Diät

Definition

Mit dem Wort Diät wird meist die Reduktionsdiät gemeint, im allgemeinen Sinne bedeutet Diät so viel wie „Lebensweise“ und kann somit in die Reduktionsdiät und in die empfohlene Ernährungsweise bei Krankheiten eingeteilt werden.

Das Geschäft mit den Diäten ist ein sehr großer Markt geworden und reicht von reiner Kohlenhydraternährung bis zur reinen Protein-Diät. Viele dieser Diäten werden von Medizinern jedoch als ungesund und teilweise sogar gesundheitsschädigend eingeordnet.

Im folgendem Artikel werden die bekanntesten Diäten, sowie ihre Vor- und Nachteile beleuchtet.

Einleitung Diät

So komplex und individuell wie die Entstehung von Übergewicht sind auch zu dessen Beseitigung angebotene Diäten.
Es gibt Ernährungsformen unterschiedlichster Zusammensetzung. Die Palette reicht von Fastenkuren und Formuladiäten über kurzfristige Crashdiäten bis hin zur alltagstauglichen, nährstoffangepassten Diät die auf Langzeitwirkung setzen.

Um diesen wahren Dschungel durchsichtiger zu machen werden nachfolgend die Prinzipien der bekanntesten Diäten beschrieben.


Diätplan

Bei der Vielzahl an Diäten und Ernährungskonzepten, die in Ratgebern und im Internet kursieren, ist es schwierig, verbindliche Aussagen zur Erstellung eines Diätplans zu treffen, der alle Anforderungen des Anwenders erfüllt. Das Fachgebiet der Diätetik befasst sich mit verschiedenen Ernährungsweisen, die zumeist der Abnahme des Körpergewichts oder der Behandlung bestimmter Erkrankungen zuträglich sind.

Genauso vielfältig wie die Gebiete, auf denen eine Diät zur Anwendung kommt, ist die Auswahl an Diätplänen. Diese werden beispielsweise im Rahmen der Behandlung verschiedener Stoffwechselerkrankungen oder als ergänzende Therapie bei operativen Eingriffen verordnet. Im deutschen Sprachgebrauch wird unter Diät zumeist die Erstellung eines Diätplans zur Gewichtsreduzierung verstanden.

Vorab festgelegt Pläne können helfen, auch im meist stressigen Alltag, ein vorgenommenes Ernährungskonzept umzusetzen. In diesem Abschnitt wird genauer auf die sogenannte Reduktionsdiät eingegangen, welche angewendet wird, um das Körpergewicht zu reduzieren.

Vor der Erstellung eines Diätplanes sollte beachtet werden, dass der Konsens der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet, dass Reduktionsdiäten nur über einen kurzen Zeitraum hinweg erfolgen sollten. Ferner sei eine Reduktionsdiät nur dann sinnvoll, wenn eine dauerhafte Ernährungs- und Lebensumstellung erfolge. Ansonsten drohe der allseits bekannte Jo-Jo-Effekt, demzufolge es nach dem Gewichtsverlust einer Diät bei Wiederaufnahme der alten Ernährungsgewohnheiten zur erneuten Gewichtszunahme kommt.

Der folgende Abschnitt soll Hilfestellung bei der Erstellung eines Diätplanes für eine Woche im Rahmen einer Reduktionsdiät geben. Bei einer Reduktionsdiät sollte die aufgenommene Energiemenge den tatsächlichen Tagesbedarf um 500-800kcal unterschreiten. Damit ergeben sich grob errechnet 1500 kcal/Tag für die Frau und 1700 kcal/Tag für den Mann.

Im Internet finden sich viele Programme, mit denen sich der Kalorienbedarf in Abhängigkeit von Körpergewicht, Körpergröße und täglicher Aktivität errechnen lässt. Den Energiegehalt der Nahrungsmittel können Sie zumeist den Angaben auf der Verpackung entnehmen. Nehmen Sie täglich drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittags- und Abendessen) zu sich und verzichten Sie auf häufige Zwischenmahlzeiten.

Das Frühstück in der Reduktionsdiät

diätDas Frühstück sollte 450 kcal nicht überschreiten. Nehmen Sie beispielsweise eine Scheibe Pumpernickel oder wahlweise ein Vollkornbrötchen mit einem Esslöffel Streichkäse und einer Tomate bzw. mit Gurke zu sich. Es eignen sich als Brotbelag auch eine Scheibe Kochschinken oder eine Scheibe Käse. Die fruchtige Variante eines kalorienreduzierten Frühstücks besteht aus 125 mg fettreduzierten Joghurt, einer Handvoll ungesüßten Müslis mit und einer Banane oder einem Apfel.

Das Mittagessen in der Reduktionsdiät

Das tägliche Mittagessen sollte etwa 500 kcal umfassen. Essen Sie nach Belieben Salat und Rohkost. Bei der Fleischbeilage sollte auf gedünstetes, fettarmes Fleisch, wie das der Pute oder auf Fisch zurückgegriffen werden. Nehmen Sie nach Möglichkeit nur ein Fleischgericht pro Woche zu sich. Reduzieren Sie Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln oder Weißbrot oder ersetzen Sie sie durch Alternativen, wie Süßkartoffeln oder Vollkornnudeln. Als geeignete Beilage kann auch Reis verwendet werden. Magerquark kann gewürzt als Dip zu Rohkost gegessen werden.

Das Abendessen in der Reduktionsdiät

Auch das Abendessen sollte als Hauptmahlzeit nur ca. 500 kcal enthalten. Reduzieren Sie vor allem abends die aufgenommene Kalorien- und Kohlenhydratmenge. Bereiten Sie Salate aus Rohkost zu und ergänzen sie diese gegebenenfalls mit magerem Puten- oder Rindfleisch oder einem gekochten Ei. Eine Gemüsepfanne mit Reis stellt eine gute fleischfreie Alternative dar. Um den wöchentlichen Diätplan möglichst abwechslungsreich zu gestalten, finden sich im Internet und in der einschlägigen Literatur unzählige passende Rezepte, die meist sogar mit Kalorien- und Nährstoffangaben versehen sind.

Verschiedene Diätarten

Diätpulver

Die sogenannte Formula-Diät, bei der die täglichen Mahlzeiten in Pulverform mit Wasser angerührt und als Shakes, Suppen oder Getränke eingenommen werden, erfreut sich aufgrund ihrer einfachen Anwendung großer Beliebtheit. Die Erzeugnisse, welche im Rahmen einer Formula- oder Pulverdiät eingenommen werden, unterliegen in ihrer Zusammensetzung §14 der deutschen Diätverordnung und dürfen einen maximalen Kaloriengehalt von 400 kcal/Mahlzeit enthalten. Außerdem sind Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratgehalt geregelt.

Die Produkte müssen ferner Vitamine, Calcium und Eisen enthalten. Die Zusammensetzung der Diätpulver richtet sich nach Maßstäben, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vorgibt. Der täglich aufgenommene Energiegehalt der Mahlzeiten liegt bei den meisten Diäten bei ca. 1200 kcal/Tag. Viele Hersteller versprechen mit ihren Konzepten einen raschen Gewichtsverlust. Ein großer Kritikpunkt ist jedoch, dass die Mahlzeiten zumeist in flüssiger Form oder als Brei vorliegen.

Die Anwender verspüren nach längerem Konsum nicht mehr die Sättigung, die sie beim Kauen fester Nahrung verspürt hätten. Außerdem ist das Befolgen einer Pulverdiät nicht in jedem Fall mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung verbunden, sodass es nach Absetzten der Diät zur erneuten Gewichtszunahme und damit zum bekannten Jo-Jo-Effekt kommen kann. Erzeugnisse, die in Pulverform vorliegen enthalten zudem meist keine oder nur einen sehr geringen Anteil an Ballaststoffen. Bei längerer Einnahme kann es deshalb zu Verdauungsbeschwerden bis hin zu hartnäckigen Verstopfungen kommen.

Die meisten Diätpulver, wie auch die Pulver, die im Rahmen der Yokebe-Diät verwendet werden, gibt es mittlerweile auch in laktosefreien Varianten, die auch eine Anwendung bei Laktoseintoleranz ermöglichen.

Yokebe-Diät

Auch die Yokebe-Diät basiert auf der Einnahme von Shakes, die aus einem Diätpulver angerührt werden. Es wird zunächst ein vierphasiger Diätplan über zehn Wochen erstellt. Dieser besteht aus Konzentrationsphase, Lernphase, Vertiefungsphase und Kontinuitätsphase. Während dieser Phase wird der Anteil der Drinks am täglichen Speiseplan schrittweise reduziert, während im Gegenzug die Zubereitung gesunder Speisen und Ernährungskonzepte erlernt wird.

Während in der Konzentrationsphase alle Mahlzeiten durch die Yokebe-Diätshakes mit einem Kaloriengehalt von 300 kcal/Mahlzeit ersetzt werden, werden diese in der Kontinuitätsphase nur bei Bedarf angewendet. Der Anteil gesunder, selbst zubereiteter Mahlzeiten und die Übernahme gesunder Verhaltensweisen wie regelmäßiger sportlicher Betätigung treten in den einzelnen Phasen zunehmend in den Vordergrund.

Der Vorteil der Yokebe-Diät ist, dass, wie bei allen Formula-Diäten, ein rascher Gewichtsverlust eintritt. Dieser kann bei Erlernen gesundheitsfördernder Verhaltensweisen auch nach Absetzten der Pulver gut aufrechterhalten werden. Als nachteilig erweisen sich jedoch die hohen Kosten für die Pulver, die das Gesamtkonzept recht teuer werden lassen.

Kartoffel-Ei-Diät

Die Kartoffel-Ei-Diät dient hauptsächlich der Reduktion des Eiweißbestandteils in der Nahrung und wird im Rahmen der Behandlung von Leber- und Nierenversagen eingesetzt. Die reduzierte Eiweißaufnahme hilft, Begleiterscheinungen dieser Erkrankungen möglichst gering zu halten oder ihr Fortschreiten zu verhindern. Da beobachtet wurde, dass bei der Kartoffel-Ei-Diät auch ein Gewichtsverlust eintritt, wird sie gelegentlich auch von Anwendern befolgt, die abnehmen möchten.

Auf dem täglichen Speiseplan stehen Pellkartoffeln, gekochte Eier und gedünstetes Gemüse oder Obst. Die Dauer der Diät liegt bei ca. sieben Tagen. Bei längerer Beschränkung der Nahrungsaufnahme auf Kartoffeln, Eier und Gemüse ist jedoch eine ausreichende Versorgung des Organismus mit Kalzium, Eisen und ungesättigten Fettsäuren nicht gewährleistet. Außerdem kommt es nach Umstellung der Ernährung zu einer erneuten Gewichtszunahme. Die Kartoffel-Ei-Diät hat bei der Reduktion des Körpergewichts folglich einen eher geringen Stellenwert.

Lesen Sie mehr zu diese Thema unter: Kartoffel-Ei-Diät und Ernährung bei Nierenerkrankungen

BCM/Formula-Diät

Diese Form der Diät ist nur Menschen mit einem BMI von über 30 zu raten. Bei diesen Formula-Diäten werden unter Beobachtung von Beratungsstellen nur Shakes getrunken, die eine gesetzliche Zusammensetzung haben. Somit muss man keine Angst vor Mangelernährung haben. Der Vorteil von dieser Diät ist, dass sie nicht wie andere Eiweiß-Diäten ungesund und zu Mangelernährung führt und dass der Abnehmerfolg sich schnell einstellt und somit die Motivation steigert. Nach diesem Programm muss man jedoch auf eine sehr gesunde Ernährung umstellen, damit der Jo-Jo-Effekt nicht zuschlägt. Auch ist das Programm mit über 100 Euro im Monat sehr teuer. Mehr zur Formula- Diät

Weight Watchers

Das Programm entstand im Jahre 1960 in Amerika und besteht aus dem Prinzip alles essen zu dürfen. Nur eben im Maßen, dafür gibt es Punkte für jedes Essen, das man sich selber zusammenstellen darf. Der Vorteil dieser Ernährungsweise ist, dass das Gefühl auf Verzicht relativ gering bleibt und dass es keiner große Umstellung bedarf. Hält sich der Programmteilnehmer an die Regeln und isst ausgewogen und bleibt in der ausgewählten Essenspunktzahl kann sich dauerhaft ein Erfolg einstellen. Der Nachteil ist, dass nicht alle Programmteilnehmer die Nahrungsmittelzufuhr weise auswählt kann es auch hier zu Mangelerscheinungen kommen, was Vitamine und Mineralien angeht. Auch werden die Gebühren bei langer Teilnahme recht teuer.

Insgesamt ist das Programm jedoch eine gute Möglichkeit auf Dauer abzunehmen.

Low-Fat Diäten

Bei den Low-Fat Diäten wird auf fettige Nahrung verzichtet. Der Vorteil dieser Ernährung ist die geringe Umstellung, es muss nur auf sehr fettige Nahrung wie einige Käsesorten, Avocados und Nüsse verzichtet werden. Auch droht hier kaum Mangelernährung, da alle anderen Nahrungsmittel erlaubt sind. Der Nachteil dieser Ernährungsweise ist, dass es auf lange Sicht zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen (Vitamin E,D,K,A) kommen kann. Auch wird nicht abgenommen, wenn nur fettige Speisen vom Speiseplan gestrichen werden und dafür durch viele Kohlenhydrate ersetzt werden. Mehr zum Thema Low fat Diät

Trennkost

Diese Diät wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden und basiert auf dem Glauben, dass Kohlenhydrate und Fette nicht gleichzeitig verdaut werden können und daher getrennt gegessen werden müssen. Diese Theorie ist jedoch schon seit langem widerlegt worden. Der Körper kann sehr wohl Proteine, Kohlenhydrate und Fette gleichzeitig verdauen.
Der Vorteil dieser Diät ist, das alle Nahrungsmittel gegessen werden dürfen und kann zum Abnehmen führen, wenn man sich an die Regel hält, weniger Fett zu essen und mehr Sport zu treiben. Nachteil: Heutzutage enthalten viele Lebensmittel Kohlenhydrate und Fette und können daher nicht so einfach getrennt werden. Auch bringt diese Diät ohne Sport nicht sehr viel.
Mehr zum Thema Trennkostdiät

Nulldiät

Bei der Nulldiät isst man, wie der Name schon sagt, keine festen Nahrungsmittel. Der einzige Vorteil bei dieser Diät ist, dass man absolut nichts vorbereiten muss und es umsonst ist. Von dieser Diät ist jedoch strengstens abzuraten. Bei der Nulldiät wird bevor es an die Fettreserven geht Muskel abgebaut. Auch drohen Mangelzustände, Herz-Kreislaufprobleme, Konzentrationsschwäche und der Jo-Jo-Effekt. Von dieser Diät ist abzuraten.

Eiweiß-Diät

Die Eiweiß-Diät gehört mittlerweile zu den bekanntesten Diäten. Während dieser Diät werden möglichst wenige Kohlenhydrate zu sich genommen. Auf dem Speiseplan finden sich viel Fleisch, Soja-Produkte, Fisch und Proteinshakes.

Der Vorteil dieser Diät ist, dass am Anfang recht schnell ein Ergebnis zu sehen ist, da die zu sich genommene Kalorienzahl zu gering ist und daher der Körper abnimmt.

Der große und bedenkliche Nachteil ist, dass die hohe Eiweißzufuhr die Nieren schädigen kann und auch der Mangel an Kalium kann Probleme verursachen. Durch den geringen Gemüse- und Obstanteil droht außerdem ein Mangel an Vitaminen. Auch ist der Jo-Jo-Effekt hier besonders stark. Dem Körper wird durch diese Diät ein Hungerzustand vorgegaukelt und somit wird nach der Diät wieder sehr schnell zugenommen. Somit ist diese Diät nicht zu empfehlen.

Fleischverzicht

Studien zeigen, dass Vegetarier meist schlanker sind als nicht Vegetarier und mit ihrem Essverhalten auch noch der Umwelt helfen. Ob das Schlanksein der Vegetarier so viel mit ihrem Essverhalten zu tun hat, ist jedoch nicht sicher. Oft sind Vegetarier sportlicher und ernähren sich generell bewusster. Meist kann ein Fleischverzicht und die Umstellung auf Gemüse und Obst schnell zu einer Abnahme des Gewichtes verhelfen, jedoch muss auch darauf geachtet werden, das Fleisch nicht mit Schokolade und anderen Süßigkeiten zu ersetzen, sondern viel frisches Gemüse und Obst in den Speiseplan einzuplanen.

An sich keine schlechte Diät, es muss jedoch auf den Vitamin B12 Spiegel geachtet werden und bei geringem Gemüseverzehr auch auf den Eisenspiegel.

Gemüsesuppendiät

Die bekannteste ist wohl die Kohlsuppendiät. Hierbei wird tagein tagaus nur Kohlsuppe gegessen. Der klare Vorteil ist, dass dies eine billige und leicht zu organisierende Diät ist.

Der Nachteil von Kohlsuppe sind einmal die eintönige Ernährungsweise, die oft zum Abbrechen der Diät führt und dann auch der Vitamin- und Mineralienmangel der sich auf Dauer einstellen kann. Auch kann der hohe Kohlverzehr zu unangenehmen und schmerzhaften Blähungen führen. Diese Diät ist nur für den Kurzgebrauch, jedoch nicht für eine länger andauernden Ernährungsweise zu empfehlen.

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Abnehmen unter ärztlicher Aufsicht:

Einige Kliniken in Deutschland bieten Abnehmwillige mit einem sehr hohem BMI eine Diät unter ärztlicher Aufsicht an.

Sie werden teilweise von den Krankenkassen übernommen und haben das langfristige Ziel, dauerhaft die Ernährung umzustellen und somit den Jo-Jo-Effekt zu verringern.

Je nach Klinik unterscheidet sich das Abnehmprogramm. Meist wird nicht nur das Ernährungsverhalten untersucht und verändert, sondern auch das Freizeitverhalten. Außerdem beinhaltet der Aufenthalt noch eine psychologische Betreuung. Diese Klinikaufenthalte können viel bringen, jedoch muss das Programm auch nach dem Aufenthalt weitergeführt werden. Auch kann sich nicht jeder so einen Aufenthalt leisten, bzw. ist so ein Aufenthalt meist nicht nötig, da diese Abnehmprogramme meist auf extrem Übergewichtige abziehlt.

Energiereduzierte Mischkost

Mäßig energiereduzierte Mischkosten sind am empfehlenswertesten, weil sie am sichersten und langfristig am erfolgreichsten sind.

Die tägliche Kalorienzufuhr liegt dabei je nach Alter, Größe, Ausgangsgewicht und Geschlecht zwischen 1000 und 2400 kcal (Frauen 1000 bis 2000 kcal, Männer 1000 bis 2400 kcal).
Um eine langfristige Gewichtsabnahme (Diät) zu erzielen, muss die tägliche Kalorienaufnahme den Energieverbrauch um mindestens 500 bis 600 kcal unterschreiten. Es entsteht hierbei eine sogenannte negative Energiebilanz.

Dies führt im Durchschnitt zu einem Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 kg pro Woche. Das ist ein realistischer und gesunder Ansatz.

Ernährungsformen (Diät) dieses Typs gewährleisten in der Regel eine ausreichende Nährstoffversorgung. Es bleibt genügend Platz für Variationen und Abwechslung in der Speiseplangestaltung. Es gibt keine verbotenen Lebensmittel, nur gezielte Mengenbegrenzungen ( beispielsweise bei Süßigkeiten).

Aus den genannten Gesichtspunkten ergibt sich, dass diese Mischkosten langfristig durchhaltbar sind und auf Dauer zu einer echten Ernährungsumstellung führen können, ohne den Abnehmwilligen in seiner Lebensqualität zu sehr zu beeinträchtigen.

Als Grundlage für alle mäßig, energiereduzierten Mischkosten dient die Ernährungspyramide als Grundlage. Sie stellt dar welche Lebensmittel reichlich, mäßig und welche nur sparsam im täglichen Speiseplan enthalten sein sollen.

Auf vielen Lebensmitteln, wie beispielsweise Müslipackungen, ist eine solche Ernährungspyramide abgebildet und somit für jeden zugänglich.

Vegetarische Diätführung

Wer gänzlich auf Fleisch verzichten möchte, findet mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt Produkte, die helfen, die Fleischbeilage zu ersetzen. Bei einer vegetarischen Ernährung ist darauf zu achten, den täglichen Bedarf an Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen ausreichend zu decken. Der Diätplan sollte durch Sojaprodukte oder Hülsenfrüchte, sowie durch ausreichend Milchprodukte und Eier ergänzt werden.

Diätführung als Diabetiker

Beim Diabetes mellitus kann eine Reduktion des Körpergewichts helfen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Menge der eingenommenen Medikamente zu reduzieren. Eine Reduktionsdiät sollte bei Diabetikern nicht ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden. Gerade beim insulinabhängigen Diabetiker besteht die Gefahr, durch Reduktion der Kohlenhydratmenge, nach der regelmäßigen Insulingabe einen mitunter lebensbedrohlichen Blutzuckerabfall zu erleiden.

Auch bei einigen Medikamente für Diabetiker, die in Pillenform eingenommen werden, kann es zu solch Blutzuckerabfällen kommen. Ein Diätplan bei Diabetikern sollte von daher nur in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder mit Ernährungsberatern erstellt werden.

Fazit

Die beste Diät ist die, die nicht auf das schnelle Abnehmen abzielt, sondern dauerhaft die Ernährungsweise verändert. Es sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Kohlenhydraten, wie Kartoffeln anstatt Nudeln, brauner Reis anstatt weißer, viel Obst, Gemüse und wenig Süßigkeiten geachtet werden. Auch Sport spielt eine wichtige Rolle beim Abnehmen und beim Gesundbleiben.
Auch gilt es schweres Essen am Abend zu vermeiden und stattdessen auf Salate und Vollkornprodukte umzusteigen. Nur durch eine ausgewogene Ernährung und Sport kann dauerhaft das Gewicht verändert und gehalten werden.

Autor: Dr. Nicola Gumpert      |     Letzte Änderung: 20.02.2017
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