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Leberkrebs Symptome

Hinweis

Alle hier gegebenen Informationen sind nur allgemeiner Natur, eine Tumortherapie gehört immer in die Hand eines erfahrenen Onkologen (Tumorspezialisten)!!!

Allgemeines

Das Leberzellkarzinom (Leberkrebs) stellt eine schwere Erkrankung der Zellen und des Gewebes der Leber dar. Die Ursache für diese unkontrollierte Zellwucherung liegt in den meisten Fällen an diversen Vorerkrankungen der Leber. So basieren 80% der Leberzellkarzinome auf einer Leberzirrhose, deren Ursache in einem exzessiven Alkoholkonsum oder einer durchgemachten Leberentzündung (Hepatitis) liegt. Auch die Stoffwechselerkrankung Hämochromatose kann zu einem Leberzellkarzinom führen.


Symptome

Lange Zeit verursacht das Leberzellkarzinom (Leberkrebs) keine Beschwerden. Dies ist auch der Grund, weshalb diese Erkrankung auch häufig relativ spät diagnostiziert wird. Im weiteren Verlauf klagen die Patienten häufig über rechtsseitige Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust und evtl. Nachtschweiß. Bestehen bereits Symptome eine Leberzirrhose, so wird häufig eine Verschlechterung bzw. Verstärkung der Symptome beschrieben. Wasseransammlungen (Ödeme), die sich als Schwellung bemerkbar machen, Blutungen des Magen-Darmtraktes, Gelbfärbung (Ikterus) der Haut oder der Auges und Fieber werden auch des öfteren beobachtet.

Manche Patienten berichten über ein Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Da die Leber auch für die Blutgerinnung und die Entgiftung des Körpers zuständig ist, können Schäden und Funktionsausfälle des Organes zu Blutungs- und Vergiftungserscheinungen jeder Art führen. Eine extreme Variante der Vergiftung stellt die hepatische Enzephalopathie dar, in deren Verlauf der Patient unter Verwirrtheit und Krämpfe bis hin zum Koma leiden kann. In den meisten Fällen sind die Patienten, die solche schweren Symptome aufweisen, nicht mehr heilbar.

Lesen Sie mehr  zu dem Thema: Leberkrebs im Endstadium

Diagnose

Wie bei jeder Erkrankung, ist die Erfragung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) sehr wichtig, in der die Art, Zeitpunkt und Dauer der Beschwerden nicht fehlen dürfen. In vielen Fällen besteht eine Gelbfärbung der Haut und der Augen des Patienten, was den Arzt bereits beim Blickkontakt an eine Erkrankung der Leber oder des Gallengangssystems bzw. Bauchspeicheldrüse denken lassen sollte. Auch sollte der Arzt erfragen, ob bereits eine Leberzirrhose oder eine Hepatitis Infektion bekannt ist, oder ob ein Alkoholproblem bei dem Patienten besteht.

Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung, sollte der Arzt auch den Bereich über der Leber abtasten (palpieren), um herauszufinden, ob man entweder eine Lebervergrößerung oder sogar schon den eigentlichen Tumor ertasten kann.
Manchmal kommt es vor, dass das Abhören (Auskultation) mit dem Stethoskop ein krankhaftes Strömungsgeräusch ergibt, das ursächlich in einer Kompression der entsprechenden Blutgefäße bzw. eines durch Leberzirrhose und oder Leberkarzinom entstandenen Bluthochdruckes im Lebergefäßsystem liegt.
Eine weitere wichtige Untersuchungsmöglichkeit ist der Ultraschall, mit dem der Arzt bereits eine tumoröse Veränderung in vielen Fällen erkennen kann. Hier kann auch eine Aussage getroffen werden, ob es sich bei einem Befund um ein primäres Karzinom handelt (echoreich und echoarm), oder um Tochtergeschwulste (Metastasen) aus anderen Organen (nur echoreich=Tumor im Darm, nur echoarm= Tumor in der Lunge oder der Brust).

Eine sogenannte Farbdoppleruntersuchung im Rahmen des Ultraschalls macht die Strömung des Blutes deutlich und gibt an, ob es zu einem Überdruck im Lebersystem gekommen ist, und ob evtl. gefundene Veränderungen der Leber bereits mit Blut versorgt werden oder das Blutgefäßsystem durchbrochen haben (siehe Stadieneinteilung).
Auch eine Computertomographie (CT) kann im Anschluss zum Einsatz kommen.
Durch die Verbesserung der MRT-Untersuchung wird zuletzt auch immer mehr ein MRT der Leber eingesetzt, da ein MRT der Leber nebenwirkungsarm ist und gut als Verlaufskontrolle eingesetzt werden kann.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: MRT der Leber

Eine Probenentnahme in der Leber sollte nicht erfolgen, da die Gefahr einer sogenannten Tumorzellverschleppung gegeben ist.

Auch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes oder eine Szintigraphie des Skeletts sollte im weiteren Verlauf zum Ausschluss eines Primärtumors an anderer Stelle im Körper durchgeführt werden. Kleinere Tumorherde (1-2cm) können am besten mit einer Magnetresonanztomographie der Gefäße (MR-Angio) nachgewiesen werden. Auch ein allgemeines MRT der Leber kann sinnvoll sein. Durch eine Blutuntersuchung können Eiweiße, die vom Tumor gebildet werden (Tumormarker) unter Umständen festgestellt werden.

Das sogenannte alpha-Fetoprotein ist spezifisch bei Patienten mit einem Leberzellkarzinom (Leberkrebs) erhöht. Die Suche nach Tumormarkern stellt allerdings weniger die Möglichkeit einer Primärdiagnose, sondern vielmehr eine Option der Verlaufskontrolle dar, in der ein plötzlicher weiterer Anstieg ein erneutes Tumorauftreten oder ein Übergang einer Leberzirrhose in eine Leberzellkarzinom bedeuten kann.

Zum Diagnosezeitpunkt eines hepatozellulären Karzinoms (Leberkrebs), sind in 50% der Fälle mehrere Tumoren in der Leber (multilokuläres Wachstum), in 25% eine Thrombose der Pfortader und in 10% der Fälle eine Infiltration der Lebervenen und der unteren Hohlvene zu finden. Nach der Diagnose eines Leberzellkarzinoms muss immer auch davon ausgegangen werden, dass der Tumor bereits in andere Organe Tochtergeschwulste gesetzt hat. Das Leberzellkarzinom ist für seine schnelle Metastasierung in Hirn, Lunge und Knochen gefürchtet. Der Arzt sollte also auch schnellstmöglich ein sogenntes „Tumorstaging“ anordnen, in der er die am häufigsten betroffenen Metastasierungsorgane des Leberzellkarzinoms durch entsprechende Bildgebung untersucht (Röntgen, CT, Szintigraphie).

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.10.2018
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