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Betaisodona® Lösung

Einleitung

Betaisodona® Lösung ist ein keimabtötendes Mittel, das als Wirkstoff eine jodhaltige chemische Verbindung enthält. Die Lösung wird zum einen zur einmaligen Desinfektion von Haut oder Schleimhäuten vor einem operativen Eingriff und zum anderen zur unterstützenden Behandlung bei offenen Wunden eingesetzt.
Es hat die gleiche Wirkung wie die früher in der Hausapotheke üblichen Jodtinkturen, ohne dabei starke Hautreizungen zu verursachen.
Die Anwendung von Betaisodona® Lösung führt nur sehr selten zu Nebenwirkungen, jedoch sollten länger bestehende Wunden oder Infektionen durch einen Arzt behandelt und nicht ohne Rücksprache lediglich mit Betaisodona® Lösung therapiert werden.

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Indikationen - Wann wird Betaisodona® Lösung angewendet?

Betaisodona® Lösung ist entsprechend der Packungsbeilage für zwei Hauptindikationen vorgesehen.
Zum einen wird es in Krankenhäusern oder Arztpraxen vor Operationen, bei einer Entbindung, vor der Entnahme von Gewebe (Biopsie) sowie bei der chirurgischen Händedesinfektion angewendet. Je nach Vorgabe des Krankenhauses wird entweder Betaisodona® Lösung oder ein Mittel mit vergleichbarer Wirkung angewendet.

Die zweite Indikation, für die die Lösung vorgesehen ist, besteht in der Anwendung bei Wunden wie Unterschenkelgeschwüren, Verbrennungen sowie bei entzündeten offenen Wunden. Durch die Betaisodona® Lösung werden Keime abgetötet und auf die Weise die Wundheilung des Körpers unterstützt.
Bei im Alltag zugezogenen Wunden wie zum Beispiel einer Schürfwunde nach einem Sturz kann Betaisodona® Lösung ebenfalls eingesetzt werden. Bei sehr großen Wunden, einer starken Blutung oder ausgeprägten Beschwerden sollte jedoch zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

Betaisodona® Lösung gegen Pickel

Es ist möglich Betaisodona® Lösung gegen Pickel einzusetzen. Bestimmte Bakterien spielen bei der Entstehung von Pickeln eine wichtige Rolle. Gerade bei großen und entzündeten Pickeln kann durch die keimabtötende Wirkung das Abheilen gefördert werden.

Wenn die Pickel jedoch tief liegen und geschlossen sind, bringt die Anwendung von Betaisodona® Lösung nichts. Ebenso kann durch dieses Mittel auch nicht der Entstehung neuer Pickel entgegengewirkt werden, da diese aufgrund einer übermäßigen Produktion der Talgdrüsen entstehen.
Um bei sehr ausgeprägter Akne eine effektive Therapie gegen Pickel aufzunehmen, sollte man einen Hausarzt aufsuchen. Generell sollte das Gesicht regelmäßig gereinigt und nicht übermäßig eingecremt werden. Leichtere Akneformen bilden sich meist im Laufe des zweiten Lebensjahrzehnt von selbst zurück, sodass keine neuen Pickel mehr entstehen.

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Betaisodona® Lösung nach einem Piercing

Nach einem Piercing ist die Gefahr erhöht, dass es aufgrund der beigebrachten Verletzung der Haut zu einer Verschleppung von Keimen und im Anschluss zu einer Entzündung kommt.
Durch das Auftragen von Betaisodona® Lösung im Bereich des Piercings werden die Keime abgetötet. Durch eine regelmäßige Anwendung kann so einer Entzündung vorgebeugt werden.

Sobald die Piercingstelle verheilt ist, sollte die Betaisodona® Lösung nicht mehr verwendet werden. Wenn es bereits zu einer Entzündung durch das Piercing gekommen ist, reicht es nicht aus, die Wunde mit Betaisodona® Lösung oder einem anderen Desinfektionsmittel zu behandeln. In einem solchen Fall muss das Piercing unbedingt  wieder entfernt werden.

Darf ich Betaisodona Lösung auch bei offenen Wunden anwenden?

Betaisodona® Lösung ist grundsätzlich auch zur Behandlung bei offenen Wunden geeignet. Insbesondere Schürfwunden wie zum Beispiel nach einem Sturz auf die Knie können gut mit Betaisodona® Lösung von Keimen befreit werden.
Eine durch eine Verletzung entstandene Wunde, bei der nicht nur die oberste Hautschicht abgeschürft wurde, sollte jedoch immer auch von einem Arzt gesehen werden. Gleiches gilt für tiefe Schnittverletzungen. Der Arzt kann die Wunde versorgen und überprüfen, ob eine Erneuerung des Tetanusschutz erforderlich ist.

Betaisodona® Lösung wird zudem auch zur Behandlung anderer offener Wunden, wie zum Beispiel eines Geschwürs aufgrund einer Venenerkrankung, angewendet. Auch hier ist jedoch eine professionell angeleitete Wundbehandlung erforderlich und eine Eigenbehandlung allein mit Betaisodona® Lösung nicht zu empfehlen.

Betaisodona® Lösung bei einer Nagelbettentzündung

Eine Nagelbettentzündung kann unterstützend mit Betaisodona® Lösung behandelt werden. Dadurch werden die Keime abgetötet und der Körper kann die Entzündung bekämpfen. In manchen Fällen sind jedoch weitere Behandlungsmaßnahmen erforderlich.

Wenn die Entzündung nicht innerhalb einer Woche ausheilt oder die Beschwerden trotz der Anwendung von Betaisodona® Lösung weiter zunehmen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird die Nagelbettentzündung untersuchen und dann entscheiden, ob zum Beispiel die Anwendung eines Medikaments erforderlich ist.
Bei einer eitrigen Entzündung ist unter Umständen sogar ein kleiner operativer Eingriff zur Behandlung erforderlich, um Komplikationen wie eine Ausweitung der Entzündung auf Knochen oder Sehnen zu vermeiden.

Erfahren Sie mehr dazu unter: Behandlung einer Nagelbettentzündung

Betaisodona® Lösung als Fußbad

Es ist möglich, ein Fußbad mit Betaisodona® Lösung durchzuführen. Dafür verdünnt man die Lösung in einem Verhältnis von etwa 1:25 mit normalem Leitungswasser.
Es ist ratsam, erst das Wasser in das Gefäß zu geben und anschließend die abgemessene Menge Betaisodona® Lösung hinzuzufügen. Dadurch können mögliche Verfärbungen am Gefäß vermieden werden.

Ein Fußbad kann bei Wunden am Fuß oder bei einem diabetischen Fußsyndrom mit offenen Stellen angewendet werden, um die Keimzahl auf der Haut zu reduzieren und ein abheilen zu fördern. Ob ein Fußbad mit Betaisodona® Lösung sinnvoll ist und wenn ja, wie oft und wie lange es erfolgen sollte, kann zum Beispiel mit dem Hausarzt besprochen werden.

Wirkstoff der Betaisodona® Lösung

Der Wirkstoff von Betaisodona® Lösung ist Povidon-Jod. Es handelt sich um eine chemische Verbindung, welches das Element Jod enthält. Wenn Betaisodona® Lösung aufgetragen wird, werden kontinuierlich Jodteilchen aus der Verbindung freigesetzt. Man vermutet, dass sich in Verbindung mit Wasser auf der Haut sogenannte Radikale bilden. Diese chemischen Teilchen haben eine keimabtötende (antiseptische) Wirkung.
Jod deckt dabei im Gegensatz zu einigen anderen Desinfektionsmittel das gesamte Spektrum der Keime ab. Es wirkt

  • bakterizid (gegen Bakterien),
  • fungizid (gegen Pilze),
  • viruzid (gegen Viren) und
  • sporozid (gegen Sporen).

Da es zu einer langsamen Freisetzung von Jod kommt, führt Betaisodona® Lösung im Gegensatz zu den früher auch in der Hausapotheke üblichen Jod-Tinkturen in der Regel nicht zu einer stark brennenden Hautreizung. Es kommt jedoch typischerweise zu einer Braunfärbung der Haut durch den Wirkstoff. Diese verschwindet jedoch von selbst wieder und lässt sich zum Beispiel von den Händen abwaschen.
Die Wirkung von Betaisodona® Lösung und anderen jodhaltigen Mitteln lässt auch nach mehrfacher Anwendung nach und gibt keine bekannten Resistenzen von Erregern gegen Jod.

Wie beeinflusst Betaisodona® Lösung die Wundheilung?

Betaisodona® Lösung beeinflusst die Wundheilung nur indirekt. Es tötet alle Keime wie Bakterien, Pilze oder Viren im angewendeten Bereich ab. Dadurch wird eine Entzündung der Wunde verhindert oder bei bereits infizierten Wunden die Keimzahl reduziert.

DIe eigentlliche Wundheilung ist eine komplizierter Prozess, den der Körper nur aus eigener Kraft vollziehen kann. Durch die keimabtötende Wirkung von Betaisodona® Lösung wird ermöglicht, dass die Wundheilung ohne den störenden Einfluss von Bakterien oder Pilzen ablaufen kann.

Nebenwirkungen von Betaisodona® Lösung

Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von Betaisodona® Lösung in den meisten Fällen nicht zu befürchten.
Zu beachten ist allerdings, dass manche Menschen allergisch gegen Jod sind. Die Anwendung sollte bei diesen Personen auf keinen Fall erfolgen, um einen allergischen Schock zu vermeiden. 

  • Nur in seltenen, das heißt weniger als einem von tausend Fällen kommt es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion der Haut. Dabei können Symptome einer Allergie wie Jucken, Rötung oder Bläschen einige Stunden bis Tage nach der ersten Anwendung auftreten.
  • Sehr selten, das heißt bei weniger als einem von 10.000 Anwendern werden durch Betaisodona® Lösung gefährlichere Beschwerden wie Luftnot oder Kreislaufbeschwerden verursacht.
  • Ebenfalls sehr selten kommte es durch die Aufnahme des Jods in den Blutkreislauf zu Nebenwirkungen. Bei großen offenen sowie Verbrennungswunden können nennenswerte Mengen des Elements in den Kreislauf übertreten. Bei Patienten, die eine bis dahin oftmals unerkannte Schilddrüsenerkrankung haben, kann es durch das Jod aus der Betaisodona® Lösung im schlimmsten Fall zu einer Auslösung einer Schilddrüsenüberfunktion (Iod-induzierte Hyperthyreose) kommen. Als Symptome dieser extrem seltenen Nebenwirkung treten unter anderem eine Pulsbeschleunigung, innere Unruhe und Fieber auf.
  • Ebenfalls extrem selten und nur bei Patienten mit schweren Verbrennungen beschrieben, kann es als Nebenwirkung der Anwendung von Betaisodona® Lösung zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion und einer Übersäuerung des Blutes kommen.

Bei alltäglichen Wunden sowie der routinemäßigen Anwendung von Betaisodona® Lösung vor einer Operation sind diese Nebenwirkungen jedoch nicht zu befürchten.

Welche Wechselwirkungen ruft Betaisodona® Lösung hervor?

Da Betaisodona® Lösung fast ausschließlich örtlich an der Stelle wirkt, wo diese aufgetragen wird, sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Genussmitteln wie Alkohol nicht zu befürchten.

Lediglich bei sehr großen Wunden sowie bei großflächigen Verbrennungen wird ein Teil des aus der Betaisodona® Lösung freigesetzten Elements Jod in die Blutbahn aufgenommen. Das einzige Organ im Körper, welches dieses verwerten kann, ist die Schilddrüse. Wenn diese gesund ist, wird übermäßig vorhandenes Jod jedoch ignoriert und über die Nieren ausgeschieden.
Sollte jedoch eine Schilddrüsenerkrankung vorliegen, kann es in sehr seltenen Fällen und bei bestimmten zu einer Beeinflussung durch das Jod aus der Betaisodona® Lösung kommen. Dennoch ist selbst bei der Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten in der Regel keine Wechselwirkung zu befürchten.

Betaisodona® Lösung sollte nicht mit anderen Desinfektionsmitteln kombiniert werden, da es ansonsten zu einer Wirkabschwächung kommen kann.

Darf man Betaisodona® Lösung in der Schwangerschaft und Stillzeit benutzen?

Betaisodona® Lösung sollte nur nach ärztlicher Anordnung in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Es sind zwar keine direkten Schädigungen von Mutter oder Kind zu erwarten, aber es gibt auf der anderen Seite auch keinen Nachweis darüber, dass die Anwendung gefahrlos möglich ist.

Die theoretisch mögliche aber sehr seltene Nebenwirkung einer Anwendung von Betaisodona® Lösung ist die Auslösung einer Schilddrüsenüberfunktion. Diese ist in der Schwangerschaft besonders gefährlich und kann sogar eine Fehlgeburt auslösen. Dennoch ist in vielen Fällen die Anwendung von Betaisodona® Lösung möglich. Der Arzt sollte unbedingt darüber informiert werden, dass die Patientin schwanger ist oder stillt. Dieser kann dann entscheiden, ob die Anwendung dennoch bedenkenlos möglich ist.

Beeinflusst Betaisodona® Lösung die Wirkung der Pille?

Die Wirksamkeit eines hormonhaltigen Verhütungsmittels (“Pille”) wird durch die Anwendung von Betaisodona® Lösung in keiner Weise beeinträchtigt. Der Wirkstoff des Antiseptikums wird kaum vom Körper aufgenommen und führt auch dort nicht zu einer veränderten Wirksamkeit des Hormonpräparates. Auch alle anderen Formen der Verhütung bleiben bei der Anwendung von Betaisodona® Lösung unbeeinflusst.

Gegenanzeigen - Wann darf man Betaisodona® Lösung nicht anwenden?

Betaisodona® Lösung darf dann nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe vorliegt. Wenn es also schon einmal zuvor zu allergischen Reaktionen in Form von Juckreiz oder Bläschenbildung durch die Verwendung eines Jodhaltigen Desinfektionsmittels gekommen ist, sollte Betaisodona® Lösung nicht gegeben werden. In einem solchen Fall kann man auf ein jodfreies Desinfektionsmittel ausweichen.

Bei einer bestimmten Hauterkrankung mit Blasenbildung der Unterhaut, die als Dermatitis herpetiformis Duhring bezeichnet wird, darf Betaisodona® Lösung nicht benutzt werden.

Weiterhin bestehen relative Gegenanzeigen bei kleinen Kindern und Babys. Die Anwendung von Betaisodona® Lösung ist zwar meist bedenkenlos möglich, sollte jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Eine weitere Gegenanzeige ist eine bekannte Schilddrüsenerkrankung mit Überfunktion.
Wenn in den kommenden Wochen eine Radioiodtherapie geplant ist, sollte ebenfalls keine Betaisodona® Lösung angewendet werden.

Welche Alternativen zur Betaisodona® Lösung gibt es?

Als Alternative zu Betaisodona® Lösung kann zum Beispiel Betaisodona® Wundgel angewendet werden. Es enthält den gleichen Wirkstoff und unterscheidet sich vor allem in der Konsistenz. Zudem gibt es weitere keimabtötende Lösungen, die ihre Wirkung auf Basis von Jod entfalten. Es gibt sogar Produkte die genau die gleichen Inhaltsstoffe enthalten und lediglich von einem anderen Hersteller vertrieben werden und deshalb einen anderen Namen haben.

Häufig werden jedoch auch Desinfektionsmittel angewendet, die im Gegensatz zu Betaisodona® Lösung kein Jod enthalten. Es gibt eine Vielzahl von alternativen Präparaten mit unterschiedlichen Wirkstoffen wie zum Beispiel speziellen Alkohlen.

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Dosierung von Betaisodona® Lösung

Bei der Dosierung von Betaisodona® Lösung sollte darauf geachtet werden, dass der Hautbereich, welcher desinfiziert werden soll, vollständig benetzt wird.

Mögliche Aussparungen erkennt man daran, dass es an der entsprechenden Stelle nicht zu einer Braunfärbung der Haut kommt. Gegebenenfalls sollte hier noch etwas Betaisodona® Lösung aufgetragen werden.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sich zum Beispiel in der Wunde auch kein Überschuss der Lösung in Form einer “Pfütze” sammelt. Andernfalls kann es zu einer Aufweichung der Haut und damit einer Behinderung der Wundheilung kommen.

Anwendung von Betaisodona® Lösung

Betaisodona® Lösung kann sowohl unverdünnt als auch mit kaltem Wasser verdünnt aufgetragen werden.
Bei größeren oder infizierten Wunden sollte das Mittel unverdünnt aufgetragen werden. Bei kleinen Schürfwunden ist eine Verdünnung im Verhältnis 1:1 ausreichend. Betaisodona® Lösung sollte nur auf die betroffene Hautregion aufgetragen werden.

Die zu verwendende Menge muss ausreichend sein, damit die Wunde vollständig benetzt ist. Es sollte sich jedoch keine Lösung ansammeln oder “überlaufen”. Zum Schutz von Kleidung, Möbelstücken oder dem Fußboden ist es jedoch zu empfehlen, bei der Anwendung eine Unterlage zu verwenden.

Betaisodona® Lösung ist nur zur oberflächlichen Anwendung auf der Haut vorgesehen. Keinesfalls darf es getrunken oder auf andere Weise innerlich angewendet werden.

Bei den meisten Hautbereichen ist eine Einwirkzeit von zwei Minuten ausreichend. Bei talgdrüsenreicher Haut wie zum Beispiel im Gesicht sollte Betaisodona® Lösung mindestens zehn Minuten einwirken.

Ein Nachlassen der Wirkung erkennt man, wenn die Braunfärbung der Haut durch die Jod-Lösung wieder zurückgeht. Bei Bedarf sollte die Anwendung mit  Betaisodona® Lösung dann wiederholt werden. Genaue Anweisungen bezüglich Art und Dauer der Anwendung der Lösung kann der Arzt oder Apotheker geben.

Wie teuer ist Betaisodona® Lösung?

Der Preis für Betaisodona® Lösung ist unterschiedlich und richtet sich in erster Linie nach der Packungsgröße, wobei bei größeren Packungen der Preis pro Menge deutlich geringer ist. Wer also größere Mengen benötigt oder Betaisodona® Lösung häufig anwendet, sollte besser eine größere Packung kaufen.

  • Der Preis für die kleinste erhältliche Flasche mit 30ml liegt bei etwa drei Euro.
  • 100ml der Lösung kosten um die zehn Euro.
  • Bei einer Menge von einem Liter (1.000ml) liegt der Preis meist etwas unter 30 Euro.
  • Zum Teil werden drei dieser großen Flaschen zusammen zu einem vergünstigten Preis von unter 70 Euro im Internet angeboten.

Es lohnt sich auf Angebote zu achten und Preise zu vergleichen. Große Mengen sind im Internet meist günstiger. Bei kleineren Flaschen lohnt sich der Kauf im Internet gegenüber der normalen Apotheke dagegen oftmals nicht, da man meist Versandkosten zahlen muss.

Haltbarkeit von Betaisodona® Lösung

Betaisodona® Lösung ist nach dem ersten Öffnen bis zu drei Jahre haltbar. Es ist daher gerade bei größeren Flaschen sinnvoll, den Tag des Anbruchs auf dem Etikett zu notieren.

Wenn die vom Hersteller angegebene Mindesthaltbarkeit abgelaufen ist, besteht keine Gewährleistung mehr über die Wirksamkeit. Wenn die Flasche jedoch unversehrt ist und nie über 25°C erhitzt war, kann die Betaisodona® Lösung in den meisten Fällen dennoch verwendet werden.

Eine Ausnahme besteht, wenn es zu einer weitgehenden Entfärbung der Betaisodona® Lösung gekommen ist. Im Zweifel sollte daher bei alten und bereits abgelaufenen Flaschen diese verworfen und eine neue gekauft werden.

Betaisodona® Lösung brennt auf der Wunde - Ist das normal?

Häufig kommte es beim Auftragen von Betaisodona® Lösung auf eine Wunde zu einem leichten brennenden Gefühl. Solange dieses erträglich ist und nach einigen Sekunden bis wenigen Minuten nachlässt, ist dies normal. Das aus der Betaisodona® Lösung freigesetzte Jod tötet nicht nur die Keime ab sondern reizt auch etwas die Haut und die offene Wunde, wodurch es zu dem unangenehmen Brennen kommt.
Dieses ist jedoch deutlich geringer ausgeprägt als bei den früher in der Hausapotheke üblichen Jod-Tinkturen, da diese Jod ohne eine schützende chemische Verbindung wie in der Betaisodona® Lösung enthalten.

Sollte es bei der Anwendung der Lösung jedoch zu starken brennenden Schmerzen kommen, die gar nicht mehr nachlassen, so muss ein Arzt aufgesucht werden. In äußerst seltenen Fällen ist eine Unverträglichkeitsreaktion von Betaisodona® Lösung für die Beschwerden verantwortlich.

Weitere Darreichungsformen von Betaisodona®

Neben der Lösung gibt es Betaisodona zum Beispiel in Form eines Mund-Antiseptikums. Diese wird zum Beispiel einmalig vor einem operativen Eingriff im Mundraum angewendet. Auch eine Mundschleimhautentzündung zum Beispiel als Folge einer Strahlentherapie kann mit Betaisodona® Mund-Antiseptikum behandelt werden.

Eine weitere Form stellt die Betaisodona® Salbe dar. Ähnlich wie Betaisodona® Lösung wird diese bei geschädigter Haut wie zum Beispiel Druckgeschwüren (Dekubitus), Unterschenkelgeschwüren oder Verbrennungen angewendet. Es kann damit zum Beispiel auch ein Salbenverband angelegt werden.
Für einen solchen Zweck eignet sich jedoch auch eine weitere spezielle Form von Betaisodona, nämlich die Wundgaze. Es handelt sich um eine Art Zellstoff, der mit dem Wirkstoff getränkt ist und direkt auf die verletzte oder erkrankte Hautstelle aufgelegt und mit einem Verband befestigt wird.

Eine weitere Form von Betaisodona, die man kaufen kann, ist eine Flüssigseife. Diese wird von Chirurgen zum Beispiel zum Waschen der Hände vor einer Operation verwendet.

Lesen Sie auch: Betaisodona® Salbe oder Betaisodona Mund-Antiseptikum​​​​​​​

Ist Betaisodona® Lösung verschreibungspflichtig?

Betaisodona® Lösung ist nicht verschreibungspflichtig. Diese kann in allen Größen ohne Rezept sowohl in der Apotheke vor Ort als auch im Internet bestellt werden. Obwohl Betaisodona® Lösung nicht verschreibungspflichtig ist, sollte bei großen oder schlecht heilenden Wunden immer auch ein Arzt aufgesucht werden, da in einem solchen Fall eine alleinige Behandlung mit diesem Mittel nicht ausreichend ist.

Haftungsausschluss/ Disclaimer

Wir weisen darauf hin, dass Medikamente niemals eigenständig, ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
Bitte beachten Sie, dass wir in unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben können. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 26.04.2019
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