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Hautausschlag durch Stress

Einleitung

Das größte Organ des Körpers, die Haut, ist oft die Projektionsfläche für Prozesse, die sich im Inneren des Körpers abspielen. So kann sich auch vermehrter Stress auf der Haut durch Hautausschläge (sogenannte Exantheme) bei manchen Menschen äußern.

Das Wort „Stress“ wird sehr oft benutzt, doch die eigentliche biologische Bedeutung davon ist letztendlich die Reaktion des Körpers auf eine äußere Herausforderung.

Dabei wird zwischen Eustress und Dysstress unterschieden. Eustress ist der „positive Stress“, der für den Körper zwar eine Herausforderung darstellt, aber durchaus als angenehm empfunden wird. Er hält den Organismus gesund und ist für die Lösung schwieriger Aufgaben von großer Bedeutung.

Dysstress hingegen wird als unangenehm empfunden und geht mit einem Gefühl von Überforderung und Bedrohlichkeit einher. Besteht dieser über einen längeren Zeitraum, kann er zu physischen und psychischen Symptomen führen. Über mögliche Konsequenzen dieser Art von „negativem Stress“ wird in diesem Artikel weiter eingegangen werden.

Entwicklungsgeschichtlich war dies für unsere Vorfahren von Bedeutung, um in Gefahrensituationen über eine erhöhte Flucht- oder Kampfbereitschaft zu verfügen. Bei einer Stressreaktion kommt es zur Ausschüttung von Stresshormonen, die den Puls und den Blutdruck ansteigen, die Atmung schneller werden lassen und die Muskelspannung erhöhen. Sie schaffen also perfekte Bedingungen, um vermehrt körperliche Leistungen zu erbringen.

In der heutigen Gesellschaft jedoch ist die Flucht bei Stresssituationen meist nicht angebracht, weshalb der Stress sich oft in psychischer Form anhäuft und keinen wirklichen Ausgang mehr findet. Im schlimmsten Falle kann dies zum Burnout führen. Vorstufen davon können aber schon diverse Manifestationen in verschieden Körperregionen sein, wie beispielsweise der Haut mit Hautausschlag.

Da Stressprozesse die Immunfunktion der Haut direkt beeinflussen, kann es bei länger anhaltender Belastung hier zu Problemen kommen. Da Stresshormone auf das Immunsystem eine dämpfende Wirkung haben, kann Dauerstress dazu führen, dass Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Pilze leichter in die Haut eindringen können und dort gerötete, juckende oder nässende Hautausschläge verursachen.

Stressreaktionen beeinflussen aber auch die Hautdurchblutung und können hierdurch zu einer verringerten Versorgung der Haut mit wichtigen Nährstoffen führen.

Da der Zusammenhang zwischen Psyche und Haut von besonderer Bedeutung zu sein scheint, gibt es inzwischen sogar eine eigene Fachdisziplin in der Medizin, die sich besonders mit diesen Krankheitsbildern beschäftigt. Dieser relativ neue Forschungszweig heißt Psychodermatologie.

Lesen Sie hierzu auch Hautausschlag um die Augen

Die typischen Erscheinungsformen von Stress an der Haut sind Nesselsucht (Urtikaria), Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis. Auch Akne kann durch Stress verstärkt auftreten.

Entwicklungsgeschichtlich war dies für unsere Vorfahren von Bedeutung, um in Gefahrensituationen über eine erhöhte Flucht- oder Kampfbereitschaft zu verfügen. Bei einer Stressreaktion kommt es zur Ausschüttung von Stresshormonen, die den Puls und den Blutdruck ansteigen, die Atmung schneller werden lassen und die Muskelspannung erhöhen. Sie schaffen also perfekte Bedingungen, um vermehrt körperliche Leistungen zu erbringen.

In der heutigen Gesellschaft jedoch ist die Flucht bei Stresssituationen meist nicht angebracht, weshalb der Stress sich oft in psychischer Form anhäuft und keinen wirklichen Ausgang mehr findet. Im schlimmsten Falle kann dies zum Burnout führen. Vorstufen davon können aber schon diverse Manifestationen in verschieden Körperregionen sein, wie beispielsweise der Haut mit Hautausschlag.

Da Stressprozesse die Immunfunktion der Haut direkt beeinflussen, kann es bei länger anhaltender Belastung hier zu Problemen kommen. Da Stresshormone auf das Immunsystem eine dämpfende Wirkung haben, kann Dauerstress dazu führen, dass Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Pilze leichter in die Haut eindringen können und dort gerötete, juckende oder nässende Hautausschläge verursachen.

Stressreaktionen beeinflussen aber auch die Hautdurchblutung und können hierdurch zu einer verringerten Versorgung der Haut mit wichtigen Nährstoffen führen.

Da der Zusammenhang zwischen Psyche und Haut von besonderer Bedeutung zu sein scheint, gibt es inzwischen sogar eine eigene Fachdisziplin in der Medizin, die sich besonders mit diesen Krankheitsbildern beschäftigt. Dieser relativ neue Forschungszweig heißt Psychodermatologie.

Die typischen Erscheinungsformen von Stress an der Haut sind Nesselsucht (Urtikaria), Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis. Auch Akne kann durch Stress verstärkt auftreten.

Stress und Nesselsucht

Der Name der Nesselsucht, auch Urtikaria genannt, leitet sich vom lateinischen Begriff für Brennessel ab (Urtica), da die Symptome bei dieser Erkrankung sehr denen ähneln, die nach dem Hautkontakt mit dieser Pflanze auftreten. Es kommt zu einer übermäßigen Ausschüttung von Histamin, wodurch die Gefäßdurchlässigkeit steigt und es somit zu Wassereinlagerungen in der Haut kommt. Außer diesen Quaddeln weisen Betroffene meist rote, stark juckende Hautausschläge auf, die sie durch Kneifen oder Reindrücken der Fingernägel als weniger juckend empfinden.

Ursachen für diese erhöhte Freisetzung können sowohl eine allergische Reaktion als auch äußere Faktoren wie Wärme, Kälte Licht, Reibung und Druck sein. Es gilt als gesichert, dass Stress sich dabei verstärkend auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Der Zusammenhang von Stress in der Krankheitsentstehung ist jedoch noch ungeklärt.

Lesen Sie mehr zum Thema Nesselsucht

Stress und Schuppenflechte

Die Schuppenflechte / Psoriasis ist gekennzeichnet durch stark gerötete, schuppende und manchmal extrem juckende Hautirritationen. Meist befinden sich diese an den Streckseiten großer Gelenke, wie dem Kniegelenk oder Ellenbogengelenk, manchmal aber auch am Bauchnabel oder der Kopfhaut.

Die Schuppen bilden sich aufgrund einer Störung im Hauterneuerungsprozess, welcher in der Regel stark beschleunigt ist. Fallen die Schuppen ab, kommt die darunterliegende Haut zum Vorschein, die stärker durchblutet ist und somit rötlich erscheint. Diese ist besonders empfindlich und wird bei vorhandenem Juckreiz meist verletzt, weshalb es häufig auch zu Blutungen kommt.

Diese Erkrankung kann familiär gehäuft auftreten, da auch genetische Faktoren bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle spielen können. Sie kann sich aber auch spontan durch verschiedene Triggerfaktoren, meist im zweiten Lebensjahrzehnt, entwickeln. Zu diesen äußeren Reizen gehört eben Stress genauso wie bestimmte Infektionen, hormonelle Veränderungen oder Immunschwäche. Die Betroffenen leiden meist weniger an den Hautausschlägen selbst, sie weisen viel mehr psychische Belastungen auf. Sie leiden oft an Minderwertigkeitsgefühlen und gesellschaftlicher Isolation, was wiederum die Stressentstehung begünstigt und sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirkt.

Lesen Sie mehr zum Thema Psoriasis.

Stress und Neurodermitis

Das Erscheinungsbild der Neurodermitis kann stark variieren, meist finden sich jedoch trockene, stark gerötete und oft entzündete Hautausschläge, die sehr stark jucken. Außerdem kann es generell zur Verdickung und Verkrustung der Haut an den betroffenen Stellen kommen, bis hin zu Knötchen. Meist befinden sich die Hautausschläge in den Gelenkbeugen wie Ellenbeugen oder Kniekehle.

Bei Säuglingen ist oft das Gesicht betroffen. Ursache für diese Erkrankung ist eine genetisch veranlagte, gestörte Barrierefunktion der Haut, weshalb sie gegenüber meist unempfindlichen Reizen eben überempfindlich reagiert. Die genetische Veranlagung dafür reicht jedoch nicht allein dafür aus, dass die Krankheit auch tatsächlich ausbricht. Vielmehr kommen verschiedene Auslöser in Betracht, die als Triggerfaktoren aktiv den Krankheitsausbruch begünstigen. Dazu gehören Allergene aus dem Haushalt oder der Umwelt, starke Irritationen der Haut durch Reinigungsmittel, Kosmetika oder Wollkleidung, Klimafaktoren wie Kälte, Trockenheit und Schwüle und bestimmte Umweltgifte.

Stress und anderweitige psychische Belastungen sind bei der Verschlimmerung des Verlaufs bei diesem Krankheitsbild von großer Bedeutung. Und auch umgekehrt leiden Betroffene oft sehr stark unter dem anhaltenden Juckreiz und der körperlichen Entstellung, was wiederum die Stressentstehung und somit die Verstärkung der Symptome begünstigt.

Lesen Sie mehr zum Thema Neurodermitis.

Therapieoptionen

Ist also ein konkreter Stressauslöser erkennbar oder sind bereits Symptome aufgetreten, die mit Stress in Verbindung gebracht werden können, sollte über Methoden der Stressverarbeitung nachgedacht werden. Grundlagen hierfür sind eine gesunde und ausgewogene Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung.

Außerdem stehen verschiedene Stressbewältigungsverfahren zur Auswahl, wie beispielsweise autogenes Training oder Meditation.

Die Effekte von Sport sind zudem von herausragender Bedeutung, da körperliche Aktivität nachweislich dabei hilft, Stresshormone abzubauen und dem angestautem psychischen Stress einen möglichen Ausgangsweg aus dem Körper zu verschaffen. Außerdem beugt regelmäßiges Sporttreiben nicht nur stressbedingten Erkrankungen vor, sondern weist auch für das Herz-/ Kreislaufsystem und für den gesamten Körper einen nachhaltig positiven Effekt auf.

Grundsätzlich gilt natürlich, nicht abzuwarten bis der Stress sich in einer organischen Form manifestiert, sondern frühzeitig das Problem zu erkennen und zu versuchen, diesem bereits frühzeitig entgegenzuwirken.

Zur Stärkung der Haut und zur Versorgung mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen eignen sich auch eine Reihe pflanzlicher Präparate.

Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: Hausmittel bei einem Hautausschlag

Weitere Informationen

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Eine Übersicht über alle dermatologischen Themen finden Sie unter Dermatologie Online.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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