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Symptome einer Schwangerschaft

Einleitung

Die Symptome einer Schwangerschaft können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Das selbe gilt auch für die Intensität typischer Schwangerschaftsleiden, auch diese können stark variieren.
Gerade die anfänglichen Symptome einer Schwangerschaft können den typischen prämenstrualen Beschwerden sehr ähnlich sein. Daher besteht die Gefahr, dass die Beschwerden fälschlicherweise als Schwangerschaftsanzeichen gedeutet werden.
Im Allgemeinen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass Frauen die ihren Körper sehr gut kennen wahrscheinlich schneller feststellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Einige Frauen bemerken erste Symptome einer Schwangerschaft bereits vor dem Ausbleiben der Regelblutung.
In den meisten Fällen bleibt eine Schwangerschaft bis zum Ausbleiben der Regelblutung und einige Tage darüber hinaus von den Frauen jedoch vollkommen unbemerkt. Spätestens das Ausbleiben der Regelblutung verleitet die meisten Frauen dazu, einen Schwangerschaftstest durchzuführen oder einen Frauenarzt aufzusuchen.

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Schwangerschaft Symptome

Es gibt typische Symptome die in den ersten Wochen einer Schwangerschaft auftreten können. Dazu gehören unter anderem:

Nicht alle Frauen verspüren diese typischen Schwangerschaftsanzeichen. Sollte der Verdacht bestehen, dass eine Schwangerschaft besteht, kann nach Ausbleiben der Periode erst einmal ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Die handelsüblichen Schwangerschaftstests messen das Schwangerschaftshormon beta-HCG im Urin.
Im Allgemeinen ist es wichtig zu beachten, dass es sich bei den genannten Symptomen um sogenannte unsichere oder nur wahrscheinliche Schwangerschaftssymptome handelt. Der sichere Nachweis einer Schwangerschaft kann nur durch eine Untersuchung beim Frauenarzt, durch Feststellung kindlicher Herztöne oder bildlicher Darstellung des Fötus, erbracht werden.

Weiterhin gilt zu berücksichtigen, dass die Symptome die zu Beginn einer Schwangerschaft auftreten, den gewöhnlichen zyklusbedingten Beschwerden sehr ähnlich sein können. Aus diesem Grund neigen viele Frauen dazu, fälschlicherweise anzunehmen, dass eine Schwangerschaft besteht. Letztendlich kann nur ein Facharzt für Frauenheilkunde durch eine Untersuchung sicher nachweisen, ob eine Eizelle befruchtet wurde und sich in der Gebärmutter eingenistet hat.

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Ausbleiben der Regelblutung

Das wichtigste und bekannteste frühe Symptom einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Regelblutung. Vor allem bei Frauen, die normalerweise einen sehr konstanten und regelmäßigen Zyklus haben, vermuten bei Ausbleiben der Regelblutung schnell eine Schwangerschaft.
Bei Frauen mit weniger konstantem Zyklus kann es sich wiederum lediglich um eine zeitliche Verschiebung der Periode handeln. Viele Frauen warten daher einige Tage ab bevor sie einen Schwangerschaftstest durchführen oder einen Frauenarzt aufsuchen.
Zu beachten gilt, dass die sogenannte „Einnistungsblutung“ gegebenenfalls mit der normalen Regelblutung verwechselt werden kann. Besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer Schwangerschaft trotz einsetzender Blutung, sollte deshalb dringend ein Schwangerschaftstest durchgeführt und/oder ein Facharzt für Frauenheilkunde aufgesucht werden. Einen ersten Hinweis, ob es sich um die Menstruations- oder um eine Einnistungsblutung handelt, kann die Konsistenz des abgesonderten Blutes liefern. Während Menstruationsblut in der Regel eher dunkel und zähflüssig ist, wirkt das während der Einnistung abgesonderte Blut wesentlich heller und dünnflüssiger.

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Müdigkeit

Ein weiteres frühes Symptom einer Schwangerschaft ist eine ausgeprägte Müdigkeit. Einige der betroffenen Frauen sprechen in diesem Zusammenhang sogar von ausgeprägten Erschöpfungszuständen. Durch eine schwangerschaftsinduzierte Steigerung der Progesteron-Ausschüttung, kommt es zu einer Zunahme des Energieverbrauchs des Organismus. Viele Frauen fühlen sich aus diesem Grund selbst nach einem gewöhnlichen Arbeitstag, als hätten sie sich über Stunden sportlich betätigt. Obwohl es sich bei der ausgeprägten Müdigkeit um eines der häufigsten frühen Symptome einer Schwangerschaft handelt, gilt es als unsicheres Anzeichen einer Schwangerschaft.

Anstieg Körpertemperatur

Ein dezenter Anstieg der Körpertemperatur gilt als ein weiteres der frühen Symptome einer bestehenden Schwangerschaft. Die Erhöhung der Temperatur beträgt allerdings nur etwa 0,2-0,5 Grad. Beim Anstieg der Körpertemperatur handelt es sich jedoch um kein zuverlässiges Schwangerschaftsanzeichen, da auch andere Ursachen für einen geringgradigen Temperaturanstieg verantwortlich sein können.

Brustempfindlichkeit

Eine erhöhte Brustempfindlichkeit, beziehungsweise ein starkes Ziehen in den Brüsten, gilt ebenfalls als eines der häufigsten Symptome einer Schwangerschaft. In den meisten Fällen beginnen die Brüste zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche zu Schmerzen.

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Grund für das Auftreten dieses Anzeichens ist der beginnende Umbau des Brustgewebes. Im Inneren der Brüste nehmen die Drüsenzellen deutlich an Masse zu und bereiten sich darauf vor ausreichende Mengen an Muttermilch zu produzieren. Schon während der ersten drei Schwangerschaftsmonate können die Brüste deshalb um ein bis zwei Körbchengrößen wachsen.

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Da Schmerzen, beziehungsweise ein starkes Ziehen, in der Brust jedoch auch eines der typischen prämenstrualen Symptome darstellt, handelt es sich dabei um ein eher unsicheres Schwangerschaftsanzeichen. In der Regel nimmt die Brustempfindlichkeit auch wenige Tage vor dem Einsetzen der Menstruationsblutung deutlich zu.

Halten die Beschwerden jedoch über mehrere Tage an und nehmen stetig an Intensität zu, können sie auf eine Schwangerschaft hinweisen. Darüber hinaus gilt eine dunkle Verfärbung der Brustwarzen und des Warzenvorhofs als eine weiteres Symptom, dass auf eine Schwangerschaft hinweisen kann.

Übelkeit

Die berüchtigte morgendliche Übelkeit zählt wohl zu den bekanntesten Anzeichen für das Vorliegen einer Schwangerschaft. Während viele, eher unspezifische Beschwerden schon innerhalb der ersten Schwangerschaftswochen auftreten, bleiben viele Frauen bis zur siebten Woche von der morgendlichen Übelkeit verschont.
Andere Frauen wiederum leiden während der gesamten Schwangerschaft nicht an Übelkeit und Erbrechen. Obwohl in den meisten Fällen lediglich von Übelkeit, die während der Morgenstunden auftritt, gesprochen wird, kann ausgeprägte Schwangerschaftsübelkeit während des gesamten Tages persistieren. Die Übelkeit gilt als eines der variabelsten Symptome einer Schwangerschaft.
In einigen Fällen kann es während der ersten drei Schwangerschaftsmonaten zu derart häufigem Erbrechen kommen, dass eine stationäre Behandlung notwendig wird. In diesem Zusammenhang spricht man von der sogenannten „Hyperemesis gravidarum“.

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Durchfall

Durchfall stellt eines der häufigsten Symptome einer Schwangerschaft dar. Die Ursachen für den Durchfall haben dabei jedoch mit der eigentlichen Schwangerschaft zumeist gar nichts zutun. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass es durch die körperlichen Veränderungen im Zuge der Schwangerschaft zu einer Hemmung des Immunsystems kommt. Aus diesem Grund können verschiedene Infekt-bedingte Symptome auftreten. Da wichtige Stationen des Immunsystems im Bereich des Magen-Darm-Traktes angesiedelt sind, gilt Durchfall als eines der häufigsten Symptome.
Betroffene Frauen sollten bei anhaltendem Durchfall dringend einen Arzt aufsuchen. Durch die dauerhafte Ausscheidung flüssigen Stuhls können wichtige Vitamine und Elektrolyte aus dem Körper geschwemmt werden. Dies wiederum kann die Entstehung anderer körperlicher Symptome provozieren. Besonders problematisch wird der Durchfall dann, wenn die werdende Mutter gleichzeitig unter starker Übelkeit mit Erbrechen leidet.

Ziehen im Unterbauch

Es kann bereits in der ersten Wochen der Schwangerschaft zu einer hormoninduzierten Lockerung der sogenannten Mutterbände kommen. In Folge dessen verspüren die werdenden Mütter in der Regel ein Ziehen im rechten und/oder linken Unterleib.

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5. Woche der Schwangerschaft

Mit dem Erreichender 5. Woche beginnt zugleich auch der 2. Schwangerschaftsmonat. Viele der werdenden Mütter schöpfen spätestens jetzt den ersten Verdacht auf das Vorliegen einer Schwangerschaft.
Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass in der 5. Woche der Schwangerschaft typischerweise die Menstruationsblutung ausbleibt. Darüber hinaus kann ab der 5. Woche ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
Obwohl es mittlerweile Teststreifen gibt, die sehr sensibel auf einen Anstieg des Schwangerschaftshormons beta-HCG reagieren, kann der Schwangerschaftstest zu Beginn der 5. Woche noch negativ ausfallen.
Besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer Schwangerschaft trotz negativem Testergebnis, kann ein Frauenarzt aufgesucht werden oder ein weiterer Test nach zwei bis drei Tagen durchgeführt werden.
Darüber hinaus können in der 5. Woche bereits weitere Symptome einer Schwangerschaft auftreten. Diese Symptome sind jedoch in der Regel noch sehr unspezifisch und werden von den Frauen nicht mit einer bestehenden Schwangerschaft in Zusammenhang gebracht.
Während der 5. Woche leiden einige der werdenden Mütter bereits unter ausgeprägter Müdigkeit und dezenter Übelkeit.
Darüber hinaus können zu diesem frühen Zeitpunkt bereits Beeinträchtigungen des Blutkreislaufs auftreten. Einige Frauen schöpfen in der 5. Woche der Schwangerschaft einen ersten Verdacht, weil sie unter Kreislaufproblemen leiden. Auch leichte ziehende Schmerzen im Bereich der linken und/oder rechten Leiste können sich als Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkbar machen.

Wann treten Symptome auf?

Der Zeitpunkt des Einsetzens der ersten Schwangerschaftssymptome kann von Frau zu Frau sehr stark variieren.
Frauen, die ein sehr feines Gefühl für Ihren Körper haben, können unter Umständen schon den Zeitpunkt der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter spüren. Diese kann sich durch ein stechenden Schmerz im Unterleib äußern und kann als erstes der typischen Symptome einer Schwangerschaft auftreten.
Zeitgleich kann es dazu kommen, dass die schwangere Frau geringe Mengen Blut aus der Vagina absondert. Bei dieser Blutung, die häufig fälschlicherweise mit einer sehr schwachen Regelblutung verwechselt wird, handelt es sich um die sogenannte „Einnistungsblutung“. Diese unterscheidet sich von der Menstruationsblutung vor allem durch die Menge und Farbe des abgesonderten Blutes. Eine Menstruationsblut erscheint demnach, im Gegensatz zum Blut der Einnistungsblutung, eher dunkler und zähflüssiger.
In vielen Fällen bemerken Frauen eine Schwangerschaft jedoch erst mit dem Aussetzen der Periode. Beschwerden die auf eine Schwangerschaft hindeuten, wie Brustspannen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen treten häufiger auch erst nach einigen Schwangerschaftswochen auf oder werden von den betroffen Frauen als gewöhnliche zyklusabhängige Beschwerden gedeutet und nicht gleich mit einer Schwangerschaft in Zusammenhang gebracht.

Schwangerschaft trotz Anti-Baby-Pille

Die Pille gilt als eines der zuverlässigsten medikamentösen Verhütungsmittel. Der sogenannte Pearl-Index spiegelt die Wirksamkeit des Verhütungsmittels wieder und liegt bei der Pille zwischen 0,1 und 0,9. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen, welche die Pille korrekt einnehmen, zwischen einer und neun Frauen trotzdem schwanger werden.
Bei korrekter Einnahme kann beim Auftreten von Symptomen wie Brustempfindlichkeit, Müdigkeit erst einmal davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um typische prämenstruelle Beschwerden handelt.
Sollten die Symptome besonders stark oder zum ersten mal aufgetreten sein, so sollte dringend geklärt werden, ob die Wirksamkeit der Pille möglicherweise beeinflusst wurde.
Vor allem Infekte im Bereich des Magen-Darm-Traktes mit Durchfall und/oder Erbrechen können die Wirksamkeit der Pille negativ beeinflussen. Darüber hinaus kann schon nach einmaligem Aussetzen der Einnahme der Pille eine Schwangerschaft entstehen. Im Zweifelsfall sollte demnach beim Auftreten typischer Symptome einer Schwangerschaft ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden bzw. eine Abklärung beim Frauenarzt erfolgen.

Lesen Sie merh zu: Pille wirkt nicht

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.03.2019
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