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Symptome Aortenaneurysma
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Symptome des Aortenaneurysma
Meistens verursachen Aneurysmen keine Symptome. Dies ist der Grund, warum bis zu 30 % durch eine Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt werden.
In 45 % der Fälle wird das Aortenaneurysma symptomatisch und verursacht Rücken- und Flankenschmerzen sowie Druckgefühl in der Brust. Atemnot und Heisserkeit können ebenfalls auftreten (besonders bei thorakalen Aneurysmen). Abdominale Aneurysmen (Aneurysmen der Bauchschlagader) können trügerische Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den Oberschenkel auslösen.
In 25 % der Fälle kommt es zu einer Ruptur des Gefäßes (Einriss) und somit zu einer lebensbedrohlichen Situation. Stärkste Schmerzen (Vernichtungsschmerzen) lassen häufig zunächst einen Herzinfarkt vermuten. Die Sterblichkeit nach einem kompletten Einriss des Aneurysma ist sehr hoch und beträgt 90 %.
Thorakale Aneurysmen (Aneurysmen des Brustbereiches) können ein sogenanntes Horner-Syndrom auslösen. Zu diesem Syndrom gehören klassische Kopfschmerzen (Clusterkopfschmerzen), ein verkleinerter Augapfel (Enophthalmus), Pupillengrößenunterschiede im beidseitigen Vergleich (Miosis) und ein hängendes Augenlid (Ptosis). Grund dieser Symptome ist ein mechanischer Druck auf einen Nervenstrang (Sympathikus), der durch das Aneurysma ausgelöst wird. Es kann vorkommen, dass ein Aorteneurysma auf benachbarte Organe so einen großen Druck ausübt, dass diese aufreissen und Beschwerden verursachen. Dies kann z.B. am Zwölffingerdarm und Teile des übrigen Dünndarms passieren.
Diagnose
An erster Stelle steht die Patientenbefragung (Anamnese) und die klinische Untersuchung. Bei der Anamnese sind besonders eventuelle Begleiterkrankungen zu erfragen. Gibt der Patient an, an einer koronaren Herzkrankheit zu leiden, muss der Verdacht auf ein Aortenaneurysma in Betracht gezogen werden (55% der Fälle). Weitere Erkrankungen, die häufig als Begleiterkrankung zu finden sind, sind Bluthochdruck und arterielle Verschlusskrankheit, Herzinsuffizienz und Diabtes mellitus.
Bei der körperlichen Untersuchung muss der Arzt den Bauch genauer untersuchen. Das Betasten (Palpation) und das Abhören des Bauches mit dem Stethoskop (Auskulation) kann Hinweise auf ein Bauchaortenaneurysma geben (typisch: Schwirren, Rauschen, Pulsieren).
Bei Verdacht auf ein Aortenaneurysma muss unbedingt eine Ultraschalluntersuchung erfolgen. Darin kann in vielen Fällen eine Aussackung der Aorta gesehen werden. Eine spezielle Einstellung (Farbdoppler) erlaubt es dem Arzt die Blutströmung in dem Gefäß farblich zu kontrollieren. Unnatürlich große Verwirbelungen würden ebenfalls für ein Aneurysma sprechen. Wichtig ist bei der Ultraschalluntersuchung des weiteren der Aortendurchmesser. Wird ein Normwert von 2,5 cm überschritten, spricht man von einer Aortenektasie (2,5cm-3cm). Ein Durchmesser über 3 cm wird dann als Aneurysma bezeichnet. Auch sollte während der Ultraschalluntersuchung nicht die Suche nach freier Flüssigkeit vergessen werden, deren Vorhandensein für ein bereits gerissenes Aneurysma sprechen könnte.
Mit Hilfe einer Computertomographie (CT), die in diesem Fall mit Kontrastmittel durchgeführt werden sollte, kann man ebenfalls ein Aneurysma sichtbar machen. Im CT Querschnittsbild sieht man meist eine halbmondförmige Aussackung oder ein sogenanntes „Spiegeleibild“, die in den übrigen Bereichen des Gefäßes fehlt. Auch bereits am Aneurysma entstandenes geronnenes Blut (thrombotisches Material) kann man in der CT- Aufnahme sichtbar machen. Wichtig ist auch die Kontrolle der abgehenden Gefäße (z.B. Nierengefäße), da die Blutversorgung der angrenzenden Organe gewährleistet werden muss. Alternativ kann auch eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt werden. Diese dauert allerdings wesentlich länger als die CT und ist vor allem in Notfallsituationen (rupturiertes Aortenaneurysma) eher Methode der zweiten Wahl. Im weiteren Verlauf müssen unbedingt weitere Arterien auf Aneurysmabildung untersucht werden. Bei vielen Patienten existieren neben dem Aortenaneurysma auch Nierenarterien- und Halsschlagaderaneurysmen. Das Diagnosemittel der Wahl ist hier die Ultraschalluntersuchung.
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