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Kartoffel-Ei-Diät

Einleitung

Reinhold Kluthe ist ein deutscher Internist und Nephrologe, welcher große Verdienste in der modernen Ernährungstherapie und Ernährungswissenschaft zu verzeichnen hat. Er hat insbesondere erforscht, wie Patienten mit einer Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz optimal unter Schonung der geschädigten Organe ernährt werden können. Zum Beispiel kann die Niere bei einer proteinreichen Ernährung belastet sein.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Ernährung bei Nierenerkrankungen.

Proteine enthalten Aminosäuren und sind für den Menschen lebenswichtig. Während manche Aminosäuren vom Körper selbst hergestellt werden können, müssen viele andere Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden. Menschen mit einer Niereninsuffizienz können jedoch nur eine eingeschränkte Stoffwechselleistung erfüllen (siehe: Funktion der Niere), mit der Folge, dass der Proteinkonsum die Niere weiter schädigen und zu Schäden im Körper führen kann. Daher muss eine Ernährung angestrebt werden, die schonend für die Niere -  „nephroprotektiv“ - ist, und gleichzeitig den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Allgemein

Die Ernährungsempfehlungen nach Kluthe sind auch auf andere wichtige Aspekte der Ernährung wie Fette, Vitamine u.v.m. ausgerichtet. Hier soll es jedoch genauer um die Proteinzufuhr gehen.

Viele Patienten müssen sich eiweißarm ernähren, um ihre Niere nicht zu schädigen. Dies kann aber dazu führen, dass körpereigene Proteine für den Bedarf abgebaut werden. Um das zu verhindern ist eine möglichst konzentrierte Proteinzufuhr mit einer hohen biologischen Wertigkeit notwendig. Dies wird durch ein Kartoffel-Ei-Gemisch oder auch ein Kartoffel-Weizen-Gemisch erreicht. Das Protein deckt dann den Bedarf des Körpers, belastet aber die Nieren nicht zusätzlich. Es sollte in einer Mahlzeit eingenommen werden.

Informieren Sie sich auch zum Thema: Kartoffeldiät

Der Bedarf an Protein wird vom Arzt errechnet und so eine genaue Menge für die Zufuhr festgelegt. Diese Menge an Kartoffel-Ei-Gemisch wird dann täglich in einer Mahlzeit verzerrt. Daneben muss natürlich auch auf eine gute Versorgung mit Vitaminen, Fetten, Calcium und Eisen geachtet werden.

Rezept / Tagesplan

mit 25 – 30 g Gesamteiweiß täglich

Natriumarm, nicht flüssigkeitsbilanziert, keine Kaliumeinschränkung

1. Frühstück

  • 2 Tassen Kaffee mit 10 g Zucker und 10 g Kondensmilch
  • 40 g Brötchen
  • 25 g eiweißarmes Brot (Reformhaus)
  • 20 g Butter
  • 30 g Erdbeerkonfitüre
  • 15 g Honig

2. Frühstück:

  • 100 ml Apfelsaft
  • 10 g Zwieback
  • 5 g Butter oder Margarine

Mittagessen:

  • Bratkartoffeln mit Ei, Endiviensalat, Fruchteis
  • 300 g Kartoffeln
  • 10 g Speck
  • 10 g Öl
  • 20g Zwiebeln
  • 30 g Ei
  • Gewürze
  • 50 g Endiviensalat
  • 10 g Zwiebeln
  • 5 g Öl, Gewürze
  • 60 g Fruchteis


Zwischenmahlzeit

  • 2 Tassen Kaffee, 10 g Zucker, 10 g Kondensmilch
  • 1 Scheibe Knäckebrot, 10 g Butter oder Margarine
  • 15 g Konfitüre

Abendessen:

  • 2 Tassen Tee, 10 g Zucker
  • Gemüsesuppe mit Nudeln
    Je 20 g Lauch, Karotten, Sellerie
    10 g Suppennudeln, Gewürze
    10 g Pflanzenöl
  • 50 g eiweißarmes Brot
    15 g Butter oder Margarine
    30 g Schmelzkäse (60% Fett i.Tr.)
    50 g Tomate

Spätmahlzeit:

  • 150 g Apfel, frisch
    Bei Kaliumeinschränkung müssen kaliumreiche Lebensmittel weggelassen und bestimmte Lebensmittel gewässert werden. Bei Flüßigkeitsbilanzierung die verordnete Trinkmenge einhalten.
  • Nährwerte
    30 g Eiweiß
    80 g Fett
    270 g Kohlenhydrate
    Energie 1970 kcal
    Natrium 987mg (kein Kochsalz zum Kochen verwendet)
    Kalium 2930 mg
    Calcium 380 mg,
    Phosphor 742 mg

Welche Gefahren birgt diese Diät?

Die Kartoffel-Ei-Diät birgt bei längerer Umsetzung die Gefahr eines Nährstoffmangels. Fehlen dem Körper über einen längeren Zeitraum Vitamine, Mineralstoffe, Nährstoffe und Spurenelemente, können Mangelerscheinungen auftreten und bei Eisenmangel sogar eine Blutarmut. Auch die Fettaufnahme ist bei dieser Diätform üblicherweise zu gering, da die Speisen so fettarm wie möglich zubereitet werden sollen.
Monodiäten wie die Kartoffel-Ei-Diät verursachen häufig Heißhungerattacken und bei plötzlichem Verfall in alte Muster den gefürchteten Jojo-Effekt.

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Nebenwirkungen der Kartoffel-Ei-Diät

Mit der Kartoffel-Ei-Diät kann man sehr schnell Gewicht verlieren. Das in den Kartoffeln in großen Mengen vorhandene Kalium wirkt stark entwässernd, sodass besonders zu Beginn der Diät viel Wasser ausgeschwemmt wird. Wird die Diät über einen längeren Zeitraum umgesetzt, besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen durch eine zu geringe Aufnahme von Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente. Diese können sich als Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder allgemeines Schwächegefühl bemerkbar machen.

Wie kann ich bei dieser Diät den Jojo-Effekt vermeiden?

Möchte man den Jojo-Effekt bei der Kartoffel-Ei-Diät vermeiden, empfiehlt es sich, die Diät als Start in eine neue, gesunde Ernährungsweise zu sehen. Man sollte einen langsamen Übergang in eine dauerhaft gesunde, ausgewogene Lebensweise gestalten, indem man die unterschiedlichen Beilagen nach und nach steigert und durch verschiedene Produkte ersetzt und dabei den Kartoffelgehalt langsam reduziert. Regelmäßige sportliche Betätigung hilft während und nach der Diät das Wunschgewicht dauerhaft zu halten.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unterJojo-Effekt

Kartoffel-Ei-Diät bei Niereninsuffizienz

Bei einer Niereninsuffizienz ist es wichtig, das Eiweiß aus der Nahrung zu beschränken. Man sollte dennoch mindestens 0,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich zu sich nehmen, damit es nicht zum Abbau der Muskulatur kommt. Es empfiehlt sich biologisch hochwertiges Eiweiß auf den Speiseplan zu bringen, das für den Körper nötige essentielle Aminosäuren in ausreichendem Maß enthält. Hochwertige Eiweißgemische entstehen durch Kombinationen aus Kartoffeln und Ei, Bohnen und Ei, Milch und Weizen, Ei und Weizen sowie Hülsenfrüchte mit Weizen oder Ei.
Dementsprechend ist die Kartoffel-Ei-Diät eine gute Möglichkeit täglich Eiweiß zu essen ohne die Nieren weiter zu schädigen. Der individuelle Eiweißbedarf sollte dabei beachtet werden und die Diät darf gerne moderater gestaltet werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Ernährung bei Niereninsuffizienz

Welche Alternative Diäten gibt es zur Kartoffel-Ei-Diät?

Möchte man in kurzer Zeit Gewicht verlieren und dabei nicht auf Kohlenhydrate verzichten, kann man anstelle der Kartoffel-Ei-Diät eine Kartoffel-Diät mit Quark, Gemüse etc. ausprobieren oder die ähnlich aufgebaute Reisdiät, die ebenfalls satt macht und je nach Diätform sehr streng bis moderat gestaltet werden kann.
Um langfristig abzunehmen werden darüber hinaus gerne Low-Carb-Diäten ausprobiert, bei denen die Kohlenhydrate in den Hauptmahlzeiten reduziert werden. Beispiele sind die Atkins-Diät, die Logi-Methode oder die Glyx-Diät. All diese Diäten können über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden und sehr gut mit Sport kombiniert werden, um den Abnehmerfolg zu maximieren.

Medizinische Bewertung der Diät durch Dr-Gumpert.de

Bei der Kartoffel-Ei-Diät handelt es sich um eine Monodiät, die dennoch sättigender wirkt als viele andere radikale Monodiäten. Die Pfunde purzeln besonders stark in den ersten Tagen, da viel Wasser ausgeschwemmt wird. Der geringe Kaloriengehalt der Speisen führt dazu, dass auch das Fett schmilzt. Es ist wichtig, ausreichend Protein aus Ei und Kartoffel zu sich zu nehmen, damit keine körpereigene Muskulatur abgebaut wird. Wird die Kartoffel-Ei-Diät radikal umgesetzt, besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen und Blutarmut. In diesen Fällen sollte unbedingt der Hausarzt informiert werden.
Die Verbindung von Kartoffel und Ei liefert eine hohe biologische Wertigkeit, das heißt, dass das Protein gut im Darm resorbiert werden kann und dem Körper Eiweiß liefert. Nimmt man zu viel Protein aus Fleisch auf, wird ein Teil über die Nieren ausgeschieden. Deshalb ist die Nieren schonende Kartoffel-Ei-Diät bei Niereninsuffizienz und Leberinsuffizienz von medizinischer Bedeutung.

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Weitere Informationen

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