Osteomyelitis Therapie
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Therapie der Osteomyelitis
Zu unterscheiden ist zwischen der endogen – hämatogenen Osteomyelitis bei Säuglingen, im Kindesalter, bzw. beim Erwachsenen.
Die therapeutische Behandlung der Osteomyelitis im Säuglingsalter erfolgt über die Gabe von Penicillinen entsprechend dem Erregerspektrum und durch die Ruhigstellung der betroffenen Körperregion mittels Schiene oder Gipsverband. Ist ein Gelenk von der Osteomyelitis betroffen, erfolgt in der Regel eine Spülung dieses Gelenkes. Dies kann auf verschiedene Weisen funktionieren:
- durch Punktion oder
- durch eine so genannte Spül – Saug – Drainage.
Für den Fall, dass die Osteomyelitis so weit fortgeschritten ist, dass bereits die Wachstumsfuge beschädigt wurde, können sekundär – rekonstruktive Maßnahmen notwendig werden.
Die therapeutische Behandlung der Osteomyelitis im Kindesalter erfolgt über gezielte Antibiotikagabe in Verbindung mit einer Ruhigstellung mittels Schiene oder Gipsverband der entsprechenden Körperregion. In ganz speziellen Fällen, beispielsweise wenn es zur Bildung von Restkörpern oder Abszessen kommt, kann ein chirurgischer Eingriff fällig werden. Nur in seltenen Fällen erfolgt kein Übergang der akuten in die chronische Form der Osteomyelitis.
Die Therapie im Erwachsenenalter erfolgt ebenfalls über eine gezielte Antibiotikagabe in Verbindung mit einer Ruhigstellung mittels Schiene oder Gipsverband. Anders als im Säuglings- oder Kindesalter werden im Erwachsenenalter die Bakterienherde der Osteomyelitis frühzeitig ausgeräumt. Dabei müssen gegebenenfalls abgetragene Knochenteile durch so genannte Spongiosaplastiken (= Verpflanzung von Knochensubstanz aus einem anderen, körpereigenen, gesunden Knochen) ersetzt werden, damit die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Extremität aufrecht erhalten werden kann. Zusätzlich werden bei der Tehrapie Spül – Saug – Drainagen eingelegt, um Herde aus den betroffenen Gelenken herauszuspülen. Im Gegensatz zur akuten Osteomyelitis bei Kindern, kommt es bei Erwachsenen häufig zu Rezidivbildung und zum Übergang in die chronische Form der Osteomyelitis.
Komplikationen:
Wie bereits erwähnt besteht im Säuglings- und Kindesalter die Gefahr, dass durch die akute Entzündung Schäden an der Wachstumszone (= Metaphyse) des betroffenen Knochens entstehen. Diese Schäden können dann unter Umständen schwere Deformitäten, bzw. Verkürzungen der betroffenen Extremitäten bewirken.
Eine besondere Gefahr besteht bei einer Osteomyeltits bis zum 2. Lebensjahr. Die Blutgefäße des Markraums verlaufen in diesem Alter direkt von der Metaphyse (= Wachstumszone des Knochens) durch die knorpelige Epiphysenfuge in die Epiphyse (= Endstück des Knochens; Übergang zum Gelenk). Dies hat zur Folge, dass die Erreger auch in die Gelenke eindringen können und dort eitrige Gelenkergüsse hervorrufen können, wodurch wiederum schwere Gelenksschädigungen, evtl. sogar Wachstumsstörungen auftreten können.
Jeder akute endogen - hämatogene Osteomyelitis, insbesondere bei Patienten im Erwachsenenalter, birgt die Gefahr in sich, in die chronische Form überzugehen. Dann kommt es zu erheblichen Umbauprozessen innerhalb des betroffenen Knochens, unter Umständen können Knocheninfarkte auftreten, wodurch bestimmte Teile des Knochens nicht mehr durchblutet werden und absterben. Die abgestorbenen Knochenteile bleiben dann als Restkörper (= Sequester) im infizierten Bereich zurück. Darüber hinaus tritt eine reaktive Bindegewebsbildung (= Osteosklerose) ein, wodurch die Elastizität des Knochens abnimmt und das Risiko des Auftretens von Knochenbrüchen zunimmt. Insbesondere Erwachsene neigen zur Bildung von Rezidiven.
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