Synonym: Ligamentum collaterale laterale (auch am Knie gibt es ein so benanntes Band)
Das obere Sprunggelenk des Fußes wird – ebenso wie das untere - durch den Bandapparat der Außenbänder verstärkt. Diese Außenbänder des Fußgelenks werden grob untergliedert in einen inneren und den äußeren Bandapparat. Den äußeren Bandapparat bildet das Ligamentum collaterale laterale (äußeres Seitenband), das aus mehreren einzelnen Bänder besteht.
Das Ligamentum collaterale laterale besteht aus drei Bandanteilen:
Alle drei Anteile der Außenbänder entspringen am Außenknöchel.
Als Außenknöchel bezeichnet man den unteren Anteil des Wadenbeins (Fibula). Zwei der Bände setzen am Talus (Sprungbein) an, eines am Calcaneus (Fersenbein).
Das Ligamentum talofibulare anterius zieht vom vorderen Anteil des Außenknöchel schräg nach vorne zum Talus (Sprungbein). Das Ligamentum talofibulare posterius hat dieselben Knochen als Ansatz, zieht jedoch von der hinteren Außenknöchelspitze schräg nach hinten zum Talus. Das vordere der beiden Bänder ist dünner und schwächer als das hintere und ist somit wesentlich häufiger von Bänderrissen betroffen.
Das dritte zum Außenbandapparat gehörige Band ist das Ligamentum calcaneo-fibulare. Es zieht relativ mittig vom Außenknöchel nach seitlich unten und setzt am Calcaneus (Fersenbein) an.
Wer bin ich?
Mein Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de.
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen".
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)
Von Erkrankungen des Fußes sind besonders häufig Sportler (Jogger, Fußballer, etc.) betroffen. In einigen Fällen lässt sich zunächst keine Ursache für die Fußbeschwerden erkennen.
Daher erfordert die Behandlung des Fußes (z.B. Achillessehnenentzündung, Fersensporn etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Fußes im Schwerpunkt.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation mit einer vollständigen Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit.
Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.
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Die Zerrung (Torsion) oder der Riss (Ruptur) des Außenbandes ist ein relativ häufiges Ereignis.
Es geschieht bei einem Umknicken des Fußes, dem sogenannten Supinationstrauma.
Hierbei knickt der Knöchel nach außen, die Fußsohle hingegen nach innen und die Bänder außen am Fuß (Außenbänder) geraten unter starke Spannung. Häufig sind Sportverletzungen ursächlich, aber auch ein Umknicken durch ungünstiges Aufkommen auf unebenem Boden oder beim Treppensteigen können die Ursache sein.
Zumeist ist hierbei das Lig. talofibulare anterius betroffen, häufig auch in Kombination mit dem Lig. calcaneofibulare. Das Lig. talofibulare posterius hingegen, ist beinahe nie gerissen.
Besonders häufig sind Bandstrukturen des Fußes von Verletzungen betroffen. Bei einem typischen Umknicken des Fußes nach innen oder außen kann es zu Schädigungen des Kapsel- Bandapparates mit Zerreißung, Dehnung oder Zerrung der betroffenen Bänder kommen.
Knöcherne Verletzungen, wie beispielsweise Brüche des Außen- oder Innenknöchels sind möglich, jedoch eher selten.
Mit ca. 20% aller Sportverletzungen ist das Sprunggelenk sehr häufig von Traumen jeder Art betroffen. Im Vergleich zu anderen Gelenken, entwickeln sich jedoch im Sprunggelenk kaum Abnutzungserscheinungen, sofern kein Trauma vorausgegangen ist.
Somit entstehen die häufigsten Arthrosen nach Sprunggelenksverrenkungsbrüchen oder komplexen Kapsel- Band- Verletzungen.
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