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Bandage bei einem Patellaspitzensyndrom

Einleitung

Das Tragen einer Bandage kann zum einen aus prophylaktischen Hintergründen erfolgen und zum anderen ein sinnvolles Mittel der konservativen Therapie beim Vorliegen eines Patellaspitzensyndroms darstellen.
Eine Kniebandage soll vor allem die Schmerzsymptomatik (Patellaspitzensyndrom Symptome), die mit dem Patellaspitzensyndrom einhergehen, reduzieren und den Heilungsprozess unterstützen.

Weitere Funktionen einer Bandage sind die Entlastung der betroffenen Region an der Patella, die Stabilisierung, das Lindern von Reizzuständen und die Reduktion einer seltener vorliegend, aber möglichen Schwellung. Entgegen mancher Annahmen ist die Beweglichkeit durch die Bandage nicht eingeschränkt und die heutigen Verarbeitungen und Materialien der Bandagen gewährleisten einen guten Tragekomfort.
Wichtige Voraussetzung für einen Therapieerfolg nach einem Patellaspitzensyndrom mithilfe einer Bandage ist, dass die Bandage richtig sitzt, also nicht zu eng oder locker ist.

Heutzutage gibt es viele verschiedene Bandage Systeme mit individuellen Behandlungsvorteilen. Die sogenannten Kasseler – Bandage ist aktuell der geeignetste Bandagetyp in der Therapie des Patellaspitzensyndroms.

Siehe auch: Therapie des Patellaspitzensyndroms

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Morbus Osgood-Schlatter Bandage

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Die Bandage

Das Tragen einer Bandage oder eines Patellabandes kann die Patellasehne

  • entlasten und
  • unterstützen.

Es gibt verschiedene Arten der Kniebandagen, die alle eine optimale Bewegungsfreiheit des Knies ermöglichen und dabei Knie und Sehne stabilisieren, wodurch eine schmerzfreie Bewegung während des Sports möglich ist.

Alle Bandagen sind in

  • verschiedenen Ausführungen,
  • Größen und
  • Farben erhältlich, sodass die Bandage individuell optimal angepasst werden kann.

Um eine passende Bandage zu finden, sollte zuvor immer ein Arzt die Diagnose sichern und eine entsprechende Bandage empfehlen. Ein Beispiel der Kniebandagen ist der Patella Stabilizer, welche speziell für Sportler, die unter dem Patellaspitzensyndrom leiden, entwickelt wurde. Die Bandage selbst stabilisiert das Knie und schützt vor Instabilitäten.

Zudem bestehen die meisten Bandagen aus einem wärmenden Neoprenmaterial. Dieses komprimiert die Sehnen und schützt durch die Wärme vor Überlastungsschmerzen. Zudem wird durch die Wärme die Durchblutung im betroffenen Bereich gefördert, wodurch bgelindert werden. Zudem reduziert die Kompression und Wärme eventuelle Schwellungen. Zwei Gurte im Bereich der Kniekehle dienen der Stabilisation und können individuell fest eingestellt werden.

Eine Weitere Möglichkeit ist die Patellasehnenbandage (Patellaband). Auch diese wurde speziell für Patienten mit dem Patellaspitzensyndrom entwickelt und reduziert auftretende Schmerzen beim Sport deutlich. Durch die Patellasehnenbandage kann die physiologische Führung der Kniescheibe verbessert werden. Die Bandage

  • drückt auf den Patellasehnenansatz und
  • nimmt dadurch gezielt den Druck von diesem.

Hierdurch können Instabilitäten der Patella und Schmerzen während des Sportes deutlich gelindert oder auch vollständig genommen werden.

Lesen Sie auch: Patellaspitzensyndrom tapen

Die Kasseler - Bandage

Bei der Kasseler - Bandage handelt es sich um eine Propriozeptionsbandage.

Unter Propriorezeption versteht man die sogenannte Tiefensensibilität unseres Körpers, wodurch an sensiblen Organen wie der Haut über Mechanorezeptoren der aktuelle Bewegungszustand oder Bewegungsänderungen erfasst werden können.
Mithilfe der Kasseler-Bandage wird unterhalb der Patella (= infrapatellar) ein leichter Druck ausgeübt um jene Propriorezeption zu stimulieren, indem es die Muskulatur anregt und verschärft Informationen über Bewegungszustände im Bereich der Patella liefert.

Das Material der Kasseler-Bandage verfügt daher an der Innenseite über kleine Noppen, die auch „Propriorezeptionspelotte“ (die Pelotte ist eine Art Polster) bezeichnet wird.
Außerdem ist die Bandage sehr elastisch, strapazierfähig, atmungsaktiv und wasserabweisend, sodass sie auch bei Wassersporten getragen werden kann.
Durch eine sichere Bandführung wird durch das Tragen der Kasseler-Bandage Halt und gute Koordination gewährleistet. Des Weiteren kommt es zur Reduktion der Druckbelastung auf die Patella sowie zur Linderung der Schmerzsymptome. Eine zusätzliche Funktion ist die schützende Eigenschaft auf nervösen Strukturen des Kniegelenks, was auch als „neuroprotektiv“ bezeichnet wird.

Allgemein ist die Kasseler-Bandage sehr gut für therapeutische Zwecke aber auch als Prophylaxe geeignet, wenn man zum Beispiel Risikosportarten des Patellaspitzensyndroms wie Volleyball, Hoch –und Weitsprung oder Basketball ausübt.

Kosten der Bandage (GKV / PKV - Kostenübernahme durch KV gegeben)

Die verschiedenen Bandagetypen zur Therapie eines Patellaspitzensyndroms gelten als orthopädische Hilfsmittel, welche in der Regel von den Krankenkassen, sowohl von der GKV als auch der PKV, übernommen werden.

Die Bandage zählt als „erstattungsfähiges Hilfsmittel“ solange der therapeutische Bedarf und Nutzen klar ersichtlich ist. Würde die Bandage nur für den alltäglichen Gebrauch ohne zwingende Indiktion beantragt werden, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Sobald man jedoch z.B. aufgrund eines Patellaspitzensyndroms eine Bandage vom behandelnden Arzt als Rezept verschrieben bekommt, kann ein Festbetrag übernommen werden.

Diese Festbeträge sind in der Regel festgelegt, sodass mögliche Kostendifferenzen vom Patienten gezahlt werden müssten. Normalerweise reicht das Rezept jedoch aus, um in einem Sanitätshaus eine geeignete Bandage zu erhalten, die keine Zuzahlung verlangt.
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass manche Hilfsmittel, wie auch die Bandage z.T. über ein Rezept nur geliehen sind und nach einem gewissen Therapiezeitraum wieder zurückgegeben werden müssen.

Weitere Anwendungen für Knie-Bandagen

Bandagen für das Knie können entweder prophylaktisch zur Vorbeugung von Verletzungen oder als Therapie bei bereits bestehenden Knieschäden oder -erkrankungen eingesetzt werden.
Bandagen werden beispielsweise zur Stabilisierung bei einer Bänderdehnung im Kniegelenk eingesetzt oder zur Linderung von Schmerzen bei Knorpelschäden hinter der Kniescheibe. Zur Entlastung können Bandagen auch bei einem Meniskussriss eingesetzt werden.
Im Rahmen einer Punktion einer Baker-Zyste, eine Erkrankung, bei der sich durch eine chronische Entzündung vermehrt Gelenkflüssigkeit und in Folge eine Aussackung der Gelenkkapsel bildet, kann zur Unterstützung eine Bandage um das Kniegelenk gewickelt werden.
Bei chronischen Schmerzen im Schienbein, dem sogenannten Schienbeinkantensyndrom, kann zur Verbesserung der Symptomatik eine Bandage eingesetzt werden.
Auch beim Morbus Osgood-Schlatter, einer Entzündung des Ansatzes der Kniescheibensehne, und beim Shelf-Syndrom, einer Entzündung im Kniegelenk nach Überbeanspruchung, können Bandagen zu therapeutischen Zwecken bzw. zur Linderung der Symptome eingesetzt werden

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum - Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Leider ist eine Terminvereinbarung nur bei privater Krankenversicherungen möglich. Ich bitte um Verständnis!

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Qualitätssicherung durch: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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