Inhalt:
Zähneknirschen
Einleitung
Nicht nur Erwachsene leiden unter nächtlichen Zähneknirschen, sondern auch schon bei kleinen Kindern tritt dieses Fehlverhalten, Parafunktion genannt, auf. Zähneknirschen (Bruxismus) stört nicht nur die Nachtruhe anderer im selben Zimmer Schlafenden, sondern führt auch zum Abschleifen der Zähne. Das Einschleifen der Milchzähne ist ein ganz natürlicher Vorgang. Wenn aber die normale Okklusion, d.h. das Aufeinanderpassen der Kauflächen erreicht ist, sollte das Zähneknirschen aufhören.
Synonyme
Medizinisch: Bruxismus
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Auswirkungen
Beim Zähneknirschen und Pressen werden nicht nur die Zähne beeinträchtigt, sondern auch die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk. Das kann zu Verspannungen der Kaumuskulatur und Veränderungen des Kiefergelenks führen.
Ursachen
Die Hauptursache bei Kindern kann, wie bei den Erwachsenen , im psychischen Stress liegen. Das können sowohl häusliche Stresssituationen, als auch bei den kleinen Kindern an der Situation im Kindergarten liegen. Bei älteren Kindern können es auch Stresssituationen in der Schule sein, die dann in der Nacht mit Knirschen verarbeitet werden. Daneben können auch Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefergelenks der Anlass für das Zähneknirschen sein. Insbesondere dann, wenn es zum frühzeitigen Ausfall von Zähnen gekommen ist.
Symptome
Natürlich ist das Zähneknirschen als Symptom nicht zu überhören. Der Zahnarzt kann die Auswirkungen des Knirschens an abgeschliffenen Zähnen erkennen. Dabei werden zunächst die Eckzähne betroffen, dann die Frontzähne und schließlich die Mahlzähne. Auch seelische Veränderungen des Kindes können bemerkbar sein.
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Therapie

- Nachts sollte eine Knirscherschiene getragen werden
Bis zu einem Alter von 3 Jahren ist das nächtliche Knirschen ein ganz natürlicher Vorgang und bedarf deshalb nicht einer Therapie. Die Therapie bei Erwachsenen ist das Tragen einer Knirscherschiene, die nachts getragen wird. Damit werden zumindest die schädlichen Auswirkungen des Knirschens auf die Zähne vermieden. Bei kleinen Kindern ist dies oft nicht möglich, da von ihnen das Tragen einer nächtlichen Schiene nicht so leicht toleriert wird und zudem, in kürzeren Abständen, neue Schienen angefertigt werden müssten, da der Kiefer ständig durch das Wachstum verändert wird. Erst wenn die bleibenden Zähne durchgebrochen sind, kann eine Knirscherschiene angefertigt und getragen werden. Damit werden lediglich Schäden am Zahnschmelz vermieden, aber nicht die eigentliche Ursache beseitigt. Erst wenn die Ursache für diese Parafunktion erkannt ist, kann eine gezielte Therapie Abhilfe schaffen. Bis dahin muss man mit dem Zustand leben. Liegt der Grund für das nächtliche Knirschen in einer Fehlstellung der Zähne, dass zum Beispiel ein Zahn höher ist als die anderen, kann der Zahnarzt durch Abschleifen die normale Stellung wieder herstellen und damit die Ursache beseitigen. Deshalb sollte in jeden Fall der Zahnarzt oder Kieferorthopäde aufgesucht werden, um eine geeignete Therapie einzuleiten.
Prognose
Nach Ausschaltung der störenden Faktoren ist die Prognose gut.
Zusammenfassung
Wie bei Erwachsenen kann auch schon bei Kindern nächtliches Zähneknirschen auftreten. Die Ursachen liegen bei älteren Kindern und Jugendlichen meistens in unbewältigtem Stress, der sich durch das Knirschen entlädt, oder in Fehlstellungen der Zähne. Bei Kindern bis zu 3 Jahren ist das Knirschen ein ganz natürlicher Vorgang und dient dem Einschleifen der durchbrechenden Milchzähne. Eine Therapie ist nicht notwendig. Bei älteren Kindern und Jugendlichen besteht die Therapie in der Ausschaltung der Stressfaktoren oder der Stellungsanomalien der Zähne.
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