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Hausmittel gegen eine Erkältung

Synonyme

Rhinitis, Cold, Verkühlung, Schnupfen, grippaler Infekt

Einleitung

Wer kennt das nicht? Die Nase läuft ständig und wenn sie mal endlich nicht läuft ist sie verstopft, man schläft sehr schlecht, weil man keine Luft durch die Nase bekommt und auch sonst fühlt man sich eher müde und schlapp.
Diese Symptome kann man mit Medikamenten wie Aspirin® Complex oder Gripppostad© gut bekämpfen und Nasenspray hilft sehr gut gegen eine laufende oder verstopfte Nase. Man fühlt sich nach Medikamenteneinnahme zwar besser, aber wären die Medikamente denn wirklich nötig gewesen?
Erkältungen kann man sehr gut mit Hausmitteln bekämpfen. Da die Erkältungen von Viren ausgelöst werden, bekämpfen die oben genannten Arzneimittel sowieso nur die Symptome, nicht aber die Ursachen.

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Hausmittel gegen Erkältungen

Viele Lebensmittel eignen sich neben der Zubereitung von Speisen auch zur Behandlung von einer Erkältung und werden sich teilweise seit Jahrhunderten bereits weitergegeben. Das Trinken von warmer Hühnersuppe hemmt Entzündungen im Hals, wirkt durch seine Wärme zudem wohltuend und gibt des Weiteren auch die durch die Erkältung verlorene Flüssigkeit wieder zurück.

Oft sind Erkältungen auch mit erhöhten Körpertemperaturen verbunden, deren Sinn es ist, die Krankheitserreger im Körper abzutöten. Bis zu einem gewissen Grad ist Fieber akzeptabel, sollte aber bei starkem Anstieg gesenkt werden.

Hierbei helfen Wadenwickel mit einem Wasser-Essiggemisch, die um die Waden gewickelt und so lange dort belassen werden, bis die Kühle nachlässt. Danach ist der Vorgang bis zu dreimal zu wiederholen.

Des Weiteren kann man den gesamten Körper bei Fieber mit einem Tuch, getränkt mit kaltem Wasser, abreiben. Verschiedene Teesorten, wie Lindenblütentee oder Holundertee werden auch immer wieder gerne bei Erkältungen gegeben.

Sie bewirken, dass sich der Körper durch nächtliches Schwitzen und erhöhter Körpertemperatur von den Krankheitserregern befreit.

Sind Sie erkältet und möchten Medikamente vermeiden? Unser Thema könnte Ihnen dabei helfen: Erkältungstee - Wie mache ich ihn am besten selbst?

Sowohl inhalative Dampfbäder als auch Badewannenbäder kommen bei Erkältungserkrankungen ebenfalls häufig zum Einsatz. Das Inhalationsbad sollte mit pflanzlichen Mitteln Kamille oder Salz, das Badewannenbad mit Fichtennadel-, Eukalyptus-, Menthol- oder Thymianextrakten durchgeführt werden. Während des Bades sollte auf langsame und tiefe Atemzüge geachtet und wegen der kreislaufschwächenden Wirkung eine Badezeit von 10-15 Minuten nicht überschritten werden. Dampfbäder und Badewannenbäder lockern die verspannte Muskulatur, befreien die Nase und lindern Fröstelerscheinungen. Das altbekannte Gurgeln kommt bei erkältungsbedingten Entzündungen im Hals auch zum Einsatz.
Gerade Teebaumöl kann als Badezusatz oder in Gurgellösungen bei Erkältungsbeschwerden Linderung verschaffen.

Siehe unter: Teebaumöl - Anwendungstipps

Das Salzwasserlösunggurgeln ist auch ein einfaches und altbewährtes Hausmittel, das gegen Halsschmerzen, Hustenreiz und Entzündungen im Mund durch die desinfizierende Wirkung Sole helfen kann. Wichtig für die Wirksamkeit ist die Qualität und Menge des Salzes sowie Dauer und Häufigkeit des Gurgelns. 

Erfahren Sie mehr unter: Mit Salzwasser gurgeln - So wird es gemacht!

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In Wasser sollten dabei Kamille oder Salbei aufgekocht, dann abgekühlt und im Hals mehrere Minuten gegurgelt werden. Dieser Vorgang ist mehrmals am Tag zu wiederholen. Auch Wickel in vielerlei Variation werden bei Erkältungen angewandt. So bewirkt ein Wickel mit Quark eher eine kühlende Wirkung (z.B. Fiebersenkung), und Kartoffelwickel eher eine wärmespeichernde Wirkung (zur Linderung von Hustenbeschwerden oder Halsschmerzen, wenn man den warmen Wickel an den Hals und auf die Brust legt). Gegen Reizhusten haben sich Kräutermischungstees aus Eibischwurzel, Isländisch Moos, Anis, Fenchel und Lindenblüten als hilfreich erwiesen. Gegen eine verstopfte Nase können Nasenspülungen mit Salzwasser mehrmals am Tag Linderung bringen.

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Zwiebeln

Zwiebeln sind ein altbewährtes Hausmittel gegen viele Beschwerden des Alltags. Sobald man merkt dass eine Erkältung im Anmarsch ist, schafft ein Tee aus Zwiebeln Linderung. Es ist sogar möglich, die Erkältung gleich im Keim zu ersticken wenn die Zwiebel früh genug zur Anwendung kommt.
Dazu werden einfach drei bis vier Zwiebel geschält und in Viertel geschnitten und anschließend mit circa einem halben Liter kochendem Wasser übergossen. Das ganze sollte dann noch die Möglichkeit haben ungefähr eine halbe Stunde zu ziehen. Wem der Geschmack gar nicht zusagt, der kann den Tee mit Zucker oder Honig versüßen.

Auch wenn sich so ein Tee nicht unbedingt appetitlich anhört, er wirkt auf jeden Fall gegen die Viren. Manche Menschen und vor allem Kinder mögen den Geschmack von Zwiebeltee übrigens sehr gerne.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit einen Zwiebelsirup herzustellen, der den Geschmack nach Zwiebel fast vollständig überdeckt. Dazu werden wieder Zwiebeln geschält und anschließend geviertelt. Jetzt allerdings werden Die Zwiebelteile mit Zucker überdeckt. Das ganze zwei bis drei Stunden in Ruhe lassen, auf jeden Fall solange bis der Zwieblesaft austritt. Der Zucker ist hier osmotisch wirksam und zieht so den Saft aus den Zwiebeln. Der Geschmack dieses Sirup richtet sich nach der Menge an verwendetem Zucker, allerdings schmeckt man hier kaum noch Zwiebel sondern in erster Linie die Süße des Zuckers.

Die Zwiebel als Helfer gegen Erkältungen kann aber noch mehr. In kleine Stückchen gehackt und in ein sauberes Geschirrtuch gewickelt hilft sie auch gegen Kopfschmerzen. Den fertigen Wickel einfach auf die Stirn legen und für eine Stunde dort lassen. Gleichzeitig werden durch den austretenden Saft die Nasennebenhöhlen frei und man kann viel besser atmen.
Eine Dusche hilft anschließend gut gegen den stechenden Geruch.

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Ingwer

Ingwer ist eine Allzweckwunderwaffe und kann eigentlich immer zum Einsatz kommen. Ihm wird eine das Immunsystem stimulierende Wirkung nachgesagt. Die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle wirken antibakteriell und durch die Schärfe kommt der Körper des Menschen ins Schwitzen. Schwitzen wiederum ist gut gegen Erkältungen.
Bei Erkältungen kann der Ingwer als Tee getrunken werden. Am besten werden dazu frische Ingwerknollen geschält und in kleine Scheiben geschnitten. Anschließend werden diese mit kochendem Wasser übergossen und der Tee sollte noch eine Zeit lang ziehen. Anschließend kann er mit Honig versüßt oder pur getrunken werden. Um Die Heilwirkung des Ingwers noch zu verstärken können die Ingwerscheiben auch gegessen werden. Der Geschmack ist sehr scharf und nicht für jeden Gaumen geeignet.

Ingwer kann auch beim Kochen verstärkt als Gewürz verwendet werden, wenn Ingwertee überhaupt nicht getrunken werden will.

Heiße Zitrone

Heiße Zitrone ist wohl der Klassiker, wenn es um Hausmittel bei Erkältungen geht. Die Zitrone enthält viel Vitamin C, dass der Körper braucht um wieder gesund zu werden. Das Vitamin C stärkt das Immunsystem. Leider wird es bei zu hohen Temperaturen zerstört.

Aus diesem Grunde sollte der frisch ausgepresste Zitronensaft auch nur mit lauwarmem Wasser aufgegossen und anschließend mit Honig gesüßt werden. Kochendes Wasser zerstört die enthaltenen Vitamine weitestgehend.
Die Zitrone sollte man am besten kurz vor dem Trinken immer frisch auspressen, so ist gewährleistet, dass auch wirklich alle Vitamine noch enthalten sind.
Selbstverständlich kann der Saft auch pur getrunken werden.
In den im Handel angebotenen Zitronentees ist kein Vitamin C mehr enthalten, welches vom Körper aufgenommen werden kann.

Honig

Honig wirkt antibakteriell und stärkt das Immunsystem im Kampf gegen die Erkältungserreger. Bei Erkältungen wird Honig deshalb gerne als Hausmittel eingesetzt.
Honig ist hervorragend zum Süßen von Getränken geeignet. Anstatt Zucker unterstützt er gleich noch mit eigenen Stoffen die Selbstheilung des Körper.
Ob im Ingwertee oder im Tee mit Zwiebeln, Honig kann immer sehr gut zur Anwendung kommen. Auch heiße Milch mit Honig wirkt zum einen unterstützend gegen die Erkältung, zum anderen beruhigt sie und fördert den dringend nötigen Schlaf. Der Körper braucht nämlich ausreichend Schlaf um die Erkältung bekämpfen zu können.

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Warmes Bier

Warmes Bier ist ein altbewährtes Hausmittel bei Erkältungen. Am besten wirkt es, wenn es schon gleich am Beginn einer Erkältung eingesetzt wird, ähnlich wie der Tee aus Zwiebeln. Warmes Bier sorgt dafür, dass die Hautgefäße besser durchblutet werden und der Körper so ins Schwitzen gerät. Über den Schweiß scheidet der Körper im besten Fall auch gleich die Viren aus, die die Erkältung verursachen.

Dazu wird Bier in einem Topf oder auch im Wasserbad erwärmt und anschließend getrunken.
Das Bier sollte auf keinen Fall kochen, da sich sonst der Alkohol verflüchtigt. Nachdem Genuss des Bieres sollte sich der Patient am besten ins Bett legen und eine Nacht lang schlafen. Dabei ist es zusätzlich hilfreich, sich mit einer Wärmflasche und einer dicken Decke gut einzupacken um das Schwitzen zu unterstützen.
Sowohl der sich hoffentlich aufgrund des Alkohols einstellende Schlaf als auch das Schwitzen unterstützen die Heilung des Körpers.

Sollte der Geschmack zu unangenehm sein, kann man auch Zucker oder Honig in das warme Bier geben. Dabei ist darauf zu achten dass Zucker den Alkohol schneller in die Blutbahn gelangen lässt. Deshalb unmittelbar nach dem Austrinken ins Bett gehen und sich richtig ausschlafen.

Hausmittel gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft

Für die Schwangere gilt wie für jeden anderen Erkrankten als oberstes Gebot: Viel trinken, um Schnupfen und Husten Beine zu machen! Wo jedoch Vorsicht geboten ist, ist im Einsatz von Medikamenten, denn die darin enthaltenen Stoffe gehen oft in verschiedenem Ausmaß auch in den Kreislauf des ungeborenen Kindes über. Um den Weg aus der Erkältung ohne Medikamente zu erleichtern, können viele Hausmittel Linderung verschaffen und sind dabei für das ungeborene Kind völlig ungefährlich. Bei Schnupfen kann gewöhnliche Kochsalzlösung einfach in die Nase geträufelt schon das Durchatmen erleichtern. Auch das Inhalieren von Wasserdampf in Form eines Dampfbades kann die Beschwerden lindern. Dem Wasserbad zugesetzte ätherische Öle wie Pfefferminz-, Eukalyptus- oder Thymian-Öl können zusätzlich befreiend wirken. Husten wird normalerweise am besten mit Hustensaft behandelt. Dieser sollte in der Schwangerschaft jedoch lieber durch Zwiebelsirup ersetzt werden, da die meisten in der Apotheke erhältlichen Säfte Alkohol enthalten, der ernsthafte Schäden am Kind verursachen kann. Zwiebelsirup lässt sich aus einer großen Zwiebel oder alternativ aus schwarzem Rettich leicht selbst herstellen, indem man diese zerkleinert und mit Kandiszucker vermengt. Die entstandene Masse kann dann mehrmals täglich gelöffelt werden.

Erfahren Sie dazu mehr unter: Inhalieren bei einer Erkältung

Bei Halsschmerzen kann Salbei-Tee die gerne verwendeten betäubenden Lutschtabletten ersetzen. Milch mit Honig oder Thymian-Tee können ebenso die Schmerzen lindern und den Einsatz von Schmerzmitteln umgänglich machen. Auch Wickel mit gestampften Pellkartoffeln können gegen Halsschmerzen eingesetzt werden. Unter den Tee-Sorten gelten neben den bereits genannten Sorten Kamillentee, Holunderblütentee und Lindenblütentee als unbedenklich. Grüner Tee sollte wegen des enthaltenen Koffeins nur bis zu einer Menge von zwei Tassen pro Tag getrunken werden. Ingwertee sollte wegen wehenfördernder Eigenschaften nur mit Vorsicht genossen werden.

Erkältungsbäder sollten nicht zu heiß oder zu lange durchgeführt werden. Hier gilt eine Temperatur von maximal 30°C und eine Zeit von maximal 15 Minuten als vertretbar. Die Zusätze sollte schwangerschaftsverträglich sein, ein handelsübliches Erkältungsbad wird nicht empfohlen. Unter den homöopathischen Mittel sind in der Schwangerschaft folgende Arzneimittel erlaubt: Küchenzwiebel, gelbe Jasmin, Goldsiegelwurzel, getrocknete Kürbisfrucht und Küchenschelle. Weiterhin zur Behandlung einer Erkältung geeignet sind die Schüsslersalze Nr. 3 (Ferrum Phosphoricum), Nr. 4 (Kalium Chloratum) und Nr. 6 (Kalium Sulfuricum) empfohlen. Weitere alternativ zur Anwendung geeignete Verfahren sind die Bach-Blüten-Therapie, die Akupunktur oder die Fußreflexzonenmassage.

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Hausmittel gegen eine Erkältung in der Stillzeit

Auch in der Stillzeit macht eine Erkältung dem Körper enorm zu schaffen. Der Energiebedarf muss weiterhin gedeckt werden und das obwohl es der erkälteten Mutter meist gar nicht nach essen ist. Eine Ansteckung durch die Muttermilch ist nicht möglich. Ganz im Gegenteil bekommt das Baby durch die Muttermilch gar schützende Antikörper der Mutter übertragen. Um als Mutter die Erkältungssymptome besser ertragen zu können, gibt es auch Hausmittel, die in der Stillzeit geeignet sind, jedoch genauso welche, die ungeeignet sind. Ungeeignet ist beispielsweise Salbei, der als Tee gerne gegen Halsschmerzen getrunken oder gegurgelt wird. Salbeitee wird nämlich ebenso zum Abstillen empfohlen, da Salbei die Milchproduktion hemmt. Für Pfefferminztee gibt es ähnliche Beschreibungen, auch wenn die Auswirkungen auf die Milchbildung weniger ausgeprägt sind als beim Salbei.

Stillende Mütter sollten lieber auf den oben beschriebenen Zwiebelsirup ausweichen. Auch Thymian sollte nur nach Rücksprache mit Fachpersonal zur Anwendung kommen. Unter dem pflanzlichen Medikamenten kann es vorkommen, dass Stoffe darin enthalten sind, die den Geschmack der Muttermilch verändern und somit Stillprobleme verursachen, ohne das die Stoffe schädlich sind. Auch bei den Nasentropfen sollte wie in der Schwangerschaft lieber auf Kochsalztropfen zurückgegriffen werden. Ist eine Erkältung im Anmarsch, empfehlen viele Heilpraktiker Zinkletten Verla, um die Erkältung eventuell noch aufzuhalten.

Hausmittel gegen eine Erkältung beim Baby

Auch für Babys kann ein Dampfbad lindernd wirken und die Atemwege befreien. Ätherische Öle sind jedoch wegen der Allergiegefahr verboten. Auch darf der Wasserdampf keinesfalls zu heiß sein, um die Atemwege des Babys nicht zu verbrennen. Besser eignet sich hier der Aufenthalt im Badezimmer, während die warme Dusche läuft. Ein ganz natürliches Mittel bei Erkältung ist die Muttermilch. In ihr sind schützende Antikörper der Mutter enthalten und so können jeweils beim Stillen ein bis zwei Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch des erkälteten Babys gegeben werden. Nach der Stillzeit, wenn das Baby mit einer Flasche umgehen kann, eignen sich Lindenblütentee und Holunderblütentee zur Fiebersenkung. Unter den Dämpfen haben sich Zwiebeldämpfe besonders bewährt. Hier kann man einfach eine klein geschnittene Zwiebel in ein kleines Säckchen packen und über das Babybett hängen, um dem Baby im Schlaf das Atmen durch die ätherischen Dämpfe der Zwiebel zu erleichtern.

Plagt zusätzlich ein Husten, so sind Spaziergänge an der frischen Luft oft sehr lindernd. In der Wohnung kann die Luftfeuchtigkeit beispielsweise mit nassen Handtüchern über der Heizung oder extra dafür geschaffenen Luftbefeuchtern erhöht werden. Bei akuten Hustenanfällen hilft kühle Luft und der Gang an ein geöffnetes Fenster oder den Kühlschrank hilft dem hustenden Säugling den Anfall zu überwinden. Wichtig ist es hierbei darauf zu achten, dass das Baby trotzdem kuschelig warm eingepackt ist und nicht friert. Honig ist bei Erkältungen im ersten Lebensjahr immer verboten, da er Bakterien enthalten kann, die für Erwachsene ungefährlich sind, beim Baby jedoch ernsthafte Erkrankungen nach sich ziehen können.

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Hausmittel gegen eine Erkältung beim Kleinkind

Kleinkinder mit Erkältungen sind meistens sehr unleidlich und die Eltern stehen dem oft hilflos gegenüber. Nasensprays könnten Linderung verschaffen, sind oft aber erst für ältere Kinder geeignet.

Dem kleinkind kann bei Erkältungen ein Kamilledampfbad Linderung verschaffen. Dazu einfach in einem Topf einem Kamillentee kochen und anschließend am besten mit dem Kleinkind zusammen unter ein großes Handtuch setzten und den Dampf einatmen lassen.
Kleinkinder können alleine unter dem Handtuch leicht Angst bekommen, mit Mama zusammen ist das dann aber immer halb so schlimm. Außerdem sind heiße Kamilledämpfe sind nicht schädlich für die Betreuende Person. Es sollte immer darauf geachtet werden dass der heiße Topf zu keinen Verbrennungen führt.

Das Zimmer in dem sich das Kleinkind aufhält sollte während der Erkältungszeit immer eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Dazu einfach eine flache Schale mit Wasser auf die Heizung stellen oder feuchte Tücher im Raum aufhängen.
Eine verstopfte Nase kann vom Schleim befreit werden wenn sie mit Salzwasser gespült wird. Dazu einfach Salz mit lauwarmem Wasser mischen und mit einer Pipette in die Nase träufeln. Anschließend soll das Kleinkind kräftig schnäuzen. Dabei wird das Sekret und auch ein Teil der Viren von den Schleimhäuten weggespült und das Kleinkind kann besser atmen.
Die Nase sollte bei Erkältungen immer gut mit einer milden Creme eingecremt werden. Sehr gut geeignet ist Penaten® Creme, da sie eine dickere Konsistenz hat und so nicht beim ersten Taschentuchbenutzen wieder weggewischt wird. Außerdem wirkt sie beruhigend auf die wunde Haut.

Um das Fieber zu senken, das bei Kleinkindern oft als Begleiterscheinung einer Erkältung auftritt helfen Wadenwickeln mit Quark. Dazu Quark auf ein Leintuch streichen (ein Geschirrtuch geht selbstverständlich auch) und anschließend das Tuch mit der quarkbestrichenen Seite nach unten um die Waden wickeln. Nach einiger Zeit kann das Tuch mit dem Quark ausgetauscht werden.
Auch Bäder in 37 Grad warmem Wasser senken das Fieber. Ist das Wasser wärmer wird der Kreislauf des Kleinkindes zu stark belastet.

Eine sehr vitaminreiche Ernährung unterstützt den Körper des Kindes beim gesund werden. Vor allem Zitrone und viel frisches Obst und Gemüse sollten jetzt zum Essen serviert werden.
Auch ein Kleinkind kann gut einen Tee aus Zwiebeln trinken, Ingwertee ist den Kleinen dagegen oftmals noch zu scharf im Geschmack. Zwiebeltee gleich im Anfangsstadium der Erkältung gegeben kann die Krankheit nochmal abwenden.
Heiße Milch mit Honig hilft gegen die Erkältung und schmeckt auch noch sehr gut. Nur vom Einflößen vom warmen Alkoholika ist auf jeden Fall Abstand zu nehmen. Warmer Alkohol ist ein bekanntes Hausmittel beim Kampf Erwachsener gegen die Erkältung, bei einem Kleinkind darf dieses Hausmittel jedoch nicht zum Einsatz kommen.

Zusammenfassung Hausmittel zur Vorbeugung einer Erkältung

Eines der einfachsten Sachen, die man tun kann, um einer Erkältung vorzubeugen, ist eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Hierdurch erhält der Körper wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die den Körper und das Immunsystem stärken.
Besonders Vitamin C, das unter anderem in Zitrusfrüchten enthalten ist, und Zink sind gut für ein starkes Immunsystem. Aber auch Ingwer-, oder Holundertee wirken unterstützend. Insgesamt ist es wichtig viel zu trinken, um den Körper nicht noch mit Flüssigkeitsmangel zu belasten. Darüber hinaus ist ausreichend frische Luft wichtig, um den Körper auf die kalten Temperaturen im Winter einzustellen. Besonders die trockene Heizungsluft sollte vermieden werden, da sie die Schleimhäute austrocknet, indem ausreichend gelüftet wird.

Das Immunsystem wird durch Schlafmangel geschwächt, deshalb ist es wichtig, besonders in der Erkältungszeit ausreichend, also mindestens 7 Stunden pro Nacht, zu schlafen, um einer Erkältung vorzubeugen.
Auch ein Mittagsschlaf kann hier hilfreich sein. Einen ähnlichen Einfluss, wie Schlafmangel, hat auch Stress. Dieser sollte auch möglichst vermieden werden, um die Gefahr einer Ansteckung an einer Erkältung zu vermindern.
Das Immunsystem kann durch Wechselduschen am Tag aktiviert werden. So sollte nach dem warmen Duschen, der ganze Körper kalt abgeduscht werden, um die Durchblutung zu fördern. Dies sollte allerdings nicht am Abend geschehen, da aufgrund der angeregten Durchblutung ein unruhiger Schlaf die Folge sein kann. Auch regelmäßige Saunabesuche aktivieren das Immunsystem und sind vor allem im Winter gut zum Vorbeugen einer Erkältung.

Da viele Krankheiten, auch die Erkältung, unter anderem über die Hände übertragen werden, wirkt häufiges Händewaschen einer Erkältung entgegen.
Auch das Tragen von Fingerhandschuhen, bei einem Aufenthalt in der Öffentlichkeit vermindert das Risiko, dass die Erreger übertragen werden. Eine Nasenspülung am Abend kann helfen, die Krankheitserreger, die sich eventuell in der Nase befinden, hinaus zu spülen.

Dafür werden die Nasenschleimhäute mithilfe einer Nasendusche entweder mit einer fertigen Mischung oder mit einer selbstgemachten Kochsalzlösung gespült und gleichzeitig befeuchtet. Zudem ist grade im Winter angemessene Kleidung ratsam. Es sollten möglichst kalte Füße und ein Durchnässen der Kleidung als potenzielle Risikofaktoren einer Erkältung vermieden werden.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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