Bluterguss

Einleitung

Einmal an einer Ecke hängengeblieben oder sich den Fuß gestoßen und schon ist er da: Der Bluterguss. In den meisten Fällen vergeht die schwarz-bläuliche Verfärbung, die Mediziner auch gerne „Hämatom“ nennen binnen weniger Tage.
Doch in manchen Fällen hält sich der Bluterguss hartnäckig über Wochen hinweg. Auch tritt er manchmal an Stellen auf, die uns im ersten Moment ungewöhnlich erscheinen oder die sogar gefährlich sein können, so zum Beispiel im Auge und im Knie.

Ein Bluterguss ist immer Zeichen eines Blutaustrittes in umliegendes Gewebe, vorzugsweise eine bereits bestehende Körperhöhle. Doch wie genau kommt es zu einem Bluterguss, was läuft dabei im Körper ab und was lässt sich dagegen machen?

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Ursachen

Ein Bluterguss entsteht, wenn Blut aus einem Gefäß in umliegendes Gewebe übertritt. Jede Zelle unseres Körpers muss mit Sauerstoff versorgt werden und Sauerstoff kann nur über den Blutstrom zu den Zellen gelangen. Dies bedeutet, dass jede Zelle unseres Körpers mit Blut versorgt werden muss, um zu überleben. Blut befindet sich also überall im Körper.
Es wird mit Hilfe der Blutgefäße in die entlegensten Winkel unseres Körpers transportiert. Dabei sind die Gefäße nicht alle gleich dick. Vom größten Gefäß im Körper, der Aorta, bis hin zu den feinen Kapillaren im Auge bestehen imense Größenunterschiede. Je größer das verletzte Gefäß ist, desto mehr Blut tritt in das umliegende Gewebe über und desto größer ist der Bluterguss.

Was führt nun aber dazu, dass ein Gefäß reißt? In der überwiegenden Zahl der Fälle ist hierfür eine äußerliche Gewalteinwirkung verantwortlich. Dies kann ein Schlag sein, ein fester Griff, aber auch eine Operation oder ein Gegenstand an dem man sich stößt.
Die kleinen Kapillaren haben nur eine begrenzte Wandstärke, sodass sie bei zu hohem Druck platzen. Das ist nicht weiter schlimm, da sie sich schnell regenerieren. Allerdings tritt in der Zeit bis zum Verschluss des Gefäßes – also je nach Größe der Verletzung ca. 2-5 Minuten – Blut in das Gewebe über.

Im ersten Moment erscheint der blaue Fleck noch rotschließlich ist das Blut durch den Blutfarbstoff Hämoglobin rot gefärbt. Bereits nach wenigen Minuten bis Stunden ist das Blut jedoch geronnen und scheint nun dunkelblau durch die Haut durch.
Im weiteren Verlauf wird das geronnene Blut nun abgebaut. Dies bewirkt eine erneute Verfärbung in den schwarz/braunen Bereich hinein. Durch weiteren enzymatischen Abbau verfärbt sich der Bluterguss weiter grünlich und schlussendlich gelblich.

Blutungen aus größeren Gefäßen lassen sich vom Körper weniger leicht und weniger schnell stoppen. Hier besteht die Gefahr, dass der Blutverlust systemische Auswirkungen hat. Das Blutvolumen beträgt 6-7% des Körpergewichtes. Für einen 80kg schweren Mann bedeutet das also knapp 6 Liter Blut.
Bei einer Beckenfraktur können, bei ausbleibender Versorgung, bis zu 4 Liter Blut verloren werden – dies ist für den Menschen tödlich, da ein so hoher Blutverlust nicht mehr kompensiert werden kann.

Bei einem gewöhnlichen Bluterguss besteht jedoch normalerweise keine Lebensgefahr.

Sonderformen

Ein Bluterguss im Auge ist keine Seltenheit und tritt meist als Folge starker Überanstrengung auf. Jegliche Tätigkeit, bei der der Blutdruck stark ansteigt, kann die winzig kleinen Kapillaren im Auge platzen lassen.

Ein Bluterguss kann nicht nur oberflächlich an der Haut auftreten, sondern auch in Gelenken, wie beispielsweise im Knie: Dieser, als Hämarthros bezeichnete Erguss ist insofern kritisch, als dass die Kniegelenkshöhle eine fest umschlossene Struktur darstellt, und Blutungen diese stark unter Druck setzen.

Ein weiterer, unangenehmer Bluterguss ist der, der sich am Zeh oder unter dem Zehennagel bildet. Dazu kommt es meist bei Quetschung der Zehen, zum Beispiel, wenn ein schwerer Gegenstand auf den Fuß fällt. Der anfängliche Schmerz lässt leider nicht allzu schnell nach, so dass das Gehen und das Tragen von Schuhen häufig nicht mehr möglich sind.

Auch am Oberschenkel kann es zu einem Bluterguss kommen. Meist sind davon Fußballspieler oder Kampfsportler betroffen, die einen Ball oder einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen haben. Diese Art von Verletzung hat sich bereits einen eigenen Namen verdient, den Pferdekuss.

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Bluterguss im Auge

Ein Bluterguss im Auge kann ganz harmlos sein, kann aber auch zu Komplikationen führen. Daher kommt es immer auf die genaue Stelle des Blutergusses im Auge an.

Zum einen kann ein Bluterguss im Bindegewebe des Auges auftreten. In diesen Fällen spricht man von einem Blutunterlaufenem Auge oder auch einem Veilchen. Dieser Bluterguss tritt einseitig auf und verursacht in der Regel keine Sehstörungen und klingt nach einigen Tagen wieder ab.

Eine weitere Variante ist die Blutung in der Vorderkammer des Auges, bei der hinter der Hornhaut das Blut richtig gesehen werden kann. Dies kann zu einem erhöhten Augeninnendruck führen und man sollte auf jeden Fall zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Bei einem Bluterguss im Glaskörper des Auges wird die Sicht erheblich eingeschränkt, da sich die Blutung direkt hinter der Linse befinden kann. Diese durch Verletzungen oder Erkrankungen hervorgerufene Blutung sollte auf jeden Fall ärztlich untersucht werden. Im schlimmsten Fall muss die Blutung operativ entfernt werden, da ansonsten dauerhafte Sichtbeeinträchtigungen bleiben können.

Noch schlimmer kann eine Blutung hinter dem Augapfel sein. Diese werden meist durch eine Blutung hervorgerufen und das Blut kann anschließend auf den Sehnerv drücken, sodass das Augenlicht gefährdet sein kann. Dieser Bluterguss sollte umgehend vom Arzt entfernt werden, damit der Sehnerv nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bluterguss im Mund

Blutergüsse können auch im und um den Mund auftreten, meist durch Schläge, Stürze oder Stöße verursacht. Manchmal entstehen Blutergüsse auch einfach nur durch etwas Pech auf, z.B. wenn man sich aus Versehen auf die eigene Zunge beißt.

Da die Haut im Mund noch empfindlicher ist als die Haut an Händen und Beinen, kann schon ein kleiner Bluterguss im Mund sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Je Größer der Bluterguss ist, desto schmerzhafter wird das Sprechen und auch das Essen.

Auf Grund der besonderen Lage können auch nicht alle Behandlungsmethoden im Mund angewandt werden. Das einzige was bei jedem Bluterguss möglich ist, ist Kühlen.

Bluterguss an der Lippe

Blutergüsse an der Lippe können durch unbeabsichtigtes Beißen oder einen Schlag oder Sturz auftreten. Die Lippe wird meist dick und verfärbt sich. Begleitend treten Schmerzen auf und ein Taubheitsgefühl stellt sich ein. Um die Schwellung schnell zu lindern, empfiehlt es sich kalte Kompressen auf die Lippe zu legen und so zu kühlen. Ansonsten kann man eigentlich nicht sehr viel machen, um die Heilung zu beschleunigen.

Da die Lippe sehr gut durchblutete ist, fallen die Blutergüsse und die Schwellungen dort meistens sehr groß aus. Auf der anderen Seite sorgt eine gute Durchblutung auch für eine schnelle Heilung und einen zügigen Abtransport des ausgetretenen Blutes in der Lippe.

Neben dem klassischen Kühlen, kann man auch auf einige Hausmittelchen zurück greifen, um den Bluterguss zu bekämpfen. Neben dem Auflegen von Kohlblättern, Honig und Aloe Vera gibt es noch weitere Rezepturen, die bei der Heilung helfen sollen. Eine Mischung aus Wasser, Honig, Gras und Rizinusöl wird vermischt und zwei Mal eine viertel Stunde pro Tag einwirken gelassen.
Eine andere Variante ist das Auskochen von Rosmarin Blumen. Dazu benötigt man ca. 10 Gramm Rosmarin und kocht diesen mit Wasser 15 Minuten lang aus. Die Tinktur lässt man anschließend abkühlen und trägt sie zwei Mal pro Tag auf die geschwollene Stelle auf. Eine alternative Kräutermischung wird aus je 10 Gramm Arnika, Beinwell, Johanniskraut, Königskerze und Ringelblume gemischt und mit 500 ml Wasser aufgegossen. Anschließend wird ein Waschlappen oder ein Handtuch in die Kräutermischung getaucht und nun als Kompresse auf die betroffene Stelle angewandt.
Wenn die Stelle an der Lippe nicht aufgeplatzt ist kann man ebenfalls eine Zwiebel aufschneiden und auf die Stelle legen.

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Bluterguss im Knie

Bei einem Bluterguss im Knie ist es wie mit den meisten anderen Gelenken im Körper. Einblutungen an diesen Stellen sind unangenehm, da man diese Gelenke, wie das Knie, fast immer bewegt. Der dadurch entstehende Druckschmerz soll natürlich schnell verschwinden, um eine normale Bewegung zu ermöglichen.

Blutergüsse im Knie treten meist durch Stürze oder Einwirkung stumpfer Gewalt auf. Im Gegensatz zu anderen Blutergüssen, sollte der Bluterguss im Knie von einem Arzt abgeklärt werden. Wenn sich im Kniegelenkt nur eine gerine Menge an Blut gesammelt hat, kan diese dort belassen werden. Kommt es allerdings zu einer größeren Blutansammlung, sollte das Kniegelenk punktiert werden, um möglichts viel des Blutes zu entfernen. Die Blutungsquelle ist dabei der Kapsel-Band-Apparat, der das Knie umgibt.

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Bluterguss am Oberschenkel

Auch am Oberschenkel kann es zu einem Bluterguss kommen. Meist sind davon Fußballspieler oder Kampfsportler betroffen, die einen Ball oder einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen haben. Diese Art von Verletzung hat sich bereits einen eigenen Namen verdient, den „Pferdekuss“.
Im deutschsprachigen Raum existieren noch diverse andere Bezeichnungen für diese Art von Bluterguss am Oberschenkel, wie zum Beispiel „Eisbein“, oder „Rossbiss“. Der Name stammt vermutlich von den großflächigen Blutergüssen, die Pferde mit ihren Hufen beim Austreten auf den Oberschenkeln ihrer Reiter hinterlassen haben.

Ein „Eisbein“ ist besonders schmerzhaft, da sich im Bereich um den Oberschenkel eine starre, unnachgiebige Muskelfaszie befindet, die Schwellungen keinen Platz macht. So drückt der Bluterguss am Oberschenkel vor allem in die Tiefe, da er sich nach oben hin, zur Faszie, nicht ausbreiten kann.
In der Tiefe liegt jedoch eine Vielzahl von schmerzempfindlichen Nerven, die durch die Schwellung komprimiert wird. Der Bluterguss am Oberschenkel kann so schmerzhaft sein, dass Gehen, aber insbesondere Treppensteigen, nicht mehr möglich ist. In der Regel vergeht der Schmerz aber binnen weniger Tage, so dass eine Benutzung des betroffenen Beines wieder möglich wird.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Bluterguss am Oberschenkel

Bluterguss am Zeh

Neben den üblichen Gründen warum man einen Bluterguss am Zeh bekommen kann, wie Stöße, Stürze, Schläge oder etwas schweres das auf den Zeh fällt, gibt es noch einen weiteren Grund warum sich am Zeh ein Bluterguss bilden kann. Vor allem Sportler und Läufer kennen das Phänomen. Wenn die Schuhe zu kurz, klein oder schmal sind und/oder der Zehennagel zu lang können sich Druck- und Abriebstellen bilden, die ohne Intervention zu einem Bluterguss werden können. Diese Variante des Blutergusses auf Grund von zu wenig Platz kann an allen Zehen des Fußes auftreten. Am häufigsten findet man diese Art von Bluterguss allerdings am großen, am zweiten oder am kleinen Zeh, da diese Zehen am ehesten Kontakt mit den Schuhen haben und sich dort dann am einfachsten Druckstellen bilden die zu einem Bluterguss werden können.

Betrifft der Bluterguss auch den Zehennagel kann man durch Kühlen und Hochlegen schon eine optimale Genesung einleiten. Wer noch etwas weiter gehen möchte, kann sich Arnika- oder Beinwellsalbe kaufen und diese auf die Stelle auftragen. Dadurch werden die Schmerzen gelindert und der Heilungsprozess des im Mitleidenschaft gezogenen Gewebes wird unterstützt.

Bluterguss im Finger

Auch für die Entstehung von Blutergüssen im Finger gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Stumpfe Gewalteinwirkung oder ein Sturz können zu einer Blutung im Finger führen.

Blutergüsse können im Finger aber auch noch aus einem anderen Grund auftreten. Kleine Stöße oder längere Druckbelastungen können dazu führen, dass im Finger meist eine kleine Vene platzt und so zu einem Bluterguss führt. Gleichzeitig mit dem Auftreten des Blutergusses durchfährt den Finger ein kurzer stechender Schmerz, der erst nachlässt, wenn der Bluterguss sich über den gesamten Finger ausbreitet.
Diese Blutergüsse treten vermehrt bei Frauen im mittleren Alter auf. Der Bluterguss kann sich über den gesamten Finger erstrecken und färbt sich meist rötlich-bläulich. Diese Art von Bluterguss ist harmlos und führt zu keinen weiteren Problemen oder Nebenwirkungen. Durch kühlen und ruhig halten können die Symptome minimiert werden und nach ein paar Tagen verschwindet der Bluterguss von alleine.

Bluterguss unter dem Fingernagel

Die Heimwerker unter uns kennen sich mit der folgenden Verletzung bestens aus. Man möchte einen Nagel in die Wand schlagen und trifft natürlich anstelle des Nagels den Fingernagel. Sofort tritt ein starker Schmerz auf und unter dem betroffenen Nagel entsteht direkt ein rötlich-bläulicher Bluterguss. Oftmals klingt der Schmerz nicht ab, da der Bluterguss unter dem Nagel so groß ist, dass er auf das umliegende Gewebe drückt. Manchmal wird der Schmerz dann so unerträglich, dass man einen Arzt aufsuchen muss. Dieser hat dann eine einfache, aber sehr effektive Methode die Schmerzen zu lindern.

Die Methode klingt zwar zunächst eher schmerzhaft, verschafft aber sofort Hilfe. Mit einer erhitzten Büroklammer, einer Kanüle oder einer anderen Nadel macht der Arzt ein kleines Loch in den Fingernagel genau über der Stelle wo sich das Blut gesammelt hat. Durch das gebohrte Loch kann das Blut unter dem Fingernagel herauslaufen und der Schmerz lässt direkt nach. Diese Methode kann man allerdings nur kurz nach der Verletzung anwenden. Sobald das Blut geronnen und nicht mehr flüssig ist, kann diese Methode nicht mehr helfen, da das Blut nicht mehr austreten kann.

Ist der Bluterguss so groß, dass er sich unter dem gesamten Nagel ausgebreitet hat, kann es im schlimmsten Fall zu einem Abfallen und Neuwachsen des Nagels kommen. In manchen Fällen muss der Nagel dann von einem Arzt gezogen werden, damit er nicht einwächst.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Bluterguss Nagel

Therapie eines Blutergusses

Wie lässt sich so ein Bluterguss nun also am besten behandeln? Zur Therapie gibt es einige verschiedene Ansätze, wobei viele auf Salben, Wickel, oder Hausmittel schwören. Auch hier gilt Paracelsus berühmter Spruch: „Wer heilt hat recht“.
Um die Schwellung zu behandeln, sollte zunächst einmal gekühlt werden und das betroffene Körperteil hochgelagert werden. Hier gilt als Merkregel das „PECH-Schema“:

  • P“ für Pause
  • E“ für Eis
  • C“ für Compression
  • H“ für Hochlagern.

Das PECH-Schema findet bei allen Arten von Sportverletzungen seine Anwendung und ist leicht zu merken.

Die Schwellung lässt sich zusätzlich mit einer Salbe behandeln. Hierfür gibt es von verschiedenen Herstellern verschiedene Produkte: Mobilat® und Voltaren® sind sehr bekannte Salben, die die Schwellung zurückgehen lassen, und die Beweglichkeit wiederherstellen.
Ein weiterer „Geheimtipp“ unter Sportlern ist die sogenannte „Pferdesalbe“, die ursprünglich für Pferde entwickelt wurde. Sie hilft Muskeln bei der Regeneration, fördert die Durchblutung und lässt Schwellungen abklingen.

Bei Blutergüssen ohne muskuläre Beteiligung helfen Salben nur bedingt. Auge und Zehennagel zeigen sich von äußerlicher Salbenanwendung leider gänzlich unbeeindruckt. In diesen Fällen hilft nur abwarten und bei zu starken Schmerzen die Einnahme von Schmerzmitteln.

Diagnose

Bei einem Bluterguss am Oberschenkel oder Knie handelt es sich um Blickdiagnosen, die im Normalfall keiner weiteren Abklärung bedürfen.
Ein Bluterguss im Auge kann durch den Augenarzt mittels einer Spaltlampe untersucht werden. Dazu wird das Auge hell ausgeleuchtet, was dem Arzt ermöglicht über ein kombiniertes Spiegel- und Linsensystem das Auge zu untersuchen.

Am Knie findet neben der äußerlichen Untersuchung eventuell ebenfalls eine Spiegelung statt, bei der das Kniegelenk endoskopisch betrachtet wird. Diese auch „Arthroskopie“ genannte Untersuchung ist allerdings mit erheblich mehr Aufwand verbunden, als die Untersuchung des Auges und birgt auch erhebliche Risiken.

Prognose

Ein Bluterguss kann je nach Ausprägung bis zu mehreren Wochen bleiben. Dabei nehmen die Schmerzen aber üblicherweise binnen der ersten Woche so stark ab, dass sie nicht mehr bemerkt werden.
Einzig die Verfärbung der Haut bleibt dann noch, was von vielen Patienten jedoch als störend empfunden wird. Die Resorption des Blutes kann mit einer heparinhaltigen Salbe beschleunigt werden, sollte der Bluterguss aus kosmetischen Gründen zeitnah verschwinden müssen.

Dauer

Je nach Größe und Ort des Blutergusses kann er schneller verheilen oder auch etwas länger bestehen. Dabei kommt es auf unterschiedliche Faktoren an.

Zum einen entscheidet die Stelle des Blutergusses über die Dauer, da Blutergüsse die an weniger durchbluteten Stellen auftreten meistens länger brauchen, um auszuheilen. An gut durchbluteten Stellen, wie z.B. der Lippe kann es hingegen deutlich schneller gehen. Allgemein lässt sich sagen, dass ein Bluterguss je nach Ort der Entstehung zwischen einer und drei Wochen bestehen kann. Die Schmerzen klingen meistens schon deutlich früher ab, allerdings benötigt der Körper bis zu drei Wochen um das ausgetretene Blut abzubauen und weg zu transportieren.

Bei der Entstehung eines Blutergusses tritt als erstes eine rote Färbung auf. Eine kleine Kapillare ist geplatzt und Blut tritt in die umliegenden Gewebebereiche aus. Anschließend färbt sich die Stelle dunkelrot-blau, da das Blut zu gerinnen beginnt. Eine braun-schwarze Färbung deutet darauf hin, dass der Körper beginnt das Hämoglobin abzubauen und abzutransportieren. Anschließend stellt sich eine dunkelgrüne Färbung ein, die von einer gelblich-braunen Färbung abgelöst wird. In diesen Schritten wird weiterhin das Blut abgebaut und abtransportiert, bis sich keine Rückstände mehr an der Stelle des Blutergusses befinden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Dauer eines Blutergusses

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.12.2017
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