Test Entzündung Gesäßfalte

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Entzündung der Gesäßfalte

Einleitung

Entzündungen im Bereich der Gesäßfalte/Analfalte sind keine Seltenheit. Die meisten Menschen, die wegen derartigen Beschwerden eine proktologische Arztpraxis aufsuchen, tun dies wegen Hautproblemen am After. Diese Hautprobleme werden in den meisten Fällen durch entzündliche Prozesse hervorgerufen. Mögliche Ursachen für die Entstehung einer Entzündung an der Poritze/Pofalte reichen dabei von einfachen Hämorrhoidalleiden bis hin zu umfangreichen Fisteln. Darüber hinaus können auch Allergien oder Neurodermitis zu einer Entzündung an der Gesäßfalte führen.

In den meisten Fällen verursachen die entzündlichen Prozesse in der Analregion bei den betroffenen Patienten ausgeprägte Beschwerden. Zu den typischen Symptomen einer Entzündung an der Gesäßfalte gehören starker Juckreiz, brennende Schmerzen und nässende, wunde Hautstellen.

Im Allgemeinen werden entzündliche Hauterscheinungen im Bereich der Gesäßfalte in drei Gruppen unterteilt:

  • irritativ-toxisches
  • atopisches
  • allergisches Analekzem


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Ursachen einer Entzündung der Gesäßfalte

Die wohl häufigste Ursache für die Entstehung einer Entzündung an der Gesäßfalte ist das sogenannte „Hämorrhoidalleiden“. Unter dem Begriff Hämorrhoide versteht man die durch einen Blutstau hervorgerufene Vergrößerung des Gefäßpolsters im Bereich des Enddarms. Auf Grund der zunehmenden Größenzunahme einzelner Gefäße sinken diese nach unten ab und treten dabei aus dem Darmkanal aus. Die krankhafte Veränderung des Gefäßpolsters kann dabei, in Abhängigkeit vom einzelnen Betroffenen, unterschiedliche Schweregrade aufweisen.

Obwohl das Thema „Hämorrhoiden“ in der Gesellschaft tabuisiert und deshalb gerne verschwiegen wird, kann man davon ausgehen, dass ungefähr 50 Prozent der deutschen Bundesbürger an derartigen Gefäßveränderungen leiden.

Die Ursachen für die Entstehung dieser Erkrankung sind dabei vielfältig. Als wichtigster Risikofaktor für das Auftreten von Hämorrhoiden mit einer damit einhergehenden Entzündung an der Gesäßfalte zählt ein langfristig vorliegender hoher Druck auf den Analbereich. Eine derartige Druckerhöhung kann beispielsweise durch anhaltende Verstopfungen (Obstipation) und/oder starkes Pressen während des Stuhlgangs provoziert werden. Des Weiteren gelten auch Faktoren wie häufiges Sitzen, Übergewicht und Bewegungsmangel zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Hämorrhoiden, die zu einer Entzündung an der Gesäßfalte führen können. Auch genetische Einflüsse (Vererbung) scheinen bei der Krankheitsentstehung eine gewisse Rolle zu spielen.

Neben dem Hämorrhoidalleiden kann eine Entzündung an der Gesäßfalte auch im Zusammenhang mit einer atopischen Erkrankung stehen. Atopische Analekzeme (eine Variante der Neurodermitis) stellen sogar die zweithäufigste Ursache für das Auftreten einer Entzündung an der Gesäßfalte dar.

Außerdem können bakterielle Hautinfektionen oder Pilzerkrankungen zur Entstehung einer Entzündung an der Gesäßfalte führen.

Symptome bei einer Entzündung der Gesäßfalte

Bei einer Entzündung an der Gesäßfalte zeigen sich die für entzündliche Prozesse typischen Symptome. Die gesamte Hautoberfläche der Pofalte ist bei den betroffenen Patienten deutlich gerötet. Darüber hinaus kann beim Betasten der Gesäßfalte eine starke Erwärmung der Haut festgestellt werden. Liegt der Entzündung an der Poritze/Pofalte eine krankhafte Veränderung der Analgefäße zugrunde (Hämorrhoidalleiden), so treten bei den Betroffenen recht frühzeitig lokale Hautreizungen und Juckreiz auf. Zudem kann es unmittelbar an der Hämorrhoide zu Verletzungen der Schleimhaut kommen. Diese werden in den meisten Fällen deshalb bemerkt, weil sich nach dem Abwischen Blutauflagerungen auf dem Toilettenpapier finden lassen. Bei ausgeprägten Hämorrhoiden können diese Blutauflagerungen sogar am Stuhl haften bleiben. Auf Grund der Schmerzunempfindlichkeit der Afterschleimhaut, können Schmerzen bei Hämorrhoiden 1. Grades gänzlich ausbleiben. Schmerzen treten aus diesem Grund in der Regel erst bei starkem Vorwölben der Gefäße aus dem Analkanal (Hämorrhoiden 2. Grades) auf.

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Das atopische Analekzem, das zu einer Entzündung an der Gesäßfalte führen kann, neigt hingegen dazu, über viele Jahre hinweg phasenweise immer wieder Juckreiz hervorzurufen. Zudem zeigt sich auch bei dieser Ursache für die Entstehung einer Entzündung an der Gesäßfalte eine ausgeprägte Hautveränderung (beispielsweise eine Rötung und/oder Schuppung).

Bei Pilzerkrankungen, die mit einer Entzündung an der Gesäßfalte einhergehen, können oftmals weiß-gelbliche Ablagerungen beobachtet werden.

Schmerzen bei einer Entzündung der Gesäßfalte

Schmerzen verspüren Betroffene von einer Entzündung an der Gesäßfalte meist, wenn sie sich setzen oder auf dieser Stelle liegen.
Daneben kann auch die Kleidung durch Reibung zu Schmerzen führen.
Schmerzen die durch Hämorrhoiden verursacht werden, treten meistens beim Gang zur Toilette bzw. beim Pressen auf. Es handelt sich hierbei meist um brennende Schmerzen.
Sofern eine Eiterbeule (Abszess) besteht äußern sich die Schmerzen besonders stark bei Berührung oder Druck.

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Eiter oder Abszess an der Gesäßfalte

Ein Abszess in der Gesäßfalte oder am After kommt relativ häufig vor, wobei die genaue Ursache nicht sicher geklärt ist.
Meist entsteht die Entzündung durch eingewachsene Haare, kann aber auch als Begleiterkrankung bei Morbus Crohn, einer chronisch entzündliche Darmerkrankung,vorkommen.
Ein Abszess ist eine mit Eiter gefüllte Beule, die sich durch eine bakterielle Infektion an dieser Stelle bildet. Patienten verspüren einen starken Druckschmerz beim Sitzen und stehen lieber.
Ein Abszess muss meist operativ behandelt werden. Das geschieht unter Vollnarkose, da es sehr schmerzhaft ist, einen Abszess im Analbereich aufzuschneiden. Der Abszess wird ausgeschnitten und gespült. Meist wird eine Drainage gelegt, damit die Wundflüssigkeit abfließen kann. Um die Entzündung abheilen zu lassen, belässt man die Wunde meist offen.
Die Nachbehandlung eines Abszesses braucht etwas Zeit. Die offene Wunde muss regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden, um sicher zu gehen, dass die Entzündung zurückgeht. Bis die Wunde zugewachsen ist, können ein bis zwei Monate vergehen. Allerdings kommt es frühzeitig zu einer Symptomverbesserung und die starken Schmerzen verschwinden meist sofort nach der Operation.

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Diagnose

Die Diagnostik bei Vorliegen einer Entzündung an der Gesäßfalte erfolgt in mehreren Schritten.

Das ausführliche Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) stellt dabei den wohl wichtigsten Schritt dar. Während dieses Gespräches sollte der betroffene Patient dem behandelnden Arzt die wahrgenommenen Beschwerden so genau wie möglich beschreiben. Bereits die Beschreibung der vorliegenden Symptome kann dabei helfen, die möglichen Ursachen für die Entstehung der Entzündung an der Gesäßfalte näher einzugrenzen.

Im Anschluss an das Arzt-Patienten-Gespräch folgt in der Regel eine symptomorientierende körperliche Untersuchung. Während dieser Untersuchung wird die Gesäßregion zunächst inspiziert. Der behandelnde Arzt achtet dabei vor allem auf Hauterscheinungen, Narben und Schwellungen. Zudem wird der After auf das mögliche Vorliegen von Hämorrhoiden hin betrachtet.

Auch die sogenannte „Digital-rektale Untersuchung“ spielt bei der Diagnostik der Entzündung an der Gesäßfalte eine entscheidende Rolle. Bei dieser Untersuchung bittet der behandelnde Arzt den Patienten dazu, wie bei Stuhlgang zu pressen. Auf diese Weise kann der kurzfristige Austritt geringgradiger Hämorrhoiden aus dem Enddarm provoziert werden. Im Anschluss muss der Analkanal mit einem Finger abgetastet und auf Auffälligkeiten hin untersucht werden.

Darüber hinaus können verschiedene Abstriche und Blutuntersuchungen dabei helfen, bakterielle Ursachen für die Entstehung der Entzündung an der Poritze/Pofalte auszuschließen. Auch Pilzinfektionen werden oftmals über einen spezifischen Abstrich diagnostiziert.

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Behandlung einer entzündeten Gesäßfalte

Die Behandlung einer Entzündung an der Gesäßfalte richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Patienten, bei denen während der Diagnostik ein Hämorrhoidalleiden nachgewiesen werden konnte, werden in den meisten Fällen umgehend therapiert. Die sogenannte Basistherapie befasst sich vor allem mit der Vermeidung, beziehungsweise Verzögerung des Fortschreitens der vorliegenden Beschwerden.

Eine klassische Maßnahme dieser Basistherapie ist die Einnahme von Medikamenten, welche die Stuhlkonsistenz beeinflussen und auf diese Weise eine rasche Darmentleerung ermöglichen. Betroffene Patienten sollten zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich nehmen. Auch körperliche Bewegung kann dabei helfen, Verstopfungen vorzubeugen.

Der durch die Hämorrhoiden und Entzündung an der Gesäßfalte hervorgerufene Juckreiz kann durch die regelmäßige Anwendung sogenannter „Hämorrhoidalia“ gelindert werden. Bei diesen Substanzen handelt es sich um medikamentöse Wirkkomplexe, die ausschließlich zur Behandlung hämorrhoidal bedingter Beschwerden dienen. Das regelmäßige Auftragen einer Salbe kann dabei helfen, sowohl den Juckreiz als auch mögliche Schmerzen zu lindern. Zudem lässt die durch die Hämorrhoiden hervorgerufene Entzündung an der Gesäßfalte unter der Anwendung der Hämorrhoidalia nachweißlich nach. Die meisten der frei verkäuflichen Hämorrhoidalia werden in Form von Salben oder Zäpfchen angeboten. Hämorrhoiden 1. und 2. Grades, die eine Entzündung an der Gesäßfalte hervorrufen können, können zudem durch die Infusion spezieller Flüssigkeiten in den Hämorrhoidalknoten behandelt werden. Die dabei verwendeten Lösungen verfügen über Wirkstoffe, die zu lokal begrenzten Entzündungsreaktionen führen und auf diese Weise das Schrumpfen der Hämorrhoide provozieren.

Ausgeprägte Hämorrhoiden, die zu einer Entzündung an der Gesäßfalte führen können, lassen sich durch diese nicht-operativen Behandlungsmaßnahmen in der Regel nicht therapieren. Bei den betroffenen Patienten muss aus diesem Grund eine chirurgische Behandlung eingeleitet werden. Analekzeme, die zu einer Entzündung an der Gesäßfalte führen, bedürfen hingegen einer Therapie mit speziellen Kortisonpräparaten. Der Wirkstoff wird dabei in den meisten Fällen in Form von Salben oder Cremes verwendet. Kortison-haltige Salben bewirken eine Hemmung der entzündlichen Prozesse und beschleunigen auf diese Weise den natürlichen Heilungsverlauf.

Dauer

Die Dauer kann je nach Ursache der Entzündung variieren. Handelt es sich um eine Pilzerkrankung oder Neurodermitis können diese innerhalb weniger Tage so behandelt werden, dass die Symptome verschwinden.
Leiden Patienten an Hämorrhoiden können diese Symptome innerhalb von 1-2 Wochen behandelt und damit die Symptome verbessert werden. Allerdings besteht hier die Möglichkeit, dass die Hämorrhoiden und die damit einhergehenden Schmerzen und Juckreiz erneut auftreten. 
Bei einem Abszess oder einer Fistel (kleiner Gang, der von einem Hohlraum oder Hohlorgan an die Hautoberfläche führt) im Gesäßbereich kann die Zeit bis zum Abheilen einige Wochen oder Monate, unter geeigneten Therapiemaßnahmen, betragen.

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Prognose

Die Prognose bei einer Entzündung an der Gesäßfalte richtet sich sowohl nach der ursächlichen Erkrankung als auch nach dem Zeitpunkt des Therapiebeginns. Wird eine Entzündung an der Gesäßfalte frühzeitig diagnostiziert und zeitnah eine geeignete Behandlung eingeleitet, so ist die Prognose ausgesprochen gut. Komplikationen können bei einer Entzündung an der Gesäßfalte eher selten beobachtet werden. Es besteht jedoch, je nach ursächlicher Erkrankung, die Möglichkeit, dass sich die entzündlichen Prozesse auf Nachbarstrukturen ausbreiten.

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