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Altersflecken entfernen

Einleitung

Altersflecken heißen auf lateinisch Lentigines seniles und zählen zu den Pigmentstörungen der Haut. Es handelt sich um hellbraune, scharf umrandete Flecken, die am häufigsten auf dem Handrücken, den Unterarmen und im Gesicht auftreten. Die Ursache des Auftretens von Altersflecken ist eine langjährige Sonnenlichtexposition, die mit steigendem Lebensalter zunimmt und so die Altersflecken meist erst im höheren Lebensalter auftreten; daher stammt auch der Name.

Altersflecken entstehen durch Pigmentablagerungen in der Haut und sind vollkommen harmlos. Verantwortlich für die Verfärbung der Haut sind sogenannte Melanozyten, spezialisierte Zellen in der Haut, die das Melanin produzieren, dessen Vorkommen in der Haut unsere individuelle Hautfarbe bestimmt. Im Speziellen handelt es sich bei den Altersflecken um Ansammlungen von Lipofuszin (sog. Alterungspigment), das durch die Oxidation von Fettsäuren der Zellmembran entsteht. Die Zelle ist nicht in der Lage, diesen Stoff abzubauen, sodass eine Vielzahl der Partikel von außen sichtbar als Altersfleck imponiert.

Altersflecken haben keinen Krankheitswert und können in der Regel aus rein kosmetischen Gründen entfernt werden. Es existiert jedoch eine Unterart des malignen Melanoms (sog. Lentigo-Maligna-Melanom), das den Altersflecken zum Verwechseln ähnlich sieht, sodass eine regelmäßige Kontrolle durch den Hautarzt in einigen Fällen anzuraten ist.

Optionen der Altersfleckenentfernung

Altersflecken haben keinen Krankheitswert, die Kosten einer Entfernung aus rein ästhetischen Gründen muss aus diesem Grund vom Patienten selbst getragen werden. Hierzu gibt es eine Vielzahl an mehr oder weniger wirksamen Verfahren in unterschiedlicher Kostenlage.

Am einfachsten und günstigsten ist es, bereits der Entstehung von Altersflecken vorzubeugen. Hierzu sollte bereits in jungen Jahren konsequent eine Creme mit hohem Sonnenschutz (LSF 50) auf Armen und Gesicht sowie Dekolleté und Hals aufgetragen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter.

Als effektivste Methode gilt derzeit die Behandlung durch Laserstrahlen. Hierbei wird die Behandlung von einem Hautarzt durchgeführt, der mit einem speziellen Gerät einen Lichtstrahl auf die obersten Hautschichten schießt, sodass die Pigmentablagerungen zerfallen und von Immunzellen abgeräumt werden. Eine weitere Option sind Bleichcremes mit Wirkstoffen, die den Altersfleck aufhellen oder die erneute Pigmentbildung aufhalten. Hierzu zählt beispielsweise Hydrochinon oder Rucinol. Hierbei ist der Erfolg erst nach einigen Wochen sichtbar.

  • Informieren Sie sich über eine weitere Methode zur Entfernung von Pigmentflecken: Fruchtsäurepeeling

Eine weitere Option sind chemische Peelings, beispielsweise mit Fruchtsäuren (AHA= alpha hydroxy acids), die die obersten verfärbten Hautschichten ablösen, sodass diese sich erneut bilden können. Auch Trichloressigsäure, eine etwas stärkere Säure, eignet sich hierfür, allerdings sollte die Behandlung nur durch einen erfahrenen Hautarzt durchgeführt werden, da diese Peelings die Haut sehr stark reizen und verletzen können.

Eine andere Methode ist die sogenannte Dermabrasion, wo der Hautarzt unter örtlicher Betäubung die oberste verfärbte Hautschicht mit einer Art Feile abfräst. Ein ähnliches mechanisches Verfahren ist die Kältetherapie (Kryotherapie), bei der die obersten Hautschichten durch flüssigen Stickstoff vereist werden. Diese sterben in der Folge ab und es kann sich eine neue, unverfärbte oberste Schicht bilden. Auch hier sollte die Behandlung nur von einem erfahrenen Hautarzt durchgeführt werden, da sonst ein ungleichmäßiges Ergebnis und sogar Verletzungen mit Narbenbildung drohen.

Unabhängig von der Behandlungsmethode ist ein Sonnenschutz nach der Therapie unabdingbar. Je nach Verfahren muss die Sonne für einige Wochen bis Monate komplett gemieden werden, zudem sollte täglich eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50) aufgetragen werden. Der Grund hierfür ist, dass die durch die Behandlung gereizte Haut wieder verstärkt Pigment einlagert.

Laserentfernung der Altersflecken

Die Laserbehandlung gilt am effektivsten bei der Bekämpfung von Altersflecken. Die Behandlung wird vom Hautarzt vorgenommen und muss vom Patienten selbst erstattet werden, da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt. Ob eine Sitzung ausreicht oder wie viele Behandlungen notwendig sind, muss individuell entschieden werden.

Bei dem Laser-Verfahren benutzt der Arzt einen Laser mit hochintensiver Lichtstrahlung, die in die obersten Hautschichten eindringt. Dort werden die Alterspigmente zum Zerfallen gebracht und es wird absichtlich eine Entzündungsreaktion im Gewebe provoziert. Im Rahmen dieser Reaktion werden Immunzellen angelockt, die das zerfallene Alterspigment abtransportieren. Durch die Entzündungsreaktion kann es zu einem Brennen der bestrahlten Hautstelle kommen, ebenso ist eine Schwellung möglich.

In den Wochen nach der Behandlung sollte die Sonne unbedingt gemieden werden und eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor konsequent aufgetragen werden, um zu vermeiden, dass die durch die Behandlung empfindliche Haut mit erneuter Bildung von Pigmentflecken reagiert. Ein weiteres Risiko der Behandlung ist, dass durch eine zu intensive Laserbestrahlung die Haut zu stark ausgebleicht wird, sodass ein unregelmäßiges Ergebnis entsteht. Aus diesem Grund sollte nur ein erfahrener Hautarzt die Laser-Therapie durchführen.

Kosten der Laserentfernung

Da es sich bei Altersflecken um ein kosmetisches Problem ohne medizinische Bedeutung handelt, müssen die Kosten der Entfernung selbst übernommen werden. Die Kosten der Behandlung hängen zum einen von der Größe der zu behandelnden Körperfläche ab und zum anderen davon, wie viele Sitzungen notwendig sind.

Eine Laserbehandlung für Altersflecken im Gesicht kann man für ca. 70 bis 150 Euro bekommen, die Behandlung des Körpers hängt ab von der zu bestrahlenden Fläche (ab ca. 200-500 Euro). Zudem variieren die Preise zwischen den verschiedenen Hautarztpraxen, die die Behandlung anbieten. Hierbei sollte man sich nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern auch davon, wie viel Erfahrung der jeweilige Arzt mit der Behandlung hat. Desweiteren sollte der Arzt sich immer Zeit nehmen für ein Aufklärungsgespräch, bei dem er auch die Risiken und Nebenwirkungen der Laser-Behandlungen anspricht.

Vitamin E

Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist bekannt als Antioxidans, d.h. dass es die Fettsäureoxidation in der Haut verhindert. Diese oxidierten Fettsäuren können von der Hautzelle nicht recycelt werden und lagern sich als Alterspigment ab. Altersflecken sind die Folge.

Ein Vitamin-E-Mangel begünstigt also das Entstehen von Altersflecken. Reich an Vitamin E sind vor allem pflanzliche Öle, besonders viel enthält das Weizenkeimöl. Diese können sowohl zur Zubereitung von Nahrungsmitteln zu sich genommen werden oder lokal auf die Haut aufgetragen werden. Das Auftragen auf die Haut sollte hierbei nach einer Sonnenlichtexposition erfolgen. Zudem kann Vitamin E einfach in Kapselform in der Drogerie oder Apotheke erworben werden.

Hausmittel/ Natürliche Entfernung der Altersflecken

Bei Hausmitteln gegen Altersflecken handelt es sich zum größten Teil um bleichende Wirkstoffe, die das betroffene Hautareal aufhellen sollen. Das beste Hausmittel gegen Altersflecken ist, diesen vorzubeugen. Hierzu sollte im Sommer wie im Winter eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden und starke Sonneneinstrahlung wie Mittagssonne unbedingt vermieden werden.

Auch wenn bereits Altersflecken vorhanden sind, sollte eine weitere Sonnenlichtexposition unbedingt gemieden werden, da sonst die Behandlung wenig erfolgreich sein kann. Ein sehr altes Hausmittel gegen Altersflecken ist Buttermilch, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird, wo sie einwirken soll. Durch die enthaltene Milchsäure sollen die Altersflecken gebleicht werden. Ähnlich wirkt die in Zitronensaft enthaltene Zitronensäure, die mehrmals täglich auf die betroffene Hautpartie aufgetragen werden kann.

Klicken Sie hier für weitere Informationen: Bleichmittel für die Haut

Aloe-Vera-Gel fördert die Hauterneuerung und die Abstoßung der obersten, verfärbten Hautschichten und kann so gegen Altersflecken angewendet werden. Auch eine Mixtur zu gleichen Teilen aus Joghurt und Honig soll einen aufhellenden Effekt haben, die Paste kann für ca. 30 Minuten auf der Haut belassen werden und anschließend abgewaschen werden. Ein weiteres Hausmittel ist das Vitamin E, das als Antioxidans wirksam ist. Es kann hierzu als Speiseöl oder in Kapselform eingenommen werden oder direkt nach der Sonnenlichtexposition auf die Haut aufgetragen werden.

Cremes gegen Altersflecken

Sowohl in der Drogerie als auch in der Apotheke gibt es eine große Auswahl von Cremes, die gegen Pigmentflecken helfen sollen. Die Preisspanne erstreckt sich hierbei von unter 10 Euro bis in den hohen zweistelligen und sogar dreistelligen Bereich. Entscheidend ist der Wirkstoff, der bleichend wirken soll. So werden bestehende Altersflecken aufgehellt und der Entstehung neuer Verfärbungen vorgebeugt.

Einer dieser Wirkstoffe ist beispielsweise das Hydrochinon, das man sich auch vom Arzt verschreiben lassen kann. Auch Rucinol oder Kojisäure wirken ähnlich. Bei diesen Cremes ist jedoch etwas Geduld erforderlich, da der gewünschte Effekt erst nach einigen Wochen eintritt. Zudem reagiert vor allem empfindliche Haut zum Teil gereizt auf die bleichenden Cremes. Wichtig ist, dass die bleichende Creme nur auf die verfärbten Hautstellen aufgetragen wird, da sich sonst die gesamt Haut aufhellt und ein ungleichmäßiges Ergebnis die Folge ist.

Altersfleckentfernung im Gesicht

Im Gesicht ist die Haut oft besonders sensibel. Ganz gleich der Methode ist eine Entfernung von Altersflecken immer mit einer Reizung und Stress für die Haut verbunden.
Aus diesem Grund sollte man sich bei der Behandlung immer einem erfahrenen Hautarzt anvertrauen. Dies gilt zum einen für die Laserbehandlung, wenn die Intensität der Laserstrahlung zu hoch ist, kann das Ergebnis wiederum unregelmäßig werden.

Auch kann es durch eine zu hohe Strahlung zu schweren Verletzungen der Haut kommen, die nur unter Narbenbildung abheilen. Ähnliches gilt für chemische Peelings mit Fruchtsäure oder Trichloressigsäure, wobei bei unsachgemäßer Anwendung die Haut regelrecht verätzt werden kann, was mit bleibenden Hautschäden verbunden sein kann.

Die gleiche Gefahr besteht bei der falschen Anwendung der Kryotherapie oder Dermabrasion. Bei bleichenden Cremes ist darauf zu achten, dass diese ausschließlich auf die dunkel verfärbten Altersflecken und nicht auf das gesamte Gesicht aufgetragen werden. Ansonsten bleicht das gesamte Gesicht um einige Nuancen aus, da jedoch auch die „gesunde“ Haut heller wird, bleiben die Flecken und Unebenheiten bestehen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Altersflecken im Gesicht

Bei den Hausmitteln wie Buttermilch oder Zitronensäure kann man nicht viel falsch machen, allerdings stellt sich hier der Erfolg erst nach einigen Wochen ein. Auch hier kann es durch die bleichenden Wirkstoffe zu einer Reizung der Haut kommen, in diesem Fall ist die Behandlung abzubrechen und gegebenenfalls ein Hautarzt aufzusuchen. Bei sämtlichen Methoden der Entfernung von Altersflecken ist es am wichtigsten, nach der Behandlung unbedingt eine Sonnenlichtexposition zu vermeiden.

Je nach Art der Behandlung muss wie beim Lasern das Sonnenlicht für mehrere Monate gemieden werden und täglich eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Der Grund hierfür ist, dass die durch die Behandlung gereizten obersten Hautschichten durch Sonnenlicht wieder verstärkt zur Pigmentablagerung neigen.

Altersfleckentfernung an den Händen

Grundsätzlich gibt es bei der Behandlung von Altersflecken an den Händen das Gleiche zu beachten wie im Gesicht, da auch an den Händen die Haut relativ dünn und empfindlich ist. Die Beratung und Behandlung sollte also durch einen erfahrenen Hautarzt erfolgen. Auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt, sollte auch auf dem Handrücken auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Dieser sollte auch nach dem Händewaschen regelmäßig erneuert werden, um einer erneuten Bildung von Altersflecken vorzubeugen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.07.2019
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