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Lippenherpes

Synonyme

medizinisch: herpes labialis, englisch: lip herpes

Einleitung

Lippenherpes wird durch das Herpes Simplex Virus (kurz: HSV) ausgelöst, es handelt sich also um eine Virusinfektion.

Es existieren zwei verschiedene Viren, die für die Auslösung von Lippenherpes, uch genannt Fieberblasen, verantwortlich sind, das Herpes- simplex- Virus 1 und 2 (oder humanes Herpesvirus 1 und 2). Beide Viren werden zur Familie der Herpesviridae gezählt und enthalten ein aus Desoxyribonukleinsäuren bestehendes Genom (DNA).

Da das Genom dieser Viren, genau wie das des Menschen, aus 2 entgegengesetzt verlaufenden Strängen besteht (Doppelstrang DNA) sind Mutanten des Herpes- simplex- Virus enorm selten.

Das Genom ist bei beiden Virus- Typen von einer schützenden Kapsel umgeben, welche dafür sorgt, dass die Viren eine hohe Resistenz gegenüber Seifen und milden Desinfektionsmitteln besitzen.

Weitere Informationen finden Sie im Hauptartikel Herpes.



Übertragung

Die erste Infektion (Primärinfektion) erfolgt in der Regel schon sehr früh im Leben, die meisten Menschen werden bereits im Kindesalter mit dem Herpes- Virus angesteckt.
Das Virus gelangt zunächst über die Schleimhaut in den Organismus, es durchbricht die Schleimhautzellen und vermehrt sich anschließend in einem rasanten Tempo.

Die „neuen“ Herpes- Viren können dann aus den Schleimhautzellen (fungieren als sogenannte Wirtszellen des Herpes- Virus) austreten und die typischen Symptome hervorrufen.

Das besondere an den Lippenherpes auslösenden Viren ist die Tatsache, dass sie in die Nervenfasern eindringen und über diese bis in die Nervenzellen Neuron) vordringen können. Dort angelangt besiedeln sie das Neuron und überleben (persistieren) dort über lange Zeit ohne dass der Patient sichtbare Lippenherpes- Symptome aufweist.

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Wie ist der Übertragungsweg?

Lippenherpes wird über den Kontakt mit infektiösem Sekret aus Herpesbläschen übertragen. Es handelt sich um eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Ein klassischer Übertragungsweg ist das Küssen einer Person, die gerade einen symptomatischen Lippenherpes hat. Das Virus wird oft schon in der Kindheit übertragen. Häufig übertragen Verwandte, insbesondere die Eltern, den Herpes, indem sie ihr Kind küssen. Auch ein indirekter Kontakt zu dem Sekret kann den Herpes übertragen. Wenn Betroffene sich unachtsam an die Lippe fassen und dann andere Menschen berühren, kann dies schon zu einer Übertragung führen. Der Kontakt mit infektiösen Herpesbläschen sollte daher gemieden werden.

Wie ansteckend ist Lippenherpes?

Bei einem symptomatischen Lippenherpes besteht eine hohe Ansteckungsgefahr für Menschen, die noch nicht mit dem Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 infiziert sind. Das größte Risiko sich anzustecken haben daher Kleinkinder und Säuglinge, da über 85% der Erwachsenen bereits eine Infektion mit dem Virus aufweisen. Der Inhalt der Herpesbläschen enthält ein hochkontagiöses Sekret, dass sehr schnell zu einer Übertragung führen kann. Dabei muss nicht zwingend ein direkter Kontakt zu dem Sekret und den Bläschen bestehen, es reicht auch ein indirekter Kontakt für eine Infektion. Menschen mit einem aktiven Lippenherpes sollten sich daher auch häufiger die Hände waschen oder sogar desinfizieren, wenn sie Kontakt mit kleinen Kindern und Neugeborenen haben.    

Wie lange ist Lippenherpes ansteckend?

Lippenherpes ist prinzipiell eine ansteckende Erkrankung, die meisten Menschen sind jedoch im Erwachsenenalter bereits mit dem Virus infiziert. Das Virus schlummert, auch wenn es keine Symptome verursacht, ein Leben lang im Körper. Daher ist die Ansteckungsgefahr bei Erwachsenen letztendlich nicht so hoch. Der Kontakt zu kleinen Kindern hingegen sollte mit einem symptomatischen Lippenherpes vermieden werden, da diese meistens noch nicht mit dem Virus infiziert sind und sich folglich anstecken können. Wie lange der Herpes ansteckend ist, hängt auch von dem individuellen Verlauf und der Behandlung des Lippenherpes ab. In der Regel braucht ein Lippenherpes zwischen 8 und 14 Tage, um komplett auszuheilen. Sicherheitshalber sollte man, bis zur vollständigen Abheilung keinen engen Kontakt zu Risikogruppen, wie Neugeborenen und kleinen Kindern haben. Aufgrund einer innerlichen Therapie mit antiviralen Wirkstoffen kann die Ansteckungsdauer jedoch auch reduziert sein. Um sicherzugehen, sollte man einen Arzt näher befragen.

Auslöser

Viele Patienten stellen sich häufig die Frage welche Faktoren dazu führen, dass die „ruhenden“ Herpes- Viren aus den Nervenzellen austreten und einen akuten Lippenherpes auslösen.

Bei dieser Frage sind sich auch die meisten Forscher nicht einig. Psychische Faktoren scheinen jedoch eine entscheidende Rolle bei dem Ausbruch eines Rezidivs zu spielen.
Viele Patienten berichten, dass besonders stressige Situationen einen Ausbruch des Lippenherpes provozieren. Außerdem spielt die Schwächung des Immunsystems eine wichtige Rolle, da die schädigenden Einflüsse der Viren nicht länger unterdrückt werden können.
Viele Primärinfizierte entwickeln aus diesem Grund im Zuge von grippalen Infekten oder einer Grippe einen Lippenherpes.

Des Weiteren provoziert starke Sonnenbestrahlung und ein Ekel- Gefühl den Ausbruch der Erkrankung.

Stress

Stress ist ein typischer Auslöser einer symptomatischen Phase beim Lippenherpes. Situationen, in denen das Immunsystem geschwächt ist, erleichtern es dem Virus, sich zu reaktivieren. Auch Stress kann eine solche, vorübergehende Immunschwäche verursachen. Diese Art der Immunschwäche darf jedoch nicht verwechselt werden mit schweren, immunschwächenden Erkrankungen, wie HIV. Seelischer und körperlicher Stress können das Immunsystem jedoch ebenfalls negativ beeinflussen und es angreifbarer machen, als in Phasen mit weniger Stress. Daher tritt Lippenherpes bevorzugt in solchen Lebensphasen auf. In stressigen Zeiten sollte man daher besonders auf eine gute Pflege der Lippen, beispielsweise mit einem prophylaktischen Pflegestift, achten und bei ersten Anzeichen eines Herpes, mit einer Behandlung beginnen.

Symptome des Lippenherpes

Die eben beschriebene erste Infektion (Primärinfektion) verläuft in den meisten Fällen recht mild. Typische Lippenherpes Symptome treten stark abgeschwächt oder gar nicht auf.

Diese Tatsache lässt sich darin begründen, dass die Anzahl an infektiösen Erregern zu diesem Zeitpunkt noch vergleichsweise gering ist. Im Gesicht, vor allem an den Lippen, können typische kleine Bläschen entstehen.
Im Anschluss an diese Primärinfektion folgt eine Zeit, in der keinerlei Symptome erkennbar ist. Zu dieser Zeit haben sich die Herpes- Viren in den Neuronen eingenistet und verweilen dort ohne ihre krankmachenden Einflüsse zu vermitteln.

Die Reaktivierungen verlaufen bei der Hauptzahl der Infizierten heftiger als die Primärinfektion.

Die meisten Patienten berichten von der Entstehung eines Spannungsgefühls im Bereich der Lippen, es handelt sich um das erste Anzeichen eines bevorstehenden Krankheitsausbruchs. Im Anschluss beginnen die betroffenen Lippenpartien zu jucken und spürbar zu brennen. Ab diesem Moment dauert es nur noch Stunden bis Tage bis die Infektion vollends ausbricht.

Die Bläschen sind in der Regel für ungefähr fünf Tage bis zwei Wochen sichtbar, bevor sie sich allmählich zurückbilden.

Lesen Sie mehr dazu unter: Symptome bei Herpes

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Schmerzen

Lippenherpes ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern verursacht leider auch Schmerzen. Häufig haben die Schmerzen einen brennenden oder stechenden Charakter und gehen der Bläschenbildung bereits voraus. Auch eine Art unangenehmes Spannungsgefühl wird häufig von Betroffenen beschrieben. Die Intensität der Schmerzen ist sehr unterschiedlich und hängt stark vom individuellen Verlauf der Erkrankung aus. Bei der Behandlung des Lippenherpes spielen Schmerzmittel jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Entzündungshemmende Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Aspirin, können zwar verwendet werden, sie sind jedoch nicht so effektiv, wie bei anderen Erkrankungen. Sobald sich erste Anzeichen eines Lippenherpes ankündigen, sollte eine lokale Therapie mit einer Lippenherpes-Creme erfolgen. Bei einer frühen Therapie stehen die Chancen gut, dass der Herpes schnell ausheilt und keine starken Schmerzen verursacht.  

Informieren Sie sich auch hier: Brennende Lippen

Schwellung der gesamten Lippen bei Lippenherpes

Bei einigen Betroffenen entstehen starke Schwellungen der Lippen, wenn sie gerade eine symptomatische Phase des Lippenherpes durchmachen. Die Schwellung ist zwar nicht unbedingt schmerzhaft, wird jedoch von den Betroffenen als sehr unangenehm empfunden. Meist tritt die Schwellung gleichzeitig mit einer Bläschenbildung auf. Im Grunde kann man leider nicht viel gegen solch eine Schwellung tun. Kühlung wird häufig als sehr wohltuend empfunden. Kalte Waschlappen oder Kühlelemente eignen sich dazu sehr gut. Sie sollten jedoch nach der Benutzung unbedingt heiß gewaschen und desinfiziert werden.

Was sind die typischen Anzeichen von Lippenherpes?

Es gibt einige Vorboten, die im Vorfeld auf einen Ausbruch von Lippenherpes hindeuten. Viele Betroffene merken einige Tage vor der typischen Bläschenbildung ein Spannungsgefühl an der Lippe und der umgebenden Haut. Auch leichte Rötungen, Juckreiz oder ein Brennen können Anzeichen eines bevorstehenden Lippenherpes sein. Sobald die Erkrankung dann ausbricht, sieht man etwa stecknadelkopfgroße Bläschen, die in kleinen Grüppchen zusammenstehen. Daher bezeichnet man die Bläschen auch als gruppiert. Anders als andere Infektionen verursacht Lippenherpes in der Regel keine Allgemeinsymptome, wie ein Krankheitsgefühl oder Fieber.  

Lesen Sie mehr dazu unter:

Wie ist der Verlauf von Lippenherpes?

Lippenherpes ist bei den meisten Menschen mit einem chronisch-rezidivierenden Verlauf vergesellschaftet. Oft erfolgt bereits im Kindesalter die Erstinfektion mit dem Herpes-Virus. Diese bleibt meist unbemerkt, da sie nicht zwingend Symptome verursacht. In manchen Fällen verläuft die Erstinfektion symptomatisch, im Sinne einer Mandel- und Rachenentzündung oder einer Entzündung des Mundraums.

Danach schlummert das Virus ein Leben lang im Körper des Infizierten, ohne zwangsweise Symptome zu verursachen. Es befindet sich in einer sogenannten Latenz und versteckt sich in den Nervenknoten (Ganglien). Von dort aus kann das Virus reaktiviert werden und einen symptomatischen Lippenherpes verursachen. Besonders in Phasen, in denen das Immunsystem geschwächt ist, entsteht so eine Reaktivierung. Auslöser sind typischerweise Infektionen, Sonneneinstrahlung, Stress oder andere Grunderkrankungen. Wie oft die Betroffenen von solchen symptomatischen Phasen geplagt sind, ist ganz unterschiedlich. Bei manchen Menschen sind die Phasen häufig, bei anderen eher selten. Eine Ausheilung des Virus kann jedoch nicht erreicht werden.

Narben nach Lippenherpes

Viele Betroffene sorgen sich darüber, ob Lippenherpes Narben hinterlassen kann. In der Regel heilt ein Lippenherpes jedoch ohne Narbenbildung ab. In einigen Fällen finden sich nach einem abgeheilten Lippenherpes kleine rosa Flecken an der Lippe. Auch dabei handelt es sich nicht um Narben. Sie heilen ebenfalls innerhalb mehrerer Wochen folgenlos ab. Lediglich ein Aufkratzen der Bläschen kann dazu führen, dass Narben entstehen.

Lippenherpes in der Schwangerschaft - Gefahr für mein Baby?

Infektionen sind in der Schwangerschaft besonders gefürchtet, beim Lippenherpes kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Ein Lippenherpes der Mutter in der Schwangerschaft stellt keine Gefahr für das ungeborene Kind dar.

Anders als bei anderen Infektionen drohen weder Fehlbildungen noch Entwicklungsstörungen, auch das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt ist nicht erhöht. In sehr seltenen Fällen kann jedoch das Herpes-simplex-1-Virus, das für gewöhnlich den Lippenherpes verursacht, auch einen Genitalherpes verursachen. Die Übertragung findet vor allem durch Oralverkehr statt. Genitalherpes kann ein geburtshilfliches Risiko darstellen und wird daher mit antiviralen Medikamenten, auch während der Schwangerschaft, behandelt. In manchen Fällen kann dann sogar ein Kaiserschnitt notwendig sein.  

Lesen Sie mehr dazu unter: 

Lippenherpes beim Baby - Wie gefährlich ist das?

Lippenherpes ist in der Regel eine harmlose Erkrankung, für Babys kann der Lippenherpes jedoch auch sehr gefährlich werden. Neugeborene haben noch kein so ausgereiftes Immunsystem, wie Erwachsene oder ältere Kinder, und sollten daher vor einer Infektion mit dem Herpes geschützt werden. Insbesondere in den ersten sechs Lebenswochen kann der Herpes zu Komplikationen, wie einer Hirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung (Sepsis) führen. Das ist zwar nur sehr selten der Fall, sollte aber beachtet werden.

Babys erhalten von ihrer Mutter, wenn diese bereits mit Herpes infiziert ist, während der Schwangerschaft Antikörper, die einen gewissen Schutz nach der Geburt bieten. Dies bezeichnet man auch als Leihimmunität. Der Schutz ist jedoch nicht 100%ig sicher, weshalb man bei einem symptomatischen Lippenherpes darauf achten sollte, dass das Kind nicht in Kontakt mit dem Virus kommt. Häufiges Händewaschen, kein Küssen des Kindes und ein Mundschutz beim Stillen sind Pflicht. Herpes kann bei Babys zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen führen. Dazu gehören Infektionen der Bindehaut und Entzündungen der Mundschleimhaut, sowie Hirnhautentzündungen, Gehirnentzündungen und ein Befall weiterer Organe. Bei ersten Anzeichen für eine Infektion wird jedoch schnell eine antivirale Therapie eingeleitet.

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Dauer von Lippenherpes

Bei Lippenherpes handelt es sich um eine chronisch-rezidivierende Erkrankung. Das bedeutet, dass die Erkrankung in Phasen verläuft, die unterschiedlich häufig im Laufe eines Lebens auftreten. Diese Krankheitsphasen können behandelt werden, eine endgültige Ausheilung des Virus wird jedoch nicht erreicht.

Die Dauer der Krankheitsphasen ist sehr unterschiedlich und hängt von dem individuellen Verlauf des Herpes ab. Auch die Häufigkeit der Krankheitsepisoden kann sehr unterschiedlich sein. Bei einem unkomplizierten Lippenherpes dauert eine Krankheitsphase in der Regel zwischen sieben und vierzehn Tage, bis keine Krankheitszeichen mehr zu sehen sind. Kompliziertere Verläufe können jedoch auch mit längeren Krankheitsphasen von mehreren Wochen einhergehen. Weiterhin spielt die Behandlung des Lippenherpes eine wichtige Rolle für die Dauer der Erkrankung. Eine frühzeitige Behandlung kann die Krankheitsphase um einige Tage verkürzen.

Lesen Sie mehr unter: Dauer von Lippenherpes

Dauer der Bläschen

Die symptomatischen Phasen beim Lippenherpes verlaufen nicht immer gleich. Auch die Dauer der Bläschen-Phase kann sich je nach Individuum und nach Herpes-Episode unterscheiden. Im Schnitt sind die lästigen Bläschen zwischen vier und sieben Tage vorhanden, bis sie aufplatzen und nicht mehr als Bläschen zu sehen sind. Eine Behandlung mit einem antiviralen Wirkstoff, wie Aciclovir, kann diese Phase jedoch verkürzen. Auch der Einsatz austrocknender Salben, wie Zinksalbe, verkürzt das Dasein der Bläschen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Infektion nicht mehr da oder aktiv ist.   

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit eines Erregers ist die Zeit, zwischen dem Eindringen des Erregers in den Körper und dem Auftreten der ersten Symptome. Die Erstinfektion mit einem Herpes-Virus geschieht oftmals schon im Kindesalter und verläuft asymptomatisch. Häufig wird das Virus dann erst Jahre später reaktiviert. In diesem Fall bricht der Lippenherpes aus. Personen, die gerade unter einem Lippenherpes leiden, können diesen dann an andere übertragen. Die Inkubationszeit dieser Infektion beträgt wenige Tage. Im Schnitt sind es ungefähr 3 bis 10 Tage.

Kann man Lippenherpes dauerhaft heilen?

Der lästige Lippenherpes wird in den meisten Fällen durch das Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 verursacht. In letzter Zeit finden sich zunehmend auch Personen, bei denen das Herpes-simplex-Virus vom Typ 2 ursächlich für den Lippenherpes ist. In beiden Fällen handelt es sich um ein Virus, dass nach erstmaliger Infektion ein Leben lang im Körper verbleibt. Es schlummert in den Nervenknoten und kann bei einer Immunschwäche jederzeit reaktiviert werden. Das Virus verharrt also in Latenz in den Nervenzellen. Der Lippenherpes lässt sich zwar behandeln, aber er heilt nie völlig aus. Die antiviralen Wirkstoffe, die in der Therapie des Lippenherpes zum Einsatz kommen, können das Wachstum des Virus zwar hemmen, es aber nicht vollständig abtöten. Eine dauerhafte Heilung ist daher nicht möglich.

Therapie des Lippenherpes

In der allgemeinen Lippenherpes- Therapie gibt es zwei unterschiedliche Ansatzpunkte. Zum Einen werden bevorzugt Arzneimittel verwendet, die für einen schnellen Rückgang der Symptome (Bläschen, Juckreiz, Rötungen) führen, zum Anderen erscheint es wesentlich sinnvoller den Infizierten vor einem Ausbruch der Lippenherpes zu schützen.
Da das Immunsystem eine entscheidende Rolle bei dem Ausbruch einer Lippenherpes zu spielen scheint, gelingt dies mit Hilfe von Medikamenten, die das Immunsystem stärken

Der Hauptzweig der Therapie beschränkt sich jedoch auch heute noch auf das Beschleunigen des Abheilens einer vorliegenden Lippenherpes.

Äußerlich anwendbare Cremes und Salben, auf Basis des virustatischen (Vermehrungshemmung) Wirkstoffs Aciclovir, vermögen während einer Ausbruchsphase lediglich die Symptomatik zu lindern. Sie mildern die Schmerzen, senken möglicherweise auftretendes Fieber und beschleunigen das Austrocknen der flüssigkeitsgefüllten Bläschen.
Weitere wichtige Wirkstoffe in der Lippenherpes- Therapie sind Valaciclovir, Famciclovir und Penciclovir.

Sie können in Form von Tabletten eingenommen werden und wirken ebenfalls über die Hemmung der Virus- Vermehrung.

Darüber hinaus sollen diese Präparate in der Lage sein die Zeitspanne zwischen zwei Lippenherpes- Ausbrüchen deutlich zu verlängern und den Betroffenen auf diesem Wege lange symptomfrei zu halten. Übliche Nebenwirkungen von Arzneimitteln in der Herpes- Therapie sind Beschwerden des Verdauungstraktes (Durchfall und Übelkeit).

Außerdem berichten einige Anwender von dem Auftreten von Kreislauproblemen, Schwindel und/ oder Kopfschmerzen. Die Anwendung von Medikamenten auf Aciclovir-, Valaciclovir-, Famciclovir- und Penciclovir- Basis ist in Expertenkreisen mittlerweile umstritten, da sie bei vielen Patienten keinerlei Wirkung mehr entfalten.

Diese Tatsache kann damit erklärt werden, dass die relevanten Viren im Laufe der Zeit Resistenzen gegen die Wirkstoffe entwickelt haben.

Lesen Sie mehr dazu unter: 

Welche Creme hilft am besten?

Viele Menschen, die unter Lippenherpes leiden, suchen oftmals lange nach einer Creme, die ihnen gut hilft. Welche Creme letztendlich am besten hilft, hängt von verschiedenen Faktoren, wie dem individuellen Verlauf des Lippenherpes und dem subjektiven Empfinden, ab. Daher kann diese Frage nicht allgemeingültig beantwortet werden.

Es gibt jedoch Cremes, die sich bei vielen Menschen großer Beliebtheit erfreuen. Die Creme Lomaherpan®, die Zitronenmelisse enthält, ist bei vielen Betroffenen sehr beliebt. Sie wird bereits bei ersten Anzeichen eines Lippenherpes mehrmals täglich aufgetragen. Der natürliche Wirkstoff eignet sich vor allem bei unkompliziertem Lippenherpes.

Beliebt sind auch Cremes, die den antiviralen Wirkstoff Aciclovir enthalten. Beispiele dafür sind die Zovirax®-Creme, Aciclobeta®-Creme oder Aciclovir-Heumann. Eine sehr gute, austrocknende Creme ist das Virudermin®, welches Zinksulfat enthält. Im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei nicht um eine Creme, sondern um eine Paste, die ganz dünn bei ersten Zeichen eines Herpes aufgetragen werden sollte. Viele Betroffene empfinden diese Paste als sehr gut wirksam und loben vor allem die natürlichen Inhaltsstoffe.

Lesen Sie mehr dazu unter: Cremes gegen Lippenherpes

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Zovirax

Zovirax® ist eine beliebte Creme, die zur Behandlung des Lippenherpes eingesetzt wird. Sie wird von der GlaxoSmithKline Unternehmensgruppe vertrieben und kann sowohl in Apotheken als auch in Online-Shops und Online-Apotheken erworben werden. Die Creme enthält den Wirkstoff Aciclovir, der antiviral wirksam ist. Aciclovir bekämpft Herpesviren, indem es ihr Wachstum hemmt, und hilft so dabei, die Heilung bei einem wiederholt auftretenden Lippenherpes zu beschleunigen.

Sie lindert den Juckreiz sowie den Schmerz und fördert eine schnelle Krustenbildung beim Lippenherpes. Die Creme soll bereits bei ersten Zeichen einer Lippenherpes-Episode angewendet werden, um den Behandlungserfolg zu maximieren. Erste Anzeichen können ein Brennen, Juckreiz, ein Spannungsgefühl, Rötungen, Schwellungen oder Bläschen sein. Auch während der Phase der Bläschenbildung soll Zovirax verwendet werden. Wenn die Creme nicht anders vom Arzt verordnet wird, soll Zovirax fünf Mal täglich im Abstand von vier Stunden auf die betroffenen Hautstellen dünn aufgetragen werden. Die Creme kann mit einem sauberen Finger oder einem Wattestäbchen aufgetragen werden. Bei der Anwendung ist es wichtig darauf zu achten, nicht nur die bereits sichtbaren Hautveränderungen, sondern auch die angrenzende Haut, mit der Creme zu bedecken.

Lomaprotect

LomaProtect® ist ein Pflegestift für die Lippen, der zur Pflege der Lippen, während der bläschenfreien Intervalle eingesetzt wird. Lippenherpes ist eine chronische Infektion, die sich durch den Wechsel von symptomfreien und symptomatischen Phasen auszeichnet. In symptomfreien Phasen soll LomaProtect, die Lippen pflegen und schützen. Der Pflegestift, der herkömmlichen Lippenpflegestiften ähnelt, enthält Rizinusöl, Melissenblätter-Extrakt, sowie einen UV-B- und UV-A-Schutz. Der UV-Schutz beugt sonnenbedingten Schäden und Stress der Lippen vor.
Dadurch soll ebenfalls einer symptomatischen Herpes-Phase vorgebeugt werden. Auch das Melissenblätter-Extrakt dient dem Schutz der Lippen und einer Pflege während der symptomfreien Phase. Der Stift kann beliebig oft am Tag verwendet werden. Während einer symptomatischen Herpesphase ist er jedoch nicht zur Behandlung geeignet.

Lesen Sie mehr dazu unter: UV-Strahlung

Zinksalbe

In vielen Foren liest man Empfehlungen zur Verwendung von Zinksalbe bei Lippenherpes. Auch aus Fachkreisen wird die Verwendung von Zinksalbe bei einem Lippenherpes oft empfohlen. Salben mit Zink-Zusätzen haben austrocknende Eigenschaften, weshalb sie bei verschiedenen Hauterkrankungen zum Einsatz kommen. Manche Betroffene empfinden die austrocknende Wirkung der Zinksalbe subjektiv als Behandlungsfortschritt, da sie die Herpesbläschen austrocken. Sie wirkt zudem antientzündlich.

Gegen das Herpesvirus selbst ist die Zinksalbe jedoch nicht wirksam, weshalb sie nur bedingt zu einem Behandlungsfortschritt führen kann. Die Anwendung einer Zinksalbe sollte letztendlich anhand des subjektiven Empfindens erwogen werden. Gerade für die Prodromalphase des Lippenherpes ist Zinksalbe jedoch sehr empfehlenswert. Das ist die Phase, in der bereits erste Anzeichen des Lippenherpes verspürt werden, aber noch keine Bläschen vorhanden sind. Vor allem bei unkompliziertem Lippenherpes ist die Verwendung von Zinksalbe sogar oftmals sinnvoller als einer vergleichbaren Aciclovir-Salbe, da mittlerweile auch Resistenzen des Virus gegen Aciclovir bekannt sind. Im Bläschenstadium können ebenfalls austrocknende Gemische, wie Zinkpaste oder Zinksulfat-Hydrogel, verwendet werden.

Welche Medikamente helfen am besten?

Lippenherpes ist ein lästiger und ständiger Begleiter vieler Menschen. Häufig probieren Betroffene viele verschiedene Medikamente, Pflegestifte und Lippencremes aus, bis sie für sich funktionierende Produkte finden. Welche Medikamente helfen denn nun am besten gegen einen Lippenherpes?

Die Frage lässt sich so nicht pauschal beantworten. Im Endeffekt unterscheiden sich Cremes von unterschiedlichen Anbietern nur geringfügig, da sie dieselben Inhaltsstoffe enthalten. Zur frühen Bekämpfung bei ersten Anzeichen für einen Lippenherpes eignet sich eine Lippencreme, die einen antiviralen Wirkstoff, wie Aciclovir oder Foscarnet oder Penciclovir enthalten.

Empfehlenswert sind beispielsweise die Triapten Antiviralcreme, die den Wirkstoff Foscarnet enthält, oder die Produkte Zovirax und Fenistil Pencivir. Letztere enthalten die Wirkstoffe Aciclovir (Zovirax®) und Penciclovir (Fenistil® Pencivir). Bei einem unkomplizierten Lippenherpes können solche antiviralen Cremes jedoch nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Sie sind teuer und gegen manche Wirkstoffe bestehen bereits Resistenzen. In einem frühen Stadium sind auch Cremes mit Zinksulfat sehr empfehlenswert, beispielsweise Virudermin.

Bei schmerzhaften Begleitentzündungen ist eine Creme empfehlenswert, die Cortison enthält. Das Cortison ist entzündungshemmend und fördert die Heilung. Ein Beispiel dafür ist die rezeptflichtige Fucicort® Creme, die zusätzlich einen desinfizierenden Wirkstoff enthält.

Sollte sich der Herpes bereits in seinem Bläschenstadium befinden, ist es ratsam, auf eine Lokaltherapie zurückzugreifen, die austrocknend wirkt. Fette Salben hingegen verschlimmern den Herpes. Eine gute Lokaltherapie stellt die Labiosan®-Zinkpaste dar, die die Bläschen austrocknet. Auch ein Zinksulfat-Hydrogel ist sehr empfehlenswert.

Wenn sich Krusten gebildet haben, kann man eine pflegende Creme, wie Panthenol-Creme, verwenden. Bei schwer ausgeprägtem Herpes wird abgesehen von der äußerlichen Therapie, eine innerliche Therapie mit antiviralen Wirkstoffen, wie Aciclovir, Valaciclovir oder Foscarnet empfohlen. Diese kann sowohl in Form von Tabletten als auch Infusionen erfolgen und muss individuell angepasst werden.

Pflaster gegen Lippenherpes

Gegen Lippenherpes existieren viele verschiedene Produkte, wie Cremes, Pasten, aber eben auch Pflaster. Diese Pflaster werden oft auch als Patches bezeichnet und decken kleine Herpesbläschen ab.  Ein Beispiel für ein solches Produkt sind die Herpespatches von Compeed. In diesem Produkt befinden sich keine aktiven, antiviralen Wirkstoffe.

Das Patch unterstützt die Wundheilung und schirmt das Bläschen von äußeren Reizen ab. Es lindert Juckreiz und Schmerzen und trocknet das Bläschen aus. Einmal aufgetragen, sollte das Patch erst entfernt werden, wenn es sich von selbst langsam löst. Ein ähnliches Produkt stellt auch das Patch von Zoviprotect dar. Pflaster gegen Lippenherpes sollten vor allem in der Abheilungsphase des Herpes verwendet werden und nicht bei ersten Anzeichen eines Lippenherpes. Lippenherpes-Patches werden auf saubere und ölfreie Haut aufgetragen. Nachdem das Patch angebracht wurde, kann ölfreies Makeup und Puder aufgetragen werden, um den Herpes etwas zu kaschieren.

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Homöopathie gegen Lippenherpes

Auch seitens der Homöopathen existieren viele – uneinheitliche – Empfehlungen für den Einsatz homöopathischer Mittel gegen Lippenherpes. Diese Empfehlungen basieren nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, anders als bei herkömmlichen Arzneimitteln. Die Wirkung der homöopathischen Mittel ist daher sehr umstritten.

Die Mittel werden anhand der Symptome und der Verfassung des Betroffenen empfohlen und beziehen oft auch die emotionale Lage mit ein. Es ist jedoch ausdrücklich davon abzuraten, sich homöopathisch behandeln zu lassen, wenn man unter immer wiederkehrendem Lippenherpes oder einer besonders schweren Symptomatik leidet. In diesem Fall ist unbedingt eine Therapie mit einem antiviralen Wirkstoff notwendig.

Es folgt eine kurze Übersicht über verschiedene homöopathische Mittel bei Lippenherpes:

1. Natrium muriaticum: Dieses Mittel wird bei einer traurigen und verletzlichen Gemütslage und Lippenbläschen empfohlen. Die Bläschen werden durch Hitze oder Fieber ausgelöst. Die Person schwitzt viel und hat starken Durst.

2.Rhus toxidodendron: Das Mittel wird bei stark schmerzhaften, nässenden und brennenden Herpesbläschen empfohlen. Auslöser der Bläschen sind fieberhafte Infekte und körperliche Überanstrengung. Die Beschwerden sind oft abends am schlimmsten.

3.Sepia: Das Mittel Sepia wird empfohlen bei rissigen, trockenen Herpesbläschen, die zu Krusten neigen. Bei Frauen sind vor allem Hormonschwankungen Auslöser des Lippenherpes.   

Lesen Sie mehr dazu unter: Homöopathie bei Lippenherpes 

Hausmittel gegen Lippenherpes

Um eine akute Lippenherpes zu behandeln und die Symptome zu lindern muss man nicht unbedingt gleich zu teuren Arzneimitteln greifen.
Lippenherpes lässt sich in vielen Fällen bereits durch die Anwendung einiger Hausmittel.

Honig gilt als das Wundermittel im Kampf gegen die lästigen Bläschen, die ein akuter Schub mit sich bring. Er kann einfach mehrmals am Tag auf die offenen Stellen an Mund und/ oder Nase aufgetragen werden.
Die antibakterielle Wirkung des Honigs wirkt desinfizierend auf die Herpes- Bläschen und tötet darüber hinaus die Viren effizient ab. Darüber hinaus lindert er mögliche Hautirritationen und beschleunigt den Heilungsprozess.

Als ein weiteres bewährtes Hausmittel gilt Teebaumöl, welches ebenfalls eine antibakterielle Wirkung besitzt und in der Lage ist Herpes- Viren abzutöten. Des Weiteren hat Teebaumöl die Eigenschaft, dass es den Hautzellen Wasser entzieht und diese dadurch austrocknet. Die Flüssigkeitsgefüllten Herpes- Bläschen trocknen durch das Auftragen von Teebaumöl schneller aus und die offenen Stellen heilen zügiger ab.

Auch der teilweise extrem stark juckende Haut kann mit Hilfe eines einfachen Hausmittels gezielt bekämpft werden. Zitronenmelisse eignet sich hervorragend um die angegriffenen Hautzellen zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern.
Auch Zahnpasta dient als Hilfsmittel bei der Behandlung einer Lippenherpes, sie trocknet die flüssigkeitsgefüllten Bläschen schnell aus und beschleunigt auf diese Weise den Abheilungsprozess.

Es ist darauf zu achten, dass weder Zahnpasta, noch Melissenöl in der Lage sind die Herpes- Viren abzutöten. Sie sollten aus diesem Grund nur in Kombination mit antibakteriellen Substanzen (zum Beispiel Honig oder Teebaumöl) angewendet werden.

Auch Gewürznelken sollen mit Hilfe ihrer antioxidativen und antiviralen Eigenschaften einen lindernden Effekt auf den Lippenherpes ausüben. Sie sind in der Lage die Aktivität der relevanten Viren deutlich zu vermindern und wirken Studien zufolge sogar auf jene Viren, die bereits eine Resistenz gegen die schulmedizinischen Herpes- Medikamente entwickelt haben.

Bei ersten Anzeichen eines erneuten Ausbruchs (meist sind das Spannungsgefühle im Bereich der Lippen), soll die Einnahme von Zink und Vitamin C das Aufflammen der Infektion verhindern.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hausmittel gegen Lippenherpes

Teebaumöl

Teebaumöl ist ein häufig genanntes Hausmittel im Zusammenhang mit dem Lippenherpes. Dem Teebaumöl kommt eine historische Bedeutung zu, da es bereits im späten 18. Jahrhundert aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften als frühes „Antibiotikum“ verwendet wurde. Einige Betroffene verwenden Teebaumöl bereits bei ersten Anzeichen für einen Lippenherpes, wie einem Kribbeln auf den Lippen oder einem Spannungsgefühl. Das Öl wird mehrmals täglich mit einem sauberen Wattestäbchen auf die Haut aufgetragen. Der Nutzen und die Wirksamkeit sind jedoch sehr umstritten. Teebaumöl kann außerdem Hautreizungen und sogenannte Kontakt-Dermatitiden auslösen, weshalb es mit Vorsicht zu genießen ist. Gerade unverdünntes Teebaumöl sollte daher nicht verwendet werden. Vor einer Anwendung sollte man sich von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Wie kann man Lippenherpes am besten vorbeugen?

Es kursieren diverse Empfehlungen zur Vorbeugung eines Lippenherpes, die jedoch sehr umstritten sind. Über 85 % der Erwachsenen sind bereits mit dem Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 infiziert. Das ist der häufigste Erreger des Lippenherpes.

Die Infektion erfolgt bereits im frühen Kindesalter im familiären Umfeld und bleibt dann lange Zeit symptomfrei. Eine Person, die bereits mit dem Virus infiziert ist, muss daher nicht zwingend den Kontakt zu Menschen meiden, die gerade einen symptomatischen Lippenherpes haben. Die Wahrscheinlichkeit bereits infiziert zu sein ist nämlich sehr hoch. Selbst bei Kontakt zu infektiösem Sekret muss man in diesem Fall nichts befürchten. Lediglich zu Kindern und Babys sollte der Kontakt unterlassen werden, da diese sich noch infizieren können. Dennoch kann man natürlich auch als erwachsener Mensch den Kontakt mit Menschen vermeiden, die einen symptomatischen Lippenherpes haben, wenn man sich dadurch wohler fühlt. Wenn man bereits einmal einen Lippenherpes durchgemacht hat, sollte man auslösende Faktoren, wie Stress oder starke Sonneneinstrahlung meiden. Gegen Letztere kann man pflegende Lippenstifte verwenden, die einen UV-Schutz enthalten.

Lippenherpes - kann es ein Hinweis auf HIV sein?

Ein Lippenherpes findet sich bei sehr vielen Personen. Die meisten Menschen sind mit dem Herpesvirus infiziert, das den Lippenherpes verursacht. Ob nun ein Lippenherpes ausbricht oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Infektion mit dem HI-Virus, kurz HIV, führt zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems. Heutzutage werden die meisten Menschen in Deutschland, die an HIV erkrankt sind, mithilfe moderner Medikamente behandelt. Ein Lippenherpes kann selbstverständlich auch bei HIV auftreten, er ist jedoch kein Anzeichen für eine HIV-Infektion. Bei einer HIV-Infektion besteht ein Risiko für sehr schwere Verläufe des Lippenherpes. Oft sind dann auch andere Hautareale betroffen und monatelange Verläufe sind typisch.   

Sonstiges zum Lippenherpes

Etwa 80 bis 90 Prozent aller Menschen sind latent mit dem Herpes- Virus infiziert, bei ihnen können Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Doch nicht jeder dieser Menschen hat bereits einen Lippenherpes- Ausbruch mit Bläschenbildung gehabt. Nur etwas 40 Prozent der latent Infizierten hatten bereits einen Ausbruch der Erkrankung.

Bei 10 bis 20 Prozent der Infizierten kommt es zu mehrmaligen, wiederkehrenden Ausbrüchen der Lippenherpes. Ausgehend von diesen Zahlen kann man also schlussfolgern, dass eine Infizierung mit dem Herpes- Virus nicht in allen Fällen (eher in den wenigsten Fällen) zu einem tatsächlichen Ausbruch der Erkrankung führt.

Da jedoch die Anzahl der mit Herpes infizierten (sogenannte Durchseuchungsrate) enorm hoch ist, machen sich viele Schwangere Gedanken darüber, ob das Virus für ihr Ungeborenes Kinde gefährlich werden kann.

Diese Frage lässt sich im Allgemeinen mit „nein“ beantworten, denn die Herpesviren sind nicht in der Lage die Plazenta zu durchdringen und das ungeborene Kind zu infizieren. Eine Ausnahme bilden hier jene Herpes- Viren die einen sogenannten Genitalherpes auslösen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Herpes Baby

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