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Bauchschmerzen durch (zu viel) Cola

Einleitung

Bauchschmerzen bzw. gastrointestinale Beschwerden sind oft mit der Ernährung assoziiert. Dabei können unterschiedliche Organe und Strukturen des Verdauungstraktes für die Schmerzen ursächlich sein. Da Bauchschmerzen sehr oft unspezifischer Natur sind, kann es teilweise schwer sein, schnell eine Ursache für die Beschwerden zu finden.

Die Ursache für Bauchschmerzen liegt nicht zwingend im Verdauungstrakt. Nierenerkrankungen können bspw. ebenfalls eine Ursache für diffuse Bauchschmerzen sein. Daher sollten immer viele mögliche Ursachen in Betracht gezogen werden.

Ein wichtiger Faktor in der Entstehung gastrointestinaler Beschwerden ist die Ernährung. Im Folgenden geht es nun darum, ob und inwiefern Cola und andere Softdrinks mit Bauchschmerzen in Zusammenhang stehen. Es gibt viele Mythen um das beliebte Erfrischungsgetränk und an den meisten ist auch nicht viel dran. Dennoch ist es unumstritten, dass Cola ebenso wie viele andere zuckerhaltige Getränke bei ausschweifendem und maßlosem Konsum gesundheitsschädigende Konsequenzen nach sich ziehen können.

Ursachen

Cola gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, doch in den gängigen europäischen Varianten ähneln sich die verschiedenen Produkte in ihrer Zusammensetzung. Hauptbestandteil der Cola ist Wasser. Daneben sind vor allem Phosphorsäure, Kohlensäure, Zucker und Koffein enthalten. Der Koffeingehalt variiert teils erheblich, darf aber die Obergrenze von 32mg/100 ml in Deutschland nicht übersteigen.

Es gibt viele Mythen, die der Cola oftmals eine gesundheitsschädliche, teils sogar lebensgefährliche Wirkung nachsagen. Diese basieren am ehesten auf den Inhaltsstoffen. Im Grunde sind die meisten Mythen als falsch und nichtig von der Hand zu weisen.

Es stimmt jedoch, dass Cola in großen Mengen Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Hoher Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken wie Cola ist bei vielen Menschen meist auch mit einer generell unausgewogenen, meist fett- und kohlenhydratreichen Ernährung vergesellschaftet. Diese begünstigt Übergewicht, welches Folgeerkankungen wie Diabetes oder Reflux nach sich ziehen kann.

Eine gastroösophageale Refluxkrankheit kann durch Cola begünstigt werden, da in dieser Koffein enthalten ist. Koffein steht im Verdacht, die Ausschüttung von Gastrin im Magen zu begünstigen. Gastrin bewirkt dann eine erhöhte Säureproduktion. Die Folgen sind ein Völlegefühl nach dem Essen sowie Bauchschmerzen und Sodbrennen. Es kann auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Gesichert ist dieser Sachverhalt jedoch nicht.

Weiterhin kann der Verzehr großer Mengen kohlesäurehaltiger Getränke, wie Cola, zu Blähungen und damit einhergehenden zu unangenehmen Bauchschmerzen führen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter Magenschmerzen und Blähungen.

Die These, dass Cola Magenschleimhautentzündungen hervorruft, stimmt jedoch nicht. Es ist vielmehr ein allgemeiner Lifestyle und Ernährungsstil, der bestehende Magen-Darm-Erkrankungen verschlimmern kann. Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und ein hoher Konsum zuckerhaltiger Softdrinks wie Cola begünstigen so Übergewicht und Sekundärerkankungen. Diese sind jedoch nicht kausal auf den Konsum von Cola zurückzuführen.

Neuen Forschungen zufolge steht Cola jedoch im Verdacht, Nierensteine zu begünstigen. Der Zusammenhang ist jedoch nicht ausreichend belegt. Cola enthält Oxalsäure, die das Entstehen von Oxalatsteinen begünstigen kann. Auch hier ist es aber ein multifaktorieller Prozess, der zu einer manifesten Erkrankung führt

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Nierensteine Ursachen

Typisch bei Nierensteinen sind starke, kolikartige Schmerzen des Oberbauchs mit Ausstrahlung in die Flanken. Sie können jedoch auch lange Zeit völlig symptomfrei verlaufen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter Symptome von Nierensteinen

Cola Light

In ihrer Zusammensetzung unterscheidet sich Cola Light von Cola durch den Ersatz von Zucker durch Süßungsmittel wie Aspartam und Acesulfam. Ansonsten ist die Zusammensetzung weitestgehend gleich.

Ein übermäßiger Cola Light Konsum kann so auch durch das enthaltene Koffein einen gastroösophagealen Reflux begünstigen. Ebenfalls gilt hier, dass ein hoher Konsum kohlensäurehaltiger Getränke Blähungen und ein Völlegefühl hervorrufen kann. Im Allgemeinen finden sich jedoch keine kausalen Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Cola light und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.

Süßstoffe stehen jedoch unter Verdacht, ebenfalls die Nierenfunktion zu beeinträchtigen und so das Entstehen von Nierensteinen zu begünstigen. Es ist jedoch nicht bewiesen, ab welcher Dosis dies der Fall ist.

Zu berücksichtigen ist auch hier das allgemeine Essverhalten sowie der Lifestyle in Bezug auf gesundheitsfördernde sowie gesundheitsschädliche Verhaltensweisen. Eine generell ungesunde Ernährung, sowie Bewegungsmangel und gesundheitsschädigende Konsumgüter wie Alkohol oder Tabak begünstigen oder verschlimmern im Zusammenspiel miteinander viele Erkrankungen.

Was tun?

Im Allgemeinen empfiehlt es sich zunächst einmal, das eigene Konsumverhalten sowie das Wohlbefinden genau zu betrachten und sich dabei einige Fragen zu stellen.

Zunächst einmal sollte man klären, ob die Bauchschmerzen erst seit dem Colakonsum bestehen oder auch schon davor da waren.

Weiterhin ist es interessant zu wissen, ob die Schmerzen beim Konsum von speziellen Nahrungsmitteln, u.a. der Cola, schlimmer werden. Ist dies der Fall, sollte man den Konsum dieser Nahrungsmittel einstellen und abgesehen davon bei Beschwerden ohnehin einen Arzt aufsuchen. Hat man bspw. eine Refluxerkrankung, so ist es dringlich ratsam auf Lebens- und Genussmittel zu verzichten, die das Sodbrennen verschlimmern. Dazu gehören auch koffeinhaltige Getränke wie Cola. Die Erkrankung wird dann in der Regel des Weiteren medikamentös mit sogenannten Protonenpumpeninhibitoren, welche die Säureproduktion einschränken, behandelt.
Allgemein ist es jedoch ratsam seinen Colakonsum auf ein gesundes Maß zu beschränken. Es ist schwierig hier eine Grenze zu ziehen, jedoch sollte die Haupttrinkmenge durch Wasser und ungesüßten Tee erbracht werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema Was tun bei Bauchschmerzen?

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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