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Stadien der Niereninsuffizienz
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Einteilung der Niereninsuffizienz
Die chronische Niereninsuffizienz lässt sich nach der National Kidney Foundation anhand des Nierenfunktionsparameters „glomeruläre Filtrationsrate“ (GFR, ml pro min pro 1,73 m3) in sechs Stadien einteilen:
- erhöhtes Risiko für Niereninsuffizienz: GFR ≥ 90
- Nierenschädigung mit normaler Nierenfunktion: GFR ≥ 90
- Nierenschädigung mit milder Niereninsuffizienz: GFR 60-89
- Mittelschwere Niereninsuffizienz: GFR 30-59
- schwere Niereninsuffizienz: GFR 15-29
- Nierenversagen:GFR < 15
Ursachen Niereninsuffizienz

- Stadien der Niereninsuffizienz
Akute Niereninsuffizienz: Es existieren drei Formen der akuten Niereninsuffizienz:
- prärenales Nierenversagen: „vor der Niere“, ca. 60%
- intrarenales Nierenversagen: „innerhalb der Niere“, ca. 35%
- postrenales Nierenversagen:„nach der Niere“, ca. 5%
Beim prärenalen Nierenversagen liegt die Ursache für die Niereninsuffizienz an Veränderungen der Nierendurchblutung (Perfusion). Diese ist vermindert, weshalb kompensatorisch eine Hormon-Enzym-Kaskade, das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS), in Gang gesetzt wird. Als Folge dieser hormonellen Regulationskette wird weniger Harn ausgeschieden; die Nieren büßen an Funktion ein und es entsteht eine Niereninsuffizienz.
Ursachen für eine verringerte Durchblutung gibt es mehrere, beispielsweise ein insgesamt vermindertes Blutvolumen, eine Abnahme der Förderleistung des Herzens (Herzzeitvolumen) und des Blutdrucks, systemische Gefäßerweiterungen (Vasodilatation) mit „Versacken“ des Blutes in peripheren Gefäßen oder Gefäßverengungen in der Niere selbst.
Bei intrarenaler Niereninsuffizienz liegt die Ursache für den Funktionsverlust in Veränderungen der Nierenstruktur selbst. Verantwortlich sein können zum Beispiel Entzündungen der Gefäße oder des Nierengewebes, Blutgerinnsel (Thrombembolie), Medikamente, Toxine oder Röntgen - Kontrastmittel.
Die letzte Form, die postrenale Niereninsuffizienz, zeichnet sich durch Veränderungen an den den Nieren nachgeschalteten ableitenden Harnwegen aus, wodurch der Urin nicht mehr oder nur schlecht ausgeschieden werden kann. Gründe hierfür stellen beispielsweise angeborene oder erworbene Missbildungen, Tumoren oder Medikamente dar.
Chronische Niereninsuffizienz: Eine chronische Niereninsuffizienz kann sich auf dem Boden verschiedener Nierenerkrankungen entwickeln. Dazu zählen beispielsweise diabetische Nephropathie (Nierenschädigung bei langjährigem Diabetes mellitus), Glomerulonephritis (Entzündung der Nierenstruktureinheiten „Glomeruli“), vaskuläre Nephropathien (Schädigung der Gefäße als Ursache) oder polyzystische Nierenerkrankungen (zystische Veränderungen der Nierenstruktur).
Kennzeichnend für eine chronische Niereninsuffizienz sind das Versagen der Ausscheidung mit nachfolgenden Organschäden durch die Anreicherung harnpflichtiger Substanzen im Körper, Störungen im Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt sowie eine Abnahme der hormonellen Nierenfunktion (Bildung von Renin, Prostaglandinen, Vitamin D, Erythropoietin).
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