Eisenstoffwechsel

Hinweis

Sie befinden sich in einem Unterthema des Bereichs Blutarmut. Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie unter: Blutarmut

Der Eisenstoffwechsel und die Eisenmangelanämie

Die Eisenmangelanämie entwickelt sich langsam über Wochen und Monate. Der tägliche Bedarf an Eisen (Eisenstoffwechsel) liegt bei 1 – 2 mg am Tag.
Der Körper verfügt über einen Speicher von etwa 2,5 – 3,5 g in Leber, Knochenmark und dem Monozyten-Makrophagen-System.
Am Tag werden über eine normale Ernährung etwa 10 – 20 mg aufgenommen, wovon weniger als 10% im Darm resorbiert werden. Unser Körper ist allerdings in der Lage, die Resorption bei Bedarf auf das 3 – 4fache zu steigern.

Dies geschieht über das in der Leber produzierte Hormon Hepcidin, welches den Bedarf steuert. Im oberen Dünndarm wird zweiwertiges Eisen aufgenommen und dann zum Transport an das Transferrin gebunden.
Über die Nahrung wird aber zumeist dreiwertiges Eisen aufgenommen. Im Magen kann dreiwertiges Eisen durch das dort herrschende Milieu in zweiwertiges Eisen überführt werden. Deshalb kann es nach einer Entferunung des Magens (Gastrektomie) zu einer Eisenmangelanämie durch eine gestörte Resorption kommen.
Das an Transferrin gebundene Eisen dockt an einen Transferrin-Rezeptor im Zellleib der Vorläufer der roten Blutkörperchen im Knochenmark an und wird eingebaut. Diesen Rezeptor kann man im peripheren Blut messen.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012