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Wie ansteckend ist Krätze?

Einleitung

Bei Krätze (medizinisch Scabies) handelt es sich um eine ansteckende Hauterkrankung mit starkem Juckreiz. Sie wird durch eine spezielle Milbenart und deren Ausscheidungen ausgelöst.

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Trotz der unangenehmen Symptome stellt die Erkrankung in der Regel keine Gefahr für die Gesundheit dar. Zur Behandlung stehen wirksame Medikamente zur Anwendung auf der Haut als Cremes, Sprays oder Salben sowie Tabletten zur Verfügung.

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Wie ansteckend ist Krätze?

Zur Ansteckung mit Krätze ist ein längerer Körperkontakt mit einem an Krätze erkrankten Menschen notwendig, das heißt über mindestens fünf bis zehn Minuten. Eine kurze Berührung wie beim Händeschütteln oder eine Umarmung führt in der Regel nicht zur Übertragung der krankheitserregenden Milben.

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Auch über die Luft können die Erreger nicht übertragen werden. Ebenso infiziert man sich normalerweise nicht über Gegenstände oder Möbel mit denen ein an Krätze Erkrankter in Kontakt war.

Eine Ausnahme stellt die hochansteckende Sonderform Borkenkrätze dar. Die Erkrankten haben meist aufgrund eines geschwächten Immunsystems einen sehr ausgeprägten Krankheitsbefall mit Krustenbildung auf der Haut. Aufgrund der sehr hohen Anzahl der Krankheitserreger kann in diesem Fall bereits ein kurzer Hautkontakt zur Infektion führen. Da die ersten Krankheitszeichen erst nach zwei bis fünf Wochen auftreten, sollte nach einem Hautkontakt in diesem Fall frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.

Wie lange ist man ansteckend?

Krätze ist solange ansteckend, wie sich Krätzmilben auf der Haut befinden. Wird die Krätze mit den zur Verfügung stehenden Medikamenten (SogSkabizide) behandelt, werden diese meist schon nach ein- oder zweimaliger Anwendung abgetötet und es besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Der Juckreiz kann trotzdem noch bis zu zwei Wochen anhalten.

Unbehandelt kann bei einem gesunden Immunsystem zwar die Anzahl der Krätzmillben zurückgehen, selten werden jedoch diese auch vollständig abgewehrt. Häufiger verbleiben einige Milben auf der Haut und man ist weiterhin ansteckend, selbst wenn man keine Symptome wie Juckreiz mehr verspürt.

Wie ist der Ansteckungsweg?

Die Übertragung der Krätze erfolgt von Mensch zu Mensch. Dafür ist in der Regel längerer Körperkontakt notwendig, zum Beispiel durch gemeinsames Schlafen in einem Bett, Kuscheln oder Geschlechtsverkehr. Ein kurzes Berühren wie beim Händeschütteln führt meistens nicht zur Ansteckung. Ebenso erfolgt in der Regel keine Infektion über Gegenstände oder Möbel, mit denen ein Erkrankter im Kontakt stand.

Um sich mit der Krätze zu infizieren, müssen die krankheitserregenden Milben auf die eigene Haut gelangen. Milben, die sich in Matratzen befinden können keine Krätze auslösen, da es sich um andere Arten handelt. Eine Übertragung durch Tiere ist zwar möglich, jedoch handelt es sich um andere Milbenarten, die auf menschlicher Haut nicht lange überleben und deswegen nur leichte Symptome auslösen und keine klassische Krätze. Die Erkrankung heilt in einem solchen Fall schnell aus und eine weitere Verbreitung ist nicht zu befürchten.

Wie kann ich eine Ansteckung verhindern?

Um einer Ansteckung mit Krätze zu vorzubeugen bzw. diese zu verhindern sollte jeder engere Kontakt mit an Krätze infizierten Menschen vermieden werden.
Kinder sollten nicht mit anderen erkrankten Kindern spielen, bis die Erkrankung ausgeheilt ist. Auch wenn von Gegenständen und Möbeln in der Regel keine Ansteckungsgefahr ausgeht, sollten diese zur Sicherheit gereinigt werden, wenn ein Erkrankter im Kontakt zu diesen stand. Lässt sich beispielsweise bei der Körperpflege von erkrankten Kindern oder pflegebedürftigen Menschen ein Kontakt nicht vermeiden, sollten Sie dabei Einmalhandschuhe und langärmlige Kleidung tragen.

Sollten Sie dennoch Krankheitszeichen bei sich wahrnehmen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Symptome einer Ansteckung

Hauptsymptome der Krätze sind ein starker Juckreiz und Hautbrennen. Diese können auch erst einige Wochen nach der Ansteckung auftreten und sind in manchen Fällen weniger stark ausgeprägt. Der Juckreiz ist häufig bei Bettwärme besonders quälend. Typischerweise sind die Zwischenräume von Fingern und Zehen, sowie Handgelenke, Achseln, Ellenbogen, Brustwarzen und Genitalien befallen. Bei Babys und Kleinkindern ist auch ein Befall der Kopfhaut, des Gesichts sowie von Hand- und Fußflächen möglich. Auf der Haut können stecknadelgroße rötliche Bläschen zu sehen sein.

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Gegebenenfalls lassen sich feine unregelmäßige und die bis zu einen Zentimeter lange dunkle Linien finden. Diese entstehen durch die Gänge, die die winzigen Milben in die Haut fressen. Durch das Kratzen kann sich die Haut entzünden und sich Eiter bilden. Zusätzlich kommt es bei manchen Menschen aufgrund einer Reaktion des Immunsystems zu einem großflächigen Hautauschlag. Da ein starker Juckreiz häufig auch bei anderen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte auftreten können, sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser die richtige Behandlung einleiten kann.

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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