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Sinupret® forte

Einleitung

Bei Sinupret® forte handelt es sich um ein pflanzliches Arzneimittel.

Dabei werden die Inhaltsstoffe Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Ampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut in einer vorgeschriebenen Dosis miteinander kombiniert und in Form von Dragees (besondere Form von Tabletten) angeboten.

Im Vergleich zu Sinupret® extract sind die einzelnen Inhaltsstoffe bei Sinupret® forte in einer niedrigeren Dosierung enthalten. Anwendung findet Sinupret® forte bei akuten und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Lesen Sie auch: Sinupret extract

Diese treten häufig im Rahmen einer klassischen Erkältung auf und werden unter anderem von Schnupfen, einer verstopften Nase und Kopfschmerzen begleitet.

Indikationen

Sinupret® forte wird bei akuten und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) verwendet. 

Bei chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung (länger als 3 Monate) sind in den meisten Fällen jedoch eine weitere medikamentöse Behandlung und ggfs. auch operative Verfahren erforderlich.

Eine Nasennebenhöhlen-Entzündung findet sich häufig im Rahmen einer Erkältung. Sie wird in der Regel durch eine Infektion mit Viren ausgelöst, kann aber in seltenen Fällen auch durch Bakterien hervorgerufen werden. Die Erreger dringen dabei über die Nasenschleimhaut in die einzelnen Nasennebenhöhlen vor.
Lesen Sie dazu auch unser Thema: Behandlung einer Erkältung

Klassische Symptome sind dabei: Schnupfen (Rhinosinusitis), verstopfte Nase, Kopfschmerzen, Druckschmerz im Oberkiefer- und Stirnbereich. Alle Nasennebenhöhlen (Stirn-, Kiefer-, Keilbein-, Siebbeinhöhle) können betroffen sein - am häufigsten findet sich eine Entzündung im Bereich der Kiefer- und Siebbeinhöhlen.

Zugelassen ist Sinupret® forte für die Anwendung bei Jugendlichen (älter als 12 Jahre) und bei Erwachsenen

Bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren darf Sinupret® forte mangels ausreichender Untersuchungen nicht verwendet werden.

Wirkung und Wirkstoff

Das pflanzliche Arzneimittel Sinupret® forte besteht aus einer Kombination von fünf Inhaltsstoffen:

  • Enzianwurzel
  • Schlüsselblumenblüten
  • Ampferkraut
  • Holunderblüten
  • Eisenkraut

Die Inhaltsstoffe werden aus der Pflanze extrahiert und anschließend in Pulverform für die Tabletten verwendet. Eine Tablette beinhaltet 12mg Enzianwurzel, 36mg Schlüsselblumenblüten, 36mg Ampferkraut, 36mg Holunderblüten und 36mg Eisenkraut (1:3:3:3:3-Verhältnis).

Durch die Kombination der einzelnen Substanzen wirkt Sinupret® forte stark schleimlösend und entzündungshemmend. Der im Rahmen einer Nasennebenhöhlenentzündung anfallende Schleim wird gelöst und kann abgehustet oder durch Nasesputzen entfernt werden. Gleichzeitig wird durch die entzündungshemmende Wirkung die Ursache der Erkrankung bekämpft.

Die einzelnen Inhaltsstoffe von Sinupret® forte haben unterschiedliche Wirkungen und sind durch ihre Kombination bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen so effektiv:

  • Enzianwurzeln führen über Bitterstoffe zu einer gesteigerten Speichel- und Magensäureproduktion.
  • Schlüsselblumenblüten und Ampferkraut wirken schleimlösend, entzündungshemmend und leicht antibakteriell.
  • Holunderblüten erleichtern das Abhusten durch Vermehrung des Bronchialschleims und zeigen gleichzeitig eine leicht fiebersenkende Wirkung.
  • Eisenkraut wirkt entzündungshemmend im Bereich der oberen Atemwege.

Nebenwirkung

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Zufuhr von Sinupret® forte ist selten.

Am häufigsten (1-10 von 1000 Patienten) kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Dabei sind Übelkeit, Blähungen, Durchfall, Mundtrockenheit und Magenschmerzen möglich.

Darüber hinaus zeigen sich selten (1-10 von 10000 Patienten) Überempfindlichkeitsreaktionen im Bereich der Haut (Ausschlag, Rötung, Juckreiz). Bei den Überempfindlichkeitsreaktionen handelt es sich um Unverträglichkeiten gegen einzelne Inhaltsstoffe von Sinupret® forte. Außerdem sind in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen (Schwellung im Bereich der Atemwege, Atemnot, Gesichtsschwellung) möglich.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema: Symptome eines Allergie

Zu berücksichtigen gilt, dass die Tabletten zusätzlich weitere Inhaltsstoffe enthalten, die dem Beipackzettel entnommen werden können. Dabei handelt es sich unter anderem um Glukose, Laktose, Saccharose und Sorbitol, auf die bei bekannten Unverträglichkeiten gegen Zucker geachtet werden sollte.

Bei einer erhöhten Zufuhr von Sinupret® forte kann es zu einem verstärkten Auftreten der oben genannten Nebenwirkungen kommen.

Nach dem Auftreten von Nebenwirkungen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht und die weitere Einnahme des Medikaments besprochen werden.

Wechselwirkung

Bisher wurden keine Studien zu systematischen Wechselwirkungen von Sinupret® forte mit weiteren Medikamenten durchgeführt. Über mögliche Wechselwirkungen wurde bisher nicht berichtet. Durch die Aufnahme im Darm, die Verstoffwechslung im Körper und den Transport im Blut können Wechselwirkungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Beim Auftreten jeglicher Symptome, die mit der Einnahme von Sinupret® forte in Verbindung stehen, sollte unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden. Der Patient sollte den Arzt über die Einnahme weiterer Medikamente informieren.

Einnahme und Dosierung

Die Einnahme von Sinupret® forte erfolgt in Form von Tabletten. Dabei sollte sich nach der im Beipackzettel beschriebenen Zufuhr gerichtet werden, um eine Wirksamkeit gewährleisten zu können.

Eine Tablette von Sinupret® forte sollte dreimal täglich (morgens, mittags, abends) unzerkaut und mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. Die Einnahme ist dabei unabhängig von den Mahlzeiten möglich, bei empfindlichem Magen wird jedoch eine Einnahme nach dem Essen empfohlen.

Über eine Anpassung der Dosis bei Nieren- und Leberfunktionsstörungen liegen keine Daten vor.

Sinupret® forte sollte maximal über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen verwendet werden. Wenn sich nach dieser Zeit die bestehende Symptomatik nicht verbessert bzw. verschlechtert hat, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um weitere mögliche Ursachen einer Nasennebenhöhlen-Entzündung zu untersuchen.

Einnahme in der Stillzeit

Eine Einnahme von Sinupret® forte während der Stillzeit sollte immer vor der Einnahme mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. 

Es wurden bisher keine Studien zu den Auswirkungen von Sinupret® forte auf das Neugeborene durchgeführt. Hinweise auf eine Schädigung jeglicher Art zeigten sich jedoch bisher nicht.

Die Einnahme während der Stillzeit muss zusammen mit einem Arzt hinsichtlich Risiko und Nutzen abgewogen werden. Gegebenenfalls ist der Ersatz durch ein anderes Medikament während dieses Zeitraums erforderlich.

Dragees

Bei den Tabletten von Sinupret® forte handelt es sich um sogenannte Dragees (‚überzogene Tabletten’). Als Dragees werden Tabletten bezeichnet, die mit einer bzw. mehrerer Schichten überzogen sind. Häufig werden dafür verschiedene Zucker verwendet.

Die Verwendung von Dragees bringt mehrere Vorteile mit sich. Einerseits kann der bittere Geschmack, der auf die Inhaltsstoffe von Sinupret® forte zurückzuführen ist, durch die Beschichtung mit Zuckern aufgehoben werden. Andererseits bietet die Ummantelung einen Schutz vor Umwelteinflüssen (z.B. Wasser, Luft, uvm.) und vor der Magensäure. Daher ist eine exakte Dosierung der Inhaltsstoffe, die vom Körper in die Blutbahn aufgenommen werden, möglich.

Bei der Verwendung von Dragees muss man jedoch berücksichtigen, dass diese Tabletten nicht teilbar sind. Außerdem sind sie im Vergleich zu normalen Tabletten etwas teurer.

Bei Sinupret® forte handelt es sich um Tabletten, die grün, rund und bikonvex sind sowie eine glatte Oberfläche besitzen.

Preise für verschiedene Packungsgrößen

Sinupret® forte ist nicht verschreibungspflichtig und frei in der Apotheke erhältlich. 

Es gibt drei unterschiedliche Packungsgrößen (20, 50 und 100 Tabletten pro Packung). Eine Packung mit 20 Tabletten ist für einen Preis ab ungefähr 5€ erhältlich, während eine Packung mit 50 Tabletten ab einem Preis von circa 12,50€ und eine Packung mit 100 Tabletten ab einem Preis von circa 22€ zu erwerben ist.

Haftungsausschluss/ Disclaimer

Wir weisen darauf hin, dass Medikamente niemals eigenständig, ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
Bitte beachten Sie, dass wir in unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben können. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 03.01.2019
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