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Lymphom Therapie

Therapie

Die Therapie beim Lymphom sollte unverzüglich nach der Diagnosestellung begonnen werden, um ein weiteres Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Bei der Behandlung des Hodgkin-Lymphoms kommen sowohl die Chemotherapie als auch die Strahlentherapie in Kombination zum Einsatz. Eine operative Behandlung wird nicht angewandt, da es sich um systemische Erkrankungen handelt und das Entfernen entsprechender Lymphknoten weitere Lymphknotenvergrößerungen nach sich ziehen dürfte. Welche chemotherapeutischen Medikamente zum Einsatz kommen richtet sich nach der Art der Lymphomerkrankung sowie nach dem Stadium. Die Gabe der Medikamente wird so lange wiederholt, bis eine bestimmte Zyklenanzahl erreicht ist. Im Anschluss daran wird evtl. eine Strahlentherapie angewandt. In fortgeschrittenem Stadium werden in der Regel 8 Zyklen Chemotherapie durchgeführt, was einer Zeit von sechs-sieben Monaten entspricht. In früheren Stadien werden in der Regel zwei Zyklen gegeben und eine Strahlentherapie angeschlossen. Kommt es während oder nach einer Therapie zu einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung im Körper, spricht man von einem Progress, und eine hochdosierte Chemotherapie wird notwendig.

Des Weiteren wird in diesen Fällen eine Stammzelltransplantation notwendig sein. Von einem Frührezidiv spricht man, wenn länger als drei Monate nach Therapieende vergangen sind aber noch kein ganzes Jahr erreicht wurde. Bei einem Spätrezidiv ist bereits die ein Jahresmarke überschritten worden. Sowohl Chemotherapie als auch die Bestrahlungstherapie haben eine Vielzahl von Nebenwirkungen. Trotz einer ständigen Weiterentwicklung der Medikamente, nehmen diese Nebenwirkung zwar ab, können aber nie ganz verhindert werden. So sind bei den Chemotherpeutika der neueren Generation die früher oft unbeherrschbareÜbelkeit und das Erbrechen mit Hilfe von Kombinationspräparaten kontrollierbar, jedoch treten oft gefährliche Blutbildveränderungen auf, die das Immunsystem so sehr schwächen, dass eine erhöhte Infektionsgefahr besteht. Regelmäßige Blutbildkontrollen sind aus diesem Grund unbedingt notwendig. Da es zu einer generellen Hemmung der Zellteilung kommt, ist bei den meisten Chemotherapeutika mit Haarausfall zu rechnen. Des Weiteren kann es auch zu Schädigungen der Nervenzellen im Körper mit Kribbeln und Taubheitsgefühl, aber auch Lähmungen mit Funktionsverlust einzelner Körperteilen kommen.

Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind eher lokal auf das bestrahlte Gebiet begrenzt und reichen von leichter Hautrötung, bis hin zu Verbrennungen, Schuckstörungen, Geschmacks- und Geruchsverlust. Von Müdigkeit während einer Strahlentherapie wird von den meisten Patienten berichtet.
Die Behandlung der Non-Hodgkin-Lymphome richtet sich nach der entsprechenden Untergruppe und ist sehr komplex. Prinzipiell besteht sie aber auch in einer Chemotherapie kombiniert mit einer Strahlenbehandlung. Weitere Therapiemöglichkeiten sind noch die Zytokintherapie, bei der das Immunsystem stimmuliert werden soll und die Antikörpertherapie. Auch hier kann bei Nichtansprechen eine Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden. Bei sehr langsamen Krankheitsverläufen der Non-Hodgkin- Lymphome besteht die Möglichkeit zunächst auf eine Therapie zu verzichten und engmaschig das Blutbild des Patienten zu kontrollieren. Eine Behandlung kann allerdings dann im weiteren Verlauf notwendig werden.

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Bei der chronisch lymphatischen Leukämie ist eine Behandlung nur dann sinnvoll, wenn es sich um ein weit fortgeschrittenes Stadium handelt oder der Patient in frühem Stadium Beschwerden hat. Bei der Behandlung kommen folgende Möglichkeiten in Betracht: Chemotherapie und monoklonale Antikörper. Sowohl operative Therapieoptionen als auch Strahlentherapie spielen in der Behandlung einer chronischen lymphatischen Leukämie keine Rolle. Auch hier gibt es zahlreiche umfangreiche Behandlungsschemata, die eine kombinierte Gabe von Chemotherapeutika vorsieht. Die Behandlung eines ersterkrankten Patienten bezeichnet man als Erstlinientherapie. Kommt es zu einem Rückfall wird diese Therapie als Zweitlinientherapie bezeichnet.

Prophylaxe

Da bei den Lymphomen/Lymphom ein genetischer Entstehungsmechanismus vermutet wird, sind keine prophylaktischen Maßnahmen bekannt.

Prognose

Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung, die eine gute Heilungsrate hat. Zwischen 80 und 90% der Patienten können geheilt werden. Je länger die rückfallfreie Zeit, desto höher ist die Chance einer Heilung.
Die Prognose einer chronischen lymphatischen Leukämie ist sehr gut. Zwar ist medikamentös keine Heilung möglich, allerdings ist die Erkrankung eindämmbar und kann lange Zeit symptomlos verbleiben. In vielen Fällen ist keine Behandlung notwendig. Die häufigste Komplikation ist die Infektion, die teilweise die Krankheitsentwicklung zum negativen wenden kann.
Die Prognose der Non-Hodgkin-Lymphome (Lymphom) richtet sich nach der entsprechenden Untergruppe. Die ständige Weiterentwicklung der Medikamente haben zu einer 5 Jahresüberlebensrate von 90% geführt. Kommt es zu einem frühen Rückfall, sind die Heilungschancen schlechter als bei späteren Rückfällen.

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Weiterführende Informationen

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 02.04.2019
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