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Pigmentflecken auf der Stirn

Einleitung

Als Pigmentflecken bezeichnet man farbliche Unregelmäßigkeiten der Haut, die sich durch dunkle oder helle Hautareale bemerkbar machen.

Zu den häufigsten Pigmentflecken an der Stirn zählen dabei die Altersflecken, das Melasma, Sommersprossen und die Vitiligo.
Dabei zählt die Vitiligo, im Unterschied zu den anderen Pigmentflecken, zu den Hypopigmentierungen, also zu einer Pigmentstörung die mit hellen, weißen Flecken an der Stirn, im Gesicht oder an den Händen einhergeht. Sommersprossen, Altersflecken und das Melasma dagegen sind Hyperpigmentierungen, also Pigmentflecken die sich durch dunkle, mehrpigmentierte Flecken manifestieren.

An sich sind Pigmentflecken an der Stirn harmlos, doch vor allem Frauen empfinden diese oft als störend und lästig und fühlen sich durch sie weniger attraktiv. Mittels verschiedener Therapiemöglichkeiten kann man Pigmentflecken an der Stirn und im Gesicht gut beseitigen.

Arten von Pigmentflecken

Zu den häufigsten Pigmentflecken u.a. an der Stirn zählen neben den weit verbreiteten "Altersflecken" und Sommersprossen auch das Melasma, welches vor allem Schwangere betrifft.

Zu Pigmentstörungen die mit einer Entfärbung, bzw. Weiß-Färbung der Stirn einhergehen, gehört die Vitiligo.

Ursachen

Für Pigmentflecken an der Stirn gibt es viele verschiedene Ursachen.

Zu den wichtigsten zählen dabei eine genetische Neigung zu Pigmentflecken, hormonelle Störungen, Kosmetika und Allergien.

Biologisch betrachtet liegt jedoch jeder Pigmentstörung eine Fehlregulation der Melanozyten zugrunde. Melanozyten sind spezialisierte Hautzellen, deren Aufgabe es ist ein bräunliche Pigment namens Melanin zu produzieren, welches unsere Haut vor UV-Schäden schützt.
Wirken UV-Strahlen jedoch über viele Jahrzehnte kontinuierlich und schädigend auf uns ein, so kommt es nach einiger Zeit zu einer Verdickung der Oberhaut (Epidermis) und zu einer vermehrten Einlagerung von Melanin. Dadurch wirkt die Haut dauerhaft gebräunt, also hyperpigmentiert. Es ist also zu einer Pigmentstörung gekommen, die sich z.B. als Altersfleck manifestiert.

Kommt es aufgrund von genetischen Faktoren hingegen zu einer verminderten Aktivität der Melanozyten und damit zu einer verminderten Einlagerung von Melanin, so kommt es zu Hypopigmentierungen, also Pigmentflecken mit hellen, weißen Flecken.

Symptome

Die häufigste Form von Pigmentflecken sind die Altersflecken, die auch als Lentigines seniles oder Lentigines solares (Sonnenflecken) bezeichnet werden.
Wie der Name es bereits verrät, treten Altersflecken vor allem im höheren Alter auf; meistens ab dem 40. und fast immer ab dem 60. Lebensjahr. Typischerweise finden sich Altersflecken an Hautstellen die jahrelang der Sonne ausgesetzt waren, wie z.B. an der Stirn, den Wangen, den Unterarmen oder auch am Handrücken. Hierbei manifestieren sie sich als gelbliche bis dunkelbraune Flecken.

Meist sind Altersflecken klein und rundlich, können jedoch auch unregelmäßig begrenzt und bis zu einigen Zentimetern groß sein. Vor allem unregelmäßig geformte oder ungleichmäßig gefärbte Altersflecken müssen ärztlich untersucht werden, da sich hinter ihnen oft schwarzer und in seltenen Fällen auch weißer Hautkrebs verbergen kann.

Prinzipiell entsteht zwar aus einem Altersfleck kein Hautkrebs, jedoch kann dieser einem Altersfleck sehr ähnlich sein und sich dadurch maskieren. Aus diesen Gründen sollten neu aufgetretene oder sich verändernde Pigmentflecken immer ärztlich abgeklärt werden.
Auch Patienten mit Akne und Hautallergien neigen häufiger dazu Pigmentflecken zu entwickeln. Dies liegt an ihrer bereits an sich gereizten und unregelmäßig gefärbten Haut.
Durch lange Sonnenaufenthalte wird die Haut weiter geschädigt und Unreinheiten imponieren als dunklere Flecken.

Das Melasma ist eine andere Art der Pigmentstörung, die vor allem junge Frauen im gebährfähigen Alter betrifft und die durch hormonelle Schwankungen ausgelöst wird. Dies kann beispielsweise bei einer Schwangerschaft der Fall sein oder aber auch bei der Einnahme von östrogenhaltigen Präparaten wie der Antibabypille oder bei einer Hormonersatztherapie. (Siehe dazu: Pigmentstörungen durch die Antibabypille)
Studien haben bewiesen, dass weibliche Sexualhormone (Östrogen und Progesteron), die v.a. bei einer Schwangerschaft in hohen Dosen ausgeschüttet werden, in Kombination mit der Sonne die Aktivität der Melanozyten verstärken. Hierdurch kommt es zu einer Überaktivität der Melanozyten und dadurch zu einer Hyperpigmentierung, also einer verstärkten Dunkelfärbung der Haut.
Typischerweise finden sich beim Melasma symmetrisch verteilte Pigmentflecken auf der Stirn, den Schläfen und den Wangen. Diese Flecken sind meist unregelmäßig geformt und können ineinander übergehen. Nach Ende der Schwangerschaft oder nach Beendigung der Medikamenteneinnahme kann es zu einem Rückgang der Pigmentflecken kommen.
In einigen Fällen jedoch kann das Melasma auch für immer bleiben.

Eine Form von zu hellen Pigmentstörungen ist die Vitiligo. Diese ist eine häufige genetische Erkrankung, die bereits Kinder und Jugendliche betrifft und die häufig mit anderen Autoimmunerkrankungen wie z.B. dem Morbus Basedow oder dem Morbus Addison assoziiert ist. Aufgrund eines genetischen Defekts kommt es zu einzelnen oder verstreuten hellen bis weißen Flecken (Hypopigmentierungen) der Haut, die unregelmäßig geformt und über dem gesamten Körper verteilt sein können. Therapie der Wahl einer Vitiligo ist die Photo- oder auch Lichttherapie, durch die es in 70% zu Besserungen kommt.

Diagnostik

Da sich hinter jedem Pigmentfleck auf der Stirn auch Hautkrebs verbergen kann, ist es wichtig diese von einem Dermatologen untersuchen zu lassen.
Meist reicht hierfür eine einfache Untersuchung mit einem Dermatoskop. In besonderen oder schwierigen Fällen kann auch eine Gewebeprobe von der Pigmentstörung entnommen werden, die anschließend unter dem Mikroskop auf verdächtige Zellen untersucht wird.

Therapie

An sich sind Pigmentflecken auf der Stirn harmlos und benötigen keine Therapie.

Da viele Betroffene jedoch, vor allem Frauen, oft unter den kosmetischen Folgen von Pigmentflecken leiden, gibt es heutzutage viele verschiedene Möglichkeiten Pigmentflecken zu verbergen oder zu entfernen. Zum einen gibt es spezielle Camouflagecremes, die dabei helfen dunkle Flecken abzudecken oder Bleichcremes, mit denen man dunkle Pigmentstörungen aufhellen kann.

Eine andere Möglichkeit wären spezielle Fruchtsäurepeelings, mit denen versucht wird die oberen, stark pigmentierten Hautschichten abzutragen. Nach einigen Sitzungen kann dadurch die Hyperpigmentierung entfernt werden. Bei sehr hartnäckigen Hyperpigmentierungen (z.B. den Altersflecken) können auch professionell angewandte Laserbehandlungen helfen. Diese entfernen auf schonende Art und Weise oberste Hautschichten, in denen sich die Hyperpigmenterung findet und lässt diese verschwinden. Da Laserbehandlungen jedoch immer mit Hautschäden einhergehen können, ist es wichtig diese bei einem Facharzt durchführen zu lassen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Entfernung von Pigmentflecken

Prophylaxe

Da die wichtigste Ursache für Altersflecken und ein Melasma eine jahrelange Sonnenlichtexposition ist, ist die wichtigste Methode in der Vorbeugung von Pigmentflecken ein adäquater Lichtschutz bereits in jungen Jahren.
Es sollten regelmäßig Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor benutzt und lange Sonnenbäder vermieden werden. Dies trifft vor allem für Menschen mit einer genetischen Neigung für Pigmentstörungen und für Schwangere zu, die aufgrund ihrer hormonellen Umstellung gefährdeter sind Pigmentflecken zu entwickeln.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:

Eine Übersicht aller dermatologischen Themen finden Sie unter: Dermatologie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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