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Was tun bei Hautausschlag?

Einleitung

Die Unversehrtheit der Haut ist für viele Menschen eine sehr sensible Angelegenheit.
Hautausschlag ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch eine große Belastung für die meisten Menschen.
Daher kommt häufig die Frage auf, was man bei einem Hautausschlag tun sollte.

Während manche Hautausschläge keiner speziellen Behandlung bedürfen, sind andere Hautausschläge behandlungsbedürftig.
Während einige Hautausschläge beispielsweise im Rahmen einer Allergie akut auftreten, sind andere Ausschläge Ausdruck einer chronischen Erkrankung, wie der z.B. der Neurodermitis.

Es gibt einige Maßnahmen, die Menschen mit einem Hautausschlag selbst ergreifen können, um ihre Beschwerden zu lindern.
Ein Beispiel dafür sind eine gute Basispflege der Haut bei der Neurodermitis oder das Vermeiden von Substanzen, die einen allergischen Hautausschlag verursachen.

Nicht jede Maßnahme ist jedoch bei jeder Art des Hautausschlages angebracht und sinnvoll und daher sollte man immer die Ursache eines Ausschlages ärztlich abklären lassen, bevor man aktiv wird.

Der folgende Artikel beschäftigt sich näher mit der Frage, was man bei verschiedenen Hautausschlägen tun kann und wie man sich am besten verhalten sollte.

Hausmittel bei einem Hautausschlag

Es existieren verschiedenste Empfehlungen, welche Hausmittel bei einem Hautausschlag helfen.
Man muss jedoch beachten, dass nicht jedes Hausmittel für jeden Hautausschlag geeignet ist und daher keine allgemeinen Empfehlungen existieren.

Hausmittel sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn sichergestellt ist, dass sie den Zustand der Haut nicht verschlechtern.

Juckende Hautausschläge, wie sie beispielsweise bei einer Allergie oder einem Sonnenbrand auftreten, können in der akuten Situation mit kalten Quarkumschlägen behandelt werden. Durch die Kühlung der Haut werden der Juckreiz und die Schwellung gelindert.

Von anderen Hausmitteln wie ätherischen Ölen, Honig oder Kamillentee-Waschungen sollte man absehen, sofern die Ursache für den Hautausschlag nicht geklärt ist, da im schlimmsten Falle eine Verschlechterung des Zustandes droht.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Hausmittel bei Hautausschlag

Was tun gegen Juckreiz?

Juckreiz ist ein sehr unangenehmes Symptom, welches viele Hautausschläge begleitet. Die Ursachen dafür können ganz verschieden sein.
Häufig verursachen Allergien, parasitäre Infektionen (wie z.B. die Krätze) oder Sonnenbrände juckende Hautausschläge.

Eine sehr effektive und einfache Maßnahme gegen juckende Hautausschläge sind kalte Quark- oder Joghurtumschläge. Auch kühle Handtücher können den Juckreiz lindern.

Von ärztlicher Seite können Antihistaminika oder leichte Kortisonsalben gegen den Juckreiz verschrieben werden.
Je nach zugrunde liegender Ursache existieren weitere Medikamente, wie Antimykotika, Antibiotika oder Virostatika (Medikamente gegen Viren) gegen juckende Hautausschläge.

Weitere Informationen zu diesen Thema finden Sie unter: Behandlung von Hautausschlag durch Salben und Cremes

Eine sehr häufige Ursache für einen juckenden Hautausschlag ist die sogenannte Krätze. Diese parasitäre Erkrankung wird mit dem Wirkstoff Permethrin behandelt. Als Betroffener stehen Hygienemaßnahmen im Vordergrund. Jegliche kontaminierte Wäsche, Bettwäsche und auch gebrauchte Handtücher sollten am besten in der Kochwäsche gewaschen werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hautausschlag durch Milben

Was tun bei einer Allergie?

Allergische Hautausschläge sind keine Seltenheit. Häufig treten sie in Zusammenhang mit einer Medikamenten- oder Nahrungsmittelallergie auf.

Von solchen Hautausschlägen sind allergische Kontaktekzeme zu unterscheiden, welche durch den direkten Kontakt der Haut mit dem Allergen, oftmals Nickel oder Duftstoffe, entstehen.

Bei einem allergischen Hautausschlag steht die Vermeidung des Allergens an erster Stelle der Dinge, die man selbst tun kann.
Gerade bei allergischen Kontaktekzemen sollte umgehend das vermeintliche Allergen, beispielsweise neue Ohrringe oder ein neues Parfum, entfernt werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Kontaktekzem bei einer Allergie

Um bei der Ursachenfindung effektiv mitzuhelfen, sollte man sich überlegen, welche Stoffe als Allergen in Frage kommen. Wurden beispielsweise Medikamente neu angesetzt, könnten diese die Ursache für einen allergischen Hautausschlag sein.

Lesen Sie hier weiter: Hautausschlag durch Medikamente

Natürlich sind Allergietests und ärztliche Untersuchungen erforderlich, um sich zu vergewissern, welche Allergie vorliegt.

Gegen den Juckreiz, der oftmals in Begleitung solcher Allergien auftritt, helfen kühlende Umschläge.
Von Hausmitteln sollte man absehen, da diese die Hautreaktion im schlimmsten Falle verschlimmern können.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Hautausschlag durch eine Allergie

Was tun bei einem Hautausschlag nach Medikamenten-Einnahme?

Was tun bei einem Ausschlag durch Amoxicillin?

Hautausschläge, die durch Amoxicillin verursacht werden, gehören zu den häufigsten durch Medikamente verursachten Hautausschlägen. Bei Amoxicillin handelt es sich um ein Antibiotikum.
Besonders häufig tritt ein Hautausschlag auf, wenn die betroffene Person am sogenannten Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist (siehe: Ausschlag nach Amoxicillin bei Pfeifferschem Drüsenfieber).

Wenn man einen Hautausschlag unter der Gabe von Amoxicillin entwickelt, sollte man einen Arzt aufsuchen und ihm den Hautausschlag zeigen.
Dieser kann beurteilen, ob das Amoxicillin als Auslöser in Frage kommt und in dessen Folge abgesetzt werden sollte oder nicht.
Nicht immer muss Amoxicillin abgesetzt werden. Wenn nur ein leichter Hautausschlag ohne weitere Begleitsymptome vorhanden ist, muss das Medikament oft nicht abgesetzt werden.

Bei weiteren Begleitsymptomen oder einem sehr plötzlichen Auftreten des Hautausschlags sollte das Amoxicillin jedoch sofort abgesetzt werden. Von ärztlicher Seite können Antihistaminika gegen den Juckreiz und leichte Kortisonsalben zur lokalen Behandlung verschrieben werden.

Lesen Sie hier mehr: Ausschlag durch Amoxicillin

Was tun bei einem Ausschlag durch Penicillin?

Ähnlich wie Amoxicillin kann auch Penicillin einen Hautausschlag verursachen.
Die Maßnahmen, die man selbst ergreifen kann, sind wie auch bei anderen Arzneimittel-Ausschlägen begrenzt.
Man sollte zunächst einen Arzt aufsuchen und ihm den Hautausschlag zeigen, sodass er sich ein Bild von der Situation machen kann.
Das Absetzen des Penicillins nach Absprache mit dem Arzt ist eine mögliche Konsequenz eines Hautausschlags, insbesondere bei weiteren Begleitsymptomen.

Gegen die Beschwerden kommen Antihistaminika und Kortisonsalben als medikamentöse Maßnahmen in Frage.
Um den Juckreiz zu lindern und die Haut etwas zu beruhigen, sind kühlende Umschläge empfehlenswert.

Penicillinallergien können auch mit starken Begleitsymptomen wie Atemnot und Kreislaufversagen einhergehen. Daher kann die Einnahme von Penicillin nach erstmaligem Auftreten einer allergischen Reaktion kontraindiziert sein.

Hier finden Sie weitere Informationen: Hautausschlag nach Penicillin und Hautausschlag nach Antibiotikaeinnahme - das sollten Sie tun

Was tun bei einem Hautausschlag durch Milben?

Der häufigste Hautausschlag, der durch Milben verursacht wird, ist die sogenannte Krätze (Skabies).
Diese Erkrankung wird durch die sogenannten Krätzmilben verursacht, die sich in die obersten Hautschichten einbohren und dort Milbengänge bilden.

Die Haut ist typischerweise gerötet und juckt sehr stark. Bei einer Krätze ist eine umgehende Behandlung mit dem Wirkstoff Permethrin notwendig, da die Erkrankung hochansteckend ist.

Lesen Sie hier mehr dazu: Wie ansteckend ist Krätze?

Enge Kontaktpersonen, wie Mitbewohner, Partner, Kinder oder Freunde sollten darüber informiert werden, dass sie sich möglicherweise angesteckt haben könnten. So können diese bei auftretenden Symptomen umgehend einen Arzt aufsuchen. Kleider, Bettwäsche, Handtücher und enge Gebrauchsgegenstände (bspw. Blutdruckmanschetten) sollten mindestens bei 50°C gewaschen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Krätze

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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