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Spannungskopfschmerzen

Definition

Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Form von Kopfschmerzen. Er lässt sich grob abgrenzen vom Cluster-Kopfschmerz, von Migräne-Kopfschmerzen und von einem medikamentösen Kopfschmerz.

Bei ungefähr 90% der Menschen tritt der Spannungskopfschmerz im Verlauf des Lebens auf - Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen. Dabei äußert er sich überwiegend als ein dumpfer, drückender Schmerz im Bereich der Stirn (häufig im Schläfenbereich) oder des Nackens.

Typischerweise tritt er beidseits auf. Man unterscheidet grundlegend eine häufig auftretende episodische (maximal 14 Tage im Monat über einen Zeitraum von 3 Monaten) von einer selten auftretenden chronischen Form. Ein Übergang zwischen den einzelnen Formen ist möglich.

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Ursachen für Spannungskopfschmerzen

Die Entstehung der Spannungskopfschmerzen ist nicht vollständig aufgeklärt. Es gibt zahlreichende Faktoren, die die Kopfschmerzen auslösen oder verstärken können. Diese Faktoren können sich auch in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken und in der Summe zur Entstehung der Kopfschmerzen führen.

Als häufigste Ursache der Kopfschmerzen werden Verspannungen im Bereich der Kopf-, Hals- und Schultermuskulatur angesehen. Diese entwickeln sich häufig durch lange statische Körperhaltungen. Vor allem bei Computer-Arbeit sowie bei langen Autofahrten kann eine schlechte Körperhaltung zu einer verspannten Muskulatur und in der Folge zur Entstehung von Kopfschmerzen beitragen.

Die Entstehung der Kopfschmerzen kann dabei durch weitere Faktoren verstärkt werden. Dazu zählen vor allem psychosomatische Ursachen, bei denen sich psychische Probleme in körperlichen Beschwerden äußern. Neben dauerhaftem Stress oder Konflikt-Situationen kann auch ein gestörter Schlaf zur Entstehung der Kopfschmerzen beitragen. Nicht zuletzt wird auch der Einfluss von fieberhaften Infekten auf die Entstehung von Kopfschmerzen diskutiert.

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Spannungskopfschmerzen durch Verspannung

Wie bereits erwähnt sind Muskelverspannungen die häufigste Ursache für Spannungskopfschmerzen. Dabei können viele unterschiedliche Muskelgruppen im Bereich des Kopfes, des Halses oder der Schultern betroffen sein.

Häufig ist dabei eine verspannte Nackenmuskulatur die Ursache. Diese ist auf Fehlhaltungen zurückzuführen, wie sie zum Beispiel bei dauerhafter Arbeit am Computer auftreten. In seltenen Fällen können auch weit entfernte, verspannte Muskeln zur Entstehung von Kopfschmerzen beitragen. Das liegt daran, dass die Muskulatur des Rückens miteinander verbunden ist und die Anspannung eines Muskels einen Zug auf die weitere Muskulatur auslöst.

Durch die dauerhaft angespannte Muskulatur werden Schmerzrezeptoren aktiviert. Diese führen in der Folge beim Patienten zu Kopfschmerzen. Gleichzeitig wird dadurch die Schwelle, ab der der Patient Schmerzen empfindet, nach unten versetzt (zentrale Sensibilisierung) - in der Folge verstärken sich die Kopfschmerzen bei weiterhin angespannter Muskulatur. Häufig entsteht dadurch ein Teufelskreis, da sich die Fehlhaltungen durch die Kopfschmerzen weiter verstärken.

Neben verspannter Muskulatur kann auch eine Muskelschwäche zu dieser Symptomatik führen.

Spannungskopfschmerzen durch den Kiefer

Eine weitere Ursache für das Entstehen von Spannungskopfschmerzen sind kieferorthopädische Probleme im Bereich des Kiefergelenks.

Durch nächtliches Zähneknirschen kann es zu einer Verspannung der Kaumuskeln kommen. Gleichzeitig kommt es zu einer Schädigung der Kiefergelenke. Die Schmerzen können sich in benachbarte Körperregionen ausbreiten - unter anderem ist eine Reizung der Hirnhäute mit der Entstehung von Kopfschmerzen möglich.

Diesen Störungen im Kiefergelenk können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen.

Neben dem nächtlichen Zähneknirschen, das mit psychischen Risikofaktoren assoziiert ist, können auch fehlerhaft platzierte Zahnfüllungen, Kronen, Brücken oder ein mangelhafter Zahnersatz zu dieser Symptomatik führen.

Die Symptome treten dabei häufig erst sehr spät nach kieferorthopädischen Eingriffen auf, da sie lange Zeit durch die Muskulatur und den Bandapparat noch kompensiert werden können.

Diagnose von Spannungskopfschmerzen

Die Diagnose eines Spannungskopfschmerzes erfolgt unter dem Ausschluss der weiteren Kopfschmerz-Arten (Cluster-Kopfschmerz, Migräne-Kopfschmerz, medikamentöser Kopfschmerz). Darüber hinaus ist in seltenen Fällen je nach Symptomatik des Patienten (neurologische Auffälligkeiten?) die Abklärung von Hirntumoren und Hirnhautentzündungen dringend erforderlich.

Die einzelnen Arten von Kopfschmerzen lassen sich anhand ihrer Intensität, ihrer Dauer, ihrer Lokalisation und der begleitenden Symptomatik unterscheiden. Beim Spannungskopfschmerz berichtet der Patient dabei häufig von einem dumpfen und drückenden bzw. in seltenen Fällen auch ziehenden Schmerz.

Dieser tritt zu Beginn vor allem im Bereich der Schläfen und des Nackens auf, bevor er sich über den ganzen Kopf ausbreitet.

Die Intensität der Schmerzen ist dabei selten so stark, dass der Betroffene in irgendeiner Form bei der Arbeit eingeschränkt wird. Die Dauer ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und reicht zwischen einer Stunde und einer Woche. Die Schmerzen treten typischerweise beidseits auf. Begleitend treten keine Übelkeit und kein Erbrechen auf. Licht- und Lärmempfindlichkeit können in seltenen Fällen vorkommen, sind jedoch nicht gleichzeitig möglich.

Bei der Ursachensuche und zur Diagnose ist auch ein Kopfschmerztagebuch hilfreich. Über einen bestimmten Zeitraum hinweg wird unter anderem dokumentiert unter welchen Umständen die Kopfschmerzen auftreten und wie stark sie sind. 

Informieren Sie sich dazu unterKopfschmerztagebuch

Begleitende Symptome bei Spannungskopfschmerzen

Im Rahmen des Auftretens von Spannungskopfschmerzen kommt es nur in seltenen Fällen zu einer begleitenden Symptomatik. Stattdessen treten vor allem beim Migräne-Kopfschmerz typische Symptome auf, die für die Diagnosestellung entscheidend sind.

Patienten mit Spannungskopfschmerzen berichten häufig, dass sich die Schmerzen anfühlen, als würde man einen deutlich zu engen Hut tragen. Dieses Druckgefühl ist vor allem im Bereich der Stirn und des Nackens am stärksten.

In seltenen Fällen kann auch eine Beteiligung der Augen auftreten. Ähnlich wie bei den Kopfschmerzen empfindet der Patient dabei ein Druckgefühl im Bereich der Augen. Darüber hinaus ist eine leichte Licht- oder Lärmempfindlichkeit möglich. In Abgrenzung zum Migräne-Kopfschmerz kann diese jedoch nicht gleichzeitig auftreten.

Vor allem bei chronischen Verläufen von Spannungskopfschmerzen kann die begleitende Symptomatik auch stärker ausgeprägt sein. So sind in manchen Fällen auch Depressionen, Schlaf- oder Angststörungen möglich. Auch ein Missbrauch von Medikamenten ist bei der unbehandelten Form von chronischen Spannungskopfschmerzen möglich.

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Augenschmerzen als Begleitsymptom

In seltenen Fällen können sich die Kopfschmerzen auch in den Bereich der Augen ausbreiten. Der Patient empfindet dabei ein Druckgefühl im Bereich der Augen bzw. der Augenhöhle, ohne es genau lokalisieren zu können. Sehstörungen sowie Blitz- und Leuchtphänomene treten bei Spannungskopfschmerzen in der Regel nicht auf.

Umgekehrt können auch Beschwerden im Bereich des Auges zu Kopfschmerzen führen. Beispielsweise kann bei einem Engwinkel-Glaukom der Augeninnendruck deutlich ansteigen, wodurch Schmerzrezeptoren gereizt werden und Kopfschmerzen entstehen.

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Therapie von Spannungskopfschmerzen

Für die Behandlung von Spannungskopfschmerzen stehen viele verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Wichtig ist dabei die Identifizierung und Vermeidung der Auslöser der Kopfschmerzen.

Diese Therapie der Ursachen wird einer medikamentösen Therapie vorgezogen. Dazu zählt unter anderem ein regelmäßiges Muskeltraining im Rahmen einer Krankengymnastik zur Stärkung der Muskulatur.

Darüber hinaus können auch sportliche Aktivität (leichtes Ausdauertraining) sowie verschiedene Entspannungsübungen zu einer Besserung der Symptomatik beitragen. Auch eine Schulung zur Vermeidung von Körper-Fehlhaltungen (zum Beispiel am Arbeitsplatz) kann die Spannungskopfschmerzen lindern. Sinnvoll ist dabei die begleitende Führung eines Kopfschmerz-Tagebuchs.

Diese ursächliche Behandlung kann gezielt durch Medikamente unterstützt werden. Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte dabei mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Medikamente zur Therapie von Spannungskopschmerzen

Die Auswahl der Medikamente zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen richtet sich nach der Art der Kopfschmerzen.

Episodische Kopfschmerzen (weniger als 14 Tage im Monat über einen Zeitraum von 3 Monaten) lassen sich mit den weit verbreiteten Schmerzmitteln behandeln. Dazu zählen neben Aspirin und Ibuprofen auch Paracetamol.

Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass die langfristige Einnahme dieser Medikamente ebenfalls zu Kopfschmerzen führen (Medikamenten-Kopfschmerz) und diese noch weiter verstärken kann. Aus diesem Grund sollte eine regelmäßige Therapie immer mit einem Arzt abgesprochen sein.

Chronische Kopfschmerzen werden häufig mit trizyklischen Antidepressiva behandelt. Das Mittel der Wahl ist dabei Amitryptilin. Der Wirkstoff beeinflusst das Schmerzempfinden, indem er die herabgesetzte Schmerzschwelle anhebt.

Aufgrund eines breiten Nebenwirkungsspektrums muss diese Therapie jedoch regelmäßig durch einen Arzt kontrolliert werden. Je nach Patient und begleitender Symptomatik kann eine individuelle zusätzliche Behandlung erforderlich werden.

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Hausmittel zur Therapie von Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen können häufig bereits durch verschiedene Hausmittel gelindert werden. Grundlegend ist zur Vermeidung von Kopfschmerzen eine ausreichende Trinkmenge (1,5 bis 2 Liter am Tag) zu empfehlen. Zusätzlich führt typischerweise ein großflächiges Auftragen und Einmassieren von Pfefferminz-Öl auf die Schläfen und im Nacken zu einer Besserung der Symptome. Darüber hinaus wird Vanille-Extrakten eine kopfschmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

Durch eine Kühlung der Schläfen oder des Nackens können die Schmerzsignale, die zu den Kopfschmerzen führen, überdeckt werden. Gleichzeitig können Wärme-Kissen durch eine Steigerung der Durchblutung die Verspannungen der Muskulatur lösen. Alternativ eignen sich dazu auch ein warmes Vollbad sowie regelmäßige Sauna-Gänge.

Häufig kann auch eine Akupunktur schnell zu einer Besserung der Kopfschmerz-Symptome führen. Durch eine Stimulation verschiedener Leitbahnen im menschlichen Körper kann der Schmerzreiz unterdrückt werden. Die Wirksamkeit ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich.

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Homöopathie zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen

Zur Behandlung von Kopfschmerzen stehen auch zahlreiche homöopathische Mittel zur Verfügung. Die Wirksamkeit dieser Wirkstoffe ist dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und umstritten. Bei dauerhaft auftretenden Schmerzen sollte eine Therapie mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Bei stark klopfenden und hämmernden Kopfschmerzen werden Produkte mit Tollkirsch-Extrakten (Belladonna) empfohlen. Zur Behandlung von Nackenkopfschmerzen, die sich zunehmend zur Stirn ausbreiten, eignen sich homöopathische Produkte aus gelbem Jasmin (Gelsemium).

Ein starkes Druckgefühl im Kopf kann mit Schwertlilien-Extrakten behandelt werden (Iris versicolor). Produkte, die Blutwurz enthalten (Sanguinaria), sind geeignet zur Therapie von Kopfschmerzen, die im Tagesverlauf an Stärke zunehmen.

Bei starken halbseitigen Kopfschmerzen werden Produkte mit Wurmkraut-Extrakten (Spigelia) empfohlen.

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Massage zur Therapie von Spannungskopfschmerzen

Zur Lösung der verspannten Muskulatur im Bereich des Nackens und der Schultern eignet sich eine Massage. Dabei werden die einzelnen Muskeln durchbewegt und entspannt. Zusätzlich kann der Patient auch durch eine leichte kreisende Massage-Bewegung der Schläfen bzw. im Nacken die Beschwerden verringern.

Empfehlenswert sind dabei eine begleitende Entspannungstherapie sowie ein Stressbewältigungstraining. Häufig findet die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

Anwendung, bei der die verschiedenen Muskelgruppen im Körper nacheinander willentlich an- und entspannt werden, wodurch ein Zustand tiefer Entspannung erreicht werden soll.

Sport zur Therapie von Spannungskopfschmerzen

Regelmäßige sportliche Aktivität wirkt der Entstehung von Spannungskopfschmerzen entgegen. Vor allem leichtes Ausdauertraining (Joggen, Schwimmen, Radfahren) kann prophylaktisch die Entwicklung der Schmerzen verhindern. Gleichzeitig wird durch die körperliche Bewegung Verspannungen entgegen gewirkt.

Zusätzlich kann durch gezieltes Training der Muskeln im Kopf- und Halsbereich (zum Beispiel im Rahmen einer Krankengymnastik) die Muskulatur so gestärkt werden, dass mögliche Fehlhaltungen kompensiert werden können.

Wie lange halten Spannungskopfschmerzen an?

Die Dauer von Spannungskopfschmerzen unterscheidet sich grundlegend je nach Art des Kopfschmerzes (episodisch / chronisch). Zusätzlich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Patienten.

Man spricht von episodischen Spannungskopfschmerzen, wenn der Kopfschmerz weniger als 14 Tage im Monat über einen Zeitraum von drei Monaten andauert.

In der Regel lassen die Kopfschmerzen durch den Beginn einer Behandlung innerhalb weniger Tage wieder nach.

Bei Kopfschmerzen, die häufiger als 14 Tage im Monat und über einen längeren Zeitraum auftreten, spricht man von chronischen Kopfschmerzen. Diese sind schwer zu therapieren und können je nach Patient und Therapie lange andauern.

Prognose von Spannungskopfschmerzen

Der typische Spannungskopfschmerz nimmt normalerweise einen guten Verlauf. Durch eine begleitende Therapie und die Vermeidung von auslösenden Faktoren verschwindet der Kopfschmerz in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage. Zum Teil kommt es auch zu einer Besserung ohne den Beginn einer Behandlung.

Nichtsdestotrotz ist ein Übergang in die chronische Form des Spannungskopfschmerzes möglich. Dieser chronische Verlauf entsteht häufig durch das gleichzeitige Auftreten verstärkender Faktoren (Stress, Schlafstörungen, Depressionen). Durch eine gezielte Therapie lässt sich aber auch diese Form des Kopfschmerzes gut behandeln.

Stirnkopfschmerzen

Da sich Spannungskopfschmerzen häufig zunächst im Bereich der Stirn und der Schläfen manifestieren, spricht man auch von Stirnkopfschmerzen.

Neben der typischerweise auslösenden verspannten Muskulatur können Schmerzen im Bereich der Stirn jedoch auch viele weitere Ursachen haben.

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, eine Grippe-Infektion oder eine Entzündung von Nerven im Bereich des Gesichts sind möglich. Außerdem können sich auch Migräne-Kopfschmerzen und verschiedene Augenerkrankungen im Bereich der Stirn manifestieren.

Zur Abklärung der Ursache von Kopfschmerzen im Bereich der Stirn ist in jedem Fall das Aufsuchen eines Arztes erforderlich.

Was sollte man bei Spannungskopfschmerzen in der Schwangerschaft tun?

Durch die hormonellen Veränderungen im Zuge der Schwangerschaft klagen Frauen häufig über Kopf- und Gliederschmerzen. Diese treten vor allem in den ersten Monaten der Schwangerschaft auf. Gleichzeitig sollte nach Möglichkeit auf eine Einnahme von Medikamenten während dieses Zeitraums verzichtet werden. In manchen Fällen ist ein Ersatz durch pflanzliche Produkte sinnvoll.

Zur Behandlung von schweren Kopf- und Gliederschmerzen während der Schwangerschaft ist Paracetamol und Ibuprofen Mittel erster Wahl.

Eine Störung der Entwicklung des Babys konnte bisher in keiner der zahlreich durchgeführten Studien nachgewiesen werden. Nichtsdestotrotz sollte die Einnahme immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Zusätzlich gilt zu beachten, dass Ibuprofen und Aspirin nicht nach der 28. Schwangerschaftswoche eingenommen werden sollen, da es in der Folge zu Komplikationen bei der Geburt kommen kann.

Bei leichten und mittelschweren Kopfschmerzen kann eventuell auch eine Besserung der Symptomatik ohne die Einnahme von Medikamenten erreicht werden. Schwangere sollten auf einen regelmäßigen Schlaf, leichte sportliche Aktivität, eine hohe Trinkmenge und eine ausgewogene Ernährung achten. Zusätzlich sind kalte Kompressen auf die Stirn bzw. die Schläfen sowie Massagen sinnvoll.

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Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen sind normalerweise deutlich schwächer als Migräne-Kopfschmerzen. Sie treten beidseitig auf und betreffen bereits nach kurzer Zeit den gesamten Kopf. Patienten berichten über ein dumpfes und drückendes Schmerzgefühl.

Eine begleitende Symptomatik während der Kopfschmerzen ist selten. Bei wenigen Patienten kommt es zu einer leicht gesteigerten Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Spannungskopfschmerzen verstärken sich nicht durch körperliche Aktivität - im Gegenteil, Bewegung kann diese Art der Kopfschmerzen lindern.

Im Vergleich dazu treten Migräne-Kopfschmerzen häufig nur einseitig auf. Bevorzugt ist der Schmerz dabei an der Stirn, den Schläfen oder hinter den Augen lokalisiert.

Der Patient empfindet einen pulsierenden und zum Teil hämmernden Schmerz. Die Intensität der Schmerzen ist dabei häufig sehr hoch, wodurch der Patient unter anderem bei der Arbeit stark eingeschränkt wird. Neben den Kopfschmerzen treten für die Migräne typische begleitende Symptome auf, die als Aura bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um Seh- und Sprachstörungen, die zum Teil stark ausgeprägt sind. Zusätzlich kann Übelkeit und Erbrechen auftreten. Im Unterschied zu Spannungskopfschmerzen verschlimmern sich Migräne-Kopfschmerzen durch körperliche Aktivität.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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