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Symptome einer Nickelallergie

Symptome der Nickelallergie

Die Symptome der Nickelallergie treten etwa innerhalb von 12 Stunden nach der Exposition mit einem nickelhaltigen Stoff auf. Es entwickelt sich eine Entzündung auf den obersten Hautschichten, die durch Symptome wie Bläschen, Hauterhabenheiten und Schwellungen gekennzeichnet ist. Dieses Ekzem (Nickeldermatitis) geht einher mit zum Teil starkem Juckreiz und Rötungen. Kennzeichnend ist, dass sich der Hautausschlag ziemlich exakt auf die Stelle beschränkt, an der direkter Kontakt mit Nickel bestand. Da Nickel wasserlöslich ist, wird es durch Schweißbildung vermehrt freigesetzt, weshalb sich Symptome der Nickelallergie oft deutlicher im Sommer äußern.

Wenn eine allergische Reaktion gegenüber einem nickelhaltigen Stoff entsteht, der sich innerhalb des Körpers befindet, zum Beispiel bei Implantaten oder Prothesen, kann es zu schlimmeren Symptomen wie Knochenzerstörungen, Gelenklockerungen und starken Schmerzen kommen.

Nickelhaltige Speisen können diese Symptome verstärken.
Lesen Sie dazu Nickelalergie und Lebensmittel

Symptome in Stichpunkten

Symptome einer Nickelallergie treten typischerweise an der Hautstelle auf, die mit Nickel in Kontakt gekommen ist. Nickel ist zum Beispiel in Modeschmuck, aber auch in manchen Gürtelschnallen und Jeansknöpfen enthalten. Die Symptome einer Nickelallergie können sich auch erst nach Jahren entwickeln und noch mehrere Tage nach dem Hautkontakt mit Nickel anhalten. Zu den Symptomen gehören:

  • Rötung

  • Juckreiz

  • Schwellung

  • Bildung von Bläschen oder Knötchen

  • Schuppung

  • Nässen

Nesselsucht (Uritkaria) als Symptom

Die einzelne Quaddel wird fachsprachlich als Urtika bezeichnet, treten wie bei der Nesselsucht viele Quaddeln auf, spricht man von Urtikaria. Die Nesselsucht kann verschiedene Ursachen haben und beispielsweise im Rahmen einer allergischen Reaktion auftreten oder durch Druck, Wärme, Kälte, Sonnenlicht oder chemische Stoffe ausgelöst werden.  Üblicherweise verschwinden die Quaddeln nach wenigen Stunden wieder und treten dann an anderen Körperstellen erneut auf. Ein Verlauf von über 6 Wochen wird als chronische Urtikaria bezeichnet. In den meisten Fällen kann keine Ursache für eine Nesselsucht gefunden werden. Ist der Auslöser bekannt, sollte auf Kontakt mit dem auslösenden Stoff/Nahrungsmittel etc. verzichtet werden. Die symptomatische Therapie erfolgt mit Antihistaminika, die die Freisetzung von Histamin (ein Gewebshormon, das bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet wird und für die Schwellung verantwortlich ist) hemmen. Da die Nickelallergie eine allergische Spätreaktion vom Typ IV ist und nur über dauerhaften oder häufigen Hautkontakt ausgelöst wird und auch nur an diesen Stellen Symptome verursacht, tritt eine Nesselsucht bei Nickelallergie in der Regel nicht auf.

Juckreiz bei Nickelallergie

Durch den Kontakt von Nickel mit der Haut wird eine allergische Reaktion ausgelöst. Dabei wird Histamin, ein Gewebshormon, aus Mastzellen und Granulozyten freigesetzt, dies sind Zellen, die zum Immunsystem gehören. Histamin bewirkt unter anderem die Aktivierung von kleinen Hautnerven, wodurch Juckreiz entsteht.

nässende Bläschen bei Nickelallergie

Durch den häufigen oder lang anhaltenden Kontakt mit Nickel kommt es bei Patienten mit Nickelallergie zu einer allergischen Hautreaktion, die in vielen Fällen einer entzündeten Hautstelle sehr ähnlich sehen kann. Es entsteht ein Kontaktekzem, das nässende Bläschen im Bereich der Stelle aufweisen kann, die zuvor mit Nickel in Kontakt war. Das Ekzem kann weiterhin gerötet sein, sehr trockene und schuppige Haut aufweisen und jucken.

Schwellung bei Nickelallergie

Durch den Kontakt von Nickel mit der Haut wird eine allergische Reaktion ausgelöst. Dabei wird Histamin, ein Gewebshormon, aus Mastzellen und Granulozyten freigesetzt, dies sind Zellen, die zum Immunsystem gehören. Histamin bewirkt unter anderem eine Erweiterung der kleinen Blutgefäße der Haut. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet und erscheint gerötet. Zusätzlich werden Botenstoffe ausgeschüttet, die zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäße führen. Dadurch wandert vermehrt Flüssigkeit ins umliegende Gewebe und verursacht dort eine Schwellung.

Schmerzen bei Nickelallergie

Durch den Kontakt von Nickel mit der Haut wird eine allergische Reaktion ausgelöst. Dabei wird Histamin, ein Gewebshormon, aus Mastzellen und Granulozyten freigesetzt, dies sind Zellen, die zum Immunsystem gehören. Zusätzlich werden Botenstoffe ausgeschüttet, die auch bei Entzündungen aktiv sind. Diese Botenstoffe lösen unter anderem Schmerzen aus.

Schuppende Haut bei Nickelallergie

Durch den häufigen oder lang anhaltenden Kontakt mit Nickel kommt es bei Patienten mit Nickelallergie zu einer allergischen Hautreaktion, die in vielen Fällen einer entzündeten Hautstelle sehr ähnlich sehen kann. Es entsteht ein Kontaktekzem, das im Bereich der Stelle, die zuvor mit Nickel in Kontakt war, sehr trocken sein kann und sich schuppt. Das Ekzem kann weiterhin gerötet sein, nässende Bläschen aufweisen und jucken.

Quaddeln bei Nickelallergie

Eine Quaddel bezeichnet eine weißliche oder rötliche Schwellung der Haut, die jucken kann. Eine Quaddel ist typischerweise einige Millimeter bis wenige Zentimeter groß. Quaddeln sind ein typisches Symptom bei allergischen Sofortreaktionen, zu denen zum Beispiel Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien zählen. Sie können dann am ganzen Körper auftreten und wechseln immer wieder die Position (siehe Nesselsucht). Quaddeln können aber auch bei allergischen Spätreaktionen, zu denen die Nickelallergie gehört, auftreten. Hierbei kommt es erst durch lang andauernden Kontakt mit Nickel zu einer allergischen Reaktion, die sich durch Quaddeln an der Kontaktstelle zu Nickel bemerkbar machen kann.

Hautrötung bei Nickelallergie

Durch den Kontakt von Nickel mit der Haut wird eine allergische Reaktion ausgelöst. Dabei wird Histamin, ein Gewebshormon, aus Mastzellen und Granulozyten freigesetzt, dies sind Zellen, die zum Immunsystem gehören. Histamin bewirkt unter anderem eine Erweiterung der kleinen Blutgefäße der Haut. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet und erscheint gerötet. Zusätzlich werden Botenstoffe ausgeschüttet, die eine Entzündungsreaktion vermitteln und auch zur Hautrötung bei Nickelallergie beitragen.

Schleimhautveränderungen im Mund-/Rachenraum bei Nickelallergie

Nickel ist ein typisches Kontaktallergen. Das bedeutet, dass bei einer Nickelallergie nur dort eine allergische Reaktion mit den oben genannten Symptomen auftritt, wo die Haut oder Schleimhaut mit Nickel in Kontakt ist. Schleimhautveränderungen im Mund- und Rachenraum können bei Patienten mit Nickelallergie auftreten, wenn diese ein Zungenpiercing haben, nicht aber wenn zum Beispiel nickelhaltige Ohrringe getragen werden. Treten Schleimhautveränderungen im Mund- und Rachenraum bei Patienten mit Nickelallergie auf, obwohl sie kein Piercing im Mund tragen, dann haben diese Veränderungen eine andere Ursache.

Diagnose

Den Verdacht auf eine Nickelallergie stellt ein Arzt in der Regel durch die Hautsymptome und die Vorgeschichte des Patienten, der ausführlich befragt wird, wann und an welchen Stellen der Ausschlag bestand und ob dies zum Beispiel in Zusammenhang mit bestimmten Kleidungs- oder Schmuckstücken zu bringen ist.

Um die Diagnose Nickelallergie zu bestätigen, wird dann ein Allergietest durchgeführt. In diesem Falle kommt ein Epikutantest (auch Patch-Test) zum Einsatz, bei dem der Arzt dem Patienten mit Testsubstanzen behandelte Pflaster auf die Oberarme oder den Rücken klebt.
Normalerweise werden neben Nickel noch andere Allergene wie Duftstoffe oder weitere Metalle getestet. Diese Pflaster müssen mindestens 48 Stunden kleben bleiben und dürfen in dieser Zeit nicht mit Wasser in Berührung geraten. Nach dieser Zeitspanne entfernt der Arzt die Pflaster und inspiziert die Haut darunter. Sollte die Haut eine Reaktion auf das nickelhaltige Pflaster zeigen, liegt eine Allergie vor. Ist die Allergie dadurch bestätigt, wird empfohlen, dies in einem Allergie-Pass zu vermerken.

Eine ebenfalls mögliche Blutuntersuchung spielt in der Diagnostik nur eine untergeordnete Rolle.

Nickelallergie durch Lebensmittel

Ursachen einer Nickelallergie durch Lebensmittel

In einigen Lebensmitteln ist Nickel in nicht zu verachtenden Mengen enthalten, wovon etwa 10% in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Besonders viel Nickel findet man in:

  • Hülsenfrüchten
  • Kakao
  • Erdbeeren
  • Schwarzem Tee
  • Kaffee
  • Soja
  • Muscheln
  • Nüssen und
  • Lebensmitteln, die in Konserven gelagert sind, da das Nickel aus den Konserven in sie übergehen kann.

Bei manchen Menschen reichen schon sehr geringe Konzentrationen von Nickel aus, um eine Nickelallergie hervorzurufen, bei anderen ist die Schwelle deutlich höher.

Die genaue Ursache einer Nickelallergie ist noch nicht geklärt. Zum Teil ist sie erblich, Menschen mit einer entsprechenden erblichen Veranlagung neigen also eher dazu, eine Überempfindlichkeit zu entwickeln als nicht vorbelastete. Allerdings ist die Nickelallergie eine Allergie, die sich allmählich ausbilden kann, sie kann also auch erst entstehen, wenn über viele Jahre hinweg häufig Kontakt zu nickelhaltigen Substanzen bestand. Aus diesem Grund leiden auch viel mehr Frauen an einer Nickelallergie als Männer, da sie häufiger und mehr Schmuck tragen.

Gegenstände, die sehr oft Nickel enthalten und deshalb Verursacher einer allergischen Reaktion sein können, sind Schmuck (vor allem Ohrringe und Piercings), Uhren, Gürtel, Brillengestelle, Zahnprothesen, Knöpfe, Reißverschlüsse, Haarpflege- und Waschmittel, Münzgeld oder Essbesteck.

Die Nickelallergie ist eine Allergie Typ IV oder auch unter dem Namen Spättyp oder verzögerter Typ bekannt, was daher kommt, dass die Symptome erst etwa 12 Stunden nach einer Exposition auftreten. Diese Art der Allergie stellt insofern eine Sonderform unter den Überempfindlichkeitsreaktionen dar, dass sie nicht über Antikörper läuft. Hier sind spezielle weiße Blutkörperchen, die sogenannten T-Zellen, für die allergische Reaktion des Körpers verantwortlich. Was passiert, ist dass das Abwehrsystem (Immunsystem) von Betroffenen das Nickel fälschlicherweise als gefährlichen Eindringling sieht, den es zu bekämpfen versucht. Nach erstmaligem Kontakt mit der Substanz Nickel kommt es zur „Sensibilisierung“, was bedeutet, dass einige T-Zellen darauf spezialisiert werden, das Antigen Nickel zu erkennen.
Diese Phase der Sensibilisierung dauert zwischen 8 und 21 Tagen und ihr Ergebnis sind sogenannte Gedächtniszellen, die so heißen, weil sie sich praktisch an den Kontakt mit Nickel „erinnern“ können. Erst beim Zweitkontakt mit Nickel zeigt der Körper dann auch wirklich eine Reaktion auf den Stoff. Dies geschieht dadurch, dass sich die Gedächtniszellen zu Effektorzellen umwandeln, die das Einwandern von Entzündungszellen bewirken. Diese setzen dann Stoffe wie zum Beispiel Histamin frei, die dann zu den typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Wassereinlagerungen oder Juckreiz führen.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 19.12.2018
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