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Was ist eine Einnistungsblutung

Ursachen für die Einnistungsblutung

Die Einnistungsblutung wird in der medizinischen Fachsprache auch als Nidationsblutung bezeichnet.
Die Einnistung der sogenannten Blastocyste bei der es sich um ein Anfangsstadium in der Embryonalentwicklung handelt geschieht, anders als oft vermutet, nicht am ersten Tag der Befruchtung, sondern etwa am 5. Tag nach der Befruchtung.

Die Blastocyste ist dann so weit entwickelt, sodass sie sich in die Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.
Meist geschieht diese Einnistung an der Hinterwand der Gebärmutter, sie ist jedoch auch an der Vorderwand möglich.
Die Einnistung erfolgt durch das Ausschütten von Enzymen, die Proteine – und somit Gewebe – in der Gebärmutterschleimhaut auflösen können.
So wird es dem Keim ermöglicht sich an die Schleimhaut anzuheften.

Dabei kann es zu einer leichten Blutung kommen, die vaginal abfließt und daher von einigen Frauen wahrgenommen wird.
Die Einnistungsblutung tritt jedoch nicht bei jeder Frau auf, sodass sie nicht als sicheres Schwangerschaftszeichen zu werten ist.

Sie kann jedoch ein Hinweis auf eine entstehende Schwangerschaft sein.

 

Wann kommt es zur Einnistungsblutung?

Es kommt circa 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung der Eizelle zu einer Einnistung des Embryos in die Schleimhaut der Gebärmutter.
In diesem Stadium der Embryonalentwicklung spricht man von der sogenannten Blastocyste.

Diese Blastocyste schüttet Enzyme aus, die auch als proteolytisch bezeichnet werden. Sie zersetzen Proteine und somit Gewebe und ermöglichen dadurch eine Einnistung des Embryos.

Bei diesem Vorgang können kleine Blutgefäße in der gut aufgebauten Gebärmutterschleimhaut verletzt werden.
Dadurch kommt es zu einer leichten Blutung, die auch als Einnistungs- oder Nidationsblutung bezeichnet wird.

Ob eine Einnistungsblutung auftritt hängt von der jeweiligen Frau ab und ist daher nicht als sicheres Schwangerschaftszeichen zu werten.

Das Auftreten einer Einnistungsblutung ist auch nicht als gutes oder schlechtes Zeichen zu werten, sondern entspricht einfach einer Individualität in der Schwangerschaftsentstehung. Frauen, die bei einer früheren Schwangerschaft eine Einnistungsblutung hatten, müssen auch nicht bei künftigen Schwangerschaften wieder eine haben

Wie kann man die die Einnistungsblutung von der Periode unterscheiden?

Häufig kann eine Einnistungsblutung leicht mit einer vorzeitigen Periodenblutung verwechselt werden.
Es gibt jedoch einige Merkmale anhand derer man eine Einnistungsblutung von einer Periodenblutung unterscheiden kann.

Als wichtiges Merkmal gilt zum einen die Farbe der Blutung. Eine Einnistungsblutung ist zumeist gerade zu Beginn hellrot, wohingegen Periodenblutungen meist eine eher dunklere Farbe haben. Periodenblutungen können zwar zu Beginn etwas heller sein, der Farbton ändert sich jedoch im Verlauf der Periode und wird eher dunkelrot und bräunlich.

Weiterhin ist die Stärke der Blutung ein guter Anhaltspunkt, um eine Einnistungsblutung von einer Periodenblutung zu unterscheiden.
Die Einnistungsblutung ist üblicherweise von einer sehr schwachen Intensität, wohingegen die Periodenblutung meist eine stärkere Blutung darstellt.

Ausnahmen bestehen natürlich immer.

So kann beispielsweise die Intensität einer Periodenblutung auch nur sehr leicht sein. Das ist beispielsweise bei der Einnahme der Pille oft der Fall.
Weiterhin treten bei Einnistungsblutungen keine Blutkoagel im abfließenden Blut auf, anders als bei der Periodenblutung.

Die Einnistungsblutung besteht oft nur aus einer tröpfchenartigen Schmierblutung, die nach 24 Stunden, spätestens jedoch nach 5 Tagen wieder vorbei ist. Periodenblutungen hingegen dauern etwa 3 bis 7 Tage an.

Auch sind Periodenblutungen oft von Begleitsymptomen, wie Unterleibsschmerzen, Brustspannen, Kopfschmerzen und Übelkeit begleitet.

Weiterhin ist der Zeitraum der Einnistungsblutung ein anderer als der Zeitraum der Periodenblutung. Die Einnistungsblutung findet in der Regel etwa 6 Tage nach dem Eisprung statt, wohingegen die Periodenblutung circa 14 Tage nach dem Eisprung auftritt.

Auch dies kann jedoch natürlich aufgrund von Zyklusschwankungen, beispielsweise durch Stress oder eine Krankheit, anders sein.

Im Zweifelsfall sollte bei Verdacht auf eine Schwangerschaft ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

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Wann ist der Schwangerschaftstest nach einer Einnistungsblutung positiv?

Man unterscheidet zwei Arten von Schwangerschaftstests:

Es gibt den Urinschnelltest, der üblicherweise in Apotheken erworben und daheim durchgeführt werden kann, und den Serum-Test, der von einem Arzt mithilfe einer Blutentnahme durchgeführt wird.

  • Urinschnelltests sind circa 14 Tage nach der Befruchtung positiv. Wenn man davon ausgeht, dass eine Einnistungsblutung circa 6 bis 8 Tage nach der Befruchtung eintritt, bedeutet dies, dass der Test circa 6 bis 8 Tage nach der Einnistungsblutung positiv wird.
  • Der Serumtest ist weitaus präziser und kann bereits 6 bis 9 Tage nach der Befruchtung positiv sein. Somit kann der Serumtest bereits zu Beginn der Einnistungsblutung ein positives Ergebnis anzeigen.           

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Wann kommt es zur Einnistungsblutung nach GV?

Der Zeitpunkt der Einnistungsblutung nach dem Geschlechtsverkehr unterscheidet sich und ist abhängig von dem Zeitpunkt der Befruchtung.
Die Befruchtung kann noch 2 Tage nach dem Geschlechtsverkehr stattfinden, da Spermien bis zu 48 Stunden überlebensfähig sind.

Sie kann jedoch auch unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen, wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat.

Sobald die Befruchtung stattgefunden hat, vergehen weitere 5 bis 6 Tage, bis eine Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut erfolgt.
Daher können zwischen dem letzten Geschlechtsverkehr und der Einnistungsblutung zwischen 5 bis 8 Tage liegen.

Eine Einnistungsblutung muss jedoch nicht zwingend eintreten, sodass sie nicht als sicheres Schwangerschaftszeichen zu werten ist.                      

Dauer der Einnistungsblutung

Die Dauer einer Einnistungsblutung kann sich von Frau zu Frau unterscheiden.
Üblicherweise dauert die Einnistungsblutung etwa 24 Stunden.

Manchmal kann sie jedoch auch einige Tage andauern. Länger als etwa 5 Tage dauert eine Einnistungsblutung jedoch nur sehr selten an.

Die Intensität der Blutung ist über die gesamte Zeit hinweg sehr gering, sodass es sich nur um eine leichte tröpfchenartige Schmierblutung handelt.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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