Ursache und Ansteckung der Bronchitis

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Bronchitis ansteckend?

Ja, eine Bronchitis ist ansteckend!
Eine Bronchitis wird über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) verbreitet. Ca. 24 Stunden nach Verabreichung von Antibiotika besteht in der Regel keine Infektionsgefahr.

Ursachen einer Bronchitis

Bronchien

Wie ansteckend ist eine Bronchitis?
Bei der Bronchitis handelt es sich um eine virale und/ oder bakteriell verursachte Erkrankung mit Ansteckungspotential. Der Infektionsweg der viralen Infektion erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Grund für eine akute, ansteckende Bronchitis sind in aller Regel virale Infektionen. Die häufigsten Erreger sind Influenza-, Parainfluenza-, Rhino- und Adenoviren. Weniger als 10% der akuten Bronchitiden werden durch Bakterien hervorgerufen.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 3 Tage, die Übertragung und somit Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Besteht in zwei aufeinander folgenden Jahren während mindestens 3 Monate produktiver Husten, spricht man von einer chronischen Bronchitis. Da diese oft in eine chronisch obstruktive Bronchitis übergeht, spricht man vom Grad 0 der COPD.  Diese hat hingegen ganz andere Verursacher als die akute Bronchitis.
Hauptgrund sind inhalative Noxen. Im Vordergrund stehen hierbei Tabakrauchen, berufliche Stäube, Schwefeldioxid, Stickoxide, saure Aerosole und Feinstaub. In 90% aller Fälle sind die Patienten aktive oder ehemalige Raucher. Ca. 50% aller Raucher entwickeln im Laufe ihres Lebens eine COPD.

Als Folge der chronischen bronchialen Entzündung verkümmert das normale Epithel der Atemwege und es kommt zu Umbaureaktionen. Dabei bildet sich das sogenannte Plattenepithel. Dieses ist nicht auf die eigentlichen Ansprüche des Atemwegsepithels ausgelegt und deswegen nicht in der Lage, Schadstoffe, Staub oder andere kleinste Partikel aus den Lungen herauszutransportieren. Dies führt zu einer schlechteren Ausschöpfung des Sauerstoffes in den Lungen.
Zusätzlich kommt es zu einer bronchialen Hyperreaktivität, welche für die Verengung der Luftwege verantwortlich ist. Zudem besteht das klinische Bild der COPD nicht nur aus der Atemwegsobstruktion, sondern bietet auch ein Lungenemphysem. Dies wird vorwiegend durch inhalative Noxen hervorgerufen. Durch das Rauchen überwiegen die Eisweißspaltenden Enzyme in der Lunge.
Dadurch reduziert sich das Bindegewebe und die Bindegewebssepten zwischen den kleinsten Lungenbläschen (Alveolen) verschwinden.
Somit nimmt die Gasaustauschfläche ab. Zudem kommt es zur Verengung der kleinsten Blutgefäße in den Lungen. Dies führt zum Rückstau des Blutes in das rechte Herz und bedingt damit eine Hypertrophie des rechten Ventrikels. Außerdem nimmt durch das Lungenemphysem die Rückstellkraft (Retraktionskraft) der Lunge ab. Dies führt bei schneller Ausatmung zu einem Verschluss der kleinsten Bronchien.
So kann weniger Luft ausgeatmet werden und das Restvolumen der Lunge nimmt zu. Insgesamt führt dies zu einer deutlich angestrengten Atmung, die letztendlich ineffektiv wird.  Es kommt zu einem CO2 Anstieg und einem verringerten Sauerstoff- Angebot im gesamten Körper.

Prävention

Die akute Bronchitis lässt sich nicht vermeiden und ist regelmäßiges Krankheitsbild in den Wintermonaten.
Da sich diese Krankheit jedoch relativ einfach selbst limitiert sind in der Regel keine Präventionsmaßnahmen möglich. Die wirksamste Präventionsmaßnahme der COPD ist der Verzicht auf Rauchen und das vermeiden von Feinstaubbelastungen am Arbeitsplatz.
Patienten, die an einer COPD erkrankt sind, werden präventiv mit Schutzimpfungen und Antibiotika sowie Physiotherapie und anderen Rehabilitationsmaßnahmen versorgt, um akute Verschlechterungen der Lungenfunktion zu vermeiden. 


weitere Informationen zu diesem Thema

Weitere Informationen aus dem Gebiet der Lunge und Lungenerkrankungen:

Eine Übersicht aller Erkrankungen der Lunge erhalten Sie unter: Erkrankungen der Lunge

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012