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Hausmittel bei einem Hautausschlag

Einleitung

Ursächlich für die Entstehung von Hautausschlägen können viele verschiedene Faktoren sein. Neben allergischen Reaktionen zum Beispiel gegen Pollen (Hautausschlag durch Pollen) können auch Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten, Entzündungen und Infektionen zu einem Hautausschlag führen.
Auch können Hautausschläge Folge einer Schwächung des Immunsystems oder einer schon länger bestehenden Vorerkrankung sein. Die richtige Behandlung eines Hautausschlages ist bei den vielen möglichen Ursachen nicht immer ganz einfach. Deshalb greifen viele Betroffene vorerst auf alt bekannte Hausmittel zurück, um die Beschwerden zu lindern. Die meisten Hausmittel lindern zunächst den Juckreiz und entfalten eine beruhigende, sowie entzündungshemmende Wirkung auf die betroffenen Hautbereiche.

Wirksame Hausmittel

Brennnessel

Bei der Brennnessel handelt es sich um ein alt bekanntes Hausmittel, das zur Linderung von Hautausschlägen häufig angewendet wird.
Die Blätter der Brennnesselpflanze enthalten einen Saft, der sehr beruhigend auf die Haut einwirkt. Er lindert den Juckreiz und fördert die Heilung der geschädigten Hautbereiche. Außerdem wirkt die Brennnessel entzündungshemmend auf das gereizte Gewebe. Die Brennnessel kann sehr vielfältig verarbeitet werden.

Die Blätter sollten im besten Fall frisch gepflückt werden, da sie dann noch keine wertvolle Flüssigkeit verloren haben. Aus den Blättern der Brennnesselpflanze können Umschläge oder Pasten hergestellt werden, die auf die gereizten Hautstellen einfach aufgetragen werden und einige Stunden einwirken. Die lokale Wirkung der Brennnessel kann auch durch die Wirkung im Inneren des Körpers ergänzt werden. Die Bennnesselblätter können mit heißem Wasser als Tee aufgekocht oder auch zu einer Suppe verarbeitet werden. Im Körper sorgt der Saft der Brennnessel für eine Stärkung des Abwehrsystems.

Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Brennnessel

Apfelessig

Zu den Hausmitteln, die gerne zur Therapie von Hautausschlägen verwendet werden, zählt auch der Apfelessig. Beim Apfelessig handelt es sich um ein natürliches Produkt, dass sehr einfach gewonnen werden kann und das vor allem entzündungshemmend wirkt.
Apfelessig enthält viele Mineralstoffe, die zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems beitragen. Neben den wichtigen Mineralstoffen, wie Natrium, Kalium und Magnesium, sorgt der Apfelessig auch für eine ausreichende Vitaminzufuhr. Bei Hautausschlägen kann Apfelessig zwei bis drei Mal pro Tag auf die betroffenen gereizten und geschädigten Hautstellen dünn aufgetragen werden. Er lindert den Juckreiz und bekämpft in die Haut eingedrungene Erreger. Außerdem wird das umliegende Gewebe gereinigt und gepflegt, wodurch die Heilung zusätzlich unterstützt wird.

Außerdem soll der Apfelessig im Fußbad gegen Fuß- und Nagelpilz helfen.

Aloe Vera

Die Aloe Vera Pflanze kann sehr vielfältig zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen eingesetzt werden. In der Therapie von Hautausschlägen wird Aloe Vera sehr gern verwendet. Aloe Vera hemmt schnell und effektiv den Juckreiz und lindert Schmerzen.
Bei stark gereiztem und geschädigtem Gewebe regt Aloe Vera die Regeneration und das Wachstum der Hautzellen an und fördert die Durchblutung und Versorgung der betroffenen Hautstellen. Außerdem wirkt die Aloe Vera entzündungslidernd, tötet Bakterien ab und verleiht der Haut einen gesunden, geschmeidigen und frischen Teint. Das Aloe Vera Gel spendet den Hautschichten Feuchtigkeit, belebt und verjüngt diese und gleicht kleine Unebenheiten und Irritationen aus. Durch ihren pflegenden Charakter sorgt Aloe Vera ebenfalls dafür, dass die gereizten, rötlichen Flecken, sowie Pusteln, die aufgrund des Ausschlags entstanden sind, zurückgehen und sich eine neue, gesunde Haut aufbaut. Aloe Vera kann auch gegessen oder getrunken werden und somit auch innerhalb des Körpers seine Wirkung entfalten. Das Abwehrsystem wird gestärkt und kann dadurch von Innen heraus ebenfalls zu einer Linderung des Hautausschlags führen und die Heilung unterstützen. Durch die Zufuhr von wichtigen Vitaminen und Abwehrstoffen werden die entzündliche Prozesse gehemmt, die für den Ausschlag verantwortlich sind und ihn weiter aufrechterhalten.

Aloe Vera kann in Form eines Gels oder einer Creme auf den Ausschlag zwei bis drei Mal pro Tag aufgetragen werden. Dabei sollte geachtet werden, dass die Cremes einen Aloe Vera-Anteil von min. 90% aufweisen. Um die Haut weiterhin zu stärken und ihr mehr Kraft und Struktur zu verleihen, helfen ebenfalls ausgiebige Bäder mit dem Zusatz von Aloe Vera.

Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Aloe Vera

Ringelblume

Ringelblume wird oftmals in Form von Cremes oder Salben bei Hautausschlägen angewendet. Die Ringelblume wirkt ebenfalls lindernd auf den meist mit dem Ausschlag einhergehenden quälenden, unangenehmen Juckreiz und lässt starke Schwellungen abklingen. Außerdem stärkt die Ringelblume die Hautstrukturen und fördert den Heilungsprozess. Die Ringelblume entfaltet zudem eine antibakterielle, sowie reinigende Funktion und hemmt die entzündlichen Krankheitsprozesse in der Haut. Sie spendet aufgrund ihres hohen Flüssigkeitsanteils viel Feuchtigkeit und beugt damit trockener und spröder Haut vor.

Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Ringelblume

Olivenöl

Das allseits bekannte Olivenöl ist ein Naturprodukt, das wunderbar im Rahmen der Behandlung von Hautausschlägen eingesetzt werden kann. Neben der Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und Mineralien, wirkt das Olivenöl entzündungshemmend und reinigt die Poren der gereizten und geschädigten Hautbereiche. Das Olivenöl spendet der Haut Feuchtigkeit, fördert die Durchblutung und unterstützt somit die Heilung des Hautausschlags.

Außerdem kann Olivenöl auch gegen Ausschläge vorbeugen, da es bei täglicher Anwendung die Haut reinigt, strafft und gegen das Austrocknen schützt. Eine gut gepflegte Haut erschwert Bakterien den Eintritt und beugt somit lokalen Infektionen oder Ausschlägen vor.

Kamille

Eine der vielseitigsten Pflanzen, die zur Therapie von Hautausschlägen verwendet wird, ist die Kamille.
In Form von Tee oder Salben kann die Kamille schnell und effektiv bei Hautausschlägen eingesetzt werden. Die Blüten der Kamillenpflanze können mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Den Tee lässt man ungefähr 10 Minuten ziehen und entfernt dann die Kamillenblüten. Der Tee kann entweder getrunken werden, oder man lässt ihn abkühlen und befeuchtet die geschädigten Hautstellen mit dem kalten Teewasser. Die Kamille gibt an das Wasser wichtige Nährstoffe ab, die die gereizte Haut bereichern und stärken. Außerdem wirkt sie auf die betroffenen Hautstellen sehr beruhigend und lindert so den Juckreiz, der oft mit den Hautausschlägen einhergeht. Das Extrakt der Kamillenblüte reinigt ebenfalls die Poren der Haut und fördert die Durchblutung des geschädigten Gewebes. Dadurch wird der Aufbau aus den tiefen gesunden Hautschichten gefördert und unterstützt.
Durch den antibakteriellen Effekt der Kamille, werden die Erreger, die auf dem Boden des Hautausschlags die Haut befallen und zu weiteren Infektionen führen, bekämpft. Heilt der Ausschlag ab, verleiht die Behandlung mit Kamillenextrakt der Haut einen geschmeidigen und gesunden Teint.

Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Wirkung der Kamille

Hausmittel bei bestimmten Hautausschlägen

Je nach Ursache des Hautausschlages können verschiedene Hausmittel wirksamer sein als andere.

Hautausschläge durch Milben

Milben sind kleine Spinnentierchen, deren Kot in Kombination mit Hausstaub vielen Menschen das Leben schwer machen kann. Der Kot der Milben trocknet aus und zerfällt dann. Bei Kontakt mit der menschlichen Haut kann er zu starken Hautausschlägen führen.

Eine ausreichende Pflege der Haut bietet Schutz vor den Bestandteilen des Milbenkots, der über geschädigte Hautstellen aufgenommen werden kann und zu Entzündungen und Ausschlägen führt. Pflegeprodukte wie Kamille, Aloe Vera oder auch Olivenöl verleihen der Haut viel Feuchtigkeit, halten sie geschmeidig und straff und beugen der Austrocknung vor. Außerdem haben sie eine antientzündliche Wirkung und können dem schädlichen Milbenkot entgegen wirken.

Ein anderes Hausmittel, dass in der Milbenbekämpfung oft verwendet wird, ist Kokosöl. Dieses Öl enthält einen Inhaltsstoff, gegen dessen Geruch die Milben sehr empfindlich sind. Reibt man sich mit dem Kokosöl ein, werden die Milben durch den hervorstechenden Geruch vertrieben. Sind schon Eier abgelegt, werden die geschlüpften Milben durch das Kokosöl abgetötet. Teebaumöl soll ebenfalls die Milben fernhalten und kann zu Raumsprays oder auch zum Waschmittel hinzugefügt werden und einen Geruch entfaltet, der die Milben abschreckt.

Die effektivste Methode zur Bekämpfung von Hautausschlägen durch Milbenbefall ist jedoch das regelmäßige Waschen der Bettwäsche bei mindestens 60 °, das Wechseln der Matratze oder auch das Einfrieren von Kuscheltieren in der Kühltruhe.

Lesen Sie mehr dazu unter: Milben im Bett- Das hilft am besten

Hautausschläge durch Antibiotika

Nach der Gabe von Antibiotika kann es öfter mal zu Unverträglichkeiten in Form von Hautausschlägen kommen. In den meisten Fällen treten diese Ausschläge zwei bis drei Tage nach der Antibiotikagabe auf und können mit starkem Juckreiz und Rötungen einhergehen.

Durch kühlende Umschläge in Form von kalten Waschlappen, Coolpacks oder auch Quarkumschlägen kann der quälende Juckreiz gelindert werden. Um die Haut wieder zu stärken und die Regeneration zu fördern, kann man bekannte pflegende Hausmittel wie Kamille, Aloe Vera oder auch Arnika verwenden. Sie pflegen nicht nur die Haut, sondern bekämpfen Entzündungen und stärken und kräftigen die geschwächte Hautstruktur. Haferflocken können mit etwas Wasser aufgekocht werden und als breiige Masse auf die geröteten Hautstellen aufgetragen werden. Die Haferflocken entziehen der Haut die Entzündung und regenerieren die Zellen aus der Tiefe. Dadurch kann sich die Haut erholen und aus den gesunden Zellen heraus wieder neu aufbauen.

Jedoch besteht die einzige Möglichkeit den Hautausschlag in seiner Ursache zu bekämpfen, in dem Absetzen des Antibiotikums. Dabei sollte jedoch eine gründliche Nutzen-Risiko-Abwägung stattfinden und das Absetzen sollte auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hautausschlag durch Antibiotika

Hautausschläge durch Allergien

Im Rahmen von Allergien treten sehr häufig Hautausschläge auf. Sie zeichnen sich durch Rötungen, Schwellungen und einen quälenden Juckreiz aus.

Wichtig ist vor allem, das auslösende Allergen so gut es geht zu meiden. Um Allergien effektiv vorzubeugen, sollte großer Wert auf ein gesundes und gestärktes Immunsystem gelegt werden. Durch die regelmäßige Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, wird dem Körper ein essentieller Bestandteil zugeführt, der zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Pflanzen wie Ingwer oder Aloe Vera können ebenfalls auf den gesamten Körper einwirken und vor allem die Haut von innen heraus kräftigen und ihr einen gesunden und gepflegten Teint verleihen.
Treten aufgrund einer Allergie nässende, geschwollene Hautausschläge auf, kann Koriander verwendet werden, um den Juckreiz zu lindern und die entzündlichen Vorgänge einzudämmen und zu bekämpfen. Zwiebeln haben ebenfalls eine sehr starke antientzündliche Wirkung. Der Verzehr von einer Zwiebel pro Tag kann bei allergischen Reaktionen die Ausschüttung des Botenstoffes Histamin verhindern und dadurch die Entstehung von Hautausschlägen und Juckreiz unterbinden.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier: Immunsystem stärken

Hautausschlag mit Quaddeln

Zur Behandlung von Quaddeln stehen viele Hausmittel zur Verfügung.

Besonders effektiv sind kalte Umschläge. Sie lindern den Juckreiz und haben eine abschwellende Wirkung.
Der Saft der Brennnessel wirkt beruhigend auf die Haut und führt zum Rückgang der Quaddeln. Er lindert den Juckreiz und wirkt der Schwellung der geschädigten Hautbereiche entgegen. Die Quaddeln verlieren an Größe und bilden sich langsam zurück.
Quaddeln und Hautausschläge gehen oftmals auch mit einem starken Brennen der Haut einher, welches schnell durch das Auftragen von Pfefferminztee gelindert werden kann. Der Saft der Pfefferminzblätter wirkt ebenfalls antientzündlich und beruhigt die gereizte Haut.
Apfelessig und Aloe Vera können ebenfalls zur Therapie von Quaddeln bei Hautausschlägen eingesetzt werden. Sie lindern neben dem Juckreiz auch die entzündlichen Prozesse und tragen durch ihren kühlenden und pflegenden Effekt zur Regeneration der Haut bei.
Ein weiteres Heilmittel, dass gerne verwendet wird ist die Heilerde. Durch die Zufuhr von Feuchtigkeit und wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen stärkt sie die Grundstruktur der Haut und fördert die Heilung der entzündeten und geröteten Hautstellen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Quaddeln auf der Haut

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

Eine Übersicht aller bereits veröffentlichten Themen aus diesem Gebiet finden Sie unter Dermatologie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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