Die Entfernung von Warzen mittels Warzenpflaster

Einleitung

Warzen sind harmlose Hautveränderungen, die bei fast jedem Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens auftreten. Sie sind meist viral durch Humane- Papillomaviren bedingt und können sich an jeder Körperstelle entwickeln. Viele Personen empfinden Warzen als störend. Da die Warzen meist erst sehr langsam von selbst verschwinden, ist die Behandlung dieser empfehlenswert.
Warzenpflaster stellen eine Möglichkeit für die Therapie von Zuhause aus dar. Mit diesem Verfahren können Warzen "abgeklebt" werden. Im Folgende erfahren Sie mehr über Warzenpflaster.

Für allgemeine Informationen zum Thema Warzen empfehlen wir Ihnen unsere Hauptseite:Warzen

Salicylsäure als Wirkstoff im Warzenpflaster

Warzenpflaster erhalten für gewöhnlich den Wirkstoff Salicylsäure. Salicylsäure hat die Eigenschaft verhornende Hautschichten aufzulösen. Daher eignet es sich bei der Behandlung von Warzen gut an. Denn Warzen stellen verhornende Hautwucherungen dar.
Zwar ist der Wirkstoff Salicylsäure insgesamt gut verträglich, dennoch stellt die Behandlung mit diesem einen langwierigen Prozess dar.Denn die einzelnen Hautschichten der Warze werden nur nach und nach mit der Salicylsäure aufgeweicht bis die Warze nicht mehr sichtbar ist.

So wendet man Warzenpflaster an

Warzenpflaster stellen eine Möglichkeit dar, Warzen von zu Hause aus zu behandeln. Meistens kann man das Warzenpflaster auf die Größe der Warze zuschneiden. Wichtig ist, dass der Bereich um die Warze gesäubert ist. Daraufhin wird das Pflaster aufgeklebt. Es sollte etwa einen Tag auf der Warze haften bleiben. Anschließend wird es entfernt.
Wenn die oberste Hautschicht weißlich erscheint, deutet es darauf hin, dass diese Schicht abgestorben ist. Die abgestorbene Schicht wird daraufhin entfernt. Dazu ist oftmals in der Packung der Warzenpflaster ein Hilfsmittel enthalten. Nach der Entfernung wird ein neues Pflaster aufgetragen. Diesen Prozess wiederholt man so lange bis die Warze nicht mehr zu sehen ist.

Wie häufig sollte man das Warzenpflaster kleben?

Das Warzenpflaster sollte höchstens einen Tag genutzt werden. Das heißt, dass man es mindestens einmal am Tag wechseln sollte. Besonders am Anfang ist es empfohlen, das Warzenpflaster morgens und abends zu erneuern.

Wie lange dauert es, bis die Warze verschwindet?

Die Behandlung einer Warze mit Warzenpflaster kann von unterschiedlich langer Dauer sein. Die ersten Ergebnisse sollten nach einigen Tage ersichtlich sein. Bis die Warze komplett verschwindet kann es bis zu mehreren Wochen bis etwa drei Monaten dauern. Daher sollte man bei der Verwendung von Warzenpflaster sehr geduldig sein.

Was sind die Nebenwirkungen von Warzenpflaster?

Die Salicylsäure, die im Warzenpflaster enthalten ist, ist prinzipiell gut erträglich. Dennoch kann es in einigen Fällen durch die Anwendung zu Rötungen, allergischen Reaktionen und weiteren Hautirritationen wie z.B. das Austrocknen der Haut kommen. Ebenso sollten Warzenpflaster nicht auf offene Stellen angewendet werden, da es zu einem schmerzhaften Brenngefühl der Haut kommen kann

Auch wurde in seltenen Fällen über Nerven- und Sehnenverletzungen berichtet. Aus diesem Grund sind Warzenpflaster für Personen, die Beeinträchtigungen an den Gefäßen und Nerven haben, nur mit Vorsicht zu empfehlen. Dazu gehören unter anderem Diabetiker und Personen mit peripheren Arterien Erkrankungen (pAVK). 

Es gibt auch alternative Methoden zur Behandlung von Warzen. Erfahren Sie mehr dazu unter:So können Warzen entfernt werden

Wann sollten Warzenpflaster nicht angewendet werden?

Warzenpflaster helfen nur bei den Warzen, die durch Humane- Papillomaviren verursacht werden oder bei Dornwarzen. Bei Warzen von anderen Typen ist die Methode nicht sehr hilfreich.

Das könnte Sie auch interessieren:Diese Warzenarten gibt es!

Bei Warzen im Bereich des Gesichts, der Ohren oder in der Nähe der Schleimhäute sollte zunächst eine ärztliche Kontrolle stattfinden. Auch bei Wundheilungsstörungen, z.B. im Rahmen von Diabetes, empfiehlt es sich, zunächst einen Arzt aufzusuchen.

Es gibt auch alternative Behandlungsmöglichkeiten von Warzen. Erfahren Sie mehr dazu unter:So lassen sich Warzen entfernen!

Können Warzenpflaster in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?

Es ist nicht selten, dass schwangere FrauenWarzen entwickeln. Dies hat unter anderem zu tun mit dem Immunsystem, das während der Schwangerschaft im Vergleich zu sonst abgeschwächt ist. Oft wird in der Schwangerschaft empfohlen, die Warzenbehandlung zunächst aufzuschieben. Wenn man jedoch die Entfernung der Warze während der Schwangerschaft oder auch der Stillzeit bevorzugt, sind folgende Möglichkeiten empfohlen:

Prinzipiell kann Salicylsäure während der Schwangerschaft und Stillzeit genutzt werden. Jedoch nur für einen kurzen Behandlungszeitraum und nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Lesen Sie mehr zu den Behandlungsalternativen Lasertherapie und chirurgische Entfernung auf unserer Seite:So können Warzen entfernt werden!

Wechselwirkungen von Warzenpflaster

Bei der Anwendung von Warzenpflaster sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die enthaltene Salicylsäure nur lokal im Bereich der Warze wirkt.

Gibt es Wechselwirkungen mit der Pille?

Es sind keine Wechselwirkungen der Warzenpflaster mit der Anti- Baby- Pille bekannt. Somit sollte es in der Regel durch die Anwendung von Warzenpflaster nicht zu einer Wirkungsabschwächung der Pille kommen.

Falls Sie eine Wirkungsabschwächung der Pille befüchten, empfehlen wir Ihnen für weitere Informationen unsere Seite zu:Pille wirkt nicht

Was sind die Kosten für Warzenpflaster?

In der Regel liegt der Preis für Warzenpflaster mit dem Wirkstoff Salicylsäure zwischen 1-3 Euro. In der Packung sind meistens bis zu 16 Pflaster erhalten. Sie sind rezeptfrei in Apotheken, Drogeriemärkten und online erhältlich. Die Kosten für Warzenpflaster werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Alternativen bei der Behandlung von Warzenpflaster

Alternative Möglichkeiten bei der Behandlung von Warzen sind das Vereisen oder Verätzen der Warzen. Diese beiden Möglichkeiten sind präziser als die Anwendung von Warzenpflaster und bewirken auf diese Weise ein schnelleres Behandlungsergebnis.

Beim Vereisen der Warze wird mittels eines Applikators eine sehr niedrige Temperatur punktgenau auf die Warze gehalten. Dies kann einen kurzen stechenden Schmerz auslösen. Das Vereisen löst in der Regel das Abfallen der Warze innerhalb von 14 Tagen nach der Behandlung aus.

Lesen Sie mehr zu dieser Alternative unter:Die Entfernung von Warzen mittels Vereisung

Beim Verätzen der Warzen wird ebenso ein Applikator angewendet. Bei dieser Behandlungsmöglichkeit wird zielgenau auf die Warze eine konzentrierte Säure, meist Trichloressigsäure oder Ameisensäure, aufgetragen. Auch hier kommt es in den meisten Fällen zu einem Abfallen der Warze innerhalb von zwei Wochen.

Für weitere Informationen lesen Sie auch:So werden Warzen entfernt

Weitere Informationen

Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir unsere Hauptseite: Alles zum Thema Warzen

Lesen Sie auch:

Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 17.11.2020 - Letzte Änderung: 11.08.2021
x
Nutree Banner