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Abnehmen mit Abführmittel

Einleitung

Abführmittel sind eigentlich für die Behandlung von Verstopfungen gedacht. Sie werden jedoch häufig in der Annahme missbraucht, einige überflüssige Kilo Körpergewicht in kurzer Zeit abzunehmen. Hierbei wird oft zu nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gegriffen. Ob diese Art des Abnehmens hilfreich und gesund ist, soll anschließend diskutiert werden.

Was steckt dahinter?

Zuerst sollte geklärt werden, dass es verschiedene Arten von Abführmitteln gibt. Zum einen gibt es Abführmittel, welche die Muskelaktivität der Darmwand anregen und damit den Stuhl schneller aus dem Körper befördern. Dies kann durch Quellstoffe oder sogenannte „isoosmotische Laxantien“ geschehen, die vom Darm nicht aufgenommen werden und durch das Wasser in Darm aufquellen. Durch das erhöhte Darmvolumen kommt es dann im Dickdarm zu einer Erhöhung der Darmaktivität.

Außerdem gibt es Mittel, die aktiv die Wasseraufnahme des Darms behindern und die Wasserabgabe des Darms fördern. Diese Medikamente werden „osmotisch wirkende Laxantien“ (z.B Bittersalz, Glaubersalz) genannt. Es wird hierbei Flüssigkeit aus dem Blut der Darmwand in den Darm „gezogen“. Das führt ebenfalls zu einer erhöhten Dickdarmaktivität. Die Annahme, dass die Nahrung nicht verdaut wird und damit auch keine Nährstoffe aufgenommen werden, stimmt also nicht.

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Welche Nebenwirkungen beim Abnehmen mit Abführmittel sind zu erwarten?

Wie die meisten Medikamente haben auch Abführmittel Nebenwirkungen. Je nachdem, welches Abführmittel man verwendet, können die Nebenwirkungen unterschiedlich gravierend sein.

Quellmittel führen häufig zu vermehrten Blähungen und Bauchschmerzen.

Bei isoosmotischen Laxantien wird eine Verschiebung des Elektrolyt-Haushalts vermutet. Das bedeutet, dass durch den Eingriff in den körpereigenen Wasserhaushalt auch die Konzentration der Mineralien (vor allem Natrium und Kalium) im Blut verändert wird, was negative Folgen auf die Herzaktivität haben kann.

Gravierende Nebenwirkungen haben die osmotisch wirkenden Laxantien, wie Bittersalz oder Glaubersalz. Hierbei kann es zu massiver Beeinträchtigung des Elektrolyt-Haushalts kommen, was in Herz- und Nierenschäden enden kann.

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Warum man nicht mit Abführmitteln abnehmen sollte?

Die Gründe, die gegen einen Gewichtsverlust mit Abführmitteln sprechen, sind eindeutig. 

Zum einen ist die gewünschte Wirksamkeit nicht vorhanden. Abführmittel beeinflussen hauptsächlich den Wassergehalt des Stuhls im Dickdarm und wirken damit abführend. Es kommt also nicht zu einer verminderten Aufnahme von Zuckern oder Fetten. Wenn man nach dem Abführen weniger wiegt, ist der Grund dafür vermutlich der Verlust von Wasser durch das Abführmittel. Eine Dehydratation ist jedoch nicht gesund.

Außerdem haben Abführmittel Nebenwirkungen. Diese können unangenehm und gefährlich sein. 

Medizinische Bewertung der Diät durch Dr-Gumpert.de

Dr-Gumpert.de rät stark von der Diät durch Abführmittel ab. Neben den genannten Nebenwirkungen hat diese Diät keine nennenswerte Wirksamkeit und ist somit überflüssig. Die Beeinflussung des Mineral- und Wasserhaushaltes kann unangenehme und gefährliche Folgen haben und ist nicht zu ignorieren. Abführmittel sollten nur für nennenswerte Medizinische Symptome wie Verstopfungen genutzt werden (siehe auch: Therapie der Verstopfung).

Wichtig beim Abnehmen ist vielmehr eine Verringerung der Kalorienzufuhr und ein erhöhter Energieverbrauch. Also: mehr Sport treiben, weniger fett- und zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen.

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Welche alternative Diät gibt es zum Abnehmen mit Abführmitteln?

Viele Diäten haben keine nachgewiesene Wirksamkeit, weswegen oft nur gemutmaßt werden kann, ob sie wirken. Die Energielieferanten des Körpers sind Kohlenhydrate (Stärke/Zucker) und Fette. Stellt man also seine Ernährung auf eine Weise um, welche eine geringe Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten zur Folge hat, nimmt der Körper weniger Energie auf und beginnt, die körpereigenen Energiespeicher (Fett) abzubauen. Hierdurch kommt es auch zu einer Gewichtsreduktion und einer Verringerung der Fettpolster. Wichtig ist jedoch außerdem, dass man sich ausreichend bewegt, um genug Energie zu verbrauchen.

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Weiterführende Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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