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Diagnostik der Alzheimererkrankung

Synonyme im weiterem Sinne

Alzheimer- Erkrankung Diagnostik, Demenzdiagnostik, Alzheimer- Diagnostik

    Diagnostik des Morbus Alzheimer

    Zur Alzheimer Diagnose gehört nach ICD-10, der internationalen Klassifikation von Krankheiten, der Nachweis eines demenziellen Syndroms (Gedächtnisstörung, mindestens eine weitere kognitive Leistungsstörung, alltagsrelevante Einschränkung) sowie eine umfangreiche Ausschlussdiagnostik.

    Zur Frühdiagnose des demenziellen Syndroms sind neuropsychologische Tests wie die Mini-Mental-State-Examination (MMSE) geeignet. Der Test erfasst in 10-15 Minuten insgesamt 11 Einheiten, die die Funktionsbereiche Orientierung, Merkfähigkeit, Sprache, Lesen, Schreiben, Rechnen, Praxis, Erkennen, räumliches Denken und Aufmerksamkeit überprüfen. Es können maximal 30 Punkte erreicht werden. Der Bereich zwischen 18 und 24 Punkten zeigt eine leichte Demenz, die mittelgradige Demenz ist bei Punkten zwischen 10 und 17 zu diagnostizieren und bei einer schweren Demenz liegen die erreichten Punkte unter 10.

    Die Schichtbilduntersuchung mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT und MRT) zeigt bei an Alzheimer Erkrankten ein typisches Bild mit Schrumpfung (Atrophie) des Gehirns vor allem im Bereich von Stirn-, Schläfen- und Scheitellappen mit Vergrößerung der mit Hirnwasser (Nervenwasser) gefüllte Hohlräume (Ventrikel). Die Bildgebung ist wichtig zum Ausschluss anderer Ursachen eines demenziellen Syndroms. Ein relativ neues Verfahren (PET = Positronenemissionstomographie) kann einen veränderten Energiestoffwechsel der betroffenen Hirnareale darstellen. Die PET dokumentiert dabei den verminderten Verbrauch von Glukose in den Stirn-, Schläfen- und Scheitellappen. Das EEG ist entweder uncharakteristisch oder weist einen verlangsamten Grundrhythmus auf.

    Lesen Sie mehr zum Thema: Positronen-Emissions-Tomographie

    Im Liquor kann die Analyse von ?-Amyloid oder ?-Protein zur Sicherung der Alzheimerdiagnose beitragen.

    Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf das Vorliegen von Stoffwechselstörungen, Vitaminmangel, infektiöse Erkrankungen und übermäßigen Alkoholkonsum liefern.

    Die neurologische Untersuchung zeigt in frühen Stadien häufig keine Auffälligkeiten und dient der Abgrenzungen anderer Erkrankungen von Gehirn und Nervensystem.

    Letztendlich ist die Diagnose einer Alzheimer-Demenz eine Ausschlussdiagnose bei Vorliegen des typischen Symptombildes und dem Nachweis von Schrumpfungsprozessen des Gehirns durch Schnittbildverfahren bei Abwesenheit von Befunden, die für eine andere Ursache der Demenz sprechen. Daher muss zur Abklärung einer Demenz mitunter eine umfangreiche Ausschlussdiagnostik betrieben werden. Aber schlussendlich bewiesen kann die Diagnose Morbus Alzheimer nur in einer Untersuchung von Gehirnpräparaten nach dem Tode der Betroffenen, in der Ablagerungen der relevanten Proteine weit über ein gewisses Maß hinaus festgestellt werden können.

    Zusammenfassend ist also wichtig für die klinische Diagnose:

    • Nachlassen des Gedächtnisses
    • Beeinträchtigung anderer kognitiver Leistungen, z.B. Sprachfunktion, Wahrnehmung, räumliche Orientierung
    • Schleichender Beginn und langsames Fortschreiten
    • Ausschluss anderer Ursachen für Demenz

    Differenzialdiagnostik Alzheimer

    Wichtig ist die Abgrenzung des Morbus Alzheimer gegenüber anderen Ursachen einer Demenz, die unter Umständen besser ursächlich behandelbar sind. Dazu zählen vor allem Durchblutungsstörungen des Gehirns (zweithäufigste Ursache einer Demenz), Infektionen, Speicherkrankheiten (z. B. Morbus Wilson), Vitaminmangel, alkoholisch-toxische Demenz und andere Erkrankungen des Gehirns wie der Morbus Parkinson. Mitunter bestehen auch relativ große Überschneidungsbereiche in den Symptombildern der Alzheimer-Demenz und der Depression.

    Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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