwechsel aufweisen) oder eine Sonographie (Ultraschall) zu verwenden. So ließe sich zum Beispiel einerseits der Befall von Knochenmark oder Leber erkennen, zum anderen aber auch, ob der Krebs bereits gestreut hat und Metastasen zu sehen sind.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012