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Nesselsucht

Definition

Die Nesselsucht wird in der Fachsprache auch als „Urtikaria“ bezeichnet oder umgangssprachlich als Nesselfieber.
Es handelt sich dabei um ein typisches, symptomatisches Krankheitsbild der Haut, das durch eine Vielzahl von Auslösern hervorgerufen werden kann. Der Entstehungsmechanismus der oberflächlichen Symptome der Haut ist vergleichbar mit einer allergischen Reaktion, jedoch ist eine Allergie nur in etwa 10% der Fälle der eigentliche Auslöser. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder chronisch verlaufen, sie kann auch einmalig erscheinen oder immer wiederkehren.


Ursachen

Die Ursachen der Nesselsucht sind zahlreich. Die Nesselsucht als Krankheitsbild stellt eine Reihe von Symptomen der Haut dar, die aufgrund verschiedener Reize auftreten können. Diese Reize können autoimmunologisch, physikalisch, chemisch, infektiös oder anderweitig ausgelöst werden.
Häufig besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber zugeführten Stoffen. Das können bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente, Getränke, Salben oder ähnliches sein. Die Haut reagiert mit allergieähnlichen Symptomen auf die vermeintlich schädliche Substanz.
Eine weitere Ursache können z.B. sogenannte Pseudoallergien, wie z.B. die Schweißallergie, sein. 

Die physikalische Ursachen für die Nesselsucht können Druck, Reibung, Hitze oder Kälte sein. In seltenen Fällen können auch Sonnenlicht oder Wasser zu Symptomen der Haut führen.

Auch Hormonstörungen des Körpers können die Symptome auslösen. Durch das Nervensystem und Hormone wie Adrenalin können Veränderungen der Haut beeinflusst werden. Bei Fehlregulationen dieser Hormone, kann eine Nesselsucht ausgelöst werden. Zum Beispiel bei Schilddrüsenentzündungen vom autoimmunen Typ, können solche Fehlregulationen entstehen. Seltene Autoimmunprozesse und Stoffwechselstörungen können ebenfalls eine chronische Nesselsucht auslösen. Bei Autoimmunreaktionen löst das Immunsystem die Symptome aus, da es körpereigene Stoffe fälschlicherweise als schädlich erkennt und bekämpft.

In sehr seltenen Fällen liegt eine Stoffwechselstörung im Abbau des Hormons Histamin vor. Dieses wird vor allem bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet. Kann es nicht richtig abgebaut werden, kommt es fälschlicherweise zu starken, allergischen Reaktionen des Körpers.

Auch infektiöse Ursachen für eine Nesselsucht sind möglich. Ursächlich sind Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze, die als begleitendes Symptom der Infektion die Haut betreffen. Die Hauptinfektion findet dabei zumeist im Darm statt, bewirkt als begleitendes Symptom jedoch die Nesselsucht. Wird keine Ursache für die Nesselsucht ermittelt, was in einem großen Teil der Fälle zutrifft, spricht man von einer „idiopathischen“ Nesselsucht.

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Symptome

Das typische Leitsymptom der Nesselsucht sind Rötungen der Haut mit Quaddeln.
Die Rötung entsteht durch eine vermehrte Durchblutung des betroffenen Hautareals, die Quaddel hingegen durch eine Wasseransammlung innerhalb der Haut. Die Quaddeln können sich über mehrere Zentimeter ausdehnen und jucken oft sehr stark. Die Quaddeln verbleiben für gewöhnlich nicht an einem Ort, sondern wandern über die Haut. Eine einzelne Quaddel bildet sich im Regelfall innerhalb von einem Tag wieder zurück.
Komplikationen, die bei der Nesselsucht zusätzlich auftreten können, sind sogenannte Angioödeme. Dabei schwillt ein Hautbereich durch einen Erguss von Flüssigkeit in das Unterhautfettgewebe an.
Nicht selten tritt dieses Symptom im Gesicht auf und kann den Patienten für etwa 1-3 Tage entstellen.

Hautausschlag bei einer Nesselsucht

Unter dem Begriff Nesselsucht können viele verschiedene Hautausschläge zusammengefasst werden. Im Allgemeinen handelt es sich um flächige Rötungen kleiner oder größerer Hautbereiche. Der Ausschlag tritt meist plötzlich auf und kann stark jucken.
Typisch für die Nesselsucht sind die Flüssigkeitsansammlungen in der oberflächlichen Haut, die zu den sogenannten Quaddeln führen. Der Hautausschlag kann sich über mehrere Tage hin verändern und umherwandern. Die Quaddeln bilden sich zurück und an anderer Stelle entstehen neue. Dadurch kann sich die Nesselsucht über die Haut fortbewegen.

Diagnose

Die Diagnose einer Nesselsucht erfolgt hauptsächlich über ein detailliertes Arzt-Patienten Gespräch (Anamnese) und eine Inspektion der betroffenen Hautareale. Ein Hautarzt aber auch ein Allgemeinmediziner können die Ausschläge beurteilen und eine Diagnose stellen.
Bei der Anamnese ist es wichtig, herauszufinden, ob Allergien, Unverträglichkeiten oder vorherige Hautsymptome und Ausschläge bekannt sind. Auch eine Begleiterkrankung, eine Medikamenteneinnahme oder weitere neuere Verhaltensweisen oder Umstellungen von Gewohnheiten können in Zusammenhang mit der Hauterkrankung stehen.
Bei spontanen Ausbrüchen der Nesselsucht reichen die genaue Befragung und die Inspektion des Ausschlags aus, um eine Diagnose zu stellen. Lediglich bei schweren Erscheinungsformen der Nesselsucht oder bei chronischen Verläufen muss durch verschiedene Testverfahren die Ursache ermittelt werden. Dabei können Blutuntersuchungen, Antikörpertests oder spezielle Diäten zum Einsatz kommen.

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Ist eine Nesselsucht ansteckend?

Eine Nesselsucht ist nicht ansteckend. Die Hautsymptome treten als Folge verschiedenster Ursachen auf, die mitunter auch infektiös sein können.
Der Ausschlag enthält keine krankmachenden Erreger, die übertragen werden könnten.
Ist die Ursache ein Infekt, zum Beispiel im Darm, dann kann gegebenenfalls der Hauptinfekt infektiös und ansteckend sein. Dabei erfolgt die Ansteckung allerdings mit dem Darmerreger, nicht mit der Nesselsucht selbst. Ein erneutes Auftreten einer Nesselsucht bei der angesteckten Person wäre reiner Zufall und sehr unwahrscheinlich.

Therapie

Die Nesselsucht besitzt immer einen Auslöser. Die ideale Behandlung der Nesselsucht besteht also vor allem darin den Auslöser zu meiden.
Bei Lebensmitteln oder Medikamenten ist ein solches Vermeiden möglich. Bei Hitze, Kälte, anderen physikalischen Reizen oder Erregern ist das jedoch kaum möglich.
In diesem Falle lässt sich bei starken Symptomen und unkontrollierbarer Nesselsucht eine medikamentöse Therapie durchführen. Auslöser für den Hautausschlag ist das Hormon Histamin.
Eine symptomatische Therapie besteht darin, dieses Hormon wirkungslos zu machen durch Einnahme sogenannter Antihistaminika. Diese müssen über mehrere Monate eingesetzt werden. Soll die Linderung schnell und akut eintreten, ist eine Cortison Therapie ratsam. Bei schweren Beschwerden kann es kurzzeitig eingenommen werden, für lange Behandlungen ist das Kortison ungeeignet.

Hausmittel bei einer Nesselsucht

Die Symptome der Nesselsucht können durch Hausmittel gelindert werden. Insbesondere der starke Juckreiz erscheint vielen Patienten unerträglich und kann durch Kühlung gelindert werden.
Kühles Wasser oder kühle Wickel der betroffenen Stelle lindern die Symptome.

Eine seltene Form der Nesselsucht entsteht jedoch durch Kälte der Hautoberfläche. Liegt diese Form vor, verschlimmern sich die Symptome und es sollte sofort von einer Kühlung abgesehen werden.
Wird der Juckreiz unerträglich stark, sollte von Hausmitteln abgesehen und eine medikamentöse Behandlung durch einen Arzt begonnen werden. Auf keinen Fall sollte der Ausschlag aufgekratzt werden. Dies verschafft kaum Linderung der Symptome, bringt aber das Risiko einer Hautinfektion.

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Homöopathie bei einer Nesselsucht

Bei leichten Beschwerden können homöopathische Mittel eine Besserung bewirken. Insbesondere bei der chronischen Nesselsucht kann die Homöopathie zum Einsatz kommen und Linderung verschaffen.
Geeignete Mittel gegen die Nesselsucht sind „Ascatus fluviatilis“ und „Apis mellifica“, welches bei jeglichen Ausschlägen hilft.
Um einen ganzheitlichen Ansatz zu erreichen, muss jedoch die genaue Form der Nesselsucht bekannt sein. Ob Nahrungsmittel oder Infektionen die Auslöser sind oder, ob eine kälte- oder hitzeempfindliche Nesselsucht vorliegt, ist entscheidend. Bei schweren Beschwerden und schlechten Behandlungserfolgen sollte dennoch im Ernstfall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Die Homöopathie kann lediglich ergänzend zur medikamentösen Therapie oder bei leichten Beschwerden eingesetzt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Homöopathie bei Nesselsucht

Dauer einer Nesselsucht

Die Erkrankungsdauer ist sehr variabel und unabsehbar. Es muss unterschieden werden zwischen einer akuten und einer chronischen Form. Bei etwa der Hälfte der Patienten liegt eine akute Form vor. Diese kann innerhalb weniger Tage bis Wochen abklingen oder einige Monate bestehen. Nach maximal 6 Monaten geht die Erkrankung von selbst zurück.
Der Ausschlag kann sich über diesen Zeitraum hinweg verändern. Die einzelnen Quaddeln bilden sich nach wenigen Tagen zurück, es entstehen jedoch immer wieder neue. Der Ausschlag kann umherwandern, bis er nach Wochen bis Monaten verschwindet.
Bei etwa einer Hälfte der Patienten kommt es zu einer chronischen Verlaufsform. Diese kann bis zu 5-10 Jahre andauern. Besonders häufig liegen hier Formen der Nesselsucht vor, die durch physikalische, unkontrollierbare Reize oder als Folge chronischer Darminfekte entstehen. Bei der chronischen Nesselsucht sind die Symptome oft nicht so stark ausgeprägt, wie bei der akuten Form.
Trotz des langen Verlaufs kommt es in fast allen Fällen mit der Zeit zu einer spontanen Heilung der Nesselsucht, ob chronisch oder akut.

Nesselsucht bei Kindern

Eine Nesselsucht beim Kind ist keine seltene Erkrankung. Vor allem eine akute Verlaufsform ist typisch. Die Nesselsucht tritt hierbei nur für einige Tage oder wenige Wochen auf. Danach heilt sie von selbst vollständig ab. Ursächlich sind in vielen Fällen Infekte und Viruserkrankungen. Die typischen Viruserkrankungen, die im Kindesalter durchlebt werden, lösen neben den grippalen Infekten, Rachenentzündungen oder Mittelohrentzündungen dann auch eine akute Nesselsucht aus.
Auch neu erkannte Allergien können die Nesselsucht hervorrufen. Oft sind Allergien gegen Nahrungsmittel oder auch Medikamenteallergien die Auslöser der Nesselsucht.
Physikalische Auslöser sind eher selten bei jungen Menschen.
Die Behandlung erfolgt größtenteils durch Hausmittel. Auch Antihistaminika können eingesetzt werden. In der Regel klingt die Nesselsucht in kürzester Zeit von selbst ab. Bei Kindern muss besonders darauf geachtet werden, dass die Quaddeln nicht aufgekratzt werden. Bei Hautverletzungen mit Blutungen besteht immer die Gefahr von Folgeinfektionen, insbesondere bei Kindern, die ein geringeres hygienisches Bewusstsein als Erwachsene besitzen.

Nesselsucht beim Baby

Beim Baby tritt die Nesselsucht ebenso wie beim Kind unter 18 Jahren hauptsächlich akut auf. Es handelt sich um eine eher harmlose Erkrankung, die neben den auftretenden Quaddeln und Juckreiz auch zu Fieber und im Extremfall auch zu Atemnot führen kann.
Beim Baby deutet die Nesselsucht auf eine vorausgegangene Virusinfektion oder auf die Unverträglichkeit eines Lebensmittels hin. Mit Kühlung der Haut durch kalte Wickel können die Symptome gelindert werden, bis die Nesselsucht innerhalb einiger Tage von selbst abheilt. Bei Komplikationen wie Atemnot oder langer Dauer der Erkrankung, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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