Morbus Whipple

Definition

Beim Morbus Whipple handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung des Darms, die sich häufig durch Durchfall, Gewichtsverlust und Gelenkentzündung äußert.

Epidemiologie/Häufigkeit

Die Krankheit tritt sehr selten auf, jedoch in jeder Altersstufe.

Ursache

Wahrscheinlich ist ursächlich ein bestimmtes Bakterium namens "Tropheryma whippelii" verantwortlich, welches allerdings überall vorkommt und dessen Übertragungsweg noch nicht bekannt ist.


Symptome

  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Gelenkentzündung
  • Bauchschmerzen mit Fieber und Lymphknotenschwellung

Oft sind neben dem Magen- Darm- Trakt weitere Organe befallen, warum man die Krankheit auch als "systemisch" bezeichnet, da sie den gesamten Körper angreifen kann. Sowohl Lunge, als auch Herz und Gehirn können betroffen sein, vor allem aber die Gelenke. Nicht selten gehen die Gelenkbechwerden denen des Darms voraus.

Diagnose

Die Diagnose wird durch eine Dünndarm-Biopsie (Probenentnahme) gestellt.

Therapie

Zuerst erhält der Patient über die Vene Antibiotika, die sich nicht nur im Blut, sondern auch im Liquor (Hirnwasser) verteilen. Anschließend nimmt er über den Zeitraum von 12 Monaten abermals Antiobiotika in Form von Tabletten ein.



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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.05.2011