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Merkmale der Hochbegabung

Synonyme im weiteren Sinne

Begabung, hohe Begabung, besondere Begabung, Genie, Sonderbegabung, hohe Intelligenz, hochintelligent, hochbegabt, Hochleistung, Achiever, Underachiever, Hochbegabung.

Englisch: highly gifted, highly talented, endowment, giftedness, achievement, achievment, underachievement, underachievment.

Definition

Wissenschaftlich betrachtet versteht man unter einer Hochbegabung die potentielle Fähigkeit zu hohen geistigen Leistungen. Voraussetzung hierfür ist wiederum eine hohe allgemeine Intelligenz, die sich durch eine außergewöhnliche Informationsaufnahme und -verarbeitung auszeichnet sowie außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich des Denkens und Problemlösens. Da die Hochbegabung nicht direkt visualisiert werden kann, geschieht dies mittels Intelligenztest. Liegt das Ergebnis bei, bzw. über einem Wert von 130, geht man von einer Hochbegabung aus. Dies hat jedoch nicht zwangsläufig zur Folge, dass sich die Hochbegabung symptomatisch zeigt, bzw. in den Leistungen wiederspiegelt.

Symptome

Schon anhand der verschiedenen Modelle, die sich um Klärung des Begriffes “Hochbegabung” und hochbegabtem Verhalten bemühen wird Wert auf die Unterscheidung zwischen inneren und äußeren Einflussfaktoren gelegt. Besonders Heller und Haney betonen, dass die Fähigkeit zu hochbegabten Leistungen unter Umständen sogar verkümmern kann, dass aber günstige Einflussfaktoren die Fähigkeit zu besonderen Leistungen durchaus auch verstärken können.

Nachfolgend finden sie eine Auflistung verschiedener Verhaltensweisen, die in verschiedenen Lebensabschnitten sichtbar werden können. Wenn bestimmte Verhaltensweisen oder aber Kombinationen von Verhaltensweisen auftreten, bedeutet es noch lange nicht, dass ein Kind hochbegabt ist. Es bedeutet auch nicht zwingend, dass ein hochbegabtes Kind diese Verhaltensweisen zeigen muss.

Mögliche Hinweise auf eine Hochbegabung - symptomatische Verhaltensweisen

Denk- und Lernfähigkeit

  • ausdrucksvolle Sprache, die auf einen Wortschatz zurück greift, der für das jeweilige Alter eher ungewöhnlich erscheint.
  • besitzen ein gesteigertes Lernbedürfnis
  • kritische Denkfähigkeit, die Probleme nach dem eigenen Wissensstand neutral und unabhängig bewertet
  • logisches Denken ist stark ausgeprägt
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Zügiges Durchschauen von Ursache und Wirkungsmechanismen
  • schnelles Speichern (interessanter / allgemeiner) Fakten
  • Durchschauen Zusammenhänge
  • Vergleichen ähnlicher Abläufe / Begebenheiten, ...
  • erbringen Transferleistungen indem sie zugrunde liegende Prinzipien durchschauen und mit bereits vorhandenem Wissen in Verbindung bringen.
  • können am Beispiel erlernte Prozesse / erlerntes Wissen verallgemeinern
  • ...

Arbeitsverhalten

  • intrinsische (von innen selbst gesteuerte) Motivation: Wissensdrang und Leistungswille
  • eigenverantwortliches Arbeiten, gerne auch unabhängig von anderen
  • streben nach Perfektion
  • wirken gelangweilt bei Routineaufgaben
  • bevorzugen im Gegenzug komplexe Aufgaben
  • besitzen in der Regel ein hohes Arbeitstempo
  • arbeiten zielstrebig
  • erscheinen sehr selbstkritisch, beispielsweise im Hinblick auf den Problemlöseprozess, das Arbeitstempo oder das Ergebnis
  • Interesse an Themen der Erwachsenenwelt
  • flexibles Arbeiten (abwägen von Alternatvien, überdenken von Strategien, ...)
  • zielgerichtetes Arbeiten
  • geben nicht gerne auf (zähes Durchhaltevermögen)
  • Einfallsreichtum
  • ...

Sozialverhalten

  • haben häufig ältere Freunde, die gegenüber den Gleichaltrigen einen Wissensvorsprung haben
  • haben selten gleichaltrige Freunde
  • möchten gerne “Bestimmer” sein und versuchen gerne, das Kommando zu übernehmen.
  • Übernehmen daher auch gerne die Verantwortung
  • Akzeptieren die Meinung anderer (auch von Autoritäten) erst nach gründlicher Prüfung
  • haben großen Gerechtigkeitssinn
  • ...

Kommen Ihnen einige Symptome bekannt vor? Lesen Sie hier auch weiteres zum Thema "Hochbegabung beim Erwachsenen".

Es ist in besonderer Weise verständlich, dass Bedingungsfaktoren, die miteinander nicht harmonieren nicht nur die Fähigkeit zu besonderen Leistungen verkümmern lassen können. Menschen können nur selten akzeptieren, dass äußere Faktoren die Gesamtkonstellation negativ beeinflussen und somit den Menschen als solches hemmen. So kann eine “unterdrückte” Fähigkeit zu besonderen intellektuellen Leistungen sich auch negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Verhaltensauffälligkeiten und sogar Lernschwierigikeiten sind in besonderer Weise denkbar.

Anzunehmen, dass hochbegabte Kinder in jedem Fall auch als solche auffallen, ist demnach nicht zwingend möglich. Hochbegabte Kinder können auffallen - in positiver wie in negativer Hinsicht.
Darüber hinaus kann das Auftreten einer Teilleistungsstörung, wie beispielsweise Legasthenie oder Dyskalkulie, nicht ausschließen, dass ein Kind hochbegabt ist. Im Gegensatz zur Annahme, dass hochbegabte Kinder nicht auch Probleme in bestimmten Bereichen haben steht gar die Definition der Teilleistungsschwächen, die ein Auftreten von Problemen in bestimmten Teilbereichen trotz normaler bis sogar überdurchschnittlicher Intelligenz erwähnen.

Hochbegabte Kinder erwecken aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten häufig den Anschein “kleine Erwachsene” zu sein und Gleichaltrigen zu überlegen. Problematisch ist aber, dass dies auf der Gefühlsebene in der Regel nicht zutrifft. Auf die sozialen Fähigkeiten eines hochbegabten Kindes ist somit sehr stark zu achten, da ansonsten die Tatsache als Außenseiter isoliert zu werden, sehr wahrscheinlich wird.

Immer wieder kommt es zu subjektiven Fehleinschätzungen, insbesondere von Seiten der Eltern. Aufgrund der Tatsache, dass Bildung immer wichtiger zu werden scheint, ist der Wunsch nach besonderer Begabung, kombiniert mit dem Wunsch nach aktiver Förderung durchaus verständlich. Wie man allerdings schon anhand der prozentualen Verteilung erkennen kann, sind nur sehr wenige Kinder vermeintlich hochbegabt.

Merkmale der Hochbegabung in verschiedenen Altersgruppen

Merkmale der Hochbegabung bei Teenagern

Ob Jugendliche von ihrer Hochbegabung profitieren oder darunter leiden, hängt unter anderem stark von der Förderung in der früheren Schulzeit ab. Während ihnen das Erlernen neuer Fähigkeiten zwar meist Freude bereitet, ist ihnen das Tempo in einer normalen Schule oft zu langsam und das Wiederholen und Üben neues Stoffes langweilt sie. Sie konzentrieren sich ungewöhnlich gut und intensiv auf Dinge, die sie interessieren, aber das notwendige Erlernen weniger spannender Themen fällt ihnen deutlich schwerer. Daher haben viele hochbegabte Teenager sogar schlechte Noten in der Schule und Probleme im sozialen Umfeld, was das Erkennen der hohen Intelligenz deutlich erschwert. Werden die Betroffenen daher nicht im Kindesalter diagnostiziert, fallen sie als Jugendliche häufig durchs Raster. Sie leiden oft unter sozialer Ausgrenzung und tun sich schwer, Freunde zu finden, da ihre hohe Intelligenz auch ihr Verhalten beeinflusst und sie sich nicht immer gut mit Gleichaltrigen verstehen. Während also hochbegabte Teenager mit der richtigen Förderung schon früh enorme Leistungen zeigen können, leiden sie ohne fachliche Betreuung enorm unter ihrer hohen Begabung. Spezielle Schulen und Internate, die sich auf hochbegabte Jugendliche spezialisiert haben, können den Betroffenen helfen, mit ihrer Begabung umzugehen.

Lesen Sie auch unser Thema: Probleme der Hochbegabung

Merkmale der Hochbegabung bei Kleinkindern

Im Kleinkindalter fällt die Hochbegabung meist zum ersten Mal auf. Sie macht sich vor allem durch eine beschleunigte Entwicklung bemerkbar, wie beispielsweise durch das frühe Erlernen differenzierter Sprache und das Hinterfragen vieler Dinge, für die sich Gleichaltrige noch gar nicht interessieren. Manche Kinder überspringen sogar ganze Entwicklungsphasen, fangen z.B. direkt zu laufen an, ohne davor gekrabbelt zu sein. Hochbegabte Kinder verfügen über eine gute Beobachtungsgabe, zeigen großes Interesse an ihrer Umgebung und stellen viele Fragen, um ihren Wissensdurst zu stillen. Sie verfügen über ein hervorragendes Gedächtnis und können sich auf Dinge, die ihnen Spaß machen, gut konzentrieren. Dafür ist bei vielen hochbegabten Kindern die Frustrationstoleranz gering und Geduld ist keine ihrer Stärken. Oft sind sie dickköpfig, wollen früh selbstständig sein und sind reizbar bei Aktivitäten, die sie langweilig finden. Auch eine ausgeprägte Sensibilität findet sich bei vielen hochbegabten Kindern, wodurch sie Ablehnung (z.B. durch andere Kinder im Kindergarten) schlecht verkraften können und sich ausgegrenzt und „anders“ fühlen. Bei unzureichender Förderung kann sich die Hochbegabung gerade bei kleinen Kindern wieder verlieren, eine frühe Förderung ist daher sinnvoll.

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Merkmale der Hochbegabung beim Erwachsenen

Hochbegabte Erwachsene sind zu enormen Leistungen fähig, wenn sie gelernt haben, ihre Talente zu nutzen. Dazu müssen sie eine passende Förderung und Ausbildung bekommen haben und Spaß an ihrer Tätigkeit haben. Wurden sie allerdings nicht gefördert, weil die Hochbegabung beispielsweise nicht oder erst spät erkannt wurde, oder sind sie in einem Beruf tätig, in dem sie ihre Talente nicht richtig einsetzen können, haben sie durch ihre hohe Intelligenz mehr Nach- als Vorteile. Denn nicht jede Hochbegabung äußert sich auffällig, die Betroffenen müssen nicht unbedingt „Genies“ sein. Viele halten sich selbst nicht für besonders begabt, weil sie häufig unterdurchschnittliche Leistungen erbringen und die Misserfolge eher mangelnden als außergewöhnlichen Fähigkeiten zuschreiben. Sie können ihr Potential nicht ausnutzen und sind dadurch sog. „Underachiever“, also Minderleister, die weniger erreichen als sie eigentlich könnten. In diesem Stadium noch an eine Hochbegabung als Auslöser für die Probleme zu denken, ist nicht leicht. Wird die Begabung aber doch noch festgestellt, gibt es verschiedenste Angebote von Ärzten, Vereinen und anderen Stellen, die dem Betroffenen helfen, sein Potenzial doch noch auszuschöpfen.

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Merkmale der Hochbegabung beim Baby

Eine hohe Intelligenz im Baby-Alter festzustellen ist fast unmöglich, und die meisten Entwicklungsschritte, bei denen sich eine Hochbegabung bemerkbar machen würde, liegen noch vor den Kindern. Eine Hochbegabung beim Baby zu erkennen, ist daher sehr schwierig und in vielen Fällen nicht machbar. Jedoch zeigen sich, im Nachhinein betrachtet, bei vielen Kindern gemeinsame Auffälligkeiten bereits im Säuglingsalter. Eltern berichten von einem geringen Schlafbedürfnis und dem ständigen Schreien nach Aufmerksamkeit. Die Babys sind ungern allein und möchten kontinuierlich bespaßt werden. Sie halten schon früh intensiven Blickkontakt und sind sehr aufmerksam, werden aber aufgrund ihres hohen Zuwendungsbedürfnisses auch häufig als anstrengend empfunden. Die Hochbegabung bereits in diesem Alter zu erkennen, wäre günstig, weil so eine frühe Förderung gewährleistet werden könnte. Allerdings kann sich ein Entwicklungsvorsprung auch wieder verlaufen und eine effektive Förderung kann ohnehin frühestens im Kindergarten beginnen, weswegen die Intelligenztestung beim Säugling keine große Bedeutung hat.

Häufigkeit

Bezogen auf die Messung des Intelligenzquotienten mit entsprechenden Testverfahren, sind etwa 2 % der untersuchten Personen einer Vergleichsgruppe (= gleicher Test, gleiches Alter) im Bereich des IQs 130 und höher zu finden. Die 2 % beziehen sich auf die untersuchten Personen und nicht auf die Gesamtbevölkerung.
Grob geschätzt und rein statistisch gesehen geht man davon aus, dass etwa in jeder 2. Schulklasse der Grundschule ein hochbegabtes Kind vorzufinden ist.
Der mittels Intelligenztest festgelegte Intelligenzquotient (= IQ), ist kein allgemein gültiges Ergebnis. Es spiegelt die Intelligenz wieder, welche eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt und bezogen auf Gleichaltrige besitzt. Insbesondere die äußeren Faktoren beeinflussen die Weiterentwicklung in besonderer Weise. Sinnbildlich betrachtet kann ein IQ - ähnlich wie das Körpergewicht eines Menschen - bedingt durch äußere Faktoren zu- bzw. abnehmen.
Die Geschlechterverteilung im Bereich der Hochbegabung ist gleich. Mädchen sind genauso häufig hochbegabt wie Jungen.

Hinweis

Hoch begabte Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen!

Probleme entstehen insbesondere dann,
wenn mit den hochbegabten Kindern und Jugendlichen
falsch umgegangen wird

Unterforderung in der Schule

Hochbegabte Kinder lernen zwar schneller und besser als ihre Mitschüler, sind dafür aber auch viel eher gelangweilt, wenn ihnen das Schultempo zu langsam ist. Außerdem können viele ihre besonderen Fähigkeiten nur in den Bereichen wirklich nutzen, die ihnen Spaß machen. Für häufiges Wiederholen und Üben, wie es für normale Schüler notwendig ist, haben sie daher meist keine Geduld und die Frustrationsgrenze ist niedrig. Besuchen sie also keine geeignete Schule, die auf ihre individuellen Ansprüche eingehen kann, verlieren die hochbegabten Kinder die Lust am Unterricht und beschäftigen sich lieber mit ihren eigenen Gedanken und schweifen ab. So bekommen sie vom Stoff wenig mit, verlieren den Anschluss und verstehen irgendwann nicht mehr, um was es geht. Somit schreiben sie schlechte Noten und erbringen unterdurchschnittliche Leistungen, obwohl sie eigentlich zu mehr fähig wären als ihre Mitschüler. Im Endeffekt führt diese Unterforderung also zum Verlust der anfänglichen Lernfreude und die Kinder sind irgendwann mit dem Schulalltag eher über- als unterfordert. Spezielle Schulen und Internate lösen dieses Problem durch kleine Klassen, individuelle Betreuung und einem angepassten Lerntempo, das den Kindern das Ausleben ihres Potenzials ermöglicht.

Lesen Sie mehr zum Thema: Diagnose der Hochbegabung

Wie kann man eine Hochbegabung im Kindergarten erkennen?

Im Kindergarten müssen die Kinder noch keine anspruchsvollen Aufgaben erfüllen wie in der Schule, hier eine hohe Intelligenz festzustellen ist daher gar nicht so einfach. Allerdings entwickeln sich hochbegabte Kinder deutlich schneller als ihre Altersgenossen. Oft zeigen sie bereits im Kleinkindalter eine differenzierte Sprache, hohes Interesse an der Umwelt und stellen entsprechend anspruchsvolle Fragen. Sie sind somit ihrem Alter voraus, verstehen sich oft besser mit älteren Kindern und können Probleme beim Kontakt mit Gleichaltrigen haben. Manche bringen sich selbstständig Lesen, Schreiben und Rechnen bei oder schnappen andere Fähigkeiten vom reinen Zusehen auf. Allerdings erfordern sie aufgrund ihres enormen Wissendurstes viel Aufmerksamkeit und werden als überdurchschnittlich anstrengend empfunden. Hochbegabte Kinder fallen im Kindergarten also vor allem dadurch auf, dass sie von der Entwicklung und ihren Fähigkeiten ihrem Alter voraus, aber im sozialen Umfeld schwierig und ggf. anstrengend sind.

Welche Tests gibt es für die Hochbegabung?

Definitionsgemäß spricht man ab einem IQ von 130 Punkten von einer Hochbegabung. Der IQ-Test ist daher für die meisten der erste Weg, eine Hochbegabung festzustellen. Diese Testungen werden von verschiedenen offiziellen Stellen angeboten und messen den sog. „Intelligenzquotienten“, der die eigene erbrachte Leistung im Test ins Verhältnis zu einer ausreichend großen Vergleichsgruppe des gleichen Alters setzt. Man kann also Intelligenz als solche nicht messen, sondern nur mit der Normalbevölkerung vergleichen und daraus Schlüsse ziehen.
Ein Nachteil am IQ-Test ist, dass er nicht alle Aspekte der Intelligenz abdecken kann. Er prüft beispielsweise die logische Kombinationsgabe und ähnliche Fertigkeiten, aber keine kreativen Talente, die auch eine Facette der Intelligenz darstellen. Deshalb gibt es neben dem IQ-Test noch eine große Anzahl spezifischere Intelligenztests, die kleinere Teilbereiche der kognitiven Leistungsfähigkeit abdecken und dann Verwendung finden, wenn eine Hochbegabung weiter differenziert werden soll oder der IQ-Test unerwartet schlecht ausgefallen ist. Welche Tests genau hierfür eingesetzt werden, kommt auf das Alter und die individuelle Begabung der zu testenden Person an und wird vom Prüfer bestimmt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Test auf Hochbegabung oder Intelligenztest

Fehleinschätzungen

Weshalb ist vor einer Fehleinschätzung (vermeintlichen Hochbegabung) zu warnen?

Wenn man annimmt, es sei besser einmal zu viel der Hochbegabung zu “verdächtigen” als eine Hochbegabung zu übersehen, vergisst man die Auswirkungen, die eine solche Verhaltensweise auf die Kinder haben kann. Wenn ein solcher Verdachtsmoment dem Kind gegenüber geäußert wird, impliziert das unter Umständen im Kind die Einstellung: “Ich bin etwas Besonderes”.
Dies alleine ist noch nicht unbedingt als negativ zu bewerten, allerdings ist es dann für das Kind schlimm, wenn es feststellen muss, dass seine Leistungen allenfalls im durchschnittlichen Bereich liegen und es den Erwartungshaltungen der Eltern, bzw. seinem neuen Selbstbild nicht gerecht werden kann.
Im Interesse des Kindes wird an dieser Stelle vor allzu euphorischer Fehleinschätzung, allzu euphorischen Wünschen und überaktiver Förderung gewarnt. Geben Sie Ihrem Kind die Gelegenheit und die Möglichkeit Kind zu sein !

Förderung der Hochbegabung

Um eine bestehende Hochbegabung zu födern sind Konzentrationsspiele besonders anzuraten.
Hierfür haben wir in Kombination mit einem Spielehersteller eine Spiel entwickelt, was spielerisch eine Hochbegabung fördern kann.

Durch die Kombination aus Konzentration und Spielen lassen sich verschiedene Ziel sehr gut erreichen.

Besonders auf die hochwertige Qualität und Verarbeitung legen wir bei diesem Spiel wert.

Erst das korrekte Zusammenspiel von hoher intellektueller Denkfähigkeit (IQ größer / gleich 130), Kreativität (beispielsweise beim Problemlösen), Durchhaltevermögen und Leistungsmotivation Leistung beruht auf verschiedenen Komponenten und wird durch viele Aspekte, bzw. Begleiterscheinungen beeinflusst. Durch diese Beeinflussungen kann eine Hochbegabung durchaus unentdeckt bleiben. Insbesondere in Verbindung mit einem ADS oder ADHS, bzw. mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie bleibt eine Hochbegabung unter Umständen unerkannt. Inwiefern sich genetische Dispositionen (= individuelle Faktoren) wirklich auch ausbilden, ist in besonderer Weise von den Außenfaktoren abhängig, die diese Veranlagungen erheblich beeinflussen. Auch wenn ein Mensch die Intelligenz nur durch Krankheit verlieren kann, so ist der Grad der Ausbildung entscheidend von den Begleitfaktoren (Familie, häusliche Förderung, Freunde, ...) abhängig. Entwicklungsvorsprünge können sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren. Denkbar sind Vorsprünge im geistig - intellektuellen Bereich, aber auch im musisch - ästhetischen, motivationalen oder sozialen Bereich.

Lesen Sie dazu auch unser Thema: Förderung bei Hochbegabung

Achiever

Als Achiever bezeichnet man jene hoch begabten Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer hohen Intelligenz (IQ ab 130) Leistungen erbringen, die ihnen infolge ihrer hohen Begabung auch zugetraut werden.

Auch Achiever können bedingt durch ihre hohe Begabung einige Probleme mit sich selbst und der Umwelt haben, jedoch stimmen die Leistungen mit den Erwartungen überein.

 

Underachiever

Es gibt einen bestimmten Anteil der Hochbegabten, die unentdeckt bleiben, weil ihre schulischen Leistungen nicht den Anschein einer Hochbegabung erwecken. Diese Gruppe der Hochbegabten nennt man Underachiever - sie erreichen weniger als ihr Intellekt ihnen ermöglichen könnte. Sie können ihre intellektuellen Fähigkeiten nicht entsprechend in (schulische / kognitive) Leistung umsetzen.

Neben dem Underachievement gibt es auch unter den Hochbegabten Kinder und Jugendliche, die in einem schulischen Teilbereich Probleme aufweisen. Auch Hochbegabte können unter einer Legasthenie oder Dyskalkulie leiden.

Lesen Sie hier mehr zur Thematik des Underachievements und der Teilleistungsstörung trotz Hochbegabung:

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Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Themenbereich der Hochbegabung:

Qualitätssicherung durch: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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