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Mückenschutz

Einleitung

Um sich vor lästigen Mückenstichen zu schützen und so den dadurch bedingten unangenehmen Juckreiz von vorneherein zu vermeiden, gibt es eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten.

Darüber hinaus ist ein Mückenschutz nicht nur hilfreich bezüglich der Verhinderung des quälenden Juckreizes, sondern gerade in gefährdeten Gebieten auch eine wichtige Maßnahme, um sich gegen gefährliche von Mücken übertragene Infektionskrankheiten zu schützen. Somit gehören wirksame Schutzmaßnahmen vor jeder Reise dazu.

Welche Mückenschutzmaßnahme sich am besten eignet, hängt unter anderem auch von der Zielsetzung ab: für den Schutz vor Malaria oder Dengue-Fieber übertragende Mücken in bestimmten Reisegebieten sind andere Methoden notwendig, als für das Vermeiden von Mückenstichen in der Nacht oder bei einem gemütlichen Grillabend im eigenen Garten.

Zudem gilt, dass es keinen hundertprozentigen Mückenschutz gibt, da verschiedene Mückenarten unterschiedlich stark von den einzelnen Schutzmethoden abgeschreckt werden. Bei über 3500 verschiedenen Stechmückenarten unterschieden sich die Sensibilitäten auf die verschiedenen Abwehrmethoden: ein Mittel, was gegen einheimische Mückenarten in Deutschland effektiv ist, kann in den tropischen Gebieten vollkommen wirkungslos sein.

Warum der ein oder andere stärker von Mücken befallen zu sein scheint, hängt dabei nicht – wie fälschlich oft behauptet von “der Süße des Blutes“ ab, sondern vielmehr von der Duftmischung der Haut: Ammoniak, Fettsäuren, Milchsäure und Harnsäure, die über den Schweiß auf die Haut abgesondert werden, ziehen Mücken besonders an. In welchem Mischungsverhältnis diese Bestandteile auf unserer Hautoberfläche vorliegen, ist genetisch bedingt. Welcher der Bestandteile des Hautfilms besonders anziehend wirkt, hängt zudem wiederum von der jeweiligen Stechmückenart ab.

So wie die Duftmischung der Haut das Zustechen der Mücken beeinflusst, so hängt wohl auch das Anlocken der Mücken wesentlich von einem Faktor ab: der Menge des bei der Atmung ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids, welches die Mücken schon aus großer Entfernung riechen können.

Die nachfolgend dargestellten Schutzmethoden zählen im Allgemeinen zu den effektivsten.

Repellentien

Zu den meist verbreiteten und beliebtesten Mückenschutzmitteln gehören die sogenannten Repellentien.

Dieses sind synthetische Wirkstoffe, die von den Mücken über den Geruchssinn wahrgenommen werden und zu einer Abschreckung aber nicht zum Tod führen. Neben dem Mechanismus der Abschreckung sorgen die Geruchsstoffe auch dafür, dass die Mücken den körpereigenen Geruch nicht mehr wahrnehmen können, von dem sie im Normalfall angelockt werden würden.

Die Repellentien werden direkt auf die Haut aufgetragen, meist in Form eines Sprays oder Öls und haben eine kontinuierliche Wirkung über mehrere Stunden (meist 4-8 Stunden).

Je nachdem, welches Ziel mit den Repellentien verfolgt werden soll, gibt es welche mit Inhaltsstoffen für die Stich- oder Krankheitsprophylaxe.

Der synthetische Wirkstoff Icaridin (z. B. Autan Protection Plus) ist dabei meist hierzulande ausreichend für eine reine Stichprophylaxe, wohingegen der Inhaltsstoff DEET (z.B. Nobite Hautspray, Anti Brumm forte) für Tropenreisen mit Gefahr der Übertragung von Krankheiten durch Mücken wirksamer ist.

Schutz durch richtige Kleidung

Neben dem Schutz durch das Auftragen von wirksamen Repellentien ist auch eine ganz einfache, konservative Methode oft wirksam: das Tragen von langer, die Haut gut bedeckender, heller Kleidung hält die meisten Mücken davon ab zuzustechen.

Da die meisten Mücken von dunklen Oberflächenfarben und dem körpereigenen Geruch angezogen werden, kann somit also schon einmal etwas Abhilfe geschaffen werden.

Wichtig ist dabei, dass die Kleidung zwar dicht abschließen, jedoch aber nicht eng anliegen sollte, da ansonsten eine Durchstechgefahr besteht.

Wird die lange, helle Kleidung mit dem Gebrauch von Repellentien kombiniert, kann von einem sehr effektiven Schutz ausgegangen werden.

Zudem gibt es die Möglichkeit die verwendete Kleidung gegen Mücken zu imprägnieren, um sich auch vor denjenigen Mücken zu schützen, die selbst durch Kleidung hindurch stechen. Hierfür können einfache Imprägniersprays (z.B. Nobite Kleidung) verwendet werden, wobei jedoch darauf geachtet werden sollte, dass eine erneute Imprägnation nach jeder Wäsche notwendig ist.

Fliegengitter

Die richtige Kleidung und der Gebrauch von Repellentien ermöglichen einen effektiven Schutz im Freien.

Soll darüber hinaus auch das Eindringen von Mücken in das Haus bzw. Schlafzimmer verhindert werden, können Fliegengitter in Fenstern und Türen wirkungsvoll verwendet werden. Hierbei gibt es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten Fliegengitter in Tür- und/oder Fensterrahmen zu installieren.

Auch Reise-Fliegengitter, die temporär im Urlaub verwendet werden können, sind neben dauerhaft installierten Fliegengittern zu Hause erhältlich.

Moskitonetze

Neben dem Anbringen eines Fliegengitters in Fenster- und/oder Türrahmen, kann auch ein Moskitonetz über dem Bett eine wirksame Methode darstellen, um Mücken in der Nacht fernzuhalten.

Gerade für diejenigen, die keine Chemie oder Repellentien verwenden möchten und auch auf das Töten der Mücken durch Insektenvernichter oder insektizide Mückenstecker verzichten wollen, eignen sich für das jeweilige Bett passende Moskitonetze. So können selbst Mücken, die sich einen Weg durch Fliegengitter gebahnt haben, während des Schlafes vom Körper ferngehalten werden und auch das nervige summende Geräusch in der Nacht vermeiden.

Darüber hinaus gibt es auch imprägnierte Moskitonetze, die besonders in gefährlichen Tropengebieten zu empfehlen sind (eventuell ist hier sogar ein zusätzlicher Repellentiengebrauch nötig).

Insektenvernichter

Sind die Mücken erst einmal aus dem Freien in geschlossene Räume gelangt, ist es meist schwer sie wieder loszuwerden.

Für die Anwendung in Innenräumen stehen daher andere Methoden zu Verfügung, unter anderem auch der Insektenvernichter: dieser lockt die Mücken (und auch andere, nachtaktive Insekten) mittels UV-Licht an und vernichtet diese unmittelbar durch einen Elektroschock, sobald sie in das Gerät gelangt sind.

Durch ein schützendes Gestell aus Kunststoff oder ein geerdetes Metallgestell, stellen die Insektenvernichter in der Regel keine Gefahr für Menschen dar, zudem arbeiten diese Geräte vollkommen ohne Chemie. Lediglich eine freie Steckdose wird benötigt, um den Insektenvernichter in Betrieb nehmen zu können.

Außerhalb von Innenräumen, im Freien, dürfen die Insektenvernichter allerdings nicht verwendet werden, da es hier zur unnötigen, unselektierten Tötung von Insekten kommen würde.

Mückenstecker

Eine weitere Möglichkeit für einen Mückenschutz in Innenräumen ist der Mückenstecker, der ganz einfach in eine Steckdose gesteckt werden muss.

Hierbei gibt es zwei verschiedene Stecker, die auf unterschiedliche Art Mücken in geschlossenen Räumen vernichten bzw. vertreiben.

Zum einen gibt es Mückenstecker, die mit einem Biozidverdampfer arbeiten und somit Insektizide über einen Verdampfer kontinuierlich im Raum verteilen. Diese sind zwar meist sehr effektiv in der Abtötung von Mücken, jedoch auch nicht immer gesundheitlich vollkommen unbedenklich, wenn sie über längeren Zeitraum dauerhaft eingesetzt werden.

Zum anderen gibt es Mückenstecker, die mit Ultraschallwellen arbeiten und die Mücken somit nicht töten, sondern mit Hilfe von akustischen Störsignalen (für den Menschen nicht wahrnehmbar) vertreiben.

Hausmittel zum Schutz vor Insekten

Zu den gängigen Hausmitteln, neben der Verwendung von Fliegengittern, Moskitonetzen und geeigneter Kleidung, gehören ätherische Öle, die in Form von Kerzen, Armbändern und Gartenfackeln ihre Anwendung finden können.

Zu den gängigen ätherischen Ölen gehören Bergamotte, Zitrone, Minze, Kampfer, Zimt, Sandelholz, Lavendel, Anis, Eukalyptus und Katzenminze. Diese können ebenso auch auf Kleidung oder Bettwäsche verteilt werden.

Beachtet werden sollte bei der Verwendung von ätherischen Ölen jedoch auch immer, dass es hin und wieder auch zu allergischen Hautreaktionen kommen kann, wenn die öle in direktem Hautkontakt stehen.

Auch das Ansetzen einer Lavendel-, Essig- oder Zitronenessenz in einer Schale, die in die Nähe des Aufenthaltsraumes gestellt wird, kann zum Vertreiben der nervigen Mücken dienen.

Genauso können auch in eine frisch aufgeschnittene Zitrone gedrückte getrocknete Gewürznelken können helfen, Mücken draußen zu halten.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema Mückenschutz finden Sie hier:

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.04.2018
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