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Asiatische (japanische) Buschmücke

Definition

Die asiatische oder auch japanische Buschmücke ist in Teilen Chinas, Koreas und Japans beheimatet und kann durch ihren Stich Krankheiten auf Tiere und Menschen übertragen. In den letzten Jahren wurde das Insekt auch in andere Teile der Welt eingeschleppt und konnte sich so zum Beispiel in Nordamerika und auch in einigen Regionen in Europa verbreiten. Innerhalb Deutschlands hat sich die Buschmücke am Oberrhein und im Spreewald angesiedelt.

Wie gefährlich ist sie?

In den meisten Fällen verläuft ein Mückenstich durch die asiatische Buschmücke harmlos und es kommt nur zu einer Schwellung und Juckreiz. In seltenen Fällen kann durch den Stich jedoch auch ein Krankheitserreger übertragen werden, sodass es in der Folge meist zunächst zu grippeähnlichen Symptomen kommt.
In einzelnen Fällen kann es auch zu schwerwiegenderen Folgen wie einer Hirnhautentzündung oder einer Nervenschädigung kommen. Gefürchtete übertragene Erkrankungen sind die sogenannte Japanische Enzephalitis, also eine Entzündung des Hirngewebes, sowie das "West-Nil-Fieber"
Schützen kann man sich in betroffenen Regionen Asiens am besten mit den üblichen Insektenschutzmitteln. Es geht von den nach Europa und Nordamerika ausgebreiteten Tieren eher keine Gefahr aus und besondere Schutzmaßnahmen sind daher nicht notwendig.

Lesen Sie mehr zum Thema unter Japanische Enzephalitis und Asiatische Tigermücke

Wie sieht der Stich einer asiatischen Buschmücke aus?

Nach einem Stich durch die asiatische (japanische) Buschmücke kommt es an der betroffenen Stelle zu einer leichten Entzündungsreaktion (siehe auch: Entzündung nach einem Mückenstich). In der Folge bildet sich eine meist runde Schwellung und Rötung aus. Kratzt man aufgrund des Juckreizes an der Stelle, werden Schwellung und Rötung noch verstärkt.

Lesen Sie auch das Thema: Schwellung nach einem Mückenstich

Es ist allerdings nicht möglich, den Mückenstich durch die asiatische Buschmücke von dem Stich durch eine andere Mückenart zu unterscheiden. Auch der Stich oder Biss anderer Insekten sieht in der Regel sehr ähnlich aus. Ebenso können sich allergische Reaktionen, Irritationen durch Sonnenlicht oder Hauterscheinungen nach Kontakt mit bestimmten Pflanzen sehr ähnlich präsentieren.

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Begleitende Symptome bei einem Stich

Wird man von der asiatischen Buschmücke gestochen, kommt es – wie bei den meisten Insektenstichen – vorrangig zu einem Juckreiz an der betroffenen Stelle. Der Mückenstich kann auch leicht schmerzhaft sein. Die Symptome unterscheiden sich in der Regel nicht von denen eines normalen Mückenstichs.

Da durch die asiatische Buschmücke jedoch in äußerst seltenen Fällen auch ein krankheitserregender Virus übertragen werden kann, kann es auch zum Auftreten grippeähnlicher Symptome kommen. Dazu zählen zum Beispiel Abgeschlagenheit, Glieder- oder Kopfschmerzen sowie leichtes Fieber.

In sehr seltenen Fällen kann es auch zu einer Nervenschädigung sowie einer Hirnhautentzündung kommen. Mögliche begleitende Symptome sind dann zum Beispiel Bewusstseinsstörungen oder eine Versteifung der Nackenmuskulatur. Bei solchen Symptomen infolge eines Mückenstichs sollte zeitnah der Hausarzt aufgesucht werden.

Außerdem könnte es zu einer allergischen Reaktion nach dem Mükenstich kommen, vor allem wenn man generell schnell zu allergischen Reaktionen neigt. Neben Übelkeit und Schwindel kann es auch zu Kreislaufstörungen und Luftnot kommen. Bei Verdacht auf eine allergische Reaktion sollte man den Arzt aufsuchen. 

Informieren Sie sich auch unter: Allergische Reaktion auf einen Mückenstich

Wie lange macht der Stich Symptome?

In den meisten Fällen unterscheiden sich die Symptome nach einem Stich durch die asiatische Buschmücke in Ausprägung und Dauer nicht von denen, die durch einen normalen Mückenstich ausgelöst werden. Die Rötung und Schwellung sowie der Juckreiz bilden sich innerhalb weniger Tage zurück.

Kommt es jedoch zu grippeähnlichen Symptomen aufgrund durch den Stich übertragener Krankheitserreger, können diese mehrere Tage bis wenige Wochen andauern. Sollten die Symptome nach einer Woche nicht besser werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In äußerst seltenen Fällen sind nach einem schweren Krankheitsverlauf mit einem Befall der Nerven auch bleibende Schäden möglich.

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Welche Erkrankungen überträgt die asiatische Buschmücke?

In den meisten Fällen wird durch einen Stich der asiatischen Buschmücke gar keine Erkrankung übertragen. Es kommt lediglich am Einstichort zu einer Schwellung, Rötung und Juckreiz. Es ist jedoch möglich, dass durch den Stich auch bestimmte Erkrankungen übertragen werden. Dazu zählt zum Beispiel das West-Nil-Fieber. Selbst wenn ein Mensch mit dem verantwortlichen Erreger infiziert wird, bleibt dies meist unbemerkt und es treten überhaupt keine Symptome auf.

In manchen Fall äußerst sich die Erkrankung jedoch durch grippeähnliche Beschwerden und Fieber. Noch seltener kann es zusätzlich zu einer Hirnhautentzündung mit Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und gegebenenfalls Folgeschäden kommen. Für die in Europa verbreiteten asiatischen Buschmücken konnte bisher jedoch kein Übertragungspotential von Erkrankungen nachgewiesen werden, sodass wirklich keine Gefahr von den Insekten ausgeht und auch nicht zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen geraten werden muss.

Kann man gegen einen Stich impfen?

Es existiert bisher kein Impfstoff gegen die asiatische Buschmücke bzw. gegen die Krankheitserreger, die durch das Insekt übertragen werden können. Es existieren lediglich Impfungen gegen andere Insekten wie die Gelbfiebermücke. Ob und wann solche Impfungen sinnvoll oder notwendig sind, kann zum Beispiel der Hausarzt in einer Beratung mitteilen. Anstelle einer Impfung kann man kann sich vor Stichen durch die asiatische Buschmücke schützen, indem man Insektenschutzmittel für die Haut und die Kleidung verwendet. Im Schlaf schützen Mosquitonetze, die am besten ebenfalls mit Insektenschutzmittel beschichtet sind. Die Gefahr, die von der asiatischen Buschmücke in Europa ausgeht, wird ohnehin als äußerst gering angesehen, sodass man keine Furcht vor einer schwerwiegenden Infektion haben muss und Schutzmaßnahmen hierzulande nicht notwendig sind. Bei einer Reise nach Japan oder Korea sind Insektenschutzmaßnahmen jedoch zu empfehlen.

Lesen Sie mehr zum Thema: Insektenstich - Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema "Asiatische (japanische) Buschmücke":

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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