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Definition

Atemnot bezeichnet das subjektive Gefühl einer Person nicht genug Luft zu bekommen. Dies kann durch eine erschwerte oder nicht ausreichende Atmung begründet sein. Anzeichen dafür sind meistens eine erhöhte Atemfrequenz.

Zudem setzen betroffene Personen oftmals ihre Atemhilfsmuskulatur ein. Dies zeigt sich beispielsweise durch Aufstützen der Hände auf die Oberschenkel. Ein weiterer objektiver Befund ist die sogenannte Zyanose, die sich durch blaue Lippen und Schleimhäute bemerkbar macht.

Welche Ursachen gibt es für Atemnot?

  • Kardiale Ursachen (vom Herzen ausgehend)

  • Pulmonale Ursachen (von der Lunge ausgehend)

    • Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge)

    • Asthma

    • Lungenentzündung

    • Wasser in der Lunge

    • Einatmen eines Fremdkörpers

    • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

    • Bronchitis (Entzündung der Atemwege)

  • Weitere Ursachen

    • Stress/Psychisch

    • Vergiftung

Stress als Ursache für Atemnot

Das Gefühl der Atemnot kann durch Stress ausgelöst werden. In Stresssituationen aktiviert der Körper das sogenannte Sympathikussystem. Dies ist ein Teil unseres Nervensystems, der für die „fight and flight Reaktion“ (kämpfen und fliehen) verantwortlich ist.

Unser Körper stellt sich also in Stresssituationen darauf ein, aktiv werden zu müssen. Damit einhergehend erwartet der Körper auch einen erhöhten Sauerstoffbedarf, weshalb die Atemfrequenz erhöht wird. Diese Reaktion stammt noch aus den Anfängen der menschlichen Entwicklung, macht sich aber bis in die heutige Zeit bemerkbar.

Denn obwohl die Flucht an einem stressigen Arbeitstag keine Lösung ist, bereitet sich der Körper genau darauf vor. Aus diesem Grund kennen viele Menschen das Gefühl der Atemnot, wenn sie gestresst sind. Tritt diese Luftnot häufiger auf, kann sie sogar zu Angstzuständen führen. Diese drücken sich im schlimmsten Fall in Panikattacken und Hyperventilation aus.

Lesen Sie mehr zum Thema: Psychisch bedingte Atemnot

Herzprobleme als Ursache für Atemnot

Das Herz ist der Motor unseres Kreislaufs, weshalb es auch im Zusammenhang mit der Sauerstoffaufnahme und der Atmung eine wichtige Rolle spielt.

In der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert. Anschließend gelangt es in die linke Herzhälfte, von wo aus es in den gesamten Körper gepumpt wird. Dort soll es die einzelnen Gewebe mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgen. Dieses System bereitet Probleme, wenn das Herz nicht mehr ausreichend pumpt. Dies ist beispielsweise bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) der Fall, kann aber auch nach einem Herzinfarkt auftreten oder durch die koronare Herzkrankheit (Verkalkung der Herzkranzgefäße) entstehen.

Oftmals tritt bei diesen Problemen die Atemnot nicht in Ruhe auf, sondern sie macht sich vor allem bei Belastung bemerkbar. In diesen Fällen ist das Herz bei körperlicher Anstrengung nicht in der Lage den erhöhten Sauerstoffbedarf adäquat auszugleichen.

Ein weiterer Grund für Atemnot können Herzfehler sein, bei denen sich das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzhälfte mit dem sauerstoffarmen Blut aus der rechten Herzhälfte mischt. Meist gibt es bei solchen Herzfehlern ein Loch in der Herzscheidewand, die die beiden Herzhälften voneinander trennen soll. Bei diesen Krankheitsbildern wird „gemischt gesättigtes Blut“ (Mischung aus sauerstoffarmem und sauerstoffreichem Blut) aus dem Herzen in den Kreislauf gepumpt, sodass alle Gewebe und Organe mit weniger sauerstoffreichem Blut versorgt sind.

Lesen Sie mehr zum Thema: Atemnot durch eine Herzschwäche

Atemnot durch Bluthochdruck

Ein wichtiges und des Öfteren unerkanntes Symptom des Bluthochdrucks kann Atemnot (oder eher Kurzatmigkeit) sein. Schon bei geringer Belastung ist der Körper nicht mehr in der Lage genügend Sauerstoff zu transportieren; man schnappt nach Luft. Das Problem liegt dabei im Herzen oder in den Gefäßen.

Durch den hohen Blutdruck kann der Sauerstoff oftmals nicht schnell genug in die Gewebe (vor allem Muskeln) transportiert werden, wodurch es zu einem Gefühl der Atemnot kommt.

Eine äußert seltene Art des Bluthochdrucks ist die sogenannte „Pulmonale Hypertonie“ (Bluthochdruck in der Lunge). Auch bei diesem Krankheitsbild kommt es zu Luftnot aufgrund eines zu hohen Blutdruckes, der allerdings nicht im gesamten Körper, sondern nur in der Lunge erhöht ist.

Wie gefährlich dieser Lungenhochdruck sein kann, können Sie in unserem Artikel nachlesen: Lungenhochdruck - So gefährlich ist er

Ursachen der Atemnot bei Kindern

Kinder sind vor allem anfällig für Atemnot, weil sie sich häufig an kleinen Dingen verschlucken.

Besonders beliebt sind alle Arten von kleinem Spielzeug (Legostein, Murmel, etc.) aber auch an Nahrung (Nüsse, nicht ausreichend gekaute Speisebrocken, etc.) verschlucken sich die Kinder.

Statt in der Speiseröhre landet der Gegenstand in der Luftröhre und blockiert so den Atemweg. Dies äußert sich bei den Kindern meist durch plötzlich einsetzende Atemnot oder auffälliges Husten. In dem Fall kann es helfen, dass Kind über den Schoß zu legen, sodass der Kopf etwas tiefer als der Bauch ist. Durch Klopfen auf den Rücken (die Stärke sollte dem Alter des Kindes angepasst sein) kann der Gegenstand in der Luftröhre eventuell gelockert werden.

Weiterhin sind Kinder sehr anfällig für Erkältungen oder andere Infektionen. Dadurch kann die Nase verstopf sein, was das Atmen erschweren kann. Verschlimmert sich die Infektion und wird zu einer Bronchitis (Entzündung der kleinen verzweigen Atemwege) oder einer Lungenentzündung, können die Kinder manchmal nicht genug Sauerstoff ins Blut aufnehmen. Dadurch kommt es ebenfalls zu Atemnot. Kinder mit einer Lungenentzündung sollten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Weiterhin leiden viele Kinder an (meist allergisch bedingtem) Asthma. Die dadurch bedingte Verengung der Atemwege kann ebenfalls Luftnot verursachen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Atemnot bei Kindern

Ursachen der Atemnot bei Säuglingen

Ebenso wie bei Kindern, kommt Atemnot bei Säuglingen häufig durch das Verschlucken von Kleinteilen zustande.

Innerhalb des ersten Lebensjahres erkunden Säuglinge ihre Umwelt. Viele Gegenstände werden in den Mund genommen und dadurch näher vom dem Kind untersucht. Der Gegenstand kann dabei versehentlich in die Luftröhre gelangen und diese verstopfen. In diesem Fall wird der Säugling durch plötzliches Husten versuchen, den Gegenstand wieder aus der Luftföhre heraus zu befördern.

Gelingt dies nicht, kann wie bei größeren Kindern, der Säugling auf den Schoß gelegt werden, sodass sein Kopf etwas unterhalb des restlichen Körpers liegt. Durch vorsichtiges Klopfen auf den Rücken wird möglicherweise der Gegenstand gelockert.

Weiterhin ist es bei Säuglingen beliebt, Gegenstände in die Nase zu stecken, was ebenfalls die Atmung behindert. Eventuell muss der Gegenstand durch einen HNO (Hals-Nasen-Ohren) Arzt entfernt werden.

Auch Säuglinge sind anfällig für Infektionen wie Erkältungen, in schlimmeren Fällen auch eine Bronchitis oder Lungenentzündung. Diese Erkrankungen können sich durch Luftnot äußern und müssen eventuell im Krankenhaus behandelt werden.

Bronchitits als Ursache von Atemnot

Die Bronchitis bezeichnet eine Entzündung der Bronchien. Die Bronchien sind die kleinen, sich in der Lunge verzweigenden Atemwege. Man unterscheidet zwischen der akuten Bronchitis, was eine neu entstandene Entzündung bezeichnet, und der chronischen Bronchitis, die durch einen lang andauernden Prozess gekennzeichnet ist.

Symptome einer akuten Bronchitis sind Schleimproduktion, Husten und Fieber. Auch bei der chronischen Bronchitis sind Schleimproduktion und Husten die typischen Anzeichen. Durch den Schleim werden die Atemwege verstopft und es entsteht das Symptom der Atemnot.

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Asthma als Ursache von Atemnot

Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege, die durch eine Hyperreagibilität (Überreaktion) gekennzeichnet ist. Durch die überschießende Reaktion kommt es zu einer plötzlichen Obstruktion (Verengung) der Atemwege.

Besonders bekannt ist das allergische Asthma. Dabei reagiert der Körper empfindlich auf allergene Stoffe wie Pollen, Hausstaub, Milben oder Tierhaare. Im akuten Notfall hilft meist ein Asthmaspray. Darin sind Stoffe enthalten, die die Atemwege wieder weiten und so das Atmen erleichtern. In schweren Fällen können vom Notarzt auch systemisch (im ganzen Körper) wirkende Medikamente verabreicht werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome bei Asthma bronchiale

Atemnot bei einer Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung (auch Pneumonie genannt) bezeichnet die Entzündung des Lungengewebes durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten. Eine mögliche Ursache ist auch eine Entzündung als Reaktion des Körpers auf versehentlich eingeatmeten Magensaft oder Gifte.

Die Lungenentzündung äußert sich durch Husten und Fieber, zusätzlich steigt die Atemfrequenz, da der Körper sonst Schwierigkeiten hat, genug Sauerstoff aufzunehmen.

Je nach Ursache der Lungenentzündung, kann sie durch Antibiotika (bei einer bakteriellen Infektion) oder Virostatika (viral bedingt) behandelt werden. Weiterhin sind Bettruhe, eventuell fiebersenkende Mittel, Sauerstoffgabe bei Bedarf und Schleimlöser empfohlen.

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Atemnot durch eine Schilddrüsenüberfunktion oder -vergrößerung

Eine Überfunktion der Schilddrüse (auch Hyperthyreose genannt), führt zu einem gesteigerten Stoffwechsel. Diese Überfunktion kann mit Herzrasen, Bluthochdruck, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und einigen weiteren Symptomen, die eine Art „innere Unruhe“ ausdrücken, einhergehen. Durch den gesteigerten Stoffwechsel hat der Körper einen erhöhten Sauerstoffbedarf, welcher sich durch eine erhöhte Atemfrequenz und/oder das Gefühl der Atemnot ausdrücken kann.

Auch eine Vergrößerung der Schilddrüse (sowohl gutartig als auch bösartig) kann Atemnot verursachen, wenn das Schilddrüsengewebe so stark vergrößert ist, dass es die Luftröhre einengt.

Atemnot nach dem Essen

Atemnot nach dem Essen kann verschiedene Ursachen haben.

Zunächst ist es möglich, sich an Speisebrocken zu verschlucken. Diese gelangen statt in die Speiseröhre in die Luftföhre und können diese verstopfen. Besonders Kinder sind anfällig für dieses Geschehen.

Der Atemnot nach dem Essen kann aber auch eine Überproduktion von Magensäure zugrunde liegen. Man nennt die dann auftretenden Beschwerden Sodbrennen. Sie können als leichtes Brennen im Bereich des Brustkorbs auftreten, sich aber auch als so starke Brustschmerzen darstellen, dass es zu Atemnot kommt. Beim Sodbrennen gelangt die sehr ätzende Säure aus dem Magen in die Speiseröhre und greift dort die Schleimhaut an.

Atemnot durch Probleme der Luftröhre

Atemnot, die durch Probleme in der Luftröhre entsteht, lässt zunächst auf eine Verstopfung der Luftföhre schließen.

Dies kann durch alle Arten versehentlich eingeatmeter Kleinteile (Nahrung, bei Kindern gerne Spielzeug) geschehen. Je nach Größe des verschluckten Gegenstandes werden einzelne Äste des verzweigten Atemwegssystems oder in schlimmen Fällen sogar (nahezu) die gesamte Luftröhre verstopft.

Auch Tumore, die sich im Inneren der Luftröhre befinden, können diese verstopfen. Vermutlich fällt ein solcher Tumor zunächst nicht auf, erst wenn er groß genug gewachsen ist, dass er Atembeschwerden verursacht, wird man gezielt nach ihm suchen können. Aber nicht nur Tumore, die sich unmittelbar in der Luftröhre befinden, können Atemnot bereiten.

Es ist auch möglich, dass ein Tumor in einer benachbarten Struktur (Lymphknoten oder Schilddrüse beispielsweise) so groß wird, dass er auf die Luftröhre drückt und diese dadurch verengt.

Was zudem bei Säuglingen in den ersten Lebensstunden auffallen kann, ist eine fehlerhafte Ausbildung der Luftröhre. Da die Speise- und die Luftröhre direkt nebeneinander verlaufen, kann durch eine solche Fehlbildung eine Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre entstehen, die ebenfalls Atemnot verursachen kann.

Lesen Sie mehr zum Thema: Luftröhrenverengung

Atemnot bei COPD

COPD ist eine Abkürzung, die für Chronic Obstructive Pulmonary Disease (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) steht. Es handelt sich also um eine Erkrankung der Lunge, bei der die Atemwege verengt sind.

Dies bereitet beim Einatmen zunächst wenige Probleme, die Ausatemphase gestaltet sich problematischer. Durch die Verengung kann nicht alle Luft aus der Lunge abgeatmet werden. Deshalb bleibt viel Luft in der Lunge, die nur noch wenig Sauerstoff enthält, entsprechend passt auch nur wenig sauerstoffreiche Luft beim nächsten Atemzug wieder in die Lunge.

Daraus ergibt sich ein Sauerstoffmangel in der Atemluft, was zu Atemnot führt.

Lesen Sie mehr zum Thema: Symptome einer COPD

Atemnot bei Lungenembolie

Eine Lungenembolie bezeichnet einen Zustand der Lunge, in der Blutgerinnsel ein oder mehrere Lungengefäße verstopfen.

Die Lunge dient der Sauerstoffaufnahme. Zu dem Zweck wird das Blut in viele sehr kleine und verzweigte Gefäße transportiert. Diese liegen dicht an der Oberfläche der Lunge und können somit durch das Gewebe hindurch Sauerstoff aus der Atemluft aufnehmen. Bei einer Lungenembolie können bereits große Gefäße verstopft sein, was dazu führt, dass die dahinterliegenden kleinen Gefäße nicht durchblutet sind. All diese Gefäße dienen nun nicht mehr der Sauerstoffaufnahme, weshalb es zu Luftnot kommen kann.

Je nachdem, wie groß das Gerinnsel ist und wie groß der verstopfte Anteil der Gefäße ist, kann eine Lungenembolie eher harmlos oder akut lebensbedrohlich verlaufen.

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Lungenfibrose als Ursache von Atemnot

Bei der Lungenfibrose kommt es zu Gewebeveränderungen in der Lunge. Dies führt einerseits dazu, dass das Volumen in der Lunge kleiner wird. Dadurch kann nicht mehr so viel Luft eingeatmet werden, weshalb der Körper weniger Sauerstoff aufnehmen kann. Außerdem muss der Körper den Sauerstoff aus der Atemluft durch das Lungengewebe hindurch in die Blutgefäße transportieren.

Durch die Lungenfibrose wird das Gewebe dicker und sauerstoffundurchlässiger, weshalb deutlich weniger Sauerstoff aus der Atemluft aufgenommen werden kann.

Wasser in der Lunge als Ursache der Atemnot

Wasser in der Lunge ist in den meisten Fällen die Folge einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Das Herz schafft es bei betroffenen Personen nicht, die nötige Menge Blut in den Kreislauf zu pumpen. Deshalb staut sich das Blut unter anderem in die Lungengefäße zurück.

Nach und nach tritt das Wasser aus den Gefäßen in das Lungengewebe über. Diesen Zustand nennt man auch Lungenödem.

Andere Ursachen können auch eine Vergiftung durch Gase, eine Virusinfektion oder das Einatmen von Wasser sein. Bereiche der Lunge, die mit Wasser gefüllt sind, können nicht mehr mit Atemluft versorgt werden. Somit kann das Blut an diesen Stellen nicht mehr mit Sauerstoff angereichert werden. Es kommt zu Atemnot.

Lungenemphysem als Ursache von Atemnot

Bei einem Lungenemphysem verbleibt durch Zerstörung von Lungenanteilen mehr Luft in der Lunge. Dies entsteht oftmals aufgrund von Obstruktionen (Verstopfungen) der Atemwege. Gründe dafür können Infekte oder eine Bronchitis sein.

Aber auch eine COPD kann auf Dauer zu einem Lungenemphysem führen. Aufgrund der Obstruktion kann eingeatmete Luft nicht wieder aus der Lunge abgeatmet werden. Im nächsten Atemzug kommt allerdings zusätzliche Luft hinzu. Dies führt dazu, dass die Alveolen (Lungenbläschen, an denen Sauerstoff ins Blut gelangt) platzen und zerstört werden. Aus diesem Grund kommt es zu Beschwerden wie Atemnot. Außerdem ist ein aufgeblähter Brustkorb ein Zeichen eines Lungenemphysems.

Atelektasen als Ursache von Luftnot

Der Begriff Atelektase bezeichnet eine mangelnde Belüftung der Lungen. Dies kann neben angeborenen Ursachen auch durch äußere Einflüsse entstehen. So führt Druck auf dem Brustkorb beispielsweise zu Atelektasen. Ebenso kann eine Verstopfung der Atemwege zu einer zu geringen Belüftung führen.

Bei Personen, die an Atelektasen leiden, kann das sauerstoffarme Blut nicht an allen Orten mit Sauersoff angereichert werden. Demnach fließt es als immer noch sauerstoffarmes Blut aus der Lunge heraus und vereinigt sich mit dem sauerstoffreichen Blut. Ist der Anteil des nicht angereicherten Blutes groß genug, ergibt sich im gesamten Körper ein Sauerstoffmangel, der in der Folge zu Atemnot führt.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Atelektase

Herzmuskelentzündung als Ursache für Atemnot

Die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) entsteht in unseren Breitengraden meist durch eine Virusinfektion. Andere Auslöser sind Giftstoffe oder auch autoimmune Prozesse, bei denen der Körper eine Abwehrreaktion gegen sich selbst startet.

Die Symptome einer Herzmuskelentzündung können zunächst nach einer normalen Grippe aussehen: Fieber, Husten, Müdigkeit, eventuell sogar Durchfälle. Zudem zeigen sich herzspezifische Beschwerden wie Brustschmerzen und Herzrhythmusstörungen.

Wenn das Herz so stark betroffen ist, dass es nicht mehr richtig pumpen kann, können auch Wassereinlagerungen in den Beinen und in der Lunge entstehen. Das Wasser in der Lunge kann ein Gefühl der Atemnot auslösen.

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Pleuraerguss als Ursache einer Herzmuskelentzündung

Die Pleura besteht aus zwei gegeneinander verschieblichen Pleurablättern, die außen an der Lunge anliegen und diese nahezu komplett umgeben. Dabei liegt ein Blatt direkt innen am Brustkorb an, das andere sitzt auf der Lunge. Zwischen den Pleurablättern liegt der sogenannte Pleuraspalt, in dem sich eine geringe Menge Flüssigkeit befindet. Dehnt sich beim Einatmen der Brustkorb aus, wird die Lunge mithilfe der Pleura ebenfalls auseinandergezogen. Sie vergrößert sich und es kann Luft in die Lunge fließen.

Ein Pleuraerguss kann aus verschiedenen Flüssigkeiten bestehen: Je nach Ursprung kann es sich um Blut, Eiter, Lymphflüssigkeit oder einzelne Blutbestandteile handeln. Diese Flüssigkeitsansammlung behindert den Atemmechanismus und führt dadurch zu Atemnot.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 19.12.2018
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