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Schmerzen bei einem Tattoo an den unterschiedlichen Körperstellen

Ein Tattoo verursacht während des Stechens an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich starke Schmerzen. Zum einen spielt die individuelle Schmerztoleranz eine große Rolle, da Schmerz ein sehr subjektives Gefühl ist. Andererseits hängt die Schmerzhaftigkeit auch von der Beschaffenheit der Haut und des Fettgewebes an der zu tätowierenden. 

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Schmerzen beim Tätowieren des Fußes

Vor allem am Fuß muss man sich darauf einstellen, dass die Schmerzen besonders stark sind. Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass ein Tattoo am Fuß schmerzhafter ist als Tattoos an den meisten anderen Körperstellen. Grund dafür ist die Tatsache, dass es am Fuß eine Vielzahl von sensiblen Nervenendungen gibt, die beim Stechen eines Tattoos gereizt werden.

Darüber hinaus werden die stärkeren Schmerzen durch die fehlende Polsterung zwischen Haut und Knochen begünstigt. Personen, die sich für ein Tattoo am Fuß entscheiden sollten zudem beachten, dass es gerade in diesem Bereich zu starken Blutungen kommen kann. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass ein Teil der frisch in die Hautoberfläche eingebrachten Farbe mit der Blutung verdrängt wird.

Neben den auffällig starken Schmerzen, die bei einem Tattoo am Fuß auftreten kann es zudem während des Stechens zu einer Reizung verschiedener Reflexpunkte kommen. Dies hat zur Folge, dass bei den Betroffenen unwillkürliche Zuckungen auftreten, die den Tätowierer bei seiner Arbeit behindern.

Unmittelbar nach dem Stechen des Tattoos kann es aufgrund der enormen Gewebereizung zu starken Schwellungen kommen. Personen, die sich für ein Tattoo am Fuß entscheiden wird deshalb empfohlen, dass sie sich nach dem Termin ein bis zwei Tage frei nehmen. Innerhalb dieses Zeitraums können sich die Schwellungen zurückbilden. Gerade das Tragen von Schuhen und dauerhaftes Stehen während der Arbeit kann andernfalls starke Schmerzen verursachen. Nach dem Stechen dauert es bei den meisten ungefähr zwei Wochen bis das Tattoo am Fuß vollständig abgeheilt ist. Innerhalb dieses Zeitraums sollte die Hautoberfläche sauber gehalten und vor jedweder Irritation geschützt werden. Um Wunden, Schwellungen und Schmerzen zu verhindern, empfiehlt es sich barfuß zu laufen oder lockere Schuhe beziehungsweise Flip-Flops zu tragen. Socken oder enge Schuhe, die an dem Tattoo reiben, können den Heilungsprozess deutlich verlangsamen und die Entstehung von entzündlichen Prozessen am Fuß begünstigen.

Darüber hinaus sollte bei einem Tattoo am Fuß beachtet werden, dass gerade helle Farben in diesem Bereich sehr schnell verblassen. Aus diesem Grund ist die Wahl von dunkleren, kräftigeren Farben bei einem Tattoo am Fuß immer günstiger. Diese Farben sollen jedoch beim Stechen besonders starke Schmerzen verursachen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Schmerzen beim Tätowieren

Schmerzen beim Tätowieren des Oberschenkels

Das Stechen eines Tattoos am Oberschenkel wird vom Einzelnen als unterschiedlich schmerzhaft empfunden. In diesem Zusammenhang spielt vor allem die muskuläre Anlage und die genaue Lokalisation des Tattoos am Oberschenkel eine entscheidende Rolle. Vor allem Frauen entscheiden sich immer häufiger dazu sich ein Tattoo an der Oberschenkelrückseite stechen zu lassen. Die Schmerzen, die das Tattoo in diesem Bereich des Oberschenkels verursacht, sollen weniger ausgeprägt sein als die einer Tätowierung am Fuß. Dennoch ist bei der Entscheidung für ein Tattoo an der Rückseite des Oberschenkels zu beachten, dass dort eine Vielzahl von oberflächlichen Nervenendigungen lokalisiert ist. Diese Nervenendigungen werden während des Stechens eines Tattoos gereizt und senden über das Rückenmark Impulse ans Gehirn. In Folge dessen verspürt die jeweilige Person Schmerzen. Ob die durch das Stechen des Tattoos an der Rückseite des Oberschenkels verursachten Schmerzen als mehr oder weniger intensiv wahrgenommen werden, hängt mit Sicherheit auch von der Sensibilität des Einzelnen ab. Während einige Personen davon berichten, dass ein Tattoo am Oberschenkel eher schmerzarm sei, geben andere offen zu, dass es sich um eine der schmerzhaftesten Körperstellen handelt.

Schmerzen beim Tätowieren im Nacken

Nacken-Tattoos stellen für viele Menschen einen besonderen Reiz dar. Dennoch sollte beachtet werden, dass gerade ein Tattoo im Nacken einen Eingriff darstellt, der sowohl gesundheitliche als auch soziale Folgen haben kann. Aus diesem Grund sollten Menschen, die über ein Tattoo im Nacken nachdenken, genau überdenken, welche Folgen diese Entscheidung haben kann.
In diesem Zusammenhang spielt nicht bloß die Tatsache, dass das Stechen einer Tätowierung im Nacken besonders starke Schmerzen verursacht eine entscheidende Rolle. Gerade im Bezug auf die spätere Berufswahl kann die Entscheidung für ein Nacken-Tattoo problematisch werden.

Grundsätzlich sollte ein Tattoo im Nacken nur von einem ausgebildeten Tätowierer gestochen werden. Der Nacken verfügt über eine sehr dünne Haut, die von einer Vielzahl von kleinen Nervenfasern durchsetzt ist. Zudem liegt zwischen der Muskulatur und der Oberhaut lediglich eine dünne Fettschicht. Durch das fehlerhafte Stechen eines Tattoos im Nacken kann es durch die Reizung dieser Nervenfasern zu starken Schmerzen kommen.
Im Vergleich zu anderen Körperstellen werden gerade die Tätowierungen im Nacken als besonders schmerzhaft beschrieben. Darüber hinaus kann eine zu lange Nadel oder zu fester Druck während des Stechens eines Nacken-Tattoos zu Reizungen im Bereich der oberflächlichen Muskulatur führen. Auch dies kann starke Schmerzen verursachen.

Unmittelbar nach dem Stechen eines Tattoos im Nacken sollte darauf geachtet werden, dass die Kleidung nicht auf der wunden Hautoberfläche reibt. Dies kann gegebenenfalls zu einer übermäßigen Reizung und zu weiteren Schmerzen führen. Zudem muss im Bereich des Nacken-Tattoos unbedingt auf die Hygiene geachtet werden.
Der Nacken stellt tattootechnisch eine Problemzone dar. Diese Tatsache hat nicht bloß etwas mit den starken Schmerzen während des Stechens zu tun. Vor allem die sozialen Nachteile, die aus einem Nacken-Tattoo resultieren können, stellen oftmals ein großes Problem dar. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich ein Tattoo im Nacken nicht gut kaschieren lässt. Menschen, die sich für eine Tätowierung an dieser Körperstelle entscheiden, riskieren deshalb oftmals berufliche Nachteile und Sanktionen. Dies kann wiederum die psychische Gesundheit gefährden. Die Entscheidung für ein derart gut sichtbares Tattoo sollte aus diesem Grund immer gut und lange durchdacht werden.

Schmerzen beim Tätowieren des Unterarms

Ein Tattoo am Unterarm verursacht, genauso wie eine Tätowierung an anderen Körperstellen, während des Stechens Schmerzen. Personen die über ein Tattoo am Unterarm nachdenken, sollten beachten, dass die Schmerzen während des Stechens je nach exakter Lokalisation unterschiedlich ausgeprägt sein können. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Tattoo besonders an Hautstellen, die eine Vielzahl von Nervenendigungen aufweisen, über eine sehr dünne Oberhautschicht verfügen und gut durchblutet sind Schmerzen verursacht. Darüber hinaus spielt die Dicke des Unterhautfettgewebes in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund sind die Schmerzen beim Stechen eines Tattoos an der Innenseite des Unterarmes besonders stark. Auch das Stechen eines Tattoos am Unterarm in Nähe des Handgelenks verursacht Berichten zufolge sehr starke Schmerzen. Grund dafür ist vor allem das fehlende Unterhautfettgewebe und die starke nervöse Innervierung dieser Region. Die Außenseite des Unterarmes hingegen soll beim Stechen eines Tattoos vergleichsweise wenige Schmerzen hervorrufen.

Schmerzen beim Tätowieren der Wade

Auch bei einem Tattoo an der Wade hängt die Intensität der beim Stechen verursachten Schmerzen von der exakten Lokalisation ab. Zudem spielt die Muskulatur gerade in diesem Bereich eine entscheidende Rolle. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass das Stechen von einem Tattoo an einer Wade mit wenig ausgeprägter Muskulatur stärkere Schmerzen verursacht. Je ausgebildeter die Muskeln der Wade sind, desto weniger stark sollen die Schmerzen des Tattoos sein. Darüber hinaus berichten viele, dass die Intensität der entstehenden Schmerzen von der Höhe des Tattoos abhängt. Je höher das Tattoo an der Wade gestochen wird, desto geringer sollen die dabei entstehenden Schmerzen sein. Ein Waden-Tattoo, das sehr weit unten gestochen wird weist einen näheren Kontakt zum Knochen auf und provoziert deshalb während des Stechens stärkere Schmerzen.

Schmerzen beim Tätowieren am Schulterblatt

Das Stechen eines Tattoos am Schulterblatt verursacht bei vielen Personen starke Schmerzen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Haut in diesem Bereich von relativ wenig Unterhautfettgewebe umgeben ist. In diesem Zusammenhang spielt auch die Größe des Tattoos, das man sich auf dem Schulterblatt stechen lassen möchte, eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus ist auch die exakte Lokalisation des Tattoos auf dem Schulterblatt im Bezug auf die entstehenden Schmerzen relevant. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass das Stechen einer Tätowierung umso stärkere Schmerzen verursacht, je näher dieses an den knöchernen Strukturen gesetzt wird.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 28.08.2019
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