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Ursachen eines Speichelsteines

Einleitung

Der Speichelstein ist ein kleiner, fester Stein, der in allen Speicheldrüsen im Bereich des Kopfes und des Halses vorkommen kann. Er bildet sich aus Bestandteilen des Speichels und kann zu verschiedenen Symptomen führen (z.B. Schmerzen oder eine Entzündung der Speicheldrüsen).

Die Ursachen für seine Entstehung sind vielfältig. Häufig ist eine zu geringe Trinkmenge der Hauptgrund für die Ausbildung eines Speichelsteines.

Übersicht der wahrscheinlichsten Ursachen

Für die Entstehung eines Speichelsteines gibt es verschiedene Ursachen.

  • Eine zu geringe Trinkmenge ist meistens die Hauptursache. Durch die verminderte Flüssigkeitszufuhr wird der Speichel dicker und zähflüssiger, wodurch die Ausbildung eines Speichelsteines gefördert wird.
     
  • Auch verschiedene Erkrankungen können zu einer Veränderung der Speichelzusammensetzung führen. Dabei sind vor allem die Mukoviszidose, das Sjögren-Syndrom sowie die häufig bei Kindern auftreten Mumpserkrankung zu nennen.
     
  • Eine unzureichende Mundhygiene kann ebenfalls eine Ursache sein.

Geringe Flüssigkeitszufuhr

Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr durch zu wenig trinken kann die Entstehung von Speichelsteinen fördern, da sich dadurch die Zusammensetzung des Speichels verändert. Dieser wird zähflüssiger und kann dadurch nur schwer über den Ausführungsgang der Speicheldrüsen in den Mund abgeleitet werden. Infolge dessen trocknen die Schleimhäute aus und eine Mundtrockenheit entsteht.
Diese kann verschiedene Folgeerkrankungen nach sich ziehen, da der Speichel eine wichtige und zentrale Schutz– und Reinigungsfunktion im gesamten Mundbereich übernimmt.

Mukoviszidose

Die Mukoviszidose wird auch als zystische Fibrose bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine erbliche Stoffwechselerkrankung, bei der die schleimbildenden Drüsen des Körpers nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Im Gegensatz zum Gesunden bilden diese einen sehr zähen Schleim aus, der die Funktion von verschiedenen Organen negativ beeinflusst. Auch die Zusammensetzung sowie die Konsistenz des Speichels kann durch die Mukoviszidose verändert werden, wodurch das Risiko für die Ausbildung eines Speichelsteines erhöht ist.

Mumps

Mumps ist eine Infektionskrankheit, welche durch Viren hervorgerufen wird. Vor allem bei Kindern zwischen dem vierten und dem fünfzehnten Lebensjahr tritt sie auf. Auch Erwachsene können betroffen sein.

Die Erkrankung äußert sich durch eine schwere, beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Gleichzeitig führt sie zu einer Verdickung des Speichels, wodurch sich Ablagerungen im Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse ausbilden. Somit kommt es zu einem gestörten Speichelabfluss und die Entstehung eines Speichelsteines wird gefördert. Dieser kann dann zu schweren Entzündungen der betroffenen Speicheldrüse führen.

Medikamentennebenwirkung

Die Einnahme von Medikamenten, welche den Speichelfluss mindern, kann eine Ursache für einen Speichelstein sein. Vor allem entwässernd wirkend Arzneimittel sind zu nennen, da diese den Wassergehalt des Speichels und somit dessen Fließfähigkeit vermindern (z.B. Diuretika). Andere Medikamente gegen Allergien oder Depressionen können ebenfalls die Zusammensetzung des Speichels negativ beeinflussen.

Antidepressiva

Antidepressiva sind Medikamente, die gegen Depressionen eingesetzt werden. Häufig wird bei deren Einnahme eine Mundtrockenheit beobachtet. Diese führt dazu, dass die Schleimhäute nicht ausreichend mit Speichel benetzt werden. Infolge dessen kann es zu Schäden an den Zähnen sowie zur Ausbildung von Speichelsteinen kommen.

Sjögren-Syndrom

Das Sjögren – Syndrom ist eine Erkrankung, bei der das eigene Immunsystem körpereigene Zellen und Gewebe angreift und schädigt. Kennzeichnende Hauptsymptome sind trockene Augen, ein trockener Mund sowie Arthritis.

Gleichzeitig tritt oft eine Entzündung der Speicheldrüsen sowie der Drüsen im Kopf – und Halsbereich auf. Diese kann aufgrund der verminderten Speichelproduktion durch einen Speichelstein ausgelöst werden. Die Behandlung des Sjögren – Syndroms erfolgt symptomatisch, wobei oft Speichelersatzmittel sowie Maßnahmen zur Förderung des Speichelflusses (z.B. zuckerfreie Bonbons) eingesetzt werden.   

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 02.01.2019
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