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Was ist ein Eiterpickel an der Lippe

Eiterpickel an der Lippe sind für die meisten Betroffenen äußerst unangenehm.
Zum einen fällt ein Pickel an der Lippe auf, zum anderen sind Pickel an der Lippe sehr häufig mit starken Schmerzen verbunden, da viele Nerven die Lippenregion versorgen.

Pickel generell entstehen durch verstopfte Talgdrüsen. Kann der Talg nicht mehr abgehen, bietet dieser einen idealen Ort für Bakterien sich darauf zu vermehren.
Durch diese Bakterien entsteht dann der Eiterpickel.

Ursachen für Eiterpickel an der Lippe

Auch Pickel an der Lippe entstehen wie jeder andere Pickel durch eine übermäßige Talgproduktion, was zur Verstopfung der Talgdrüsen führt.
Allerdings ist die Lippen- und Mundregion besonders gefährdet, dass sich dort Eiterpickel entwickeln.
Diese Region kommt nämlich viel häufiger mit Bakterien in Kontakt als die restliche Haut.

Immer wieder werden Essen, Gläser, Besteck oder die ungewaschenen Hände zum Mund geführt.
Dies begünstigt eine Infektion und erklärt, warum Pickel häufig um den Mund herum oder auch an den Lippen zu finden sind.

Die Talgproduktion an sich hängt von verschiedenen Lebensumständen ab.

So kann Stress die Talgproduktion anregen und die Pickelentstehung wird begünstigt.

Auch vermehrte Sonneneinstrahlung sorgt für eine gesteigerte Talgproduktion, wodurch Pickel im Sommer auch häufiger auftreten. Auch die falsche Ernährung, besonders gemeint sind fettige oder zuckerhaltige Speisen, können Pickel entstehen lassen.

Zusätzlich besteht ein hormoneller Einfluss auf die Entstehung von Eiterpickeln.

Bei Frauen kommt es beispielsweise ca. eine Woche vor der Menstruation zu einem Östrogenabfall, sodass die Produktion von Androgenen überwiegt. Androgene sind männliche Hormone, welche die Talgproduktion anregen und sich Pickel dadurch leichter bilden können.

Die Diagnose eines Eiterpickels

Die Diagnose Eiterpickel wird lediglich durch einen Blick in den Spiegel gestellt. Meist zeigt sich hierbei eine rötliche Erhabenheit der Haut, was Zeichen einer Entzündung ist.
Zusätzlich ist der Eiterpickel mit gelb-weißlichem Eiter gefüllt.

Berührt der Betroffene die Pickel, können Schmerzen auftreten.
Zusätzlich fühlt sich die betroffene Stelle, dort wo der Eiter ist, prall an.

Zu beachten ist, dass ein Eiterpickel an der Lippe nicht direkt auf der Lippe sitzt, da Lippen an sich keine Talgdrüsen enthalten und daher dort keine Pickel entstehen können.

Symptome eines Eiterpickels an der Lippe

Bevor ein Pickel entsteht, gibt es teilweise Anzeichen, die darauf hindeuten können. Die Stelle kann beispielsweise schon bevor der Pickel sichtbar wird, weh tun.

Weiterhin ist eine vorangehende Rötung möglich.

Teilweise bekommt der Betroffene die Entstehung des Pickels allerdings gar nicht mit, sondern sieht beim nächsten Blick in den Spiegel, dass sich ein Eiterpickel gebildet hat.
Je nach Größe des Pickels und Entzündungsgrad, kann dieser mehr oder weniger Schmerzen verursachen.

Die Größe und die Schwellung des Pickels können außerdem die Mundöffnung beeinträchtigen. Besonders an der Lippe kann der Pickel beim Essen, Trinken oder Sprechen Schmerzen bereiten und dadurch den Alltag für kurze Zeit schwieriger gestalten.

Auch ist die Stelle am und um den Pickel oftmals berührungsempfindlich.

Tatsächlich kann es aber auch sein, dass der Eiterpickel – außer unästhetisch auszusehen – keine weiteren Probleme bereitet.

Schmerzen

Die Schmerzen können von unterschiedlicher Intensität sein oder sogar vollständig fehlen.

Da zu den Lippen viele Nervenfasern ziehen, ist dieser Bereich jedoch häufig sehr schmerzempfindlich.
Oftmals ist der Ort des Eiterpickels berührungsempfindlich und der Betroffene verspürt Schmerzen, wenn er die Stelle aus Versehen berührt.

Ist der Eiterpickel stark entzündet, kann dieser auch, wenn die Lippen nicht bewegt oder berührt werden, Schmerzen verursachen.
Eventuell hat der Schmerz auch eine pulsierende Qualität.  

Schwellung an der Lippe

Die Schwellung der Lippe wird durch den Pickel ausgelöst, auch wenn dieser nicht direkt auf der Lippe sitzt.
Durch einen Eiterpickel entsteht eine Entzündung, die sich auch auf die Umgebung ausbreiten kann.

Zusätzlich stellt sich entzündete Haut rot dar.

Daher kann es den Anschein machen, als wäre die Lippe direkt geschwollen, obwohl eigentlich nur die Haut um den Pickel herum rot entzündet ist.

Was kann man dagegen tun?

Der Eiterpickel – so unschön er auch sein mag – sollte nicht ausgedrückt werden.
Die Methode der Wahl sollte sein, den Pickel an der Lippe zu desinfizieren und auszutrocknen.

Dies kann man mit verschiedenen Mitteln erreichen:

  • Zum einen kann Teebaumöl mehrmals täglich auf den Pickel aufgetragen werden. Teebaumöl desinfiziert und trocknet den Eiterpickel aus.
  • Zum anderen kann Kamillentee auf den Pickel getupft werden, denn auch Kamille hat eine desinfizierende, antibakterielle Wirkung.
  • Weiterhin kann ein Breigemisch aus Wasser und Heilerde hergestellt werden, welches für eine halbe Stunde oder sogar über Nacht auf dem Eiterpickel belassen wird.
  • Auch normale Desinfektionsmittel aus der Apotheke können auf den Pickel aufgetragen werden. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, dass es sich um Desinfektionsmittel handelt, die auch versehentlich verschluckt werden dürfen.
  • Kommt es zu einer starken Schwellung kann die Lippe gekühlt werden. Das Kühlen verringert die Schwellung und kann zusätzlich Schmerzen vermindern.
  • Bei starken Schmerzen kann ebenfalls eine kurzfristige Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen in Betracht gezogen werden. Ist der Eiterpickel von selbst aufgegangen, sollte die Stelle desinfiziert und sauber gehalten werden.

Dauer eines Eiterpickels

Wie lange ein Eiterpickel an der Lippe verbleibt, ist unterschiedlich.

Bis zur vollständigen Abheilung können einige Tage vergehen.
Handelt es sich um einen größeren Pickel oder wurde an dem Pickel rumgedrückt und er hat sich zusätzlich entzündet, kann die Abheilung sogar mehrere Wochen dauern.

Es besteht dann zusätzlich die Möglichkeit, dass sich eine verstärkte Pigmentierung an der Stelle zeigt, wo der Eiterpickel saß.
Bis diese vollständig verschwindet, können auch mehrere Wochen vergehen.

Im schlimmsten Fall hinterlässt der Eiterpickel eine kleine Narbe.

Soll ich den Eiterpickel an der Lippe ausdrücken?

Ein Eiterpickel an der Lippe sollte generell nicht ausgedrückt werden.
Zum einen ist der Vorgang sehr schmerzhaft. Zum anderen kann das Herumdrücken die Entzündung verstärken, sodass die Stelle noch mehr anschwillt und schlechter abheilt.

Des Weiteren könnten Bakterien durch das Ausdrücken in die Blutbahn gelangen. Wenn auch selten besteht dann die Gefahr einer Infektion der Hirnhäute oder des Gehirns selbst.

Ist der Pickel groß und mit viel Eiter gefüllt und behindert den Alltag stark, sollte dieser professionell entfernt werden.

Wird der Pickel doch selbst ausgedrückt, sollte die Stelle unbedingt gesäubert und desinfiziert werden.

Wie kann ich einen Eiterpickel von Lippenherpes unterscheiden?

Die Unterscheidung zwischen einem Eiterpickel und Lippenherpes ist oftmals nicht ganz einfach.

Es ist jedoch wichtig, einen Eiterpickel von Lippenherpes zu unterscheiden.
Denn drückt man den vermeintlichen Eiterpickel doch aus und es handelt sich um Lippenherpes, kann sich der Herpes ausbreiten.

Lippenherpes wird nämlich vom Herpesvirus ausgelöst. Es handelt sich um eine Reaktivierung des Virus bei Immunschwäche oder Stress.
Die im Körper verbliebenen Viren wandern die Nerven entlang zur Lippe und lösen an den Nervenenden eine Entzündung aus.

Vor dem Herpesbläschen verspüren Betroffene häufig ein Kribbeln oder Brennen.

Dies kann allerdings auch bei der Pickelentstehung der Fall sein. Herpesbläschen sind außerdem mit Viren gefüllt.
Das ist auch der Grund, warum das Bläschen nicht eröffnet werden sollte:
Nicht nur die Ausbreitung an der eigenen Haut steht hierbei im Vordergrund, sondern auch die Gefährdung anderer Personen im Umfeld.

Im Gegensatz zu einem Herpesbläschen, das meist direkt auf der Lippe sitzt, ist der Eiterpickel nicht direkt auf der Lippe zu finden, da die Lippen keine Talgdrüsen enthalten.

Sowohl Herpesbläschen als auch Eiterpickel können mit Schmerzen und Schwellung einhergehen, daher ist der Schmerz kein guter Unterscheidungsfaktor.

Die Stelle sollte jedoch genau betrachtet werden.

Der Pickel bildet nämlich – im Gegensatz zum Herpesbläschen – eine Eiterspitze

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch:      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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