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Apfelessig

Definition – Wofür verwendet man Apfelessig in der Medizin?

Essig wird in der Medizin schon seit der Antike verwendet. In den letzten Jahren hat sich der Apfelessig sehr profiliert und wird heutzutage mitunter am häufigsten in der Naturheilkunde eingesetzt. Früher wurden damit unter anderem Wunden gereinigt oder leichtere Symptome wie zum Beispiel Schwindel oder niedriger Blutdruck behandelt. Heutzutage wird Apfelessig neben seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung vor allem für seinen hohen Nährstoffgehalt geschätzt, weshalb er auch  gerne in der Kosmetik oder der Behandlung der Haut genutzt wird. Außerdem wirkt er sich positiv auf die Cholesterinwerte im Blut aus und regt die Verdauung an. Generell ist Apfelessig gut verträglich und preiswert, weshalb er sich bei milderen Erkrankungen gut als Alternative oder Ergänzung zur herkömmlichen Medizin anbietet.

Verwendung für Apfelessig in der Medizin

Apfelessig wird in der Medizin für verschiedene Therapien genutzt. Die Verwendungszwecke beschränken sich jedoch zu einem Großteil auf Hautpflege und Ernährung.

  • Durch seine hohen Werte an B-Vitaminen, Vitamin C, Vitamin E und noch einigen anderen sowie einigen Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium kann der Apfelessig auch bei Hautproblemen wie Akne aufgetragen werden und die Symptomatik lindern.
  • Wer auf seine Ernährung achtet, wird durch Essig auch sehr gute Ergebnisse erzielen, da es auch beim Abnehmen helfen kann.  Durch seine Inhaltsstoffe ist er nicht nur gesund, sondern wirkt sich über einen längeren Zeitraum positiv auf das Gewicht aus und senkt dieses.
  • Mit Apfelessig können jedoch auch Wunden versorgt werden oder bei Erkältung die Halsschmerzen gelindert werden.

Apfelessig zum Abnehmen

Wird Apfelessig täglich und korrekt konsumiert, so kann dieser eine wichtige Rolle beim Abnehmen spielen. Dafür sollte man täglich nicht mehr als ca. 50 ml Apfelessig trinken. Wichtig ist hierbei, dass Apfelessig nie pur getrunken wird. Man mischt ihn vorher mit Wasser und trinkt ihn in kleineren Schlücken, damit der Magen-Darm-Trakt nicht zu sehr gereizt wird. Vor jeder Mahlzeit sollte man so viel Apfelessig trinken, damit man im Laufe eines Tages auf die Menge von 50 ml kommt. Je nach Anzahl und Größe der Mahlzeiten sollte man somit die Menge anpassen. Idealerweise nimmt man Apfelessig ca. 15 Minuten vor der Mahlzeit ein, um den Hunger zu reduzieren. Dadurch wird weniger Essen aufgenommen und das Abnehmen sollte leichter fallen. Da Apfelessig jedoch sehr viele Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und andere wichtige Nahrungsbestandteile enthält, ist die Gefahr einer Mangelernährung bei gleichzeitig ausgewogener und gesunder Ernährung eher gering. Gleichzeitig regt Apfelessig auch die Verdauung an, wodurch die Nahrungsaufnahme erleichtert wird und Verdauungsproblemen vorgebeugt werden kann.

Um alles weitere zur so genannten "Apfelessig- Diät" zu erfahren, lesen Sie am besten auch den passenden Artikel Die Apfelessig Diät

Für weitere Informationen zum Thema Abnehmen lesen Sie auch: Diäten

Bei Verdauungsproblemen

Bei Problemen mit der Verdauung kann Apfelessig helfen und die Symptomatik lindern. Neben der Nutzung im Rahmen einer Diät kann Apfelessig auch bei Blähungen oder Verstopfung helfen. Die leichte Säure wirkt sich fördernd auch die Darmbeweglichkeit aus, wodurch die Darmpassage schneller erfolgt und Blähungen seltener auftreten. Auch Verstopfungen können so gelöst werden.

Für weitere Hausmittel lesen Sie hier: Hausmittel gegen Blähungen und Hausmittel gegen Verstopfung

Verwendung bei Erkältungen

Apfelessig ist auch ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen. Da die meisten Erkältungen viral bedingt sind, für Apfelessig jedoch nur die antibakterielle Wirkung eindeutig belegt ist, ist seine Wirksamkeit hier umstritten. Dennoch kann er bei leichten bis mäßigen Infekten Linderung verschaffen, insbesondere wenn Halsschmerzen auftreten. Hierfür kann beispielsweise ein Esslöffel Apfelessig mit etwas Honig und Wasser vermischt und dann getrunken werden.

Auch bei einer bakteriellen Mandelenzündung kann Apfelessig als Begleittherapie verwendet werden, hier sollte man jedoch grundsätzlich auch einen Arzt aufsuchen.

Weitere Informationen finden sie unter: Hausmittel bei einer Erkältung sowie Naturheilkunde bei Erkältungen

Anwendung auf der Haut

Die Pflege der Haut ist eine wichtige und häufige Verwendung von Apfelessig in der Medizin. Eine zentrale Rolle spielt dabei neben der antientzündlichen Komponente auch die antibakterielle Wirkung. Außerdem wirken sich seine hohen Werte an Vitaminen (u.a. B-Vitaminen, Vitamin C, Vitamin E) sowie einigen Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium positiv auf die Haut aus.

Beispielsweise kann Apfelessig bei Akne helfen. Dafür mischt man ihn mit Wasser und trägt ihn mit Hilfe eines Tuches auf, welches man anschließend einige Zeit auf der betroffenen Stelle liegen lässt, damit der Essig einwirken kann. Die für die Akne verantwortlichen Bakterien werden hierdurch zum Teil abgetötet oder in ihrem Wachstum gebremst. Gleichzeitig wirken die Inhaltsstoffe pflegend auf die Haut.

Weitere Informationen finden Sie auch unter Hausmittel gegen Akne

Auch bei schwer verheilenden, entzündeten Wunden kann man Apfelessig verwenden, um die Heilung zu beschleunigen. Hier macht man sich ebenfalls die antibakteriellen und hautpflegenden Eigenschaften zunutze.

Weiterhin unterstützt Apfelessig die Haut beim Entfernen von überschüssigen Hautpartikeln, wodurch die Haut klarer, gesünder und frischer aussieht.

Gegen Pickel

Bei regelmäßiger Anwendung ist Apfelessig ein gutes Mittel gegen Pickel. Die Pickel entstehen meist durch Verstopfung von Drüsen, wodurch sich auch Bakterien ansammeln. Durch seine antientzündliche und antibakterielle Wirkung kann Apfelessig bei Pickeln eingesetzt werden, indem man ihn mit Wasser verdünnt auf die betroffenen Hautstellen aufträgt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Gemisch nicht in die Augen gelangt. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollte der Vorgang mindestens zwei mal täglich wiederholt werden und der Essig für einige Zeit einwirken.

Auch so werden Sie Pickel los

Apfelessig als Gesichtswasser

Durch die bereits beschriebenen antientzündlichen und antibakteriellen Wirkungen sowie die pflegende Wirkung kann Apfelessig auch gut als Gesichtswasser genutzt werden. Es zeigen sich positive Auswirkungen auf Pickel beziehungsweise auf Akne und die Hautqualität. Verdünnt mit Wasser kann der Apfelessig je nach Sorte auch einen angenehmen Duft verströmen. 

Als Hausmittel bei Nagelpilz

Neben der antibakteriellen Wirkung weist Apfelessig manchmal auch eine antimykotische (pilztötende) Wirkung auf, weshalb er sich gut zur Therapie von Nagelpilz eignet. Daneben wirkt sich der Gebrauch von Essig durch seine Inhaltsstoffe gut auf die umliegende Haut und den Nagel aus. Dafür wird der Apfelessig mit Wasser verdünnt und auf den betroffenen Nagel aufgetragen. Damit das Gemisch seine Wirkung entfalten kann, empfiehlt es sich, dieses auf eine Mullbinde oder ein Tuch aufzutragen und auf dem Nagel zu fixieren. Das Ganze sollte möglichtst mehrmals täglich wiederholt werden, bis der Nagelpilz verschwunden ist.

Lesen Sie weiter über die Behandlung von Nagelpilz mit Essig

Für die Haare

Apfelessig hat auch auf Aussehen und Quliatät der Haare eine positive Auswirkung. Dafür sollte man den Apfelessig regelmäßig beim Duschen einmassieren und für ein paar Minuten einwirken lassen. Am Besten tut man dies ungefähr einmal in der Woche, um die Haare nicht zusätzlich zu sehr zu strapazieren. Durch die kurze Einwirkzeit können die Haare die Inhaltsstoffe des Apfelessigs aufnehmen und so das Wachstum und die Gesundheit der Zellen verbessern. Aus diesem Grund stellt der Apfelessig eine gute, preiswerte Alternative für herkömmliche Kosmetika dar.

Gegen Warzen

Auch kann Apfelessig beim Auftreten von Warzen genutzt werden. Dafür sollte man ihn mehrmals täglich auf die betroffene Stelle auftragen und für einige Minuten einwirken lassen. Am Besten geht dies mit einem Tuch mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser. Alternativ kann mit einem Tuch und der Essig-Wasser-Mischung einen feuchten Wickel anfertigen.

Wie wirkt Apfelessig?

Die Inhaltsstoffe des Apfelessigs wirken beispielsweise auf die Haut, den Magen-Darm-Trakt oder die Haare. Er erzielt in der Naturheilkunde mitunter die besten Ergebnisse und ist daher sehr beliebt. Allerdings ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Inhaltsstoffe bei der Verarbeitung nicht geschädigt wurden. Aus diesem Grund darf der Apfelessig nicht erhitzt worden sein, er sollte naturtrüb sein und nach Möglichkeit Bio-Qualität haben. Gerade bei der Verwendung auf Verletzungen oder für die Haare sind die Nährstoffe wie Vitamine oder Mineralien ein wichtiger Faktor. Gibt man diesen genug Zeit zum Einzuwirken können sie von den Zellen genutzt werden und zu deren Gesundheit beitragen.

Die entzündungshemmende, antibakterielle sowie antimykotische Wirkung ist auf den relativ hohen Anteil an Säuren zurückzuführen, welche die jeweiligen schädlichen Organismen in ihrer Vermehrung behindern. Aus diesem Grund eignet sich Essig auch als Hausmittelzum Gurgeln bei Erkältungen.

Andere Wirkungsweisen, die beim Gebrauch von Apfelessig zum Teil auftreten, wie der positive Einfluss auf die Senkung des Blutzuckers oder des Cholesterins sowie der Senkung des Blutdrucks sind nicht abschließend geklärt oder zum Teil noch unklar.

Lesen Sie mehr zum Thema Essig

mögliche Nebenwirkungen

Bei korrekter Nutzung des Apfelessigs sind in der Regel kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Wird er allerdings beispielsweise bei der Anwendung gegen Verdauungsprobleme übermäßig eingenommen, kann es zu einer Reizung der Schleimhäute und des Magen-Darm-Traktes kommen. Auch auf der Haut können die leicht sauren Eigenschaften zu einer gestörten Barrierefunktion der Haut führen, wodurch offene, schmerzhafte Stellen entstehen. Eine weitere mögliche Nebenwirkung sind Zahnschmerzen.

Diese Nebenwirkungen treten allerdings nur äußerst selten auf.

Im Bereich der Wundbehandlung ist jedoch darauf zu achten, dass es nach Beendigung der Therapie zu einer erneuten Besiedlung mit schädlichen Bakterien oder Pilzen kommen kann. 

Wann sollte Apfelessig nicht genommen werden?

Bei korrekter Anwendung ist Apfelessig generell nicht schädlich ist. Allerdings sollte man insbesondere bei Magenschmerzen oder Erkrankungen wie einem Magengeschwür auf die Einnahme verzichten, da sich der Essig hier negativ auswirken kann. In der Schwangerschaft, bei Zahnschmerzen oder bei Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus muss vor dem Gebrauch von Apfelessig immer der behandelnde Arzt konsultiert werden.

Wie häufig darf man Apfelessig anwenden?

Grundsätzlich gibt es für die Häufigkeit der Anwendung von Apfelessig kein Limit. Um allerdings zu gewährleisten, dass keine Nebenwirkungen auftreten, sollte man die Menge des Apfelessigs auf 50 ml pro Tag beschränken. Diese 50 ml sollten jedoch nicht auf einmal eingenommen werden, sondern mit Wasser verdünnt entweder im Laufe desTages oder mindestens im Laufe einiger Minuten getrunken werden. Bei Nutzung des Apfelessigs auf der Haut sollte auf eine adäquate Dosierung geachtet werden, sodass sie nicht übermäßig gereizt wird.

Gibt es Unterschiede in der Qualität bei den Apfelessigsorten?

Je nach Herstellungsart weisen die verschiedenen Apfelessigsorten eine unterschiedliche Qualität auf, was sich entscheidend auf seine Wirksamkeit auswirkt. In der Regel weisen die teureren Produkte eine höhere Qualität auf. Zu empfehlen sind daher Sorten die nicht erhitzt wurden und naturtrüb sind.

Weiterführende Informationen

Eine Übersicht aller Themen finden Sie unter Naturheilkunde

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.07.2019
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