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Hauttransplantation

Definition

Unter der Hauttransplantation versteht man die komplette, operative Entfernung bzw. Ablösung von gesunden Hautarealen an einer beliebigen Stelle des Körpers (meist Innenseite des Oberschenkel/Oberarms, Gesäß, Rücken) mit darauffolgender Wiedereinsetzung dieser entnommenen Haut an einer anderen Stelle. Sie gehört mittlerweile zu den am häufigsten verwendeten Basistechniken in dem Bereich der plastischen Chirurgie.

Ziel der Hauttransplantation ist das Abdecken von größeren, defekten Hautpartien, die nicht mehr durch eine konservative Therapie oder eine einfache chirurgische Naht verschlossen werden können. Auch zur Therapie von Wunden, deren natürlicher Heilungsvorgang sehr langwierig und risikobehaftet wäre, wird die Hauttransplantation verwendet.
Dieses kann zum Beispiel nach Verätzungen, Verbrennungsunfällen und chronischen, therapieresistenten Wunden der Fall sein.

Wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der Transplantation, sind eine infektionsfreie, gut durchblutete Empfängerwunde und ein vollständig gesundes Spendergewebe. Beobachtungen zu Folge, kommt es häufig zu besseren ästhetischen Ergebnissen, je dichter die Entnahmestelle an der Wunde liegt, die gedeckt werden soll.


Gründe für eine Hauttransplantation

Zu den häufigsten Gründen, die zu offenen Wunden führen, welche im Verlauf nicht mehr durch konservative oder standardmäßige operative Therapie geheilt bzw. verschlossen werden können, zählen größere Verletzungen nach Unfällen und arterielle oder venöse Gefäßerkrankungen (offene Hautdefekte häufig an den Beinen, z.B. Ulcus cruris, “offene Beine“). Auch größere Verbrennungs- oder Verätzungsareale und große Hautdefekte durch Geschwüre (z.B. Dekubitus = “Geschwür durch Liegen“, diabetische Geschwüre etc.) können eine Hauttransplantation bedingen.

Eine möglichst schnelle Abdeckung solcher Wunden ist deshalb erstrebenswert, da große, offene Wundflächen Eintrittspforten für Bakterien bilden und somit leicht zu Infektionen neigen. Zudem sondert der Körper kontinuierlich eiweißreiche Flüssigkeit in/über die nicht heilenden Wunden ab, was, je nach Größe des Defekts, zu verstärktem oder gar lebensbedrohlichem Flüssigkeitsverlust führen kann. Ebenfalls fällt in diesen Bereichen die natürliche Funktion der Haut als Schutzbarriere weg, sodass das unmittelbar daruntergelegene Gewebe gefährdet ist und leichter geschädigt werden kann.

Transplantationsarten

Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von gängigen Transplantation, die in der plastischen Chirurgie häufig angewendet werden: die Vollhauttransplantation und die Spalthauttransplantation.

Für beide Verfahren können entweder sogenannte "Eigentransplantate" (autologe Transplantate/Hautareale: der Spender und der Empfänger sind die gleiche Person) oder aber "Fremdhauttransplantate" (allogene Transplantate: der Spender und der Empfänger sind nicht die gleiche Person) verwendet werden.
Auf letztere Methode muss immer dann zurückgegriffen werden, wenn mehr als 70% der Haut des Betroffenen geschädigt ist und die eigene Haut zur Deckung dieser großen Wundfläche nicht ausreicht.

Bei der Vollhauttransplantation werden Hautareale entnommen, die aus den beiden obersten Hautschichten (Oberhaut/Epidermis und die gesamte Lederhaut/Dermis) und den Hautanhangsgebilden (Haarfollikel, Schweißdrüsen etc.) bestehen.
Diese Transplantate sind im Vergleich zu Spalthauttransplantaten sehr dick (0,8-1,1mm), die durch die Entnahme entstandene Wunde muss durch eine primäre Wundnaht verschlossen werden, weshalb auch nur kleinere Transplantate entnommen werden können.

Im Verlauf kommt es zu einer Narbenbildung im Entnahmeareal, was dazu führt, dass dieses nicht mehr für eine weitere Entnahme verwendet werden kann. Trotz eines langsameren Anwachsens, ist das kosmetische und funktionelle Resultat deutlich besser, als das der Spalthauttranspantate. Verwendet wird diese Art von Transplantationen bevorzugt für tiefere, kleinere, nicht infektiöse Wunden.

Möglich ist im Rahmen der Vollhauttransplantation auch die Technik der Herstellung eines Verschiebe- bzw. Schwenkhautlappens, und zwar immer dann, wenn in der unmittelbaren Umgebung der zu versorgenden Wunde intakte, gesunde Haut zur Verfügung steht. Bei dieser Technik wird ein Hautlappen an drei Seiten ausgeschnitten und über das Wundgebiet geschwenkt und später befestigt. Der Vorteil hierbei ist, dass das Schwenktransplantat an einer Stelle Kontakt zur ursprünglichen Hautstelle behält und somit die Durchblutung und das Anwachsen erleichtert wird.

Spalthauttransplantate erhalten in der Regel nur die Oberhaut sowie Teile der Lederhaut und sind dünner (0,25-0,75mm) als Vollhauttransplantate.
Der Vorteil, der daraus resultiert ist, dass die durch die Entnahme entstandenen Wundflächen in der Regel innerhalb von 2-3 Wochen spontan heilen und das Spenderareal sogar mehrmals verwendet werden kann (im Gegensatz zur Vollhautentnahme entsteht hierbei keine Narbenbildung).

Für die Entnahme von Spalthaut werden spezielle Messer (Dermatom, Humby-Messer) benötigt, es können jedoch auch unter Einsatz eines weiteren, speziellen Geräts, sogenannte "Netztransplantate" (Mesh-Grafts) hergestellt werden, indem die entnommene Haut maschenartig eingeschnitten wird. Diese weisen dann das 1,5-8-fache der Oberfläche des ursprünglich entnommenen Hautareals auf und ermöglichen so die Deckung von besonders großen Wundflächen. Weitere Vorteile der Spalthauttransplantate sind, dass schlechter durchblutete, nicht infektionsfreie Wunden gedeckt werden können.

Eine weitere Methode zur Gewinnung von Hauttransplantaten ist das Züchten von Eigenhaut ausgehend von einzelnen, entnommenen Hautzellen, die auf künstlichen Nährmedien innerhalb von 2-3 Wochen im Labor zu transplantierfähigen Präparaten heranwachsen.

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Transplantationstechnik

Bei der Spalthauttransplantation wird das Spenderhautareal unter sterilen Operationsbedingungen mittels Dermatom bzw. Humby-Messer entnommen und gegebenenfalls durch das maschenartige Einschneiden nachbearbeitet und in seiner Oberfläche vergrößert. Die Entnahmestelle wird gereinigt und mit blutstillenden, die Wunde zusammenziehenden Substanzen behandelt und steril verbunden. Das Transplantat wird auf die Empfängerwunde aufgebracht und mit Hilfe von Gewebekleber, Klammern oder kleinen Nähten fixiert.

Unter gleichen sterilen Operationsbedingungen werden auch Vollhauttransplantate entnommen, jedoch wird hierfür das klassische Skalpell verwendet und die Entnahmestelle zuvor mittels einer Schablone angezeichnet. Ist die Vollhaut entnommen, wird diese vollständig entfettet und ggf. durch das Skalpell mehrfach oberflächlich eingeritzt, um später ein besseres Anwachsen zu erzielen. Die Entnahmestelle wird zugenäht und mit einem sterilen Kompressionsverband ca. 5 Tage abgedeckt.
Das Aufbringen des Transplantates gleicht dem der Spalthauttransplantation.

Sowohl bei der Entnahme von Vollhaut-, als auch von Spalthauttransplantaten, achtet der plastische Chirurg darauf, dass die Richtung der Schnittführung dem Verlauf der Hautspannungslinien entspricht, um eine korrekte Narbenbildung gewährleisten zu können. Desweiteren wird berücksichtigt, dass das Transplantat an verschiedenen Stellen eingeschnitten und nicht zu sehr fixiert und unter Spannung gesetzt wird, damit im Verlauf der Abfluss von Wundsekret möglich ist.

Je nach Größe der Entnahmestelle und der zu deckenden Wunde, werden die operativen Eingriffe unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt.

Heilung und Nachbehandlung einer Hauttransplantation

Um eine optimale Heilung des Transplantats zu gewährleisten, sollte in den ersten Tagen die betroffene Körperpartie/Extremität für 6-8 Tage ruhig gestellt und regelmäßig mit leicht komprimierenden Verbänden versorgt werden. Hierbei kommen in der Regel Gipsverbände oder Schienen zum Einsatz.

Innerhalb von ca. 10 Tagen sollte das Transplantat durch neugebildetes Gewebe fest angewachsen und an das blutversorgende System der umgebenden, gesunden Haut angeschlossen sein, sodass eine ausreichende Durchblutung des Transplantats gewährleistet wird.

Dieses wird vor allem durch die Ausschüttung von hauteigenen Wachstumsfaktoren ermöglicht. In einigen Fällen kann es binnen der ersten 2-4 Tage auch zu Schwellung in dem betroffenen Bereich kommen (Ödembildung durch Wassereinlagerung bzw. Einlagerung von Wundsekret). Mit der Durchblutung ändert sich auch die Farbe des Transplantats, das zu Beginn noch blass, nach 3-4 Tagen rötlich, nach ca. 1 Woche dann rot erscheint und schließlich nach etwa 2 Wochen wieder der normalen Hautfarbe entspricht. Dies ist in etwa auch der Zeitpunkt, in dem der Haarwuchs im Transplantationsareal wieder einsetzt (ca. nach 2-3 Wochen).

Um die Narbenbildung zu optimieren und das weniger elastische Narbengewebe geschmeidig zu erhalten, kann auch eine Pflege mit fetthaltigen Salben weiterhelfen. Ebenso sollte der bewegungseinschränkenden Narbenbildung mit Bewegungstraining zur Dehnung des Narbengewebes entgegen gewirkt werden, mit dem schnellstmöglich nach sicherem Anwachsen des Transplantats begonnen werden sollte.

Komplikationen bei einer Hauttransplantation

Anders als bei Fremdhauttransplantationen, haben Transplantationen, bei denen körpereigene Haut verwendet wird, in der Regel kein Risiko für Abstoßungsreaktionen. Komplikation, die sowohl Eigen-, als auch Fremdhautverpflanzung betreffen, sind mögliche Infektionen (meist durch "Streptokokkus pyogenes") oder Blutungen während oder nach dem Eingriff. Des Weiteren kann es zu Heilungsstörungen, einem verzögerten Anwachsen oder sogar Absterben des Transplantates kommen, wenn die gedeckte Wunde nach der Operation nicht regelrecht durchblutet oder unterblutet (Blutergussbildung) wird.

Auch das unkorrekte Auflegen (unter Spannung) oder die mangelnde Fixierung (zu locker) des Transplantats, kann zu Schwierigkeiten in der Heilung führen, da in diesem Fall kein optimaler Kontakt zwischen Transplantat und Wundgrund gegeben ist.

Ist die Wundheilung abgeschlossen, kann es in einigen Fällen zu Empfindungsänderungen bis hin zum Taubheitsgefühl über dem Transplantationsareal kommen sowie zu verändertem oder fehlendem Haarwuchs in diesem Bereich. Bei sehr großen Transplantationsarealen kann es, bedingt durch den nicht ausbleibenden Vernarbungsprozess, zu Bewegungseinschränkungen betroffener Gliedmaßen (v.a. über Gelenken) kommen, da Narbengewebe weniger elastisch und dehnfähig ist.

Die Höhe des Risikos für mögliche Komplikationen hängt zum einen vom Alter, zum anderen von begleitenden Nebenerkrankungen, die zu einer schlechte Wundheilung führen, ab. So haben besonders Patienten im höheren Alter (>60 Jahren) sowie Neugeborene und Kleinkinder ein höheres Risiko Komplikationen zu erleiden, genauso wie Patienten mit Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Blutarmut, arterielle Durchblutungsstörungen, Immundefekten und Abwehrstörungen oder chronischen Infektionen.

Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten, kann die Wundheilung beeinflussen und stören (z.B. Gerinnungshemmer, immunsystemunterdrückende Substanzen, Krebsmedikamente), genauso wie ein schlechter Ernährungszustand und ein regelmäßiger Nikotingenuss.

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