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Symptome bei einem Basaliom

Einleitung

Das Basaliom (Basalzellkarzinom, weißer Hautkrebs) ist ein bösartiger Hauttumor, der vor allem aufgrund von der Einwirkung langjähriger UV-Strahlung entsteht. Folglich befinden sich die meisten Basaliome auf denjenigen Stellen der Haut, die häufig direktem Sonnenlicht usgesetzt sind: 80% der Basaliome entstehen im Bereich von Kopf, Gesicht und Hals, nur etwa 5% werden am Stamm oder den Extremitäten beschrieben.

Das Basaliom wird häufig als semimaligne bezeichnet: Dies kommt daher, dass es im Gegensatz zu den meisten anderen bösartigen Tumoren nicht in andere Organe streut, also keine Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet. Trotzdem kann es lokal sehr aggressiv wachsen und das ihn umgebende Gewebe beschädigen. Es können verschiedene Symptome wie schuppige Stellen, Wundheilungsstörungen und Schmerzen entstehen.

Die Symptome

Meistens haben Basaliome die gleiche Farbe wie die umliegende Haut und sind deshalb häufig auch nicht leicht zu erkennen. Allerdings kann bei fast allen Untergruppen des Basalioms auch einmal ein mehr oder weniger pigmentiertes Basaliom vorkommen, welches dann bräunlich bis schwarz erscheint und dadurch häufig nicht gut vom Malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, zu differenzieren ist.

Abgesehen von dem typischen Erscheinungsbild auf der Haut führt das Basaliom prinzipiell zu keinen Symptomen. Sollte es sich jedoch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und in die Tiefe ausgebreitet haben, kann es zu Beschwerden kommen, die durch die Schädigung umliegender Strukturen zu erklären sind. So kann zum Beispiel ein Basaliom in der Augenhöhle, besonders wenn es sich um die aggressive Form des Basalioma terebrans handelt, einen Verlust des Sehvermögens mit sich bringen.

Da Basaliome jedoch keine Metastasen bilden, beschränken sich auch sekundäre Symptome stets auf die engere Umgebung des Tumors, weiter entfernt liegende Organe werden nicht beeinträchtigt.

Informieren Sie sich hier rund über das Thema: Basaliom.

Der Juckreiz

Juckreiz ist ein sehr unangenehmes Symptom der Haut und wird beim Basaliom genau an der betroffenen Hautstelle empfunden. Die Entstehung von Juckreiz (Pruritus) ist noch nicht vollends geklärt. Vermutet wird eine Entzündungsreaktion der Haut. Hierbei werden spezielle Gewebshormone wie Histamin, Serotonin oder Kinin ausgeschüttet, die an den Nervendigungen der Haut wirken und so einen Juckreiz auslösen. 

Durch den Juckreiz, der manchmal stärker und manchmal schwächer ausgeprägt ist, besteht die Gefahr, dass die Haut aufgekratzt wird. Nach dem Aufkratzen blutet die Wunde und kann nässen bevor sie wieder verschorft. Das Jucken kann durchgehend vorhanden sein. Da der Juckreiz allerdings kein Leitsymptom des Basalioms ist, kann es auch gänzlich fehlen.

Lesen Sie auch den Artikel: Die Entzündung.

Die Schmerzen

Auch Schmerzen können an der Stelle des Basalioms auftreten. Meistens handelt es sich dabei um brennende oder spannende Schmerzen. Das Brennen kommt durch die Entzündung der Haut zustande.
Wird das Basaliom aufgekratzt, kann dies zu einer schmerzhaften Wunde führen. Besonders wenn die Wunde berührt wird, können Schmerzen enstehen.

Die Blutung

Ein Basaliom kann immer wieder bluten. Besonders über einen längeren Zeitraum können sich Bluten und Verkrusten der Wunde abwechseln. Daher sollte man immer bei einer über drei Wochen bestehenden Wunde, die manchmal blutet oder nässt und nicht abheilt, an ein Basaliom denken und beim Arzt untersuchen lassen.
Da das Basaliom auch manchmal jucken kann, kann es auch nach dem Kratzen zu einer blutenden Wunde kommen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema: Prognose des Basalioms.

Die Rötung

Basaliome können sehr unterschiedlich aussehen. Zum einen kann es zu einem rötlichen Fleck kommen, der verkrustet oder schuppt. Das Basaliom kann sich aber auch als roter oder hellroter Knoten darstellen.

Des Weiteren kommt es häufiger zu oberflächlich sichtbaren Gefäßen am Rand des Basalioms. Diese oberflächlichen Gefäße werden auch als Teleangiektasien bezeichnet. Auch diese können dem Basaliom eine rötliche Färbung geben. Zudem kann es auch zu einer Entzündung der Haut um das Basaliom herum kommen, was zu einer Rötung der umliegenden Haut führt.

Die Kruste

Die Verkrustungen der Oberfläche des Basalioms ist ein typisches Symptom. Dabei wechseln sich oftmals Nässen, Bluten und Verkrustung ab. Die Stelle, an der sich das Basaliom befindet, heilt nicht ab und es kommt im Verlauf zu einem Tiefenwachstum des Basalioms, wobei immer wieder eine Wunde entsteht, die oberflächlich verkrustet.

Wird das Basaliom aufgrund von Juckreiz aufgekratzt, kann es bluten und im Nachhinein verkrusten.

Lesen Sie auch den Artikel: Die beste Therapie eines Basalioms.

Die Schuppung

Das Basaliom präsentiert sich oftmals als schuppendes Knötchen. Unter den anfänglich hautfarbenen Schuppen zeigt sich das Basaliom als schlecht heilende Wunde. Da es sich beim Basaliom um einen Hauttumor handelt, der die Haut zerstört, kann es zu dieser Schuppung kommen. Dabei wird die oberste Schicht der Hornhaut abgestoßen. Im späteren Verlauf können rötliche Schuppen entstehen.

Weißer Hautkrebs? Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Hautveränderungen

Im Allgemeinen ergeben sich durch ein Basaliom charakteristische Hautveränderungen, die allerdings erst im Laufe einer längeren Zeitperiode deutlich werden, da dieser Tumor im Regelfall eher langsam wächst.

Im Anfangsstadium findet man an der Stelle, an der später das Basaliom sichtbar wird, häufig einfach nur eine umschriebene Verhärtung (Induration) der Haut oder ein anfangs noch unscheinbares kleines, häufig gräuliches Knötchen. Es gibt allerdings verschiedene Typen eines Basalioms, die mitunter sehr unterschiedlich aussehen können.

Weitere Informationen zum Thema Anfangsstadium des Basalioms finden Sie hier.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Basaliom Symptome finden Sie hier:

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 18.03.2019
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