Inhalt:
Kieferknochen
Einleitung
Für die Insertion eines Implantats ist es erforderlich, dass der Kieferknochen eine entsprechende Breite und Tiefe hat, damit ein fester Halt für das Implantat gesichert ist. Leider ist dies nicht bei allen Patienten der Fall. Durch frühzeitigen Verlust der Zähne, längere Zeit getragene Teilprothesen oder durch Parodontitis ist bei diesen Patienten der Knochen so weit abgebaut, dass eine Implantation nicht möglich ist. Auch im Bereich der Kieferhöhle ist im Oberkiefer oft nur sehr wenig Knochen vorhanden, um ein Implantat zu setzen. In beiden Fällen kann jedoch ein Kieferknochenaufbau (Augmentation) die Voraussetzung für eine Implantation schaffen.
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Materialien für ein Aufbau des Kieferkochens
Die besten Ergebnisse werden mit körpereigenem (autologen) Knochen erzielt. Das Knochentransplantat wird entweder aus dem aufsteigenden Ast des Unterkiefers in der Weisheitszahnregion oder bei größerem Bedarf aus dem Hüftknochen entnommen. Daneben stehen jedoch auch Knochenersatzstoffe zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um Materialien meist synthetischen Ursprungs. Hier ist es vor allem Hydroxylapatit-Keramik, das in Granulatform und in steriler Verpackung angeboten wird. Aber auch Materialien tierischer (Rind oder Schwein) und pflanzlicher (Algen) Herkunft können zum Aufbau neuen Knochens verwendet werden. Auch ein Gemisch aus eigenem Knochen und Knochenersatzstoff ist möglich.
Komplikationen
Mögliche Komplikationen sind Abstoßungsreaktionen, allergische Reaktionen sowie Infektionen durch Eindringen von Bakterien. Bei der Sinusbodenanhebung kann eine Perforation der Schleimhaut oder Eindringen des Ersatzmaterials zu einer Entzündung der Kieferhöhle (Sinusitis) führen. Komplikationen sind allerdings selten.
Prognose
Mit der Augmentation des Kieferknochen mit geeigneten Materialien wird die Voraussetzung geschaffen, um eine anschließende Implantation durchzuführen. Nach der Einheilung ist die Prognose für weitere zahnärztliche Maßnahmen gut.
Zusammenfassung
Die Voraussetzung für das Setzen von Implantaten ist das Vorhandensein ausreichender Knochensubstanz. Ist dies nicht gegeben, kann durch einen Knochenaufbau Abhilfe geschaffen werden. Als Materialien für einen Knochenaufbau (Augmentation) werden entweder körpereigener Knochen oder Knochenersatzstoffe tierischer, pflanzlicher oder synthetischer Herkunft verwendet. Im Kieferhöhlenbereich schafft eine Anhebung des Kieferhöhlenbodens (Sinuslift) ausreichend Knochen für eine Implantation. Die Implantation kann entweder gleichzeitig oder nach Einheilung geschehen.
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