Falten loswerden

Einleitung

Falten entstehen im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses. Dabei entwickeln sie sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark und treten auch individuell auf. Einige Faktoren wie Sonnenstrahlen, Rauchen, Alkohol oder auch eine genetische Veranlagung haben einen negativen Effekt auf die Entstehung und lassen sie früher auftreten. Für viele Personen, meistens für Frauen, stellen die Falten ein unschönes kosmetisches Problem dar. Daher gibt es verschiedene Methoden Falten vorzubeugen oder auch zu vermindern oder sogar zu entfernen.


Antifaltencremes

Viele Kosmetikfirmen werben mit Antifaltencremes und versprechen schon nach mehreren Wochen einen deutlichen Rückgang. Dennoch ist die Wirkung umstritten. Zunächst sollte die regelmäßige Pflege der Haut schon bereits vor dem Auftreten von Falten durchgeführt werde. Die Haut bleibt straff und elastisch, wenn sie regelmäßig gereinigt und ausreichen mit Feuchtigkeit versorgt wird. In vielen Antiagingcremes wird mit bestimmten Inhaltsstoffen geworben wie Vitamin C, Retinol, Kollagen, Coenzym Q, Hyaluronsäure und Antioxidantien. Dabei ist die Frage, ob die Stoffe überhaupt von der Haut aufgenommen werden. Man vermutet, dass Kollagen und Hyaluronsäure aufgrund ihrer Molekülgröße nicht durch die Haut dringen können. Besser seien dagegen Vitamin C und Antioxidantien, die dabei helfen, freie Radikale, die eine schädigende Wirkung auf die Zellen haben, aus der Haut zu entfernen. Mittlerweile gibt es sehr gut entwickelte Antifaltencremes, die Komplexe enthalten, mit denen die Inhaltsstoffe wohl besser von der Haut aufgenommen werden können. Generell gilt bei der Auswahl eines geeigneten Produktes, dass es eine regenerierende, schützende und feuchtigkeitsspendende Wirkung haben sollte. Welches Produkt für einen geeignet ist, hängt auch vom Alter und Hauttyp ab. Hier kann eine kosmetische Beratung weiterhelfen.

Massage

Als besonders unangenehm empfunden, werden die großen sichtbaren Falten auf der Stirn und rund um die Augen. Hier können durch regelmäßig angewendete Gesichtsmassagen die Falten, die als Spaltfalten auftreten, vorrübergehend vermindert werden. Die Behandlung sollte einmal wöchentlich durchgeführt werden. Dies kann eine ausgebildete Kosmetikern oder auch nach Anleitung selbst durchgeführt werden. Die Massage wird leichter und effektiver, wenn gleichzeitig eine feuchtigkeitsspendende und wohltuende Creme oder ein Massageöl verwendet wird.

Botox

Eine weitere Methode Falten zu verringern, bietet das Unterspritzen der Falten mit Botox. Botox ist ein neurotoxisches Gift, welches aus den Bakterien namens Clostridium botulinum gewonnen wird. Das Nervengift verhindert die Übertragung der Erregungsleitung von Nervenzellen und führt daher zu einer Schwäche der Muskulatur. Diese Wirkung macht man sich in der kosmetischen Behandlung von Falten zu Nutze. Der Eingriff ist ein minimalinvasiver Eingriff, der in einer Arztpraxis ambulant durchgeführt werden kann. Ein fachkundiger Arzt injiziert dabei wenige Milliliter unter die Haut. Besonders geeignet für diese Anwendung sind Falten auf der Stirn, um die Augen und herabhängende Falten an den Mundwinkeln. Ein sehr guter Effekt zeigt sich bei Falten, die noch nicht allzu tief sind. Feine und oberflächlicher gelegene Falten können durch die Behandlung eventuell vollständig verschwinden. Da die Wirkung jedoch nach einigen Monaten wieder nachlässt, muss sie regelmäßig wiederholt werden, damit der gewünschte Effekt erhalten bleibt. Bei einer korrekten Anwendung sind keine schweren Nebenwirkungen zu erwarten. Durch die Injektion kann es zu einer Rötung und Schwellung durch die Reizung der Haut kommen. In manchen Fällen entstehen kleinere Blutergüsse an der Injektionsstelle. Diese können durch anschließendes Kühlen der betroffenen Hautstelle vermieden werden. Bei Injektionen in der Nähe des Augenlides kann bei Überdosierung oder falscher Anwendung ein herabhängendes Lid die Folge sein. Generell kommt dies allerdings sehr selten vor. Die Kosten für eine Behandlung ist unterschiedlich und richten sich nach der Menge des verwendeten Botox. So betragenn die Behandlungskosten ca. 100 bis 150 Euro. Der behandelnde Arzt kann ihnen die genauen Kosten einer Behandlung und weiterführenden Anwendungen mitteilen.

Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure

Eine ähnliche Methode wie das Botox bietet eine Unterspritzung der Falten mit Hyaluronsäure. Dabei handelt es sich um eine körpereigene Substanz, die sich überwiegend zwischen den Zellen in der Extrazellulärmatrix befindet. Die Hyaluronsäure bindet Wasser, wodurch das Gewebe an Volumen zunimmt und aufquillt. Diesen Effekt macht man sich bei der Behandlung der Falten zu Nutze. Mit einer dünnen Nadel werden Präparate, die meistens zwischen ein und drei Prozent Hyaluronsäure enthalten, in die Falten gegeben. Dadurch wird der Gehalt der Substanz im Gewebe erhöht. Es soll vermehrt Wasser angezogen werden, damit die Furchen, die durch die Falten entstehen wieder gefüllt werden. Die Behandlung ist in der Regel sehr gut verträglich, da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt. Durch Verwendung meist recht dünner Kanülen werden kaum Schmerzen verursacht. Es kann zu kleineren Blutungen und Schwellungen kommen, die nach ein paar Stunden bis Tagen wieder verschwinden. Auch hier kann das rechtzeitige Kühlen nach der Injektion größere Blutergüsse vermeiden. Da das Hyaluron vom Körper auch wieder nach einiger Zeit abgebaut wird, muss die Anwendung ebenfalls nach vier bis zwölf Monaten wiederholt werden.

Gesichtslifting

Für viele Menschen wird die zunehmende Alterung und die dadurch bedingte Zunahme der Falten als sehr störend empfunden. Um eine deutliche Verjüngung und Straffung der Haut zu erzielen, hilft oftmals nur noch eine Operation. Die dabei angewandten Methoden sind das Facelifting bzw. das Gesichtslifting nach SMAS (Sub Muskulares Aponeurotisches System). Beim Facelifting handelt es sich um eine Vorgehensweise, bei der sich die Straffung auf die obere Hautschicht begrenzt. Es wird auch als Softlifting bezeichnet. Das Gesichtslifting erfolgt dagegen auf höhe der Muskelschicht, also unterhalb der Hautschicht. Weiterhin unterscheidet man zwischen einem Brauen- und Stirnlifting oder einem Gesichtslifting mit Halslift. Die letztere Methode umfasst sowohl das Lifting herabhängender Wangen, des Doppelkinns und der Halspartie. Mit dem Augenbrauenlifting sollen die Augenbrauen angehoben werden. Dies soll zu einem offeneren und erstaunten Gesichtsausdruck führen. Gleichzeitig erfolgt die Straffung der Stirn. Bei dieser Methode werden nur kleine Schnitte in dem Bereich der Haare gesetzt. Die Narben sind hinterher so nicht sichtbar. Der Eingriff wird mit Hilfe von Endoskopen durchgeführt. Ein weiterer Vorteil, denn dadurch sind kleine unsichtbare Schnitte völlig ausreichend. Schließlich erfolgt die Anhebung der Augenbrauen und die Straffung der Stirn in einer Schicht, in der keine wichtigen Nerven und Gefäße verlaufen. Dadurch soll vermieden werden, dass wichtige Strukturen während der Operation verletzt werden und es so zu Komplikationen kommt. Nach dem Eingriff können dennoch kleinere Blutergüsse und Schwellungen auftreten. Generell wird hier jedoch die Infektionsgefahr geringer eingeschätzt als bei einem Gesichtslifting. Der Blick ist anschließend wieder offener. Das gesamte Gesicht wirkt frischer und jünger. Bei dieser Vorgehensweise soll der Effekt langanhaltend sein. Der Eingriff verläuft in der Regel ambulant in einer Klinik. Die Schmerzen sollen sehr gering sein. Anschließend trägt man für ein bis zwei Tage einen Verband und auf Sport und Saunagänge soll zunächst verzichtet werden, um die Infektionsgefahr zu senken und die Heilung der Narben nicht zu gefährden. Nach ca. drei Tagen kann der Patient sich auch wieder normal die Haare waschen. Für solche Eingriffe gilt es eine gute Vorbereitung zu treffen. Das wichtigste für ein zufriedenstellendes Ergebnis, ist eine ausführliche Beratung durch einen Spezialisten. In einem oder auch mehreren Beratungsgesprächen soll die beste geeignete Methode für den Patienten ermittelt werden. Patienten sollten sich in einem Gespräch auch immer die Ergebnisse, sprich Vorher- Nachher- Bilder des Operateurs von bereits durchgeführten Eingriffen zeigen lassen. So können die Patienten zum einen sehen, welche Effekte durch die verschiedenen Methoden erzielt werden können und wie gut der Arzt seine Arbeit erledigt. Sicherlich ist es auch nicht von Nachteil sich in mehreren spezialisierten Kliniken beraten zu lassen.

Ultraschall gegen Falten

Eine weitere Methode, die bestehenden Falten zu verringern und auch die Entstehung neuer Falten hinaus zu zögern, bietet eine Behandlung mit Ultraschall. Falten entstehen in tieferen Hautschichten. Mittels Ultraschall sollen auch die tiefliegenden Zellen erreicht werden und angeregt werden. Besonders wichtig für eine straffe Haut ist das zwischen den Zellen liegende Kollagen. Dessen Produktion soll durch die Anwendung von Ultraschallwellen gesteigert werden. Zusätzlich kann bei der Behandlung noch Hyaluronsäure auf die Haut aufgetragen werden. Mittels dem Ultraschall soll es in die Haut einmassiert werden. Kollagen und Hyaluron haben die Eigenschaft Wasser zu binden. Dadurch sollen die Falten wieder aufgefüllt werden, was einen glättenden Effekt auf die Haut hat. Die Behandlung wird von einer Kosmetikerin durchgeführt. Die Kosten pro Anwendung belaufen sich auf ca. 100 Euro. Mittlerweile gibt es auch kleine Ultraschallgeräte für den häuslichen Gebrauch, die selber bedient werden können.

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