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Vividrin akut Augentropfen

Einleitung

Vividrin® Augentropfen ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung allergisch bedingter Beschwerden am Auge eingesetzt wird. Am häufigsten kommt das Medikament aufgrund von Heuschnupfen, der mit einer Bindehautentzündung einhergeht, zum Einsatz. Vividrin® Augentropfen sollten regelmäßig nach festen Zeiten eingenommen werden, um der Entstehung von Symptomen vorzubeugen.

Sie sind weniger geeignet, um bereits einsetzende Beschwerden zu lindern. Der Wirkstoff ist im Vergleich zu einigen anderen Medikamenten gegen Allergien in der Regel gut verträglich und führt nur extrem selten zu Nebenwirkungen. Bei nicht allergisch bedingten Beschwerden wie einer entzündlichen Bindehautentzündung haben Vividrin® Augentropfen keine Wirkung und sollten daher auch nicht eingesetzt werden.

Indikationen für Vividrin akut Augentropfen

Die Indikationen für Vividrin® Augentropfen sind allergisch bedingte akute sowie chronische Bindehautentzündungen. Am häufigsten kommt das Medikament dabei zur Behandlung von Symptomen am Auge bei Heuschnupfen bzw. bei einer Frühjahresbindehautentzündung zum Einsatz. Dabei sollten die Vividrin® Augentropfen regelmäßig und vorbeugend eingenommen werden und nicht erst, wenn bereits Beschwerden auftreten.

Symptome wie entzündete, tränende Augen, Juckreiz, Lidschwellung und erhöhte Lichtempfindlichkeit sind dabei mögliche Indikationen, sofern diese allergisch bedingt sind. Neben den bereits genannten saisonalen Allergieformen kann das Arzneimittel auch bei Allergien angewendet werdem, die im ganzen Jahr in Erscheinung treten können, wie zum Beispiel Hausstaub-, Schimmelpilz- oder Tierhaarallergien. Nicht indiziert sind Vividrin® Augentropfen bei akuten, starken Symptomen einer Allergie.

Heuschnupfen

Heuschnupfen stellt vermutlich das häufigste Einsatzgebiet von Vividrin® Augentropfen dar. Bei dieser allergisch bedingten Erkrankung kommt es zu Beschwerden an den Augen und der Nase, wenn die verantwortlichen Pollen durch die Luft verteilt werden. Daher sind Beschwerden aufgrund von Heuschnupfen typischerweise auf einige Monate im Jahr (meist im Frühling) begrenzt.

Vividrin® Augentropfen können bei regelmäßiger Anwendung dazu führen, dass Allergiesymptome bei Heuschnupfen an den Augen verhindert werden oder zumindest weniger ausgeprägt auftreten. Dabei kann das Arzneimittel in der Regel über die gesamte Pollensaison angewendet werden. Bei sehr schweren Formen ist eine solche Behandlung jedoch meist nicht ausreichend und es müssen andere Medikamente in Form von Tabletten eingesetzt werden, um die Beschwerden zu kontrollieren.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Heuschnupfen

Rote Augen

Rote Augen sind ein Symptom, das mehrere unterschiedliche Ursachen haben kann. Unter anderem kann es aufgrund einer allergischen Reaktion auf Gräser, Pollen oder Hausstaub auftreten. Bei einer allergisch bedingten Ursache von roten Augen kann eine Behandlung mit Vividrin® Augentropfen erfolgen. Diese eignen sich jedoch in erster Linie zur Vorbeugung von Beschwerden bei einer bekannten Allergie, zum Beispiel, wenn die allergieauslösenden Pflanzen anfangen zu blühen.

Weitere typische Symptome bei allergisch bedingten roten Augen sind Niesattacken, Nasenlaufen und Juckreiz der Augen. Zudem besteht eine Allergie oft schon vom Kindesalter an, kann jedoch manchmal auch erst im Erwachsenenalter in Erscheinung treten. Sollte es zum Symptom rote Augen kommen, ist es daher zu empfehlen, einen Arzt aufzusuchen. Gegebenenfalls handelt es sich um eine infektiös bedingte Bindehautentzündung, die anders als mit Vividrin® Augentropfen Augentropfen behandelt werden muss.

Auch bei akuten allergisch bedingten Beschwerden am Auge sollten zunächst andere Medikamente als Vividrin® Augentropfen angewendet werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Gerötete Augen - die verschiedenen Ursachen

Wirkung

Der in Vividrin® Augentropfen enthaltene Wirkstoff heißt Natriumcromoglicat und ist besser unter dem Namen Cromoglicinsäure bekannt. Die Wirkung erfolgt, indem es die Freisetzung eines körpereigenen Botenstoffes hemmt, der für die Symptome bei einer für eine Allergie typischen übermäßigen Reaktion des Abwehrsystems verantwortlich ist.

Ohne die Wirkungen des Medikaments kommt es bei Kontakt der Bindehaut des Auges mit dem verantwortlichen Allergen wie Pollen oder Hausstaub (Milbenkot) über Luft zu einer Freisetzung von Histamin aus den sogenannten Mastzellen. Dieses löst eine örtliche Entzündungsreaktion aus, mit der der Körper versucht, die scheinbar gefährlichen Teilchen zu bekämpfen.

Am Auge äußert sich dies durch eine Rötung, Juckreiz sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Vividrin® Augentropfen bzw. die enthaltene Cromoglicinsäure stabilisieren die Hülle spezieller Abwehrzellen (Mastzellen) im Auge und verhindert so, dass es beim Kontakt mit dem Allergen zu einer übermäßigen Freisetzung von Histamin mit den beschriebenen Folgen kommt. Die Wirkung kann jedoch nur erfolgen, wenn die Vividrin® Augentropfen regelmäßig und vorbeugend angewendet werden.

Wenn es bereits zu einer Histaminausschüttung und den daraus resultierenden Symptomen einer allergischen Reaktion gekommen ist, können die Beschwerden durch Vividrin® Augentropfen nur geringfügig gelindert werden. Zudem wirken die Tropfen ausschließlich am Auge. Beschwerden zum Beispiel an der Nase Niesreiz oder Schnupfen können durch die Anwendung von Vividrin® Augentropfen nicht beeinflusst werden.

Nebenwirkung

In den weitaus meisten Fällen sind bei der Anwendung von Vividrin® Augentropfen keine Nebenwirkungen zu befürchten, selbst wenn diese über einen langen Zeitraum genutzt werden. Nur in seltenen, das heißt weniger als einem von 1.000 Fällen werden Beschwerden wie Augenbrennen, Bindehautschwellung sowie ein Fremdkörpergefühl ausgelöst. Dabei kann es auch zu vermehrtem Tränenfluss sowie einem Wärmegefühl am Auge kommen.

Auch ein Hautausschlag ist in seltenen Fällen möglich. Wenn man entsprechende Nebenwirkungen bemerkt, sollte man Vividrin® Augentropfen nicht mehr anwenden und einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt bei den sehr seltenen Nebenwirkungen, von denen weniger als einer von 10.000 Anwendern betroffen sind. In Einzelfällen wurde beispielsweise nach der Behandlung mit anderen Medikamenten mit dem selben Wirkstoff wie Vividrin® Augentropfen über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die sich durch Luftnot aufgrund einer Verengung der Atemwege äußern können.

Allerdings ist eine Auslösung dieser extrem seltenen Nebenwirkung durch die ordnungsgemäße Anwendung am Auge quasi ausgeschlossen.

Wechselwirkung

Es sind keine Wechselwirkungen von Vividrin® Augentropfen mit anderen Medikamenten bekannt. Dennoch sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, wenn zusätzlich andere Augentropfen angewendet werden. Gegebenenfalls sollte ein gewisser Zeitabstand zwischen den einzelnen Anwendungen liegen.

Gegenanzeichen - Wann darf Vividrin akut Augentropfen nicht gegeben werden?

Es gibt nicht viele Gegenanzeichen aufgrund derer Vividrin® Augentropfen nicht verwendet werden dürfen. Nur wenn eine Überempfidlichkeit gegen den Wirkstoff Natriumcromoglicat oder einen der in dem Arzneimittel enthaltenen Zusatzstoffe vorliegt, darf dieses auf keinen Fall verwendet werden. Zudem liegt ein relatives Gegenanzeichen bei Kindern vor, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

In Ausnahmefällen können Vividrin® Augentropfen nach Rücksprache mit dem Kinderarzt auch bei jüngeren Kindern angewendet werden. Vorsicht geboten ist zudem bei einer Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion. Eine starke Beeinträchtigung eines dieser Organe kann ebenfalls ein Gegenanzeichen gegen Vividrin® Augentropfen sein. Vividrin® Augentropfen dürfen auch nicht mehr verwendet werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde.

Darf ich Vividrin Augentropfen mit Kontaktlinsen anwenden?

In der Regel ist davon abzuraten, Kontaktlinsen zu tragen, wenn man Vividrin® Augentropfen anwendet. Insbesondere bei weichen Kontaktlinsen besteht die Gefahr, dass die in den Augentropfen enthaltenen Konservierungsstoffe sind in den Linsen ablagern und damit zu einer Reizung des Auges führen. Bei harten Kontaktlinsen ist dies eher nicht zu befürchten.

Dennoch sollte im Zweifel Rücksprache mit einem Augenarzt gehalten werden. Wenn dieser das Tragen von Kontaktlinsen bei der Behandlung mit Vividrin® Augentropfen genehmigt. Sollten die Linsen jedoch vor der Anwendung aus den Augen entfernt und frühesten 15 Minuten später wieder eingesetzt werden.

Dosierung

Die Dosierung von Vividrin® Augentropfen erfolgt anhand der je am Auge eingebrachten Menge an Tropfen. Dabei sollten Erwachsene und Kinder das Arzneimittel viermal täglich in festen Zeitabständen anwenden. Dabei wird jeweils ein Tropfen pro Auge in den Bindehautsack eingebracht. Am besten führt man dies anfangs vor dem Spiegel durch oder lässt sich durch eine zweite Person helfen.

Bei entsprechendem Bedarf kann die Dosierung über die Häufigkeit der Anwendung auf sechsmal täglich einen Tropfen je Auge gesteigert werden. Wenn keine Beschwerden mehr auftreten, können wieder größere Zeitabstände bei der Dosierung versucht werden. Auch, wenn keine Überdosierungserscheinungen bekannt sind, sollten die Vividrin® Augentropfen nicht mehr als achtmal am Tag verwendet werden und auch nie mehr als ein Tropfen auf einmal in ein Auge gebracht werden.

Preis

Der Preis für ein Fläschen Vividrin® Augentropfen liegt etwa zwischen drei und fünf Euro. Geringere Preise findet man oftmals bei Internetapotheken, wobei hier durch die in der Regel fälligen Versandkosten die Kosten höher ausfallen, als wenn man das Arzneimittel in einer örtliche Apotheke kauft. Es lohnt sich zudem, auf Angebote zu achten und Preise zu vergleichen.

Alternativen zu Vividrin akut Augentropfen

Eine Alternative zu Vividrin® Augentropfen aus einem Fläschchen stellt das Produkt Vividrin® EDO Augentropfen dar. Bei diesem Produkt sind die einzelnen Dosen in separaten Ampullen verpackt. Da diese nach dem Anbrechen nicht weiter verwendet werden, enthalten diese im Gegensatz zu Vividrin® Augentropfen aus dem Fläschchen keine Konservierungsstoffe.

Die Augentropfen aus der Ampulle stellen daher eine Alternative für Kontaktlinsenträger dar, weil sich Konservierungsstoffe in weichen Kontaktlinsen ablagern können. Zudem gibt es auch Medikamente, die den gleichen Wirkstoff wie Vividrin® Augentropfen in Tablettenform enthalten. Weitere Alternativen stellen Arzneimittel dar, die auf andere Weise zur Behandlung von allergischen Symptomen am Auge eingesetzt werden können.

Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

Die Anwendung von Vividrin® Augentropfen in der Schwangerschaft  bzw. anderen Medikamenten mit dem selben Wirkstoff ist in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen bei einer Vielzahl von Frauen untersucht worden. Es zeigte sich dabei kein schädlicher Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Dies gilt für alle Abschnitte der Schwangerschaft, die je separat untersucht wurden. Daher ist die Einnahme von Vividrin® Augentropfen in der Schwangerschaft möglich.

Da der Wirkstoff ohnehin nur am Auge wirkt und kaum in die Blutbahn aufgenommen wird, ist die Abgabe über die Muttermilch so gering, dass das Medikament auch in der Stillzeit angewendet werden können. Ohnehin zerfällt der Wirkstoff von Vividrin® Augentropfen in kurzer Zeit, sodass weder in der Schwangerschaft, noch in der Stillzeit eine wirksame Dosis beim Kind ankommen würde.

Wirksamkeit der Pille

Vividrin® Augentropfen nimmt mit seinem Wirkstoff und den enthaltenen Zusatzstoffen in keinerlei Weise Einfluss auf die Wirksamkeit der Pille. Im Gegensatz zu Medikamenten in Tablettenform wirken Vividrin® Augentropfen nur direkt am Auge. Der Wirkstoff wird nur zu sehr geringen Anteilen in die Blutbahn aufgenommen und zerfällt dort in kurzer Zeit. Daher wird die Wirkweise der in der Pille enthaltenen Geschlechtshormone durch dieses Medikament nicht beeinflusst.

Auch bei allen anderen Verhütungsformen kommt es durch die Anwendung von Vividrin® Augentropfen nicht zu einer veränderten Wirksamkeit.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Vividrin akut Augentropfen finden Sie unter:

 

Haftungsausschluss/ Disclaimer

Wir weisen darauf hin, dass Medikamente niemals eigenständig, ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
Bitte beachten Sie, dass wir in unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben können. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 28.12.2018
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