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Mit Salzwasser gurgeln - So wird es gemacht!

Einleitung

Schon seit Jahrhunderten wird mit Salzwasser gegurgelt, wenn man unter Entzündungen im Rachenraum oder unter Erkältungskrankheiten leidet. Es lässt die Schleimhäute abschwellen und lindert den Schmerz. Das Salzwasser ist also heilsam, entzündungshemmend und antibakteriell. Diese Wirkungen des Salzes veranlassen auch häufig Ärzte und Apotheker dazu, dem Patienten das Salzwassergurgeln zu empfehlen. Dieses Hausmittel kann jeder einfach und kostengünstig herstellen.

Zubereitung des Salzwassers

Bevor man mit Salzwasser gurgeln kann, wird die Salzlösung hergestellt. Sie besteht aus Salz und Wasser. Dieses Gemisch, bei dem die Zutaten in einem besonderen Verhältnis zueinander stehen, wird auch als Sole bezeichnet.

Es wird empfohlen, ein reines und hochwertiges mineralstoffreiches Salz für die Lösung zu verwenden. Es kann Meersalz oder Steinsalz (zum Beispiel Himalayasalz) benutzt werden. Meersalz benötigt durch seine kristalline Form kein künstlich zugesetzten Trennmittel. Dadurch wird es besonders hochwertig.
Weniger zu empfehlen ist Jodsalz oder Kochsalz. Das Salz wird in Trinkwasser, welches lauwarm sein sollte, gelöst. Erst in gelöster Form kann es seine heilenden Kräfte voll entfalten.

Wie viel Salz braucht man?

Für die Herstellung des Salzwassers zum Gurgeln benötigt man Salz und Wasser. Dieses Gemisch ergibt die Sole. Sie ist ganz einfach und unkompliziert herzustellen. Man sollte am besten lauwarmes Wasser, welches sich auch zum Trinken eignen würde, benutzen und hochwertiges Salz.

Auf 250 Milliliter Wasser kommt ungefähr ein halber bis ganzer Teelöffel Salz. Durch Umrühren kann sich das Salz im Wasser auflösen und die Sole entsteht. 

Salzlösung zum Kaufen

Zum Gurgeln mit Salzwasser benötigt man nur ein Gemisch aus Salz und Wasser. Das passende Salz zum Ansetzen einer Sole ist sowohl in der Apotheke als auch in einem gut sortierten Lebensmittelladen erhältlich. Bei einem Produkt aus der Apotheke ist die Verpackung in der Regel mit genauen Mengenangaben (Mischverhältnis) vom Salz und Wasser versehen.

Anwendungsbereiche von Salzwasser

Die bekannteste und häufigste Anwendung von Gurgeln mit Salzwasser ist bei Halsschmerzen (meistens im Rahmen einer Erkältung). Das Salz wirkt antibakteriell, desinfizierend, schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend. Des Weiteren feuchtet es die trockene und gereizte Schleimhaut im Mund und Hals an und unterstützt so den Heilungsprozess.

Aus diesen Eigenschaften des Salzes ergeben sich noch viele andere Anwendungsbereiche. Auch bei Heiserkeit oder Schluckbeschwerden ist das Gurgeln mit Salzwasser zu empfehlen. Weitere klassische Beschwerden, die durch den Einsatz von Salzwasser gelindert werden können, sind Husten und Kratzen im Hals.

Es wird des Weiteren auch bei Entzündungen empfohlen. Dazu zählen Halsentzündungen, Mandelentzündungen, Kehlkopfentzündung oder eine Bronchitis. Darüber hinaus soll es auch bei Mandelsteinen helfen.

Nicht zu vergessen ist der Reinigungseffekt des Salzes. Deshalb findet das Gurgeln auch in der Mund- und Zahnhygiene bzw. -pflege großen Anklang. Es kann sogar bei Mundgeruch helfen. Ebenfalls kann durch das Salzwassergurgeln auch bei Zahnfleischbluten oder bei Zahnfleischentzündungen eine Besserung erfolgen. 

Lesen Sie auch: So behandelt man eine Erkältung

gegen Mundgeruch

Das Salzwassergurgeln findet besonders oft bei Halsschmerzen Verwendung. Es gibt jedoch weit mehr Gesundheitsprobleme, bei denen es Linderung schaffen kann.
Dazu zählt unter anderem auch der Mundgeruch. Das Salzwassergurgeln kann eine Besserung des Mundgeruchs bewirken, muss es aber nicht. Dies liegt daran, dass Mundgeruch viele verschiedene Ursachen haben kann, gegen manche das Salzwasser nicht helfen kann.
Der Mundgeruch kann zum Beispiel durch verfaulte Zähne oder Probleme im Magen- Darmtrakt verursacht werden.

Wenn der Mundgeruch jedoch durch die normale Bakterienflora im Mund bedingt ist, die durch das Salzwasser vermindert wird, kann das Gurgel sehr wohl helfen. Sollte das Salzwassergurgeln jedoch nicht zur gewünschten Linderung führen, ist es ratsam den Arzt oder Zahnarzt zu kontaktieren.

Lesen Sie weiter unter: So bekämpfen Sie Mundgeruch erfolgreich

Wirkt Salzwasser schleimlösend?

Salz wirkt nicht nur antibakteriell, abschwellend und entzündungshemmend auf die Schleimhaut, sondern auch schleimlösend.

Es feuchtet die Schleimhaut an, die durch eine Erkältung zum Beispiel nicht mehr optimal befeuchtet ist und sich so nicht mehr gegen Bakterein und Viren wehren kann. Durch diese Anfeuchtung wird die Schleimhaut in ihrer Funktion unterstützt.

 Des Weiteren besitzt das Salz eine reinigende und durchblutungsfördernde Wirkung auf die Schleimhäute. Dies führt ebenfalls zur Lösung und dem Abtransport von Schleim.

Anwendung: Wie gurgelt man?

Bei der Anwendung von Salzwasser zum Gurgeln, ist zu beachten, dass das Salz vollständig im Wasser gelöst isein muss.

Zum Gurgeln wird ein Schluck von der Gurgellösung in den Mund genommen, ohne ihn zu schlucken. Man legt den Kopf in den Nacken und lässt die Lösung den oberen Teil des Rachens hinunterlaufen. Damit es nicht in den Magen, oder noch schlimmer in die Lunge gelangt, atmet man durch den Mund aus. Dadurch entstehen Bläschen und das typische Gurgelgeräusch. Man kann die Lösung so tief den Schlund hinunterlaufen lassen, wie es einem möglich ist, ohne zu schlucken.

Nach dem Gurgeln wird die Flüssigkeit nicht geschluckt, sondern ausgespuckt und nicht wieder verwendet. Man kann von dem angesetzten Salzwasser wenige Tage immer wieder etwas zum Gurgeln benutzen.

Wie lange sollte man mit Salzwasser gurgeln?

Das Gurgeln mit Salzwasser ist keine lange Angelegenheit. Es sollte circa eine Minute bis ungefähr drei Minuten mit dem Salzwasser gegurgelt werden. Die Minutendauer hängt ein wenig davon ab, wie leicht es den verschiedenen Menschen fällt zu gurgeln.
Allgemein gilt, dass es sinnvoller ist, lieber öfters am Tag kurze Zeitintervalle zu gurgeln, als nur ein oder zwei mal, dafür aber sehr lang.

Wie häufig sollte man mit Salzwasser gurgeln?

Die Häufigkeit, wie oft man mit Salzwasser gurgeln sollte, hängt ganz von dem Bedarf des Betroffenen ab. Pauschal lässt sich also keine genaue Angabe machen.

Bei einer akuten Erkältung empfiehlt sich jedoch mindestens drei mal täglich mit dem Salzwasser zu gurgeln. Dies kann bei Bedarf auch auf alle 2- 3 Stunden erweitert werden, so dass man auf ca. 6- 8 mal pro Tag kommt. Es ist ratsam darauf zu achten, wie der Körper auf das Gurgel mit Salzwasser reagiert und die Häufigkeit dem entsprechend anpassen.

Sind Nebenwirkungen zu beachten?

Beim Gurgeln mit Salzwasser ist ganz allgemein zu beachten, dass man nichts von der Salzlösung schluckt. Salzwasser ist zwar in geringen Mengen nicht gesundheitsschädlich, man sollte aber nicht zu viel davon zu sich nehmen.

Zu viel Salz schlägt auf den Magen und es kann zu Übelkeit mit Erbrechen kommen. Außerdem schädigt zu viel Salz auf Dauer die Nieren und bringt den Wasserhaushalt der Zellen durcheinander. Des Weiteren ist zu beachten, dass man sich nicht verschluckt. Dies würde bedeuten, dass Salzwasser in die Lunge käme. Es gilt also, dass man sich, wenn man gurgelt, konzentriert und nicht abgelenkt wird.

Wenn man bereits eine sehr starke und schmerzhafte Entzündung im Hals oder Rachen hat, kann das Gurgeln mit Salzwasser die Schleimhaut zusätzlich reizen. Dies macht sich dann als ein starkes Brennen bemerkbar. Wenn diese Nebenwirkung auftritt, ist das Gurgeln eher nicht zu empfehlen. 

Alternativen zum Salzwassergurgeln

Es gibt verschiedene Alternativen zum Gurgeln mit Salzwasser. Man kann zum Beispiel auch mit Tee gurgeln oder ihn nur trinken.

Dabei empfiehlt sich besonders Salbeitee. Bestimmte Inhaltsstoffe des Salbeis hemmen das Wachstum von Bakterien, wirken desinfizierend und können sogar beruhigend auf die Schleimhäute wirken.

Auch Thymiantee eignet sich sehr gut. Thymian wirkt sich ebenfalls beruhigend auf die Schleimhäute aus und hält sie zudem noch feucht.

Ein weiterer Tee, der wohltuend bei Halsschmerzen wirkt, ist Ingwertee. Ingwer besitzt auch entzündungshemmende und schmerzlindernde Inhaltsstoffe.

Neben Tees können auch Wickel bei Halsschmerzen helfen. Ein Quarkwickel wirkt zum Beispiel kühlend, abschwellend und entzündungshemmend. Dies kann zu einer Schmerzlinderung führen.
Oder man vertraut auf schmerzlindernde Lutschtabletten, die gegen Halsschmerzen helfen sollen. 

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 10.07.2020
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