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Frühschwangerschaft

Einleitung

Von einer Frühschwangerschaft spricht man dann, wenn eine Frau sich in den ersten 3 Monaten ihrer Schwangerschaft befindet. Insgesamt dauert eine Schwangerschaft etwa 9 Monate. Die Zeit der Schwangerschaft wird dabei unterteilt in sogenannte Trimena oder Trimester. Das erste Trimenon (1.Trimester) bezieht sich auf die ersten drei Monate der Schwangerschaft, also auf die Frühschwangerschaft. Die nächsten drei Monate umfassen das zweite Trimenon (2.Trimester) und die letzten 3 Monate werden als drittes Trimenon (3.Trimester) bezeichnet.

Insgesamt gilt die Frühschwangerschaft als die risikoreichste Zeit für eine Schwangerschaft, da es in dieser Zeit am häufigsten dazu kommt, dass die Schwangere ihr Baby verlieren kann (Fehlgeburt).

In der Zeit der Frühschwangerschaft treten oftmals die allgemeinbekannten Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit, Sodbrennen und Heißhungerattacken auf . Der Hormonhaushalt der werdenden Mutter befindet sich in einem Umstellungsprozess der mitunter auch für die typischen Schwangerschaftssymptome verantwortlich ist. Gegen Ende der Frühschwangerschaft kann das Kind bereits im Ultraschall sichtbar gemacht werden und auch der Herzschlag kann ca. ab der 8 Woche mithilfe der Sonografie dargestellt werden.

Während einer Frühschwangerschaft besteht außerdem die Möglichkeit, dass eine Frau, die ungewollt schwanger wurde, das Kind abtreiben darf. Nach der Frühschwangerschaft ist dies, bis auf wenige Ausnahmefälle, nicht mehr möglich.

Die Frühschwangerschaft bezeichnet also die ersten 3 Monate der Schwangerschaft, in denen der Körper der Frau sich auf das Baby einstellt und das Baby sich zu einem kleinen Menschen formt.

Lesen Sie mehr zum Thema: 1.Trimester


Anzeichen einer Frühschwangerschaft

Eine Frühschwangerschaft zu erkennen, fällt einigen Frauen recht schwer. Dennoch gibt es Anzeichen für eine Frühschwangerschaft, die jedoch nicht bei jeder Frau auftreten müssen und auch sehr unterschiedlich wahr genommen werden.

Ein beinahe sicheres Anzeichen für eine Frühschwangerschaft ist das Ausbleiben der monatlichen Blutung (Periode, Menstruation). Weitere Anzeichen, wie Ziehen im Unterleib oder Bauchschmerzen, sind für eine Frühschwangerschaft jedoch auch typisch. Häufig treten auch Übelkeit, Müdigkeit und ein vermehrtes Wasserlassen als Symptome einer Schwangerschaft auf.

Weitere Anzeichen für eine Frühschwangerschaft können Spannungsgefühle in den Brüsten sein, da diese in der Zeit der Frühschwangerschaft anfangen deutlich zu wachsen und sich das Fettgewebe in der Brust in Milchgänge umwandelt. Auch ein vermehrter Ausfluss (Sekretion) aus der Scheide kann ein Anzeichen für eine Frühschwangerschaft sein, genauso wir leichte Kreislaufprobleme. Weiterhin kann es in der Frühschwangerschaft zu einer Geruchsempfindlichkeit kommen, die sich zum Beispiel im Ekel vor Zigarettengeruch oder anderen Gerüchen äußert. Hinzu kommt oft ein plötzlicher gesteigerter Drang mit dem Partner schlafen zu wollen (vermehrte Libido).

Einige Patientinnen haben in der Frühschwangerschaft fast kein einziges Anzeichen während andere unter vielen verschiedenen Problemen leiden. Das sicherste Anzeichen für eine Frühschwangerschaft ist jedoch das Ausbleiben der Periode und ein positiver Schwangerschaftstest.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schwangerschaftsanzeichen

Ablauf der Frühschwangerschaft

Der Ablauf der Frühschwangerschaft ist zwar bei jeder Patientin individuell, dennoch gibt es immer gewisse Parallelen und gewisse Zeitpunkte bei denen das ungeborene Baby sich weiter entwickelt. Insgesamt beträgt der komplette Ablauf einer Schwangerschaft circa 9 Monate, also circa 40 Wochen.

Diese Zeit der Schwangerschaft unterteilt man in Trimena, dabei sind die ersten 3 Monate der Schwangerschaft der erste Trimenon, die nächsten drei Monate der zweite Trimenon und die letzten drei Monate das dritte Trimenon. Der Ablauf einer Schwangerschaft ist bei allen Patientinnen prinzipiell sehr ähnlich.

In der Frühschwangerschaft, kommt es zu einer sehr schnellen Entwicklung des Kindes, gleichzeitig passt sich der Körper der Patientin an das ungeborene Kind an. In dieser Zeit befindet sich der Körper der werdenden Mutter in einem Veränderungsprozess und es kommt bei vielen schwangeren Frauen zu den bereits genannten Schwangerschaftssymptomen.

Im ersten Schwangerschaftsmonat kommt es nach der Verschmelzung von Eizelle und Spermium zur Teilung und Neubildung von Zellen. Auf dem Ultraschall während der Schwangerschaft kann man in den ersten vier Wochen noch nicht viel erkennen und greift deshalb zum Nachweis einer Schwangerschaft auf einen Schwangerschaftstest zurück.

Im zweiten Schwangerschaftsmonat beginnt das Herz des Babys zu schlagen, zusätzlich bilden sich Aussprossungen aus, die später einmal als Arme und Beine zu erkennen sein werden. Der Herzschlag kann nun über eine Sonographie (Ultraschall) dargestellt werden. Im weiteren Ablauf der Frühschwangerschaft definiert sich immer mehr die Erscheinungsform eines kleinen Menschen. Das Baby entwickelt viele Organe und wird deshalb ab der 11. Schwangerschaftswoche auch nicht mehr als Embryo sondern als Fetus bezeichnet, da zu diesem Zeitpunkt alle Organe angelegt sind, wenn auch noch nicht komplett fertig ausgebildet. Der weitere Ablauf der Frühschwangerschaft lässt immer mehr einen kleinen Menschen erkennen, da Arme, Beine, Finger und Zehen bereits ausgebildet sind.

Mit der 12. Schwangerschaftswoche endet die Frühschwangerschaft. Für die Patientin endet damit auch oft die Phase der Übelkeit und der ständigen Müdigkeit, außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, das ungeborene Kind nach der Frühschwangerschaft zu verlieren, sehr viel geringer.

Allgemein ist der Ablauf der Frühschwangerschaft recht einheitlich, es kann jedoch zu einem gestörten Ablauf der Frühschwangerschaft kommen, was häufig dann dazu führt, dass die Patientin ihr Kind verliert. Somit ist ein geordneter Ablauf der Frühschwangerschaft wichtig für das ungeborene Kind. Durch schädliches Verhalten der Mutter, beispielsweise durch den Konsum von Alkohol oder Nikotin ( siehe: Rauchen in der Schwangerschaft) kann das Kind in der Frühschwangerschaft nachhaltig schwere Schäden erfahren.

Lesen Sie mehr zum Thema: Ablauf einer Schwangerschaft

Blähungen in der Frühschwangerschaft

Die ersten 3 Monate einer Schwangerschaft, auch die Frühschwangerschaft genannt, gehen für die Patientin oftmals mit verschiedenen Symptomen einher. Einige Patientinnen leiden in der Frühschwangerschaft an Blähungen. Diese Frühschwangerschafts-Blähungen können verschiedene Ursachen haben.

Oftmals hängt es damit zusammen, dass die Patientin durch die neue Hormonkonstellation in ihrem Körper, die sie auf die Schwangerschaft vorbereitet, Probleme mit der Verdauung bekommt, die dann wiederum zu Blähungen in der Frühschwangerschaft führen können.

Des Weiteren können durch das ungewohnte Essverhalten in der Frühschwangerschaft Blähungen hervorgerufen werden. Ein weiterer Grund kann sein, dass gegen Ende der Frühschwangerschaft der Fetus schon etwas gewachsen ist und der Darm auf die Enge im Bauch und Beckenraum mit Blähungen antwortet.

Allgemein sind Blähungen in der Frühschwangerschaft für die Patientin zwar etwas störend, jedoch überhaupt nicht schlimm und sie verschwinden oftmals nach kurzer Zeit auch wieder. Wichtig ist vor allem, dass die Patientin in der Frühschwangerschaft bewusst darauf achtet, was sie zu sich nimmt, da man über die Nahrung auch Blähungen in der Frühschwangerschaft minimieren kann. Dennoch lassen sich die Blähungen in der Frühschwangerschaft nicht komplett vermeiden. Einige sehen die Blähungen sogar als eine Art Schwangerschaftsanzeichen an.

Lesen Sie mehr zum Thema Blähungen in der Schwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft

Die Frühschwangerschaft ist für viele Patientinnen eine sehr unsichere Zeit da die meisten Abgänge eines Kindes (Abort) in dieser Zeit passieren. Kommt es in der Frühschwangerschaft zu Blutungen, sind viele Patientinnen in großer Sorge das Sie ihr Kind verloren haben könnten.

Hierbei ist es sehr wichtig zu wissen, dass nicht jede Blutung in der Frühschwangerschaft bedeutet, dass die Patientin eine Fehlgeburt erlitten hat. Viel häufiger kommt es vor, dass eine Blutung in der Frühschwangerschaft darauf zurückzuführen ist, dass die Patientin durch die Geburt einen leicht gestörten Hormonhaushalt hat, der sich erst nach einigen Monaten richtig einpendelt. In dieser Zeit kann es immer wieder zu leichteren Blutungen kommen. Bei einigen Patientinnen treten Blutungen nicht nur in der Frühschwangerschaft, sondern auch noch zu späteren Zeitpunkten auf.

Wichtig ist hier vor allem, dass die Patientin keine krampfartigen Unterleibsbeschwerden hat. Dauern die Blutungen in der Frühschwangerschaft länger an, sollte die Patientin ebenfalls ihren Frauenarzt (Gynäkologen) aufsuchen.

Denn auch wenn Blutungen in der Frühschwangerschaft oftmals normal sind, können sie auch ein Anzeichen dafür sein, dass die Patientin ihr Kind verliert. Besonders starke Blutungen in der Frühschwangerschaft, die zusätzlich noch mit einem ziehen im Unterleib verbunden sind, können ebenfalls auf eine Fehlgeburt hindeuten.

Dennoch gilt allgemein, dass die Schwangere bei Blutungen in der Frühschwangerschaft zunächst Ruhe bewahren sollte, da es sich oftmals um harmlose Zwischenblutungen handelt, die binnen weniger Tage wieder verschwinden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft

Bauchschmerzen in der Frühschwangerschaft

In der Frühschwangerschaft leiden viele Frauen unter verschiedenen Symptomen, die darauf zurückzuführen sind, dass der Körper der Schwangeren sich noch an das Kind, welches nun in ihrem Bauch heranwächst, gewöhnen muss.

Viele Frauen leiden während der Frühschwangerschaft an Bauchschmerzen. Diese treten meist morgens auf und können mit vermehrter Übelkeit einhergehen. Bauchschmerzen in der Frühschwangerschaft sind durchaus normal, da im Bauch der werdenden Mutter das Kind anfängt sich auszudehnen und vermehrt Platz in Anspruch nimmt. Dennoch können die Bauchschmerzen in der Frühschwangerschaft für die Schwangere sehr belastend sein. In diesem Fall sollte die Frau versuchen, sich immer wieder zu entspannen und verschiedene Entspannungsübungen zu machen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Von Schmerzmedikamenten in der Schwangerschaft wird meist abgeraten, dennoch können Schwangere, die während der Frühschwangerschaft von Bauchschmerzen geplagt sind, nach Absprache mit dem Frauenarzt (Gynäkologen) einige Medikamente einnehmen. Meist verschwinden die Bauchschmerzen in der Frühschwangerschaft nach einiger Zeit auch von alleine wieder, wenn der Körper der Frau sich daran gewöhnt hat, dass ein Kind in ihm heranwächst.

Kopfschmerzen in der Frühschwangerschaft

Einige Frauen leiden während der Frühschwangerschaft unter Kopfschmerzen, die mitunter sehr belastend werden können. Die Ursache hierfür ist, dass es in der Frühschwangerschaft zu einer erhöhten Konzentration des Schwangerschaftshormons Progesteron kommt. Dieses Hormon führt bei den Schwangeren dazu, dass sie in der Frühschwangerschaft unter Kopfschmerzen (Cephalgien) leiden. Vor allem in den ersten Wochen der Frühschwangerschaft sind Kopfschmerzen durchaus normal. Meist verschwinden sie binnen weniger Wochen von alleine wieder.

Um die Kopfschmerzen in der Frühschwangerschaft zu minimieren ist es wichtig, dass die Schwangere am Tag ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Am Besten bieten sich hier stilles Wasser oder ungesüßter Tee an. Ebenfalls sehr hilfreich gegen die Kopfschmerzen in der Frühschwangerschaft ist Bewegung an der frischen Luft. Selbst ein kurzer Spaziergang kann der schwangeren Frau helfen, sich wieder besser zu fühlen und die Kopfschmerzen zu reduzieren.

Meist verschwinden die Kopfschmerzen nach den ersten Wochen wieder und müssen nicht weiter abgeklärt werden. Halten die Kopfschmerzen nach der Frühschwangerschaft jedoch weiter an, so sollte die Patientin einen Arzt aufsuchen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft

Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft sind im Vergleich zu Übelkeit oder Kopfschmerzen ein eher seltenes Symptom. Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft zwar an Rückenschmerzen, jedoch treten diese meist erst im späteren Verlauf der Schwangerschaft auf. In der Regel nämlich dann, wenn es durch das heranwachsende Kind und Wassereinlagerungen zu einer Gewichtszunahme kommt.

Dennoch gibt es auch Patientinnen, die in der Frühschwangerschaft Rückenschmerzen beschreiben. Diese können dadurch verursacht werden, dass die Schwangere sich verhoben hat oder die Rückenschmerzen durch starke Anspannung entstanden sind.

Treten die Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft eher im unteren Rückenbereich auf, kann es sein, dass die Dehnung der Mutterbänder der Schwangeren Beschwerden bereitet. In diesem Fall sollten die Rückenschmerzen binnen weniger Tage wieder von alleine verschwinden.

Des Weiteren kommt es im Bereich des Beckens zu einer Auflockerung der miteinander verbundenen Knochen damit das Kind später problemlos durch den Geburtskanal hindurch passt. Auch dies kann den Patientinnen in der Frühschwangerschaft Rückenschmerzen bereiten. Oftmals hilft es jedoch, wenn die Patientin ein entspannendes Bad nimmt oder sich warme Umschläge auf den Rücken legt. Auch eine Massage kann sehr hilfreich sein und dafür sorgen, dass die Patientin durch eine Verspannung der Muskulatur die Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft nicht noch verschlimmert. Auch Yogaübungen oder Schwangerschaftsgruppen mit sportlicher Beteiligung können der Patientin helfen aktiv etwas gegen die Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft zu unternehmen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Weitere Informationen zum Thema Frühschwangerschaft

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.07.2018
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